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Der Weihnachtsmann kommt ;-)

20. Dezember 2022, Ralf Jannke - Wissen, Sammeln, Ausprobieren

VOIGTLÄNDER ZOOMAR 1:2.8 f=36…82mm

Dreieinhalb Jahre ist es jetzt her, als es den Beitrag mit dem etwas merkwürdigen Titel: "Aus der Altpapiersammlung" gab. Inhalt des Beitrags die Geschichte und Entwicklung des Zoomobjektivs im Schnelldurchgang. Illustriert mit alten Werbungen, die den typischen Keller-/Dachboden-Altpapiergeruch verströmten ;-)

Star der Geschichte das 1959 präsentierte und lichtstarke Voigtländer Zoomar 2,8/36-82, das schließich 1962 auf den Markt kam. Mit Anschluss für die Voigtländer Bessamatic und Ultramatic und einer Variante für die Exakta. Entwickelt hat das Zoom der gebürtige Österreicher Dr. Frank Gerhard Back, der 1939 vor den Nationalsozialisten fliehen musste und in die USA emigrierte. Dort entwickelte er Zoom-Objektive für Fernsehkameras und 1959 schließlich das erste Zoomobjektiv der Welt für eine Kleinbildspiegelreflexkamera. Gefertigt wurden die Objektive in Braunschweig. Als Voigtländer-Zoomar 1:2,8/36-82 mm kamen die Zooms Anfang der 1960er-Jahre in den Handel. Die komplette Geschichte hier: "Hintergrund: Das Zoom und seine Herkunft".

Soweit so interessant aber …

Der Beitrag zur Geschichte des Zoomobjektivs endete mit der Aussage: "Mit einem Voigtländer Zoomar kann ich nicht dienen. Von Anmutung, Abmessungen und Gewicht kann ich aber etwas Ähnliches bieten: Das von 1975 bis 1981 produzierte Vivitar Series I 35-85MM 1:2.8"

Dem Vivitar hatten wir zwei Praxisberichte gewidmet:

Das "Vivitar Series I 35-85MM 1:2.8 AUTO VARIABLE FOCUSING", so der volle Name, ist bei Offenblende ein begnadeter, traumhafter Weichzeichner. Ab Blende f/4 lässt der Weichzeichnungs-Effekt stark nach, und ab f/5,6 ist das 35-85 ein scharfzeichnender "Langweiler" ;-) Das ist die Messlatte fürs Voigtländer Zoomar … 

Denn mit viel Geduld und langem Warten werde ich Weihnachten glücklicher Besitzer und Anwender (!) des esten Kleinbildzoomobjektivs der Welt sein und ausführlich darüber berichten! 

Dabei wird mich interessieren, wie weit das erste, rund 60 Jahre alte Weitwinkel-/Telezoom in der Geschichte der Kleinbildfotografie in die Knie geht, wenn es die 24 Millionen Bildpunkte des 24 x 36 mm großen Vollformatsensors der spiegellosen Nikon Z6 "versorgen" muss. Wobei das Ergebnis für mich völlig nebensächlich sein wird, denn die Freude am ersten Kleinbildzoom der Welt, die Freude an der Uralt-Technik macht alles wett!

Eine großartige Beschäftigung für die Feiertage "zwischen den Jahren"!


Fuji FinePix BIGJOB HD-3

19. Dezember 2022, Ralf Jannke - Wissen, Sammeln, Ausprobieren

War die großartige Minolta Dimage EX noch nicht genug für 2022?

Als hätte sich die Seuche auch auf das Angebot für eine Sammlung interessanter Digitalkameras ausgeweitet, gab es gefühlsmäßig in den letzten zwei Jahren sehr wenig interessante alte (!) Digitalkameras. Gemeint ist damit Vorstellungsjahr vor 2010 und noch mehr die Anfangsjahre 1995-2000. Um das dann in den letzten Wochen des Jahres 2022 Versäumtes aufzuholen ;-) Für vertretbare 33 Euro wurde noch eine Fuji FinePix BIGJOB HD-3W aus dem Vorstellungsjahr 2007 in die Sammlung aufgenommen.

Was ist so besonders an dieser Fuji?

