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Historisches Superweitwinkelobjektiv

16. März 2026, Ralf Jannke - Wissen, Sammeln, Ausprobieren

AUTO TAMRON 1:4.5 f=21mm

Als großer Anhänger historischer Superweitwinkelobjektive habe ich keinen Blick auf die modernen, teuren (!) 10, 12, 14, 15 mm Festbrennweiten oder 11-24 mm, 14-24 mm Zooms, die je nach Hersteller, Bauweise auch das Vollformat auszeichnen. Gegen diese Ultraweitwinkel(zoom)objektive waren historische 20/21 mm Objektive aus den den 1960er/70er Jahren mal gerade „starke“ Weitwinkel. Die aber mit gewollter Unperfektheit. Objektive mit Chrakter, Stil!

Wollte ich elektronisch durchkorrigierte Abbildungsqualität, geht mein „schwimmfähiges Plastik“-Zoom „on Tour“. Die Rede ist vom Nikon DX VR AF-P NIKKOR 10-20mm 1:4.5-5.6G. Ein völlig unterschätztes Zoom, ein regelrechter Geheimtip! Mit KB-äquivalenter Brennweite 15-30 mm!

Wollte, bräuchte ich mehr Bildpunkte, ginge das 10-20 per FTZ-Adapter auf die 45 Megapixel Nikon Z7, wo ich im DX Modus dann 20 Megapixel habe. Für meinen Fotojahreskalender und das „Best-of-Fotobuch“ völlig ausreichend.

Und doch habe ich in der Vergangenheit ganz bewusst zu diesen drei Oldtimern gegriffen, mit denen auch das kleine Tableau fotografiert wurde. Mit den gewollten, erhofften Blendensternen, Gegenlichtreflexen und so weiter

Diese wunderbaren „Vintage-Lenses“, dieses herrliche „Altglas“ haben jetzt Verstärkung bekommen!

Durch das AUTO TAMRON 1:4.5 f=21mm

Spezifikation

  • Vorstellungsjahr 1970 (angeblich soll es von 1971-1973 3 Versionen gegeben haben)
  • Abmessungen/Gewicht: Ø 84 mm, Länge 55 mm, Filter Ø 82 und 17 mm (Hinterlinse), 332 g
  • Optischer Aufbau 8 Linsen in 6 Gruppen
  • Anzahl Blendenlamellen nicht bekannt, kleinste Blende f/16
  • Nahdistanz 0,25 m
  • Anschluss meines Exemplars: M42

Alles über das 21 mm Weitwinkel zu Ostern

 


Eigentlich wollte ich keine (Pentax) DSLR mehr …

10. März 2026, Ralf Jannke - Wissen, Sammeln, Ausprobieren

Na gut, steht SAMSUNG GX-1L drauf ;-)

Auf der Suche nach Informationen landete ich umgehend auf unserer eigenen Seite!

Unter dem Menüpunkt "Kameras/alle Hersteller/Samsung" hat Boris unter anderem die SAMSUNG GX-10 beschrieben:

>> Die GX-10 war nach der GX-1L und der GX-1S bereits die dritte digitale Spiegelreflexkamera, die Samsung auf den Markt brachte. Wie die beiden Vorgänger handelte es sich um eine Kamera, die von Pentax entwickelt wurde. <<

Praktisch baugleich, nur entsprechend gelabelt:

  • PENTAX *istDS2 (2005) = SAMSUNG GX-1S (2006)
  • PENTAX *ist DL2 (2006) = SAMSUNG GX-L1 (2006)
  • PENTAX K 10D (2006) = SAMSUNG GX-10 (2006)

Jetzt also eine GX-1L

Und als nette Dreingabe noch das als Schneider KREUZNACH D-XENON 1:3.6-5.6 18-55mm AL, was nur das baugleiche umgelabelte SMC PENTAX-DAL 1:3.5-5.6 18-55mm ist.

