Künstliche Intelligenz, Artificial Intelligence — KI/AI?

08. August 2026, Ralf Jannke - Wissen

Je nach Thema, Situation extrem nützlich!

Frage an ChatGPT

Gibt es eine Erklärung für das auf wenige 100 Quadratmeter beschränkte merkwürdige Kriechwachstum von Kiefern im Trollskogen-Wald der schwedischen Ostseeinsel Öland

Wer Lust hat: Es ist viel Text!

ChatGPT's Antwort

Ja – aber vermutlich nicht im Sinne einer besonderen „Kriech-Kiefer“-Variante. Wenn du die auffällig am Boden entlangwachsenden bzw. fast kriechenden Kiefern auf einer nur wenige hundert Quadratmeter großen Stelle im Trollskogen meinst, lässt sich das sehr wahrscheinlich durch eine Kombination aus extremem Wind, Salz und den lokalen Standortverhältnissen erklären.

Die schwedische Naturschutzverwaltung beschreibt Trollskogen ausdrücklich als einen Wald, der durch seine exponierte Lage geprägt ist; die „sturmgedrehten“ Kiefern sind ein charakteristisches Merkmal des Reservats.  Das Naturum Trollskogen schreibt sogar ausdrücklich, dass die ältesten und krummsten Kiefern ganz außen auf der Landzunge mindestens 300 Jahre alt sind und dass der Wind sie geformt hat. 

Warum können sie regelrecht kriechen?

Bei einer jungen Kiefer, die dem vorherrschenden starken Seewind ausgesetzt ist, passiert ungefähr Folgendes:

Die Spitze wird vom Wind immer wieder beschädigt oder vertrocknet. Dadurch kann der Haupttrieb seine Funktion als dominierende Wachstumsspitze verlieren.
Gleichzeitig bleiben seitliche Äste lebensfähig und übernehmen zunehmend das Wachstum.
Durch die dauerhafte mechanische Belastung wachsen Stamm und Äste nicht senkrecht, sondern windabgewandt und teilweise horizontal.
Kommt noch Salzeintrag durch die Meeresgischt hinzu, wird das Wachstum auf der dem Meer zugewandten Seite zusätzlich beeinträchtigt.
Die Kiefer kann dadurch über Jahrzehnte einen ausgesprochen niedrigen, gebogenen Wuchs entwickeln – optisch fast wie ein Kriecher.

Das ist also eher ein extremer, über viele Jahrzehnte „eingefrorener“ Windform-Wuchs als eine genetisch besondere Kiefernform.

Und warum gerade auf so wenigen hundert Quadratmetern?

Das ist tatsächlich der interessantere Teil deiner Frage. Der Wind allein erklärt die scharfe räumliche Begrenzung nicht vollständig.

Trollskogen liegt auf der äußersten nordöstlichen Landzunge Ölands. Schon wenige Meter können dort einen erheblichen Unterschied bei der Wind- und Salzexposition machen: Eine kleine Geländeerhebung, ein dichterer Bestand oder eine bestimmte Ausrichtung zur Küste kann entscheiden, ob junge Kiefern ständig der Gischt und dem stärksten Wind ausgesetzt sind oder etwas geschützt stehen.

Hinzu kommt, dass der Wald historisch beweidet und zur Gewinnung von Brenn- und Bauholz genutzt wurde. Die Länsstyrelsen bezeichnet Trollskogens Kiefernwald ausdrücklich als „durch den Menschen geprägt“; früher war er wesentlich lichter.  Die Kombination aus offenem Bestand + Küstenexposition + jahrhundertelangem Wind kann deshalb einen sehr lokalen „Windkanal“-Effekt erzeugen.

Interessant ist auch, dass die Kiefern dort keineswegs einfach überall gleich aussehen: Die offiziellen Informationen heben gerade die besonders alten und krummen Kiefern am äußersten Ende der Landzunge hervor. 

Kurz gesagt: Wenn die merkwürdige Erscheinung tatsächlich auf eine kleine, klar abgegrenzte Fläche beschränkt ist, würde ich eher von einem lokalen Mikrostandort mit außergewöhnlicher Wind-/Salzexposition und möglicherweise besonderem Boden ausgehen – nicht von einer speziellen Kiefernart.