Sie kann das, wie hier die Ricoh Caplio 500G wide: Baden gehen ;-)

Dazu gehen wir vier Jahre zurück in den Sommer 2018. Dort gab es den Praxisbericht: "Spritzwassergeschützte Digitalkameras" Darunter auch die Ricoh Caplio 500G wide von 2006: "Die Caplio 500G wide ist nach japanischer Industrienorm JIS Schutzgrad 7 „water-resistant“. Übersetzt bedeutet das wasserabstoßend, wasserbeständig oder wasserfest. Neben einem auszuhaltenden Regenguss soll eine verdreckte Caplio G500 wide auch unter dem Wasserhahn abzuwaschen sein und in einer Wassertiefe von 1 m 30 Minuten dicht bleiben. Die Ricoh kann nach JIS Schutzgrad 6 gefahrlos in staubigen und sandigen Umgebungen eingesetzt werden. Die Caplio 500G wide soll laut Testprozedur MIL-STD-810F des US-Verteidigungsministeriums den Fall aus 1 m Höhe überstehen. Durch die großen Bedienungselemente kann die Kamera auch mit Handschuhen problemlos  eingestellt werden."

Diese Beschreibung lässt sich 1:1 auf die Fuji FinePix BIGJOB HD-3W übertragen

Photoscala.de textete November 2007: "Für japanische Baustellen: Fujifilm FinePix BIGJOB HD-3W"

Und weiter: "Sein Angebot an staub- und wasserdichten Digitalkameras ergänzt Fujifilm mit der FinePix BIGJOB HD-3W (6 Megapixel). (…) Leider soll die HD-3W, wie Fujifilm Europe bestätigte, nicht auf den europäischen Markt kommen. Das war schon bei den Vorgängern wie der Drei-Megapixel-Bigjob HD1 der Fall, auch Mitbewerber Konica-Minolta brachte seine wasserfesten DG-4W und DG-5W in der Vergangenheit nicht hierzulande auf den Markt. Alternativen gibt es beispielsweise mit der Pentax Optio W20 oder der Ricoh Caplio 500G Wide.

Und heute? Ja, wieder das "böse" Smartphone oder Tablet. Für beide gibt es Schutzhüllen, die Unterwasser-dicht sind, die so gepolstert, verstärkt sind, dass das Ganze auch mal runterfallen darf. Das Smartphone bietet Super-/Weitwinkel und von der Baustelle können Fotos von Fortschritt oder Problemen sofort an die Bauleitung oder den Architekten gemailt werden. Kameras wie die Fuji FinePix BIGJOB HD-3W sind lange überflüssig geworden :-(

Natürlich gibt es 2023 einen kleinen Praxisbericht über die FinePix BIGJOB HD-3W mit dem interessanten 3,3-4/28-84 mm Zoom


Der wahre Digitalkamera-Volltreffer des Jahres 2022 UPDATE

15. Dezember 2022, Ralf Jannke - Wissen, Sammeln, Ausprobieren

Die erste spiegellose Systemkamera der Welt – 1999

2022 eine einwandfrei funktionierende Digital-Profi-Spiegelreflexkamra Nikon D2x für 70 Euro war schon ein "Knaller". Der aber dann, als es aufs Jahresende 2022 zuging, nochmal getopppt wurde.

Es geht um das Thema Raritäten – Und weit zurück in meine Sammelgeschichte

Darin enthalten die Textpassage: "Kein Witz, wenn man die mittlerweile für spiegellose Systemkameras akzeptierte Bezeichnung Digital Single Lens Mirrorless - etwa Digitale Einzel Objektiv (im Sinne Wechselobjektiv) spiegellose (Kamera) - auf die Minolta Dimâge EX anwendet. Die Kamera zeichnet digital auf, hat Wechselobjektive und KEINEN Spiegel.