Was das zu erwartende Handling der Samsung und die Abbildungsqualität des Kitzooms angeht, kann ich getrost auf meinen Pentax *ist D L2 Bericht aus meinen Sammelanfängen aus dem Herbst 2015 verweisen. Und 10 Jahre jünger aus dem März 2025 den Beitrag: Pentax erste/zweite DSLR, die *istD und *istD S. Alles ganz ähnliche Pentax/Samsung DSLRs. Von dieser Seite sind bezogen auf die Samsung keine Überraschungen zu erwarten. Eine Firmware für die SAMSUNG GX-L1 fand sich auch noch.

Spezifikation

  • Vorstellungsjahr April 2006
  • Abmessungen/Gewicht: B x H x T 125 x 92 x 67 mm, 553 g
  • 23,6 x 15,8 mm (Cropfaktor 1,5) APS-S CCD-Sensor, Empfindlichkeit ISO 200 bis ISO 3.200, Pixelpitch 7,8 µm
  • Auflösung 3.008 x 2.008 Bildpunkte = 6 Megapixel (3:2)
  • Speicherformat JPEG/RAW
  • Speichermedium SD Karte     
  • Objektivanschluss Pentax K
  • Autofokusart     Phasenvergleich-Autofokus mit 5 Sensoren
  • Spiegelreflexsucher (Prismensucher) (96 % Bildabdeckung), Dioptrienausgleich (-2,5 bis +1,5 dpt), Mattscheiben wechselbar
  • 2,5" TFT LCD Monitor mit 210.000 Bildpunkten, transreflektiv
  • zusätzliches Infodisplay (oben)
  • Mittenbetonte Integralmessung, Matrix/Mehrfeld-Messung über 16 Felder, Spotmessung
  • Programmautomatik, Blendenautomatik, Zeitautomatik, Manuell
  • Belichtungszeiten 1/4.000 bis 30 s (Automatik) plus B
  • Belichtungsreihenfunktion mit maximal 3 Aufnahmen, Schrittweite von 1/3 bis 1/2 EV
  • Belichtungskorrektur +/- 2 EV, Schrittgröße 1/3 EV
  • Serienbildfunktion max. 2,8 Bilder/s bei höchster Auflösung und max. 5 gespeicherten Fotos
  • Selbstauslöser mit 2 oder 12 s Vorlaufzeit
  • Eingebauter Blitz aufklappbar, Leitzahl 15 (ISO 100) plus Blitzschuh: Pentax, Standard-Mittenkontakt
  • Blitzfunktionen Ein/Aus, Automatik, Aufhellblitz, Langzeitsynchronisation, Rote-Augen-Reduktion
  • Weißabgleich Automatik, Wolken, Sonne, Schatten, Blitzlicht, Leuchtstofflampe mit 3 Voreinstellungen, Glühlampenlicht, Manuell
  • Energieversorgung 4x 1,2 oder 1,5 Volt Akkus/Batterien der Größe AA

Über die Osterfeiertage werde ich einen kleinen Rundgang machen und berichten. Über eine willkommene jetzt 20 Jahre alte Digitalkamera-Sammlungsbereicherung …

 


Flohmarkt und kein Ende …

05. März 2026, Ralf Jannke - Sammeln, Ausprobieren

Nur gefühlt? Oder "zieht" es 2026 tatsächlich an, das Finden netter Sachen auf unbedeutenden Flohmärkten?

Bei der funktionierenden 6x6 Rollfilm Certo-phot aus dem Vorstellungsjahr 1958 konnte ich für 5 Euro nicht widerstehen ;-) Das Objektiv ist ein primitiver, zweilinsiger Achromat 1:8,0/80 mm, der per Lochblende auf f/11 abgeblendet werden kann. Manuelle Entfernungseinstellung ab 1,5 m; Tiefenschärfenskala am Objektiv. Lamellenverschluss (B und 1/50 Sekunde). Laut damaliger Werbung ist die CERTO-phot „spielend leicht zu bedienen und sieht flott und modern aus“. Na ja ;-) Der belichtete Film steckte noch drinnen. Ich werde den gelegentlich entwickeln/lassen und bin ganz gespannt, was da drauf ist! Das Emblem auf der Front ist übrigens das Dresdner Stadtwappen!