Wenn du mir ein Foto oder ungefähr die Stelle auf einer Karte zeigst, kann ich dir auch sagen, welche konkrete Erklärung für diese wenige hundert Quadratmeter große Fläche am plausibelsten ist.

Ja – die Fotos sind sehr aufschlussreich. Sie zeigen etwas deutlich Spezielleres als einfach nur „vom Wind schiefgedrückte Kiefern“. Meine erste Antwort würde ich deshalb etwas korrigieren.

Auf den Bildern sieht man, dass die Kiefern nicht nur in eine Richtung geneigt sind. Viele Stämme wachsen zunächst aufrecht, gehen dann in eine starke horizontale Schleife über, steigen wieder auf oder bilden bizarre S-förmige Bögen. Besonders auffällig ist, dass sich das Phänomen über viele benachbarte Bäume hinweg wiederholt.

Das passt sehr gut zu dem, was die schwedische Naturschutzverwaltung für Trollskogen beschreibt: Dort wird ausdrücklich von „stormvridna träd“, also sturmgedrehten Bäumen, gesprochen; die krummen Kiefern sind ein Kennzeichen des Reservats. In der offiziellen Broschüre steht außerdem, dass die Kiefern auf magerem Boden wachsen und über Jahrzehnte vom Wind geprägt wurden. 

Aber: Die Fotos verraten einen wichtigen zusätzlichen Mechanismus

Ich würde die Formen auf deinen Bildern als Winddeformation plus wiederholtes Absterben und Weiterwachsen einzelner Triebachsen interpretieren.

Eine Kiefer muss nach einer Beschädigung nicht einfach „umfallen“. Wenn der Haupttrieb durch Sturm, Austrocknung, Salz oder mechanische Verletzung geschädigt wird, kann ein Seitenast die Funktion des Haupttriebes übernehmen. Dieser wächst dann zunächst seitwärts. Wird auch dieser Trieb wieder beschädigt, übernimmt ein anderer. Über Jahrzehnte entsteht dadurch ein regelrechtes dreidimensionales Gewirr aus ehemaligen Haupttrieben.

Das erklärt beispielsweise den Baum auf deinem dritten Foto sehr schön:

Boden → Stamm nach oben → fast 180°-Biegung → langer horizontaler Abschnitt → erneuter Aufstieg.

Das sieht fast aus wie eine Liane, ist aber das Ergebnis eines extrem langen Wachstumsprozesses.

Warum entstehen dabei solche Schleifen?

Entscheidend ist wahrscheinlich nicht ein einmaliger Sturm, sondern Jahrzehnte wiederholter Schädigung.

Man kann sich die Entwicklung vereinfacht so vorstellen:

  • Junge Kiefer wächst zunächst normal.
  • Wind belastet sie dauerhaft; Trieb oder Krone werden immer wieder geschädigt.
  • Ein Seitenast übernimmt die Führung und wächst zum neuen „Stamm“.
  • Dieser wird erneut beschädigt bzw. auf der exponierten Seite im Wachstum gebremst.
  • Wieder übernimmt ein anderer Trieb.
  • Nach vielen Jahrzehnten entsteht eine Folge von Bögen, Schleifen und Gegenkrümmungen.

Bei einer sehr alten Kiefer können solche aufeinanderfolgenden Wachstumsphasen im Stamm regelrecht konserviert sein.

Und genau das scheint mir auf deinen Fotos sichtbar zu sein.

Warum nur auf einer kleinen Fläche?

Hier wird es wirklich interessant.

Die offizielle schwedische Beschreibung sagt, dass Trollskogen sowohl menschlich geprägt als auch durch seine exponierte Lage geprägt ist. Früher wurde dort Holz entnommen und Vieh weidete im Wald; dadurch war der Wald wesentlich lichter als heute. 

Das könnte einen sehr wichtigen Verstärkungseffekt erzeugt haben:

offener Wald + Küstenlage + magerer Boden + Wind = extrem harte Bedingungen für junge Kiefern.

