>> Die Protax DC500T wurde ganz offenbar bewusst zur Täuschung der Kundschaft konzipiert. Für deutlich zu viel Geld erhielt man eine Kamera der allereinfachsten Kategorie. Insofern ist die Protax ein digitaler Nachfahr der unsäglichen Canomatics, die man auch heute noch häufig auf Flohmärkten herumliegen sieht. << Seitengründer und Admin Boris Jakubaschks Fazit 2015 zur umfangreich beschriebenen Protax DC500T, die etwas höher auflöst — 12 Megapixel —, als die hier gezeigte 10 MP DC500
Selbige bestand aus den Modellen:
- Minolta DiMAGE Z1 (2003)
- Konica Minolta DiMAGE Z2 (2004)
- Konica Minolta DiMAGE Z3 (2004)
- Konica Minolta DiMAGE Z10 (2004)
- Konica Minolta DiMAGE Z5 (2005)
- Konica Minolta DiMAGE Z6 (2005)
- Konica Minolta DiMAGE Z20 (2005)
Nur als Modell Z1 hieß der Hersteller noch Minolta und löste 3 MP auf. Dann kam die Firmenfusion und fortan waren es Konica Minoltas: Z2 und Z3 mit 4 MP, die Z4 gab es nie, Z5 mit 5 MP, Z6 mit 6 MP und Z10 (3 MP) sowie Z20 (5 MP).
Blendern wie dieser Protax haben wir weitere Beiträge gewidmet:
- PROTAX Z 855 ZOOM 32-56mm OPTICAL LENS, inkl. der Protax DC500
- Gut, dass kein Akku passte … Protax DC500
Mein damaliges Fazit: >> Gott sei Dank musste ich der Protax DC500 kein Foto abringen, denn trotz einer wirklich großen Anzahl der unterschiedlichsten Digitalkamera-Akkus meiner Sammlung passte keiner in die Protax DC500 … Was sich sehr "bedauere" ;-) <<
Das habe ich jetzt fünf, sechs Jahre später geändert, um diese plumpe und dreiste Kopie der Minolta Z-Reihe doch mal zu testen. Denn sie war mir beim nie endenden Aufräumen in die Hände gefallen. Und dann habe ich doch mal nachgesehen, was die denn für einen Akku braucht. Es ist der gleiche Typ, der auch in Nokia Smartphones steckt: Nokia Akku BLB-2. Den gab es gebraucht bei eBay für 2,80 Euro inkl. Versand. Was ich besser gelassen hätte! Der Akku wurde vom Zustand vermutlich als Ersazu für ein Nokia Mobiltelefon flammneu gekauft. Um dann nie benutzt nach 10, 20 (?) Jahren natürlich tiefenentladen hinüber, tot zu sein.
Um die Protax dann doch ans Laufen zu bekommen, habe ich zu dieser Lösung gegriffen
Etwas fummelig, mit dem Labornetzteil und den Krokodilklemmen im Akkuschacht der Protax, aber funktionierend. Und nach Start der Protax, Ausfahren des Objektivs und Hochfahren des Blitz', eröffnete sich gleich der nächste Betrug: Was sich da wie ein E-Sucher tarnt, ist nur ein eckiges Guckloch …
Das abstehende Metallteil und den Weitwinkelvorsatz hatte ich fürs Vergleichsfoto noch wegretuschiert. Ich hoffe, dass der Akku einlegbar ist und gegen Rausfallen mit dem per Klebeband fixierten Metallteil entsprechend im Fach bleibt! Was funktioniert hätte, wenn der Akku nicht "tot" gewesen wäre …
Man beachte die Abstände und Auflösungen. Unter 1 m ist alles unscharf. Sattes Rauschen, kein Weißabgleich. Aufs digitale Zoomen habe ich gleich verzichtet, da wurde es bei der gleichen Stativ-Position nur noch unschärfer …
Qualitäts- und sonstiger Eindruck
Und so endete es dann als "Tabletop"- – Pardon – "Unaufgeräumter-Küchentisch-Fotografie" ;-) Damit hat dieser Digitalkameraschrott schon viel zu viel Aufmerksamkeit bekommen …
Ralf Jannke, April 2026
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| Autor: | Ralf Jannke |
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| Erstellt: | 28.04.2026 |










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