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Das zweite 28 mm Retrofokus Weitwinkel der Welt

13. Juni 2026, Ralf Jannke - Wissen, Sammeln, Ausprobieren

Enna München Lithagon 1:3.5/28mm

Auf der nie endenden Suche nach spannendem "Altglas" habe ich ein Enna München Lithagon 1:3.5/28mm erworben, das als "Rückdeckel" eine edixa flex cds hatte. Die Edixa hat mich nicht interessiert, aber das Weitwinkel.

28 mm Brennweite sind heute nichts Besonderes, aber das Lithagon gehört zu den ersten 28 mm Weitwinkelobjektiven, die in den 1950er Jahren für eine Spiegelreflexkamera entwickelt wurden.

Die Ehre der Erstentwicklung gehört dem Franzosen Pierre Angenieux, der 1953 in Paris das 28 mm Angénieux (Typ R11) als erstes 28 mm Weitwinkelobjektiv der Welt in Retrofokusbauweise für eine Spiegelreflexkamera präsentierte. Zwei Jahre später präsentierte Johann Lautenbacher in den Enna-Werken München dann sein Enna München Lithagon 1:3.5/28mm.

Das 28er bekomme ich in den Sommerferien (Mitte Juli), dann gibt es einen großen Praxisbericht.

 


Schon wieder? CCD-Hype …

10. Juni 2026, Ralf Jannke - Wissen, Ausprobieren

Pentax Optio S

Photorumors berichtete „Used compact camera prices quadruple in Japan as CCD models make a comeback“ – „Preise für gebrauchte Kompaktkameras vervierfachen sich in Japan, da CCD-Modelle ein Comeback erleben.“

Google Translate (Das von Jahr zu Jahr immer besser wird!)

Ein aktueller Bericht von Pinzuba News beleuchtet, wie das Wiederaufleben kompakter Digitalkameras in Japan zu einem massiven Preisanstieg auf dem Gebrauchtmarkt für Vintage-Modelle aus den 2000er und frühen 2010er Jahren führt. Dem Artikel zufolge ist die Nachfrage nach älteren Kompaktkameras sprunghaft angestiegen, was dazu führte, dass sich die Preise auf dem Gebrauchtmarkt etwa vervierfacht haben.

Wichtige Daten von KOMEHYO (einem großen Händler für Gebrauchtwaren)

  • Das Verkaufsvolumen von „alten Kompaktkameras“ ist im Vergleich zu der Zeit vor fünf bis sechs Jahren um das Fünffache gestiegen.
  • Der durchschnittliche Verkaufspreis hat sich etwa verdreieinhalbfacht.
  • Modelle, die vor fünf oder sechs Jahren für 5.000 bis 10.000 Yen verkauft wurden, erzielen heute Preise von 20.000 bis 40.000 Yen.

Zitat von Yasuhiro Hara, Leiter der Kameraabteilung in der KOMEHYO-Filiale in Nagoya

„Die Nachfrage nach alten Kompaktkameras ist im Vergleich zu vor fünf oder sechs Jahren deutlich gestiegen. In unserer Filiale hat sich das Verkaufsvolumen etwa verfünffacht, und das durchschnittliche Preisniveau ist auf das etwa Dreieinhalbfache angestiegen.“

Quellen dort die Lager an gebrauchten Kompakt-Digitalkameras über? Ist das nur ein neuer, verzweifelter Versuch einen Kompakt-CCD-Digitalkamera-Hype zu starten?

Ich seh' das Zeug nach wie vor Pappkarton-weise oder ganz ungeschützt auf dem (nassen) Boden und weitgehend unbeachtet auf Flohmärkten rumliegen … Bestes Beispiel die oben gezeigte 3 Megapixel Pentax Optio S aus dem Vorstellungsjahr 2003, die ich für 5 Euro aus einem "Haufen" gefischt habe. Ja, die hat lt. digitalkamera.de einen CCD-Sensor. Zu Hause zur Funktionskontrolle schnell ans Netzteil gehängt, barucht die lediglich einen frischen Akku, und dann werde ich sie ausprobieren …

Was die angeblich so besondere, analogähnlichere CCD-Farbwiedergabe angeht, habe ich immer wieder das Gefühl, dass viele Fotografierende bis heute nicht in der Lage sind, Photoshop, Lightroom und die Mitbewerber richtig zu bedienen und auszureizen.