Den Hintergrund hat natürlich die böse künstliche Intelligenz von Photoshop erfunden — 1950er Jahre oder so … Was aber ein "Nierentisch" oder einen "Tulpenlampe" ist, weiß das US-Programm dann doch nicht … Die Certeo-phot funktioniert noch. Ich muss die glatt mal mit einem SW Rollfilm laden. Die erstaunten Blicke sind es immer wieder wert, wenn man neben einer hochwertigen Digital-Systemkamera ein Steinzeitgerät mitführt ;-)

Zum zweiten Foto: Preiswerter kann man sich kaum noch mit sehr gutem Pentax K MF "Altglas" eindecken! Ein SMC PENTAX-M 1:2.8 28mm und ein SMC PENTAX-M MAKRO 1:4 100mm. Flohmarktstückpreis 15 Euro! Hier auf meiner Pentax K20. Und später per Adapter auch im Vollformat der Nikon Z!

 


Und nochmal: „Happy Flohmarkt“!

28. Februar 2026, Ralf Jannke - Wissen, Sammeln, Ausprobieren

Ich beginne mich wirklich zu fragen, ob ich mir im März 2x120 km Autobahnfahrt antun soll, um nach Jahren mal wieder eine Fotobörse zu besuchen. Aber mich interessiert einfach, ob sich das Angebot, Händlerverhalten besonders in Sachen Preisvorstellungen geändert hat. Wie voll ist es im Vergleich zu den Börsen-Hochjahren vor 2000? Und noch mehr fahre ich, um auf der Fotobörse vielleicht ein paar alte Bekannte zu treffen …

Vom letzten lokalen Flohmarkt

Ich bin ein Fan „krummer“ Brennweiten ;-)

Obwohl ich wusste, dass das PENTACON auto 2.8/29 MADE IN G.D.R bereits im Bestand ist und benutzt wurde, habe ich für 5 Euro eine weitere, aber neuere Version PENTACON auto 2.8/29 MULTI COATING mitgenommen. Und schnell ins bereits vorhandene Foto (unten) montiert.

Nach den umfangreichen Spielereien mit den beiden Nikon NIKKOREX Objektiv-Vorsätzen, die den von Mamiya im Auftrag für Nikon produzierten NIKKOREX Billig SLRs und ihren nicht wechselbaren Normalobjektiven zu etwas Weitwinkel und Tele verhalfen, bin ich irgendwie auf den Geschmack gekommen ;-)

Nein, eine zu den beiden Vorsätzen
    •    Nippon Kogaku Japan NIKKOR-Tele 1:4 85/48
    •    Nippon Kogaku NIKKOREX-Wide 1:5.6
genau passende NIKKOREX-SLR habe ich nicht.

Aber eine reaktivierte CHIYODA KOGAKU MINOLTA ER. Die nach dem gleichen Prinzip aufgebaut ist: Spiegelreflexkamera, fest montiertes Normalobjektiv, Zentralverschluss mit maximal 1/500 s als schnellster Verschlusszeit. Brennweitenverkürzung oder -verlängerung nur durch Vorsätze. Und dabei haben sich die beiden oben genannten NIKKOREX-Vorsätze als kompatibel erwiesen. Ein Praxisbericht ist im Entstehen!

Aber das war noch nicht alles

Neben der MINOLTA ER wartet in den Osterferien eine Mamiya Family auf mich, die nach dem gleichen Prinzip arbeitet. Sollte die noch funktionieren, was ich erst Ostern feststellen kann, werde ich einen Farbnegativfilm spendieren und ausprobieren, ob sich ein NIKKOREX Vorsatz montieren und einsetzen lässt. Ist das nicht der Fall, wird eben so etwas in der Gegend „rumgeknipst“ ;-)