Und diese Bedingungen müssen nicht gleichmäßig über die gesamte Landzunge herrschen. Schon kleine Unterschiede in Gelände, Bewuchs und Abstand zur offenen Ostsee können die Windbelastung erheblich verändern.

Die offizielle Broschüre bezeichnet die Erscheinung sogar explizit als „krumme Kiefern“ und nennt mageren Boden und Wind als die entscheidenden Standortbedingungen. 

Eine Sache fällt mir auf deinen Fotos allerdings besonders auf

Die Bäume scheinen nicht primär „vom Wind in eine Richtung gelegt“ zu sein.

Das ist der entscheidende Punkt.

Bei einem klassischen Windwurf oder einer einfachen Windform würden wir erwarten, dass die Kronen und Stämme überwiegend dieselbe Richtung zeigen. Auf deinen Bildern sehe ich dagegen:

  • Schleifen,
  • S-Kurven,
  • nahezu horizontale Stammabschnitte,
  • anschließende Aufwärtsbewegungen,
  • teilweise sogar gegenläufige Krümmungen,
  • und mehrere solcher Exemplare unmittelbar nebeneinander.

Das spricht viel stärker für wiederholte Wachstumsreaktionen über lange Zeit als für einen einzelnen Sturm.

Deshalb würde ich die Erscheinung nicht als „Kiefern, die im Wind kriechen“ beschreiben, sondern eher als einen extremen, über Generationen der einzelnen Triebe entstandenen Krummwuchs.

Und noch etwas: Die Fotos lassen mich deine ursprüngliche Angabe „wenige 100 Quadratmeter“ für besonders plausibel halten. Wenn das Phänomen tatsächlich so abrupt endet – also auf der einen Seite diese völlig bizarren Kiefern und wenige Dutzend Meter weiter normale, gerade Kiefern stehen –, wäre das ein starker Hinweis auf einen sehr lokalen Standortfaktor.

Wenn du mir noch sagst, an welcher Stelle im Trollskogen die Fotos aufgenommen wurden (z. B. welcher Wanderweg bzw. ungefähr auf der Karte), kann ich versuchen, die Stelle geologisch/topografisch einzugrenzen. Das könnte tatsächlich die spannendere Erklärung liefern als der allgemeine Hinweis „Wind“.

 


Ich seh' den Sternenhimmel …

31. Juli 2026, Ralf Jannke - Wissen, Ausprobieren

Mit der Nikon D300 und Nikons erstem Retrofokus Nippon Kogaku Japan NIKKOR-UD Auto 1:3.5 f=20mm

Mit 2 Akkus in der Kamera und dem Batterieteil könnte die D300 die ganze Nacht fotografieren. In den hellen Sommernächten hat es in Südschweden einigermaßen Dunkelheit aber aktuell (1. August) nur von ca. 23.30 bis 03.30 Uhr. Um Sterne zu sehen. Nikon D300 auf ISO H 0.3 = 4000. Das uralte 20er leicht von f/3,5 auf f/4,5 abgeblendet. Belichtungszeit der Einzelfotos fürs spätere Timelapse 3 s.

Für Poesie reicht es immer. Um mit etwas Phantasie in der Wolkenform in der Bildmitte eine Geisterkatze oder einen Geisterhund zu endecken ;-)

 


Nächstes Projekt – oder: Drei Linsen müssen reichen!

21. Juli 2026, Ralf Jannke - Wissen, Sammeln, Ausprobieren

Nikon Z6/7 mit Enna-Werk München U.S. Zone Germany Argus Sandmar Wide-Angle 35mm F4.5

Das Argus Sandmar wurde in der frühen Nachkriegszeit im besetzten Deutschland vom Enna Werk in München für die zwischen 1939 und 1966 gebaute amerikanische Messsucherkamera Argus C3 produziert. Daher auf dem Objektiv auch der Zusatz "U.S. Zone Germany". Der optische Aufbau ist simpel, es ist ein klassisches, dreilinsiges Cooke-Triplet.