Bis hin sich bestimmte immer wieder zu benutzende Presets gewünschter Farbwiedergabe oder SW-Konvertierung zu hinterlegen. Ich habe nie auf den Sensor-Typ geachtet und mir in der langen Vergangenheit so gut wie jede gewünschte Farbwiedergabe per EBV erstellt. Oder wenn unterwegs einfach keine Zeit war auf die richtige Tageszeit, das richtige Licht zu warten. Das kann natürlich jeder halten wie er will! Egal ob CCD- oder CMOS-Sensor!

 


Doch nochmal APS mit einer Canon IXUS L-1

05. Juni 2026, Ralf Jannke - Ausprobieren

Trotz der Erfahrung mit dem abgelaufenen APS-Film in der Minolta VECTIS 3000 nochmal APS-Film. Den in einer Auktion vergessenen 6,50 Euro Kodak ADVANTIX ULTRa 40 exp verknipse ich dann doch noch. In den Sommerferien In einer Canon IXUS L-1, die 1,85 Euro gekostet hat … Die zum Betrieb benötigte CR-2 Li-Batterie habe ich … Ergebnisse gibt es aber erst in der letzten Augustwoche nach Entwicklung und Scan durch meinen Stammfotohändler.


Mal nicht vom Flohmarkt …

17. Mai 2026, Ralf Jannke - Wissen, Sammeln, Ausprobieren

Als Vorbereitung für die Sommerferien teste ich aktuell noch die eine oder andere „Rest“-Analogkamera aus meiner Sammlung auf einwandfreie Funktion hinsichtlich Belichtung und Autofokus. Also musste der in zwei Kameras belichtete Farbfilm zum Fotostammhändler.

Der Händler hat im Fenster auch ein Secondhand-Regal. Ich bin da nicht mit jedem Preis einverstanden, aber gelegentlich nehme ich etwas mit. Das war in diesem Fall ein MINOLTA MAXXUM AF ZOOM 75-300mm 1:4.5(32)-5.6 für 39 Euro. In der 800 g schweren "Beercan" – "Bierdosen"-Version von 1985. Die auch mal bei eBay auftaucht, dort aber für deutlich höhere Beträge.

Das Zoom wurde nur kurz auf der 20 MP Sony alpha 58 getestet, die auch rund ein Jahr nicht mehr in Betrieb war. DSLR und Zoom: Alles bestens! Das Objekiv wurde gleich wieder weggepackt, es geht mit in den Sommer und wird am Ferienort verbleiben. Für die ausgelagerte KonicaMinolta Dynax 5D und die Sony alpha SLT 33. Spätestens dann auch etwas mehr zum 75-300 Zoom.

 


Flohmarktausbeute

04. Mai 2026, Ralf Jannke - Wissen, Sammeln, Ausprobieren

Noch nie gehört/gesehen: Den Objektivhersteller VAREXON

35 mm Weitwinkel habe ich genug, aber bei 28 mm Brennweite wird es schon deutlich weniger.

Hier ein VAREXON EET 1:2.8 f=28mm für 10 Euro vom Flohmarkt

Spezifikation

  • Der Hersteller Varexon wird als Handelsmarke für preiswerte Objektive beschrieben. Die in den 1970er/80er Jahren in Japan und Korea für den europäischen Markt hergestellt oder vertrieben wurden.
  • Abmessungen/Gewicht: Ø 64 mm, Länge 58 mm, Filter Ø 52 mm, 297 g
  • Optischer Aufbau unbekannt
  • Anzahl der Blendenlamellen 6, kleinste Blende f/22
  • Nahdistanz 0,45 m
  • Anschluss: Exakta-Bajonett (fürs Foto auf meine TOPCON RE-2 montiert)

Das geht natürlich noch aufs Vollformat, jetzt erstmal auf der mFT Olympus OM-D E-M5