Dabei hat sich der gewöhnliche Farbnegtivfilm wieder am praktischten erwiesen

Mit gewissem Belichtungsspielraum und Entwickeln dann beim Stammhändler. Der bietet Entwicklung und direktes Digitalisieren bei 4K Auflösung, was mehr als ausreichen für die KB-Negative ist. Keine Zwangsabnahme von Papierabzügen, die 4K-Scans landen zum Download für ein paar Wochen auf einem Server. Die Negative können auf Kundenwunsch entsorgt werden! O.K., SW würde ich noch selbst verarbeiten und digitalisieren …

Nicht warten muss ich nach dem aktuellen Flohmarktrundgang, der eine weitere "Mamiya" in die Sammlung spülte

Die Rede ist von der PORST autoflex, die in den 1960er Jahren die erste SLR aus der heute nicht mehr existierenden Kette Photo-Porst war. Diese SLR soll rar sein, da sie nicht in großen Stückzahlen verkauft wurde. Die als PORST autoflex gelabelte SLR wurde von Mamiya hergestellt und selbst als Mamiya Auto-Lux 35 verkauft.

Die PORST autoflex

  • ist mit einem dreilinsigen SEKOR (die Mamiya Objektivbezeichnung) 1:2.8 f=48mm ausgestattet, Blendenwerte bis f/22
  • hat einen Copal-Zentralverschlusszeiten B(ulb) und 1/15 bis 1/500 s
  • kann ASA/ISO Filmempfindlichkeiten von 10-400 einstellen
  • hat einen Blitzschuh mit Mittenkontakt, zusätzlich PC-Buchse am Gehäuse
  • hat eine Nahdistanz von 0,8 m

Und das Beste: Die autoflex ist mit einer batterielos selenzellen-gesteuerten Blendenautomatik für ihre Zeit sehr komfortabel ausgestattet, kann natürlich auch manuell gesteuert werden. Mit Belichtungsanzeige (Nadel) im Sucher! Und diese Automatik funktioniert noch!

Wie weit die Belichtungswerte stimmen, habe ich noch nicht kontrolliert. Nach mehreren Anläufen ist es mir endlich gelungen, den festgefressenen Filter zu entfernen. Dazu verbrachte die PORSt unter anderem in Folie verpackt eine Nacht in der Gefriertruhe. Und nach einer weiteren Nacht – das Gewinde mit "STAHLWERK ROSTLÖSER EXTRA STARK" zur chemischen Entfernung von Rost eingesprüht – ließ sich der Filter endlich abdrehen. Mit "Rost" verbinde ich zwar Eisen, aber es könnte wohl doch auf Aluminium gewirkt haben … Mit Filterzange fürs empfindlichere Objektiv und Rohrzange für den Filter war der Filterrest dann schnell rausgedreht. Denn das war die Voraussetzung, um einen Weitwinkel- oder Televorsatz ins 40,5 mm Filtergewinde zu montieren.

Im Foto ist der NIPPON KOGAKU JAPAN NIKKOR-Tele 1:4 85/48 Vorsatz. Für eine kleine Runde mit der PORST autoflex werde ich aber den Nippon Kogaku NIKKOREX-Wide 1:5.6 bevorzugen. Der erweitert den Bildwinkel auf Größenordnung 60º, was einem 35 mm Objektiv entspricht. Der Praxisbericht ist im Entstehen!

 


Ein lohnender Flohmarktgang!

17. Februar 2026, Ralf Jannke - Wissen, Sammeln, Ausprobieren

Das nenn’ ich Flohmarktbeute!

Nein, die Nikon D4 gehörte nicht dazu, aber das montierte Nikon Zoom-NIKKOR 35~105mm 1:3.5-4.5 AI-S habe ich sichtlich gebraucht, aber mit einwandfreier Technik für 15 Euro gerne mitgenommen. Laut Seriennummer von 1983 bis 2005 viele Jahre produziert.