OK, es ist ein bisschen übertrieben, weil sich die Zahl der "Wechselobjektive" auf zwei beschränkt. Genau genommen zwei komplette Objektiv-/Sensoreinheiten. Eine Einheit mit einem lichtstarken und festbrennweitigen - auf Kleinbild umgerechneten - 1,9/28 mm Weitwinkelobjektiv und eine Einheit, bestückt mit einem 3,5-5,6/7-21 mm (38-115 mm @KB) 3-fach Zoom. Das Prinzip ist nicht neu, bereits die Minolta Ur-Dimâge V von 1996 hat eine abnehmbare und auf Wunsch per Kabel mit dem Restgehäuse zu verbindende Objektiv-/Sensoreinheit, aber in diesem Fall nur eine Einheit.

Januar 2018 konnte die Minolta Dimage EX um ein entscheidendes Teil erweitert werden, zusammengefasst im Beitrag: "Minolta Dimâge EX: Die Kamera, die sich selbst fotografiert…"

Aber wirklich komplett war die Dimage EX damit immer noch nicht, denn es fehlte etwas Entscheidendes

Die wenigen in 2022 registrierten Minolta Dimage EX Angebote kamen in Standardausführung mit dem 3,5-5,6/7-21 mm (38-115 mm @KB) 3-fach Zoom. Ich kann mich an kein Angebot erinnern, wo eine EX mit dem lichtstarken und festbrennweitigen - auf Kleinbild umgerechneten - 1,9/28 mm Weitwinkelobjektiv angeboten wurde. Wobei ich in den letzten zwei Jahren auch nicht danach gesucht habe. Und die Preise vor 2020 für eine Weitwinkel Dimage EX waren so abartig, dass ich bei aller Sammelleidenschaft verzichtet habe …

Zum Jahresende 2022 war dann aber es soweit. Inklusive Porto ging für 30 Euro  eine Minolta Dimage EX mit BEIDEN Objektiv-/Sensoreinheiten in meine Sammlung.

Was dann in einem Praxisbericht gebührend "gefeiert" wird!

Funktionskontrolle

BESTANDEN!

Akkus eingelegt, angeschaltet, Betriebssystem Digita fährt hoch. Zwei "Spitzenfotos" ;-)) aufnehmen, Akku leer, reicht. Mehr und "anständige" Fotos in 2023!

Eben noch mal nachgeschaut: Aktuell sind bei eBay fünf Minolta Dimage EX im Angebot. Von 20 bis haarsträubenden 585 Euro. Aber immer nur mit dem 7-21 mm Zoom …

In der Dimage EX steckte noch eine "Original" MINOLTA CompactFlash(TM)Card RM-8C mit sagenhaften 8 M(ega)B(yte) Speichervolumen. Gefüllt mit belanglosen Bildchen, die ich gleich gelöscht habe. Interessant die JPEG-Qualitätseinstellungen: Bei Econ(omy) hat das 1.344 x 1.008 Pixel Bildchen 138 KB, bei Super-Fine 1,4 MB. Was bei Super-Fine dann eine sehr schonende Komprimierung von nur 2,8:1 bedeutet. Dann passen auf die ebenfalls beiligende 128 MB CompactFlash rund 70 Fotos. Damit werde ich 2023 losziehen …  

Der Vollständigkeit halber noch eine noch rarere ;-) Minolta EX-Rarität

Ich kann nicht sagen kann, ob diese Spezialität je in den Verkauf gelangte. Die Rede ist von der Minolta 3D 1500, die 3D Fotos aufnehmen konnte.


Ich habe mal wieder Lust auf Sony ;-)

12. Dezember 2022, Ralf Jannke - Wissen, Sammeln, Ausprobieren

Hielt bis vor Kurzem die Stellung fürs verschwindende Minolta-/Sony DSLR A-Bajonett, die sehr interessante Sony (D)SLT Alpha (a) 33

Dazu gesellt sich jetzt die mit 20 Megapixel höher auflösende Sony (Alpha) a58 oder SLT-A58, die 2013 vorgestellt wurde.

Als DSLT sind die 2010 vorgestellte Sony Alpha SLT-a 33, die SLT-A58 von 2013 und weitere Sony SLT-Modelle so etwas wie das Bindeglied zwischen DSLR und DSLM

Unser Mitautor Christian Zahn hat die Sony Alpha SLT-A 33 von 2010 ebenfalls vorgestellt und dazu die 24 MP Sony SLT alpha 65V von 2011. In den Alpha SLT-Modellen sind die Spiegel noch vorhanden, sie sind aber starr und teildurchlässig, transluzent. Was auch die Bezeichnung der Kamera erklärt! (D)SLT steht für (Digital)SingleLensTranslucent.

