Spezifikation, soweit bekannt
- Vorstellungsjahr Ende der 1970er
- Abmessungen/Gewicht: Ø 83 mm, Länge 55 mm, Filter Ø 72 mm, 364 g
- Optischer Aufbau trotz des Brennweitenunterschieds möglicherweise wie das RMC TOKINA 17mm 1:3.5: 11 Linsen in 9 Gruppen
- 6 Blendenlamellen, kleinste Blende f/16
- Nahdistanz 20 cm
- Anschlüsse: Canon FD, Konica, Minolta MD, Nikon F, Olympus, Pentax K, Praktica M42
Das preiswerte 18-mm-Objektiv von Spiratone mit Lichtstärke f/3,2 (später f/3,5) wurde von Sigma gefertigt. Das neue 18-mm-Modell stammt hingegen von Tokina und ist eigentlich das Tokina 17 mm f/3,5. Bedeutet das nun, dass man im Vergleich zum älteren Objektiv einen zusätzlichen Weitwinkelvorteil von 1 mm erhält? Tatsächliche Messungen der Brennweite ergaben einen Wert von 17,54 mm. Anschließend maßen wir unser altes, von Sigma gefertigtes Spiratone 18 mm f/3,5; hier lag der Wert bei 18,14 mm. Angesichts der zulässigen Fertigungstoleranz von ± 5 % könnte man beide Objektive sowohl als 17-mm- als auch als 18-mm-Objektiv deklarieren. Dennoch zeigt das neue Tokina-Spiratone-Objektiv – sowohl bei der tatsächlichen Aufnahme als auch bei der Betrachtung durch den Sucher – einen größeren Bildausschnitt. Warum entschied sich Spiratone dafür, das Objektiv als 18-mm-Modell zu kennzeichnen, obwohl man es ebenso gut als 17-mm-Objektiv hätte bezeichnen und vermarkten können? Wir vermuten, dass sich das ältere, von Sigma gefertigte 18-mm-Objektiv von Spiratone so gut verkauft hat, dass der Importeur bei der neuen Optik an den bewährten Werten für Lichtstärke und Brennweite festhalten wollte. Aus: Modern Photography 1979
Nun ja, nie erreichen diese frühen Superweitwinkelobjektive die heutige Abbildungsqualität. Müssen und sollen sie auch gar nicht. Mich interessiert das wahrscheinlich Unvollkommene dieses SPIRATONE PLURACOAT 1:3.5 f=18mm ULTRA WIDEANGLE viel mehr als die heutige unter Umständen sogar langweilige Perfektion. Ich bin gespannt und werde ab 2. Oktoberhäfte berichten.