Rechts unten eine 15 Euro RAYNOX HD-FXR180 HIGH DEFINITION FISH-EYE CONVERSION LENS. Versifft, aber zu Hause problemlos zu reinigen. Keine Kratzer, kein Fungus. Wofür der Vorsatz. Nach 2022 soll endlich mal wieder meine ungeliebte Sony Cyber-shot DSC-R1 an dir frische Luft. Für die gab/gibt es unter anderem einen 0,8x Weitwinkelvorsatz, der aktuell für um 300 Euro offeriert wird. Mit "Jagdglück" auch mal unter 100 Euro inkl. US-Porto. Auch dafür würde ich diesen Vorsatz nicht nehmen, auch wenn er ein rectilinear abbildendes 19 mm Superweitwinkel generiert. Beim für 15 Euro mitgenommenen Fisheye-Vorsatz musste ich nicht lange suchen. Um den in den Ostertagen auf die Sony R1 zu montieren brauchte es nur einen 72 mm Filter aus meiner Wühlkiste, dem das Glas entnommen wurde. Und einen ebenfalls noch vorhandenen 72-auf-67 mm Reduzierring. Ich bin gespannt.

Höhepunkt ist der oben rechts abgebildete Prismensucher für die zweiäugige 2,8 oder 3,5 Mittelformat 6x6 Rolleiflex. Der Sucher wird für bis 250 Euro angeboten und für 130 bis 150 Euro auch verkauft. Runtergefallene Exemplare mit Beulen im Deckel oder Fungus (Pilzbefall) sind für 50 bis 60 Euro zu haben. Mit meiner chinesischen Rolleiflex – „Segull“ – kann der Original Rolleisucher nichts anfangen. Vielleicht habe ich mit der dichter an der Rollei angesiedelten AIRES mehr Glück. So oder so, für 20 Euro durfte ich den Rollei-Sucher in gutem Zustand samt Köcher einfach nicht liegenlassen ;-)

 


Die hässlichen Entlein … Die sich NICHT in einen schönen Schwan verwandeln :-(

11. Februar 2026, Ralf Jannke - Wissen, Sammeln, Ausprobieren

Meine einstige Sammlung an Spiegelreflexkameras mit fest eingebauten Normalobjektiven um 50 mm Brennweite und allesamt mit Zentralverschluss. Entsprechend beschriftet. Die beiden defekten Exemplare gingen in Christian Zahns Optiksammlung über.

Nicht im Foto die wiederbelebte Minolta ER mit gleichem Konzept: Festbrennweite 48 mm, Zentralverschluss. Die bekommt in absehbarer Zeit einen eigenen Beitrag, nachdem sie über vier Jahre unbenutzt lag.

Die NIKKOREX AUTO35 wurde ausgeschlachtet, um an das gute und lichtstarke 2/48 mm Nikkor zu kommem. Übrig sind dann noch die zwei Mamiyas. Eine Mamiya/Sekor 528TL und eine Mamiya Family. Aus der Erinnerung ist die 528 TL defekt, die Family könnte aber noch Leben haben! Sie wurde auch als "Saturn" und "Korvette" vertrieben. Sollte die Family noch laufen, werde ich ihr gelegentlich einen Film spendieren und sehen, ob sich ein NIKKOREX Vorsatzobjektiv montieren lässt …

Das Konzept mit den Vorsatzobjektiven verfolgten nicht nur Nikon (Nikkorex) und Minolta!

Unter anderem auch für die Mamiya 528 TL gab es dieses Vorätze. Das Foto stammt von Christian Zahns Internetseite optiksammlung.de. Christian kommentiert auch treffend: "Die 528TL gehört zu den preiswerten Spiegelreflexkameras ohne Wechselobjektiv, andere Brennweiten werden durch Einschrauben von Tele- bzw. Weitwinkelkonverter erzielt. Die ohnehin nur geringe Bildqualität des dreilinsigen Normalobjektivs wird dadurch nochmals verschlechtert. Die resultierenden Brennweiten sind auf den Vorsätzen nicht vermerkt, es handelt sich um ca. 35 bzw. 75mm."