Das 35er lässt sich provisorisch in den vorhandenen M42-/Nikon Z-Helicoid montieren. Wichtig: Nahbereich bis unendlich!

Ich bin sehr gespannt!

 

 


In Arbeit!

16. Juli 2026, Ralf Jannke - Wissen, Sammeln, Ausprobieren

Schnelle Anprobe …

Vielversprechend, das Olympus F. Zuiko Auto-S 1:1.8 f=38mm! 

Das Normalobjektiv zur 18x24 mm Negativ-Halbformat Olympus PEN FT Spiegelreflexkamera hat im Bildkreis so große Reserven, dass es das 24x36mm Vollformat fast ausfüllt!

Beitrag geht in die Produktion!

 


Digicammuseum wünscht einen entspannten nicht zu heißen Sommer ;-)

11. Juli 2026, Ralf Jannke - Wissen

"Kleiner MOMENT-SAMMLER" – "BLITZLICHTGEWITTER" ;-)

An solchen (5 Euro Flohmarkt-) Kameras kann ich einfach nicht vorbeigehen ;-) Erst zuhause habe ich gesehen, dass die nur als Dekoware vorgesehene Kamera eine Einwegkamera ist.

Geladen mit ISO 400 Farbnegativ, 27 Bilder vom Drogeriemarkt. Ablaufdatum: 04-2026! Slebst der Blitz funktioniert noch, was dann halt ein Bild kostete … Aber der Rest des Films ist unbelichtet!

Das "BLITZLICHTGEWITTER" werde ich sonst nicht nutzen, aber den Film verknipse ich natürlich! Um dann zu versuchen, die Kamera ohne große Zerstörung zu öffnen — eine Anleitung und den benötigten lichtdichten Wechselsack habe ich —, um den Film zu entnehmen und zu entwickeln!

Sollte dieses Meisterwerk der Optik-Technik unterwegs den Geist aufgeben, liegt die funktionierende Olympus Trip 35 bereit. In die braucht dann nur schnell ein Film eingelegt zu werden.

 


Exotisch: Spiegel-Zoomobjektive

08. Juli 2026, Ralf Jannke - Wissen, Sammeln, Ausprobieren

ZYKKOR 500mm F:8 — 800mm F:12 ZOOM MIRROR LENS

Für eine Rarität gebe ich dann auch mal 70 Euro aus … Für diesen Betrag wurde im schwedischen eBay-Ableger eine ZYKKOR 500mm F:8 — 800mm F:12 ZOOM MIRROR LENS angeboten.

Von der Abbildungsqualität erwarte ich erst mal wenig bis nichts, wie beim CHINON 500mm F:8, lasse mich aber gerne positiv überraschen.

Die Beiträge zum 500mm Chinon:

Das Chinon musste als „abblendbares“ Spiegelobjektiv mit in meine Sammlung. Und in die Raritäten-/Exoten-Richtung geht dann auch das ZYKKOR als Zoom-Spiegelobjektiv. Wenn es denn gar nichts taugt, wird es halt Dekoware ;-)

Beim Anblick des ZYKKORS erkannte ich sofort, dass ich etwas Ähnliches doch schon gesehen hatte. Für den Beitrag „2018: 90 Jahre Minolta“ hatte seinerzeit Martin Emmrich etliche Fotos zur Verfügung gestellt, darunter eins, das ein SOLIGOR 500-800MM f/8-f/12 zeigt, montiert auf die wohl beste je gebaute Minolta, die analoge Minolta DYNAX 9 Ti(tan).

Was gute Abbildungsqualität angeht, sind bei mir diese beiden Spiegelobjektive fest gesetzt:

Diese beiden Spiegelobjektive sind mein Maßstab!

Erfahrungsbericht zum ZYKKOR 500mm F:8 – 800mm F:12 Zoom Mirror Lens ab zweite Julihälfte

 


Sommer Analog-Programm

05. Juli 2026, Ralf Jannke - Wissen, Sammeln, Ausprobieren

Im Blogbeitrag: "Der Sommer wird analog — zumindest ein bisschen (mehr) ;-)" angekündigt, soll es in den Sommerferien einen größeren Analog-Part geben.

