KonicaMinolta Dynax 7D mit MINOLTA AUTO W.ROKKOR - HG 1:2.8 f=35mm und MINOLTA ROKKOR-TC 1:4 f=135 mm

Lang ist's her …

Sommer 2020 wurde das 2,8/35 mm Minolta Weitwinkel das erste Mal probiert. Festgehalten im Beitrag: "Tokina TELE-AUTO 1:3.5 f=135mm, MINOLTA AUTO W.ROKKOR HG 1:2.8 f=35mm" Im Beitrag "Arbeitspensum" 2022 – Adaption von Minolta MC-Objektiven auf die 24 MP Vollformat Nikon Z6 und die 20 MP Halbformat Z50 (…)" wurde unter anderem das AUTO W.ROKKOR - HG 1:2.8 f=35mm präsentiert. Aber seit 2022 wurde das 2,8/35 mm nicht mehr benutzt.

Gute Gelegenheit es jetzt – vier Jahre später – mal wieder einzusetzen. Diesmal auf der 6 Megapixel Halbformat 15x23 mm APS-C-Sensor KonicaMinolta Dynax 7D.

Was dann nicht der erste Adaptionseinsatz ist …

Im November 2024 hatte ich der 7D problemlos eine MINOLTA LENS MC TELE ROKKOR-QD 1:3.5 f=135mm adptiert. Beim diesem Kurzeinsatz konnte ich keinen massiven Schärfeeinbruch durch Adaptierung per Minolta SR-/MC-MD-auf-Minolta Adapter MIT Korrekturlinse erkennen …

Nach der Adaption eines KONICA HEXAR AR 28mm F3.5 auf der Dynax 7D jetzt Objektive mit dem alten SR-/MC-/MD-Bajonett

Spezifikation MINOLTA AUTO W.ROKKOR-HG 1:2.8 f=35mm

Laut „Minolta SR LENS INDEX“ gibt es das 35 mm Objektiv in drei Versionen. Dieses 35er wurde 1962 produziert. Es ist leicht am 55 mm Filtergewinde zu identifizieren. Kleinste Blende f/16, 60x53 mm (Länge/Durchmesser), 315 g Gewicht, Aufbau: 7 Linsen in 6 Gruppen.

Das MINOLTA ROKKOR-TC 1:4 f=135 mm wurde dagegen deutlich öfter benutzt:

Um die beiden Objektive mit dem alten Minolta SR-/MC-/MD-Bajonett auf der Dynax 7D einsetzen zu können, muss der Adapter eine Korrekturlinse haben, weil sonst nur der kürzeste Nahbereich möglich wäre und nicht auf unendlich fokussiert werden kann.

Spezifikation (Google Übersetzung aus dem Japanischen)

Funktionstest 135 mm, volle Auflösung 6 Megapixel

Das war so gar nicht geplant …

Bei Superwetter wurde die KonicaMinolta Dynax 7D einfach zum voraussichtlich vorletzten Basketballspiel mitgenommen. Für die wenigen Eindrücke vor der Halle vor Zuschauereinlass. Und dann sogar – mutig geworden – ein paar Szenen vor und vom Basketaballspiel. Alles natürlich manuell fokussiert. In der Halle beim Spiel mit dem ISO-Maximum der Dynax 7D: 1.600 und Offenblende f/2,8. Um dann sogar auf manuelle Belichtung zu gehen und wenigstens 1/350 s zu erzwingen. Die Fotos aus der Halle mit der Lightroom KI entrauscht und etwas kräftiger nachgeschärft: von default 40/1 auf 60/2. Es hat unter dem Korb so eben hingehauen ;-)

Beispielfotos mit dem MINOLTA AUTO W.ROKKOR - HG 1:2.8 f=35mm auf der KonicaMinolta Dynax 7D, 6 Megapixel

1:1 Crops zum Tableau zusammengefasst

Im Beitrag KonicaMinolta Dynax 7D mit KONICA HEXAR AR 28mm F3.5 bereits beschrieben, hier nocheinmal: Auflagemaß

Wikipedia erklärt nicht nur das Auflagemaß, sondern bietet eine umfangreiche Tabelle zahlreicher Kameras.