Aber selbst Rollei bot Carl Zeiss 0,7x und 1,5x Mutare, heute sündteure Sammelstücke für die zweiäugige Rolleiflex mit dem fest angebauten 75 oder 80 mm Objektiv …

Mal sehen, ob ich diesen Sommer endlich schaffe, den einen Rolleiflex-kompatiblen Vorsatz auszuprobieren. Ohne allzugroße Qualitätserwartungen


Auf zur finalen Junk-/Trash-Fotorunde

06. Februar 2026, Ralf Jannke - Wissen, Sammeln, Ausprobieren, Reparieren

Passend zum Hintergrund

Bevor es ins Depot geht, eine vorerst finale Runde durchs Industriegebiet zum Flohmarkt. Mit der schwer angeschlagenen spiegellosen Nikon 1 V3 DSLM

Ich hatte diesen Totallschaden 2023 aus reiner Neugier für 10 Euro gekauft. Um dann festzustellen, dass diese V3 nach Einlegen eine microSD-Speicherkarte und dem Akku tatsächlich noch Fotos aufnahm! Aber alles im kompletten Blindflug. Digitale LOMOGRAPHIE pur!

Um ein Gefühl für den Bildwinkel zu bekommen, wurde ein russischer Revolversucher montiert, der eine 2,8 cm/28 mm Brennweiteneinstelung bietet. Die gut zur kurzen Brennweite des 10-30 mm 1 Nikkors passt. KB-äquivalente 27-81 mm. Erstaunlichrweise funktioniert dieses Zoom noch einwandfrei! Möglicherweise gab es 2019 bessere Ersatzteile, denn auch dieses Zoom war von der Nikon 1 Objektivkrankheit betroffen. 

2026 wurde eine Reparatur, Verbesserung des beschädigten Nikon 1 V3 Sensors versucht. Was dann in einen eigenen Praxisbericht mündet, der noch nicht fertig ist …

 


Gerüstet

01. Februar 2026, Ralf Jannke - Wissen, Sammeln, Ausprobieren

Jetzt passt es!

Im vorläufigen Finale zum Medical-NIKKOR Auto 1:5.6 f=200mm Nippon Kogaku Japan war ganz zum Ende hin zu lesen: "Wie geht es mit dem Medical-NIKKOR Auto 1:5.6 f=200mm Nippon Kogaku Japan weiter? Vielleicht so im Frühjahr?" Montiert war das Medical auf der 16 Megapixel Vollformat DSLR Nikon D4 und einem Balgengerät mit Nikon F-Anschluss. Mir aber einfach eine Nummer zu klein, zu schwach für die komplette Kombination.

Erheblich besser dann das bereits im Beitag: "Schnelltest Balgengerät, Hersteller ALBINAR, Canon FD-Bajonett, Nikon Z6" gewürdigte Gerät. Der noch fehlende Adapter Nikon F-auf-Canon FD-Bajonett ist eingetroffen, und dann wurde das Ganze probeweise montiert.

Damit werde ich mich dann an "Kleinzeug" und "Blümchen" vergnügen ;-)


Die Flohmarktsaison 2026 ist eröffnet!

22. Januar 2026, Ralf Jannke - Wissen, Sammeln, Ausprobieren

Stückpreis 5-20 Euro

Ich habe überlegt, ob ich wirklich 20 Euro für die prizipiell tolle, aber mit einer kaputten Frontlinse geschlagenen Olympus XZ-2 investieren soll, aber sie bettelte so: "Nimm mich mit" ;-) Sie läuft und für etwas "Kunst" wird's sicher reichen …

Trotz der kaputten Frontlinse!

Ich bin versucht es nach der Fotorunde mit einem Tropfen Carglas-Chemie zu probieren. Ein dünnflüssiges Harz, das unter UV-Licht aushärtet. Bei Auto-Windschutzscheiben ist der so reparierte Steinschlag meistens fast unsichtbar! Also einen Versuch werde ich mit der Frontlinse wagen, Harz ist bestellt. Mehr Kaputtmachen geht ja nicht mehr … Denn die Abbildungsqualität der Olympus ist sehr gut!

Und die Praktika?

Bei DER schönen Orange-Eloxierung durfte sie mit. In Chrom wär's ja nur wieder die öde "Zigaretten-Etui-Klasse" ;-)

Und die beiden Objektive?