Analog und digital …

Besonders zu beachten der handschriftliche Hinweis, der auf der AGFA klebte: "Film eingelegt 28.11.91" Seit 35 Jahren dürfte diese bedauernswerte Kamera wohl unbenutzt liegen :-( Ein Wunder, dass die Batterien nicht ausgelaufen waren! Den Film habe ich nach dem Beitrag: "Kodak START 1075Z und Vivitar 300Z ZOOM, zwei analoge Sucherkameras – oder: Der große Griff ins Klo :-(" natürlich NICHT mehr verwendet! Der liegt jetzt mit "TEST" gekennzeichnet als Dummyfilm, wenn ich etwas probieren möchte …

Die nette AGFA OPTIMA sensor flash electronic ist leider kaputt

Nach Bestückung der Batteriekammer mit zwei frischen 1,5 Volt AAA Batterien zeigt der Blitz beim Ausklappen eine rote Leuchte. Ohne beim Auslösen zu Blitzen. Da dürfte der Blitzkondensator nach den 35 Jahren Nichtbenutzung hinüber sein. Immerhin bewegt sich die Objektivblende, wenn bei ausgeklapptem Blitz die Filmempfindlichkeiten verstellt werden. Aber das war's. Lapidarer Kommentar von Christian: "Das ist bei meiner genauso, also wahrscheinlich Serienfehler durch Alterung …" Schade, die 5 Euro AGFA hätte ich gerne mal probiert.

Spezifikation:

  • Baujahr: 1981 - 1983
  • Produziert im Agfa-Werk Portugal
  • Abmessungen/Gewicht: 120 x 90 x 60 mm, 330 g
  • Filmempfindlichkeit ASA/ISO 25-400
  • Elektronischer Paratronic Blenden-Verschluss mit 1/45 - 1/1000 Sekunde.
  • Automatische Belichtung, bei hochgeschwenktem Blitz automatische Blendenwahl nach Filmempfindlichkeit. CdS-Messzelle unterhalb der Frontlinse des Objektivs
  • Objektiv: Agfa Solitar 1:2,8 / 40 mm, 4 Linsen in 3 Gruppen – Tessarformel
  • Großer heller Durchsichtsucher mit Warnsignal (Rot/Grün Dioden) und Parallaxenmarken
  • Manuelle Entfernungseinstellung in Meter und Feet und mit drei Symbolen Porträt, 2 Personen, Berge
  • Filmtransport per Schwenkhebel, der nach Umschaltung auch fürs Zurückspulen des belichteten Films in die Patrone ist. Film-Bewegungs-Signal an Kamera-Unterseite. Filmzählwerk, Drahtauslöser-Anschluß, Stativgewinde an Kameraseite, Ösen für Kamerariemen
  • Energieversorgung zwei 1,5 Volt AAA Batterien für Belichtungsautomatik und Blitz
  • Nahdistanz 90 cm

FUJIFILM FinePix S1600 (15 Euro) Kurzspezifikation:

  • Vorstellungsjahr 2010
  • 12 Megapixel CCD-Sensor, ISO 64-1600
  • Speicherformat/Speichermedium: JPEG, SD-Karte
  • 3,1-5,6/28-420 mm (@KB) 15-fach Zoom

Nach bestandener Eingangskontrolle werde ich mich der Fuji aber vorerst nicht widmen …

 


Geht's qualitativ noch tiefer als APS?

26. April 2026, Ralf Jannke - Wissen, Sammeln, Ausprobieren

Geht!

Ich konnte nicht widerstehen, diese Rollei A110 für 5 Euro vom Flohmarkt mitzunehmen. Wobei die Folgekosten deutlich höher ausfallen. Die Batterie kostet 8,95 Euro und ein frischer Pocket 110 Film würde 11,90 Euro plus 5,90 Euro Porto kosten. Dazu kommen noch die Entwicklungskosten … Gekauft habe ich einen 2009 abgelaufenen Fujifilm Fujicolor Superia 200 für 12,99 mit kostenlosem Versand.

Meinen letzten Pocketfilm habe ich vor über 40 Jahren verschossen

In der Minolta Weathermatic 110. Dass die Qualität gut war, lag an der Minolta und dem Film. Denn es war ein Kodachrome!

Mal sehen wie es 2026 wird – über Wasser mit der Rollei und dem Fuji ;-)

 


45 Megapixel sind einfach zu wenig …

22. April 2026, Ralf Jannke - Wissen, Sammeln, Ausprobieren

Nachdem mir die 45 Megapixel meiner Vollformat DSLM Nikon Z7 nicht mehr genügen, MUSSTE die 48-Megapixel-Kamera vom Flohmarkt unbdingt mit ;-) Ironie-Modus aus!