Aus der Wikipedia-Tabelle diese Werte für Kameras und Objektive, die hier schon adaptiert wurden:

  • Nikon F 46,5 mm
  • M42/Pentax K 45,46 mm
  • Minolta A 44,5 mm
  • Minolta SR/MC/MD 43,5
  • Canon FL/FD 42 mm
  • Konica AR 40,5 mm

Beispiel 1: Nikon F DSLR plus M42- oder Pentax K-Objektiv. Die Differenz der Auflagemaße beträgt 46,5 - 45,56 mm, gerundet 1 mm

Beispiel 2: Nikon F DSLR plus Canon FL-/FD-Objektiv. Differenz 46,5 - 42 mm = 4,5 mm Differenz

Der optische Eingriff, die Beschaffenheit der Korrekturlinse im Adapter ist bei Adaption eines Canon Objektivs aufs Nikon F-Bajonett also rechnerisch höher. Ob sich das dann wirklich in Abbildungsqualität messen lässt?

Beispiel 3: Minolta/Sony A DSLR plus Minolta SR/MC/MD Bajonett. 44,5 - 43,5 mm ‎ = 1 mm

Beispiel 4: Minolta/Sony A DSLR plus Konica AR Bajonett. 44,5 - 40,5 mm ‎ =  4 mm

Letzteres ist ein deutlicher Unterschied! Und möglicherweise die Erklärung, warum die Kombination Minolta/Sony A DSLR mit einem Objektiv mit Konica AR Bajonett die beste Abbildungsqualität zumindest in den Bildecken nicht liefern kann.

Noch eine Handvoll Fotos mit dem adaptierten 35 mm ROKKOR

Zum Schluss noch ein optischer Leckerbissen aus der Minolta Schmiede/Glasschleiferei, ein 60 Jahre altes MINOLTA ZOOM ROKKOR 1:5.6 100-200mm

2024 das letzte Mal eingesetzt und hier beschrieben, das 100-200 mm Minolta:

Wer sich für die ganz alten Minolta-Linsen interessiert, muss unbedingt den Minolta SR LENS INDEX besuchen!

Optischer Aufbau

Spezifikation MINOLTA ZOOM ROKKOR 1:5.6 100-200mm

  • Vorstellungsjahr 1965
  • Abmessungen/Gewicht, Länge 175 mm, ø 58 mm, 535 g Filtergewinde 52 mm
  • Optischer Aufbau 8 Linsen in 5 Gruppen – der oben abgebildete Nachfolger weist den identischen Aufbau auf!
  • Einring-Zoom
  • Anzahl der Blendenlamellen nicht ermittelt, kleinste Blende f/22
  • Nahdistanz 2,5 m
  • Minolta SR(MC/MD)-Bajonett

Zwei schnelle Bildchen aus dem Garten mit dem 100-200 mm Zoom auf der Dynax 7D

Die spannende RICOLET wurde 1953 vorgestellt!

Qualitäts- und sonstiger Eindruck

Erkenntnisse

Je geringer der Unterschied der Auflagemaße, desto besser die Abbildungsschärfe. Was aber nicht zu 100 Prozent stimmt, denn beim adaptierten 35er gab es ein paar nicht erklärbare Ausreißer mit partieller Unschärfe.

Keine Überraschung, dass sich längerbrennweitige Objektive auf einem Adapter mit Linse wohler fühlen, als die kurzen Weitwinkelbrennweiten.Treffen doch die einzelnen Tele-Lichtstrahlen, aus denen sich das Bild zusammensetzt, senkrechter auf die Korrekturlinse und den Bildsensor (!) als beim Weitwinkel.

Nach diesem Ausflug in die Minolta/Konica-Welt, folgen noch weitere Experimente mit Canon FL-/FD-Objektiven auf Kameras mit Nikon F-Bajonett. 

Ralf Jannke, Juni 2026

 

Kommentare (0)

Keine Kommentare gefunden!

Neuen Kommentar schreiben