Die SLT-Sonys bieten Liveview, was so noch nichts besonderes ist. Wird eine entsprechende DSLR in den Liveview-Modus geschaltet, klappt der Spiegel hoch und der rückseitige Monitor wird zum Sucher. Die Benutzung des SLR-Suchers ist dann aber nicht mehr möglich. Nicht so bei der SLT-A33/A58. Sie haben hochauflösende E-Sucher (EVF), die unter anderem den Bildausschnitt zu 100 Prozent zeigen. Und die SLTs haben im permanenten Liveview-Modus der Kamera auch die für bewegte Motive deutlich bessere Phasendetektion des Autofokus'. DSLRs mit Liveview bieten bei hochgeklapptem Spiegel dann nur den für unbewegte Motive zwar hochgenauen Kontrast-Autofokus, dem bei mobilen Motiven aber sehr schnell die Luft ausgeht.

Zur Sony (Alpha) a58 oder SLT-A58

Sie wurde mit einem nicht unerheblichen, aber in der Annonce nicht verschwiegenen Fehler — der Sensor-Shift ist defekt — für 68 Euro angeboten. Vom Profianbieter mit Rückgaberecht! Vom Privatanbieter würde ich so nie kaufen! Mehr über die SLT-A58 über die Feiertage und im neuen Jahr!

Als unlängst für 69 Euro eine leicht ramponierte MINOLTA AF LENS 24mm 1:2.8 vom Profi-Anbieter mit Rückgaberecht offeriert wurde, habe ich gekauft. Sony SLT-A58, das 24er und das bewährte MINOLTA AF LENS 50mm 1:1.7 gehen als gewollt puristische und kompakte Mini-Ausrüstung für unterwegs/die Anreise und zwischendurch mit auf die alljährlichen Weihnachtsferien in den Norden.

Kamera-/Objektivkontrolle des 24 mm Weitwinkels auf der SLT-A33

Die beiden Bilder der ersten Reihe sind "komplett" auf 1.500 x 1.000 Pixel verkleinert. Der beiden anderen sind 1:1 Ausschnitte in 1.500 x 1.000 Pixel. Blende f/5,6 bis f/7,1.

Und jetzt das Ganze auf den 20 Megapixels der SLT-A58, hier 1500 x 1000 Pixel

1:1 Crops aus den 20 MP Formatecken

Zum 24er schreibt artaphot: "Das 2.8/24 mm ist durch sein niedriges Gewicht, die unscheinbare Grösse und die hohe Detailauflösung als Reise-Objektiv prädestiniert. Die Optik blickt auf einen illustren Vorgänger, das Minolta MC 2.8/24 mm, zurück. Dessen Leistung wird allgemein gerühmt; das MC 2.8/24mm wurde von Minolta auch für Leitz als Elmarit-R 2.8/24 mm hergestellt. Das Minolta-AF-Objektiv ist optisch anders aufgebaut als sein Vorgänger, erreicht aber in etwa dieselbe Leistung.Die Detailauflösung liegt bei grossen Blendenöffnungen eine Spur unter derjenigen des AF 2.8/20 mm; bei f11 erreicht es allerdings bis in die äussersten Ecken des 24 MP-Vollformat-Sensors eine perfekte Schärfe. Auch hier ist wieder die Festbrennweite leicht besser als das Zeiss ZA 2.8/16–35 mm oder das ZA 2.8/24–70 mm. Nur das Minolta 2.8–4/17–35 mm, das bei 24 mm seinen Leistungspeak hat, kann mit dem AF2.8/24 mm gleichziehen."

Na ja, Papier ist geduldig, aber es scheint ein exzellentes Weitwinkel zu sein ;-) Nicht nur aus diesem Grund habe ich noch eine Gegenlichtblende und den Adapter Minolta/Sony A-/Nikon Z geordert. Das 24er und später das 50er sollen unbedingt auch auf die 24 Megapixel Vollformat Nikon Z6! Jetzt erstmal "nur" als gemäßigtes 36 mm Weitwinkel und das 50er als 75 "Tele" auf der Crop 1,5 Halbformat Sony SLT-A58.