Die kamen natürlich ohne die Bodies, auf die sie fürs Foto montiert wurden. Das VOIGTLÄNDER COLOR-DYNAREX ist laut Seriennummer aus den Mitte der 1960er Jahre und kam zu meiner Freude mit M42 Schraubanschluss! Das Ihagee Anast.(igmat) Exaktar 1:3.5 f=5.4cm ist ein ganz frühes und noch unvergütetes Objektiv, aus der Mitte der 1930er Jahre. Nach Reinigung – das Frontelement war problemlos rausdrehbar – war der Belag auf einer inneren Linse zügig entfernt.

Also reichlich Nachschub zum Spielen, Experimentieren, Fotografieren

 


Wenn die Amateur-Fussballsaison losgeht — im Frühjahr …

18. Januar 2026, Ralf Jannke - Wissen, Sammeln, Ausprobieren

Comeback alter Digitalkameras?

Die "Welt" schrieb: "Nur noch Handy-Fotos? Das erstaunliche Comeback der Kompaktkamera"
Hmmmm … Ist das realistisch?

Ein gut argumentierter und geschriebener Füll-Beitrag. Möglicherweise aber einfach nur von anderer Stelle ab- und etwas umgeschrieben, denn das Thema "ploppte" vor einiger Zeit schon mal an anderer Stelle auf.

Ich sehe von einem Comeback alter Digitalkameras jedenfalls bisher — nichts. Denn es würde (mir) schon auffallen, wenn sich mittlerweile zwischen die Hunderte von Smartphones die eine oder andere alte Kompakt-Digitalkamera mischen würde.

Nun gut, ich bin eh kein Maßstab, was alte Digitalkameras angeht ;-)

2015/2016 habe ich angefangen Digitalkameras zu sammeln.

Darunter die oben abgebildete schwer ramponierte, aber noch funktionierende 1.600 x 1.200 Bildpunkte 2 Megapixel Olympus Camedia C-2100 Ultra Zoom. Die ich dann Jahre später erneut in Top-Zustand ein zweites Mal gekauft habe.

Natürlich aus Nostalgie, und weil das erste Exemplar trotz Einschränkungen so viel Spaß gemacht hatte, gesellte sich zu den zwei Olympus Camedia C-2100 Ultra Zoom ein hochinteressanter Zwilling! Trotz geringerer Auflösung — TIFF 1.360 x 1.024 Bildpunkte, (S)HQ 1.280 x 960 = 1,3 Megapixel — technisch aber viel interessanter die 2016 erworbene Olympus Camedia E-100RS. Als damals schnellste Kamera der Welt.

Die hatte allerdings ein technisches Problem, das offensichtlich öfters auftrat: Das defekte Moduseinstellrad.

Seitengründer und Admin Boris Jakubaschk schrieb seinerzeit dazu:
Info zu Reparaturen

Auch bei vorsichtigem Umgang mit der Kamera kann es passieren, dass das Moduswahlrad samt Einschalter bei dieser Kamera abbricht. Eine Lösung, um diesen Defekt selbst zu reparieren, liegt noch nicht vor. Die Reparatur durch Olympus war sehr teuer und läge heute weit über dem Zeitwert der Kamera. Vermutlich ist sie ohnehin mangels Ersatzteilen nicht mehr möglich.

Auch die Camedia C-2100 Ultra Zoom könnte von diesem Problem betroffen gewesen sein, ist sie bis auf Sensor und Ausleseelektronik/-verarbeitung und die Farbe mit der E-100RS weitgehend identisch.

Und wie ich die Olympus Camedia C-2100 Ultra Zoom ein zweites Mal haben musste ;-), habe ich mir zum Jahresanfang ein zweites Exemplar Olympus Camedia E-100RS gegönnt. In sehr gutem Zustand, komplett funktionierend!

Die 1,3 Megapixel sind nach wie vor weniger interessant, aber die 15 Bilder pro Sekunde würde ich gerne mal probieren — im Frühjahr wieder auf dem Fussballplatz einer unteren Amateurliga.