Nachdem die erste in Serie produzierte Autofokus-Sucherkamera der Welt, die Konica C35 AF, gefolgt von der schicken Olympus Trip 35 mit ihrer Batterielos-Selenzellen-betriebenen Einfachbelichtungsautomatik in den Osterferien viel Freude gemacht hat, wurde ins Depot geschaut.

Welche Kamera soll denn im Sommer noch mit Film geladen und das Ganze anschließend digitalisiert werden?

Auch wenn es zum "Sommer-Nord-Start" jetzt nur noch gut 6 Tage sind, haben sich die Ideen und anlogen Test-Kandidaten angesammelt!

Ich habe 2018 eine Minolta AF-C/Data für wenig Geld zur Illustrierung der Minolta-Geschichte gekauft, aber nie benutzt. Eine Schande. Jetzt mit den benötigten und leicht verfügbaren Kopfbatterien geladen, startete die Minolta AF-C/Data auf Anhieb. Auch der Blitz und die Datenrückwand/-einbelichtung funktionieren. Die Dateneinbelichtung werde ich aber nicht einsetzen, um dann gleich die Batterien zu entnehmen. Denn die Datumseinbelichtung endet im Jahr (19)99 …

Interssant bei der Minolta AF-C/Data ist noch das Objektiv. Wurde bei vergleichbaren Kameras gerne ein mit 45/38 mm etwas kürzer brennweitiges Objektiv montiert — gewöhnlich im guten Tessarprinzip, aufgebaut aus 4 Linsen in 3 Gruppen — brilliert die Minolta mit einem hochwertigen sechslinsigen 2,8/35 mm Weitwinkel!

Nicht mitnehmen muss ich die erstklassige Messsucherkamera Yashica 35 Electro GT (black). Die liegt am Ferienort und ist von Haus aus mit einem lichtstarken YASHINON-DX 1:1.7 f=45mm bestückt. Das durch passend zum Objektiv gerechnete Weitwinkel- und Tele-Vorsätze erweiterbar ist. Ich habe die Yashica nur einmal ziemlich lieblos mit SW-Film geladen mitgenommem. Das soll sich diesen Sommer ändern.

Was Kleinbild angeht, ist noch die CONTAFLEX III offen. Bisher nur mit dem Carl Zeiss Pro-Tessar 1:4 f=35 mm probiert, folgen noch die Carl Zeiss Pro-Tessare 1:4 f=85 mm, und 1:4 f=115 mm. Ebenfalls in Schweden ausgelagert. Als "richtige" Spiegelreflexkamera kann man mit der CONTAFLEX auch "richtig" fotografieren ;-)

Und dann wird das Format mit dem "Super-Kleinbild-Dia-Format" etwas größer

Die Fläche des 4x4 Formats (exakt 38x38 mm) ist rund 1,7-mal so groß ist wie das Kleinbildformat und die 4x4 Diarahmen passen in einen gewöhnlichen Diaprojektor. Außerdem schaff(t)en viele Vergrößerer fürs 24x36 mm Kleinbildformat auch 4x4 vignettierungsfrei! Alles zum schon 1912 von Kodak eingeführten und heute fast verschwundenen 4x4 Rollfilm Format ist sehr gut im Wikipediabeitrag zur AGFA ISOLY beschrieben!

Als Kamera steht die funktionierende zweiäugige KINO-44 bereit. Die in Erinnerung an meinen Vater erworbene einäugige Komaflex S ist leider defekt. Damit auch endlich die 2009 abgelaufenen Farbfilme belichtet, entwickelt und digitalisiert werden können!

Farbfilmentwicklung mit CineStill

Ausführlich im Beitrag SMENA SYMBOL T-43 4/40 LOMO beschrieben

Bestärkt in dem Vorhaben, es endlich mal wieder zu versuchen, hatte mich zudem ein Bericht, den ich leider nicht mehr finde. Dort war es wohl ein Fotograf satt, sich an die irre Kodak-Vorgabe 37,8 ± 0,15 °C zu halten und entwickelte einfach "Pi-mal-Daumen" ;-) Temperatur so lala, Entwicklungszeiten auch nicht auf die halbe Minute genau … Wobei 25 Minuten sollte man schon entwickeln, sonst wird die Zeit zu lang.