Leider habe ich sie noch nicht ans Laufen bekommen, denn den interpolierten 5 Euro Flohmarkt 48 Megapixel-Matsch würde ich gerne mal sehen. Von den Kontakten des Akkus würde ich sagen, dass dieser Kameraschrott Wasser abbekommen hat. Die war wasserdicht – einmal… Vielleicht besser so.

Nachtrag

Ich habe die Kamera heute kurzerhand geöffnet. Sogar zerstörungsfrei! Um schnell zu beenden. Dann war sofort klar: WASSERSCHADEN, Platine usw. korrodiert. Gleich in den E-Schrott damit!

 


Kamera für die Rückfahrt

15. April 2026, Ralf Jannke - Wissen, Sammeln, Ausprobieren

Ich hatte die 2014 von Nikon vorgestellte COOLPIX L840 Dezember 2024 das erste und einzige Mal in Betrieb. Im Praxisbericht von 2024 ist alles über die L840 nachzulesen. 

In ein paar Tagen geht es nach verlängerten Osterferien wieder zurück. Wie immer nehme ich für die letzten Eindrücke der Rückreise "irgendeine" Kamera mit. Mit dem Smartphone werde ich nie warm! Und das ist dieses Mal eben die Nikon COOLPIX L840.

Einziger Nachteil, die 16 Megapixel Bridgekamera mit dem stabilisierten KB-äquivalenten Superweitwinkel- bis Supertele 22,5 bis 855 mm Zoom hat keinen E-Sucher. Aber wenigstens kann der gut auflösende Monitor geklappt werden. Um so etwas besser gegen das Tages-/Sonnenlicht abgeschirmt zu werden.

Darüberhinaus bietet die L840 WiFi! Die Verbindung zum Smartphone funktioniert mehrfach erfolgreich erprobt zuverlässig!

Hier der Praxisbericht

 


Das letzte Osterferien-Projekt … Wirklich?

12. April 2026, Ralf Jannke - Wissen, Sammeln, Ausprobieren

Nein, denn da "fand" sich bei der Inventur doch noch die klasse, einige Jahre nicht mehr benutzte CANON DIGITAL IXUS 90IS

Jetzt, vier Jahre später:

Akku laden und einlegen, Uhr stellen und die IXUS problemlos in Betrieb nehmen. Wie war damals zu lesen: "Ich habe vermutlich keine Digitalkamera, die (scharf-) kantiger ist … Und das macht diese so eckig designte Canon durchaus zu etwas Besonderem."

Ein kleiner Praxisbericht folgt!

 


Das letzte Osterferienprojekt

07. April 2026, Ralf Jannke - Wissen, Sammeln, Ausprobieren

BEAUTY LIGHT MATIC SP und YASHICA REFLEX 35, geladen mit SW-Negativfilm

Die YASHICA REFLEX 35 (aus Penta J) kam 1961 auf den Markt. Einen ersten Beitrag zur Yashica gab es im Herbst 2022.

HIER liegt das Manual zur Yashica

Jahreswechsel 2022/2023 gab es einen Beitrag zur 1959-1963 produzierten SP = S-Professional, BEAUTY LIGHTMATIC SP

Manual zur sehr ähnlichen BEAUTY LIGHTOMATIC III HIER

Philosophie

Es hat sich schnell gezeigt, dass die einfachen und besseren analogen (Mess-)Sucherkameras einfach dankbarer sind. Aus einem simplen Grund. Bei Spiegelreflexkameras kann das Objektiv ja gewöhnlich gewechselt werden. Was viel sinnvoller ist, das ist die Adaption der alten Objektive auf moderne spiegellose Systemkameras. Ausnahme: Analog-SLRs mit fest montierten Normalobjektiven. So wie hier: Minolta ER, Mamiya family, PORST autoflex (= Mamiya Auto-Lux 35) mit Nikon/NIKKOREX Weitwinkelvorsatz

Bei der YASHICA REFELX 35 habe ich jetzt eine Ausnahme gemacht.