Test von Sony SLT-A58 und 24er: BESTANDEN — voll reisetauglich ;-)

Ausführlicher Praxisbericht um und nach dem Jahreswechsel


Olympus SP-565 UZ

10. Dezember 2022, Ralf Jannke - Wissen, Sammeln, Ausprobieren

Wie hatte ich schon öfter sinngemäß geschrieben: "Es hat sich ausgesammelt, es kommt nichts mehr nach …" 

Wobei es überhaupt kein Problem wäre weiter alte Digitalkameras zu kaufen, denn die eBay-Regale "biegen" sich unter der Last an nicht mehr gewollten Digitalkameras. Daran wird sich aber auch 2023 kaum etwas ändern, wenn sich die Preise nicht deutlich nach unten bewegen. Die historischen Digitalkamera-Raritäten vor 2000 sind jedenfalls fast vollständig verschwunden. Aber wenn etwas Besonderes auftaucht, was auch jünger sein darf, und der Preis stimmt, investiere ich.

Dieser Blogbetrag war keinen Tag alt, da wurde erfolgreich und zu einem absolut realistischen Preis auf eine echte Digitalkamera-Rarität von 1999 geboten. Mehr wird an dieser Stelle nicht verraten ;-)

Über die Besonderheit dieses Beitrags kann man vielleicht streiten, aber tatsächlich schließt sich mit dem Kauf der 10 Megapixel Olympus SP-565 UZ aus dem Vorstellungsjahr 2008 wieder ein kleiner Kreis. Denn ich hatte nur kurzzeitig — warum auch immer — eine Olympus SP aus der 5xx UZ Reihe. Es könnte die 7 Megapixel SP-550 UZ aus dem Vorstellungsjahr 2007 gewesen sein. Die ich vermutlich schnell wieder abgegeben hatte, weil seinerzeit in eine wichtigere Digitalkamera investiert werden musste ;-) Ich finde von dieser Olympus im Gegensatz zu all meinen anderen früheren Digitalkameras aber keine einzige Spur mehr!

Christian Zahn hat zum 2005 vorgestellten 6 Megapixel-Vorgänger SP-500 UZ einen Praxisbericht geschrieben, und Boris Jakubaschk hat mit der SP-550 UZ einen weiteren, 2007 vorgestellten Vorgänger in seiner Sammlung und die Kamera hier vorgestellt.

Die SP-565 UZ passt prima in meine Sammlung! Sie kam zusammen mit  der von der Abbildungsleistung sehr guten Fuji FinePix A900, die ich schon habe und zwei unsäglichen Analog Billigplastik-AGFAs für 20 Euro ins Haus. Die AGFAs gehen umgehend in die Abfallgitterbox der örtlichen Müllsammelstelle. Für die Fuji habe ich schon einen Abnehmer. Jetzt muss die Olympus nur noch funktionieren, was nach Einlegen der Akkus schnell feststellbar ist.

Was heute meine Schwester nach WhatsApp-Konferenz gemacht hat. Ergebnis: Es waren noch Batterien drin – nichts ausgelaufen und eine 1GB xD-Speicherkarte. Eingeschaltet, LÄUFT! Wieder ein typisches Smartphone-"Opfer". Zuviel Knöpchen, Schalterchen usw.

Natürlich gibt es einen Praxisbericht zur Olympus SP-565 UZ …


Wer hat's gebaut?

03. Dezember 2022, Ralf Jannke - Wissen, Sammeln, Ausprobieren

PORST EXTREM-WW 1:2.5/24mm

Ja, wer hat's gebaut?

Das gezeigte Soligor hat die gleiche Lichtstärke/Brennweite, aber ein anderes Filtergewinde. Abgesehen davon war Solior auch nur Vertreiber. Ließ zum Beispiel von SUN bauen und als Soligor labeln. Das Mitakon hilft auch nicht weiter, auch dieses Objektiv wurde vermutlich im Auftrag gebaut und gewünscht gelabelt. Oder nicht? Lesen Sie selbst:

M42LENS.com zeigt und beschreibt das PORST EXTREM-WW 1-2.5/24mm MC AUTO I

  • Brennweite: 24 mm
  • Optischer Aufbau 5 Linsen in 5 Gruppen
  • Blende: 6 Lamellen
  • Lichtstärke f/2.5, kleinste Blende f/22
  • Filtergewinde: 62 mm
  • Nahdistanz: 0,3 m
  • Gewicht unbekannt
  • Produktionstart unbekannt

Über das Weltblick 2,5/24mm habe ich nur einen Forenbeitrag gefunden: „Ich dachte das könnte eine interessante Linse sein, hinter der ein guter Hersteller (z.B. Soligor) stehen könnte. Das war ein Irrtum. Akzeptabel ist nur die Mitte, die Ränder sind total unscharf. Weltblick war eine Handelsmarke, welche hier z.B. bei Allkauf (jetzt Real) verkauft wurde.“

Altglas-Container zeigt und beschreibt das MC SOLIGOR WIDE-AUTO F:2.5 f=24mm nicht nur, es werden auch Beispielfotos gezeigt!

  • Brennweite: 24 mm
  • Optischer Aufbau 5 Linsen in 5 Gruppen
  • Blende: 6 Lamellen
  • Lichtstärke f/2.5, kleinste Blende f/22
  • Filtergewinde: 55 mm
  • Nahdistanz: 0,3 m
  • Gewicht unbekannt
  • Produktionstart 1980

Aber Mitakon?

Zweifellos existiert das AUTO MITAKON MC 1:2.5 f=24mm. Die Eingabe Mitakon in die Suchmaschine brachte aber keine wirklichen Erkenntnisse über dieses relativ lichtstarke Superweitwinkel, ob nun als Porst, Soligor oder MITAKON gelabelt.

In Wikipedia taucht der Name Mitakon erst ganz zum Schluss auf. Eine Zhongyi Optics wurde 1984 in Shenyang als Joint Venture mit einem japanischen Unternehmen gegründet, das 2004 endete. Die Zhongyi Optics Electronics Co., Ltd. ist ein chinesisches Unternehmen der optischen Industrie mit Sitz in Shenyang, Volksrepublik China. Das 1984 gegründete Unternehmen entwickelt, produziert und vertreibt unter dem Markennamen Mitakon Objektive mit Micro Four Thirds-, Sony-E-, Fujifilm-X-, Canon-EF-, Nikon-F-, Nikon-Z- und Pentax-K-Bajonettanschlüssen. Zhongyi Optics ist spezialisiert auf extrem lichtstarke Linsensysteme. Daneben ist das Unternehmen auch als OEM für andere Unternehmen tätig, indem es auf Auftrag Objektive entwickelt und/oder produziert. So werden einige der Mitakon-Objektive unter anderen Namen auch von Meyer-Optik Görlitz vertrieben.

Das Post/Mitakon passt aber irgendwie nicht richtig in dieses Raster. OEM, Auftragsfertigung? Sicher! 1984 gegründet = Produktionsjahre 1980er? Würde passen. Gezeigt werden im WWW aber nur die hochlichtstarken Zhongyi Mitakon Objektive, aber kein AUTO MITAKON MC 1:2.5 f=24mm.

Egal das PORST EXTREM-WW 1:2.5/24mm stellt eine hochwillkommene und interessante Abwechslung in meinem Altglaspark dar. 24 mm Weitwinkelbrennweite sind ja schon deutlich aufwändiger (zu fertigen). Ich bin gespannt auf die Qualität! Die in einem Praxisbericht herausgefunden werden soll.


Eingetroffen

27. November 2022, Ralf Jannke - Wissen, Sammeln, Ausprobieren

Die Objektive der kleinsten Analog-SLR der Welt – Pentax 110 – auf der kleinsten spiegellosen Systemkamera der Welt: Pentax Q

Im Blogbetrag "Next Project" bereits angeündigt, ist der Adapter für die kleinen/winzigen Objektive für die Pentax Auto 110 (Super) zur Verwendung auf der DSLM Pentax Q eingetroffen. Jetzt nur ein kurzer Funktionstest, richtig gespielt wird damit in 2023!

Schneller Vorabtest aus dem Herbst 2022

Druch den Cropfaktor 5,6 wird aus dem ASAHI OPT. CO. JAPAN PENTAX-110 1:2.8 24mm Normalobjektiv auf der Pentax Auto 110 (Super) auf der Pentax Q ein 134 mm Tele. Die Aufnahmedistanz lag bei den beiden ersten Bildchen mit dieser Kombination im Bereich 20 cm. Da ist nicht viel mit Schärfentiefe, denn konstruktionsbedingt können die Pentax-110 Objektive nicht abgeblendet werden. Die Blende sitzt im Pentax Auto 110 Kameragehäuse. Immerhin sorgt der Cropfaktor 5,6 aber nicht nur für die scheinbare Brennweitenverlängerung, er macht aus der Blende f/2,8 laut Rechnung 2,8 x 5,6 = Blende f/16! Aber auch damit lässt sich im etremen Nahbereich nur mit Hilfe von Fous-Peaking und Sucherlupe der Pentax Q fokussieren. Aufnahme bei ISO 125 mit 1/15 s Verschlusszeit vom Stativ aus! Es ist sehr "duftig". Damit sollte sich 2023 aber kreativ spielen lassen ;-)

 


Wiedergefunden – das FUJINON ASPHERICAL LENS SUPER EBC XC 15-45mm 1:3.5-5.6 OIS

25. November 2022, Ralf Jannke - Wissen, Sammeln, Ausprobieren

Der Schlepperei von mindestens zwei Profi Canon DSLRs und dazugehörigen Objektiven 16-35, 24-70, 70-200 und 300 mm — alle Lichtstärke f/2,8 – müde geworden, begann der feste freie Fotograf des Basketballverein-Sponsors 2018 parallel mit spiegellosen Fujis zu fotografieren. Beginnend mit der 16 MP Fuji X-T1. Um dabei festzustellen, dass die Autofokus-Trefferquote bei dieser schnellen Sportart nur wenig unter den  Canon DSLRs lag. Mit jedem Fuji-Update zur X-T2, X-T3 und aktuell X-T4 stieg die Trefferquote so stark, dass die Canon DSLR-Ausrüstung dann abgestoßen wurde.

Durch Tun dieses Fotografen mehr als neugierig geworden, kam bei mir im Herbst 2018 parallel zur Nikon D4 eine Fuji X-E2 ins Haus. Zwar mit defektem E-Sucher, sonst aber einwandfrei funktionierend für 95 Euro! Für die ersten Versuche unterm Korb in Smartphonemanier mit X-E2  Liveview auf dem Monitor machbar. Als Start-Objektiv hatte ich beim ersten Mal nur das 3,5-5,6/15-45 mm Kitzoom, umgerechnet auf Kleinbild ein 23-68 mm Objektiv. Die Trefferquote war ebenso beeindruckend wie die JPEGs bei Sensorempfindlichkeit ISO 6400.

Die Fuji X-E2 ist immer noch im Bestand, für besondere Situationen mittlerweile aber anderweitig ausgelagert. Aber das 15-45 mm Zoom? Es "tauchte" erst Herbst 2022 wieder auf. Grund: Ich hatte das Gefühl, dass bestimmte Bildbereiche unschärfer waren als andere, und es seinerzeit aussortiert. Und damit war/ist nicht der Begriff Tiefenschärfe gemeint. Also wurde dem wiedergefundenen Zoom jetzt nochmal ausgiebig auf den Zahn gefühlt!

Praxisbericht kommt

 


Irgendwie stimmen die Proportionen von Wiederentdeckung und Objektiv nicht ;-)

21. November 2022, Ralf Jannke - Wissen, Sammeln, Ausprobieren

Sträflich vernachlässigt! Meine FourThirds-DSLR Panasonic Lumix DMC-L1

Dieser vermutlich nicht besonders erfolgreiche Versuch Panasonics zusammen mit Olympus und Leica im FourThirds-Sensor Boot mitzufahren, führte 2006 zum Modell Lumix DMC-L1. Dabei sind