Und?

Er bekam problemlos vergrößerbare- bzw. digitalisierbare Negative! Ich will auf keinen Fall behaupten, dass das in analogen Produktfotografiezeiten auch so ging. Wenn Farbgenauigkeit ein Thema war, durfte bei der Filmentwicklung ganz sicher nicht "rumgesaut" werden. Aber der Beitrag machte Mut, es endlich wieder selbst zu probieren.

Neben CineStiil bietet auch FOTOIMPEX entsprechende Chemie zur leichteren Selbstentwicklung von Farbe.

ABER: Alles kann, nichts muss

Mal sehen, was zu schaffen ist. Denn da haben sich auch noch ein paar analoge Objektiv-Testkandidaten angesammelt! Die "digitalisiert" werden, sprich auf DSLMs adaptiert werden müssen!

 


Nicht von Pappe;-) DOCH: Aus Pappe!

02. Juli 2026, Ralf Jannke - Wissen, Sammeln

"THE WORKING CAMERA" — etwa: "Die Funktionsweise (einer) Kamera"

Ich weiß nicht mehr, woher dieses nette Buch stammt.

Flohmarkt?

Egal. Ich habe es nie übers Herz gebracht "The World's First Three-Dimensional Guid to Photography Made Easy" — "Der weltweit erste dreidimensionale Ratgeber für Fotografie – ganz einfach erklärt", dieses liebevoll gemachte Buch im öffentlichen Bücherschrank zu verschenken.

1986 versuchten John Hedgecoe und Ron van der Meer mit diesem 3D-Klappbuch dem Interrssenten die Funktionsweise einer Kamera nahezubringen. Um so zu besseren Fotos zu kommen, wenn man/Frau die Wirkungsweise von Kamera und Objektive besser versteht!

Ob das Buch für 16,95 US $ (1986) oft gekauft wurde?

Vermutlich nicht … Wenn ich aktuell unzählige Knipsbildchen vom Sonnenunterhang über dem Meer sehe, wo das Meer entweder links oder rechts aus dem Bild läuft ;-) Die Knipser sind sogar zu blöde, unwillig, das Bild im Smartphone geradezustellen …

 


Das zweite 28 mm Retrofokus Weitwinkel der Welt!

27. Juni 2026, Ralf Jannke - Wissen, Sammeln, Ausprobieren

Enna München Lithagon 1:3.5/28mm

Auf der nie endenden Suche nach spannendem "Altglas" habe ich ein Enna München Lithagon 1:3.5/28mm erworben, das als "Rückdeckel" eine edixa flex cds hatte. Die Edixa hat mich nicht interessiert, aber das Weitwinkel.

28 mm Brennweite sind heute nichts Besonderes, aber das Lithagon gehört zu den ersten 28 mm Weitwinkelobjektiven, die in den 1950er Jahren für eine Spiegelreflexkamera entwickelt wurden.

Die Ehre der Erstentwicklung gehört dem Franzosen Pierre Angenieux, der 1953 in Paris das 28 mm Angénieux (Typ R11) als erstes 28 mm Weitwinkelobjektiv der Welt in Retrofokusbauweise für eine Spiegelreflexkamera präsentierte. Zwei Jahre später präsentierte Johann Lautenbacher in den Enna-Werken München dann sein Enna München Lithagon 1:3.5/28mm.

Das 28er bekomme ich in den Sommerferien (Mitte Juli), dann gibt es einen großen Praxisbericht. Das Lithagon geht je nach Kurztripp zusammen mit dem bewährten Gespann Nikon Z7 plus Nikon NIKKOR Z-DX 50-250 1:4.5-6.3 VR für die Super-/Weitwinkelfotos mit auf Touren! Alternativ zum Carl Zeiss Jena Flektogon 4/25. Was sich in den letzen Jahren bewährt hat! Als Herausforderung: MF-Altglas plus moderner Nikon Z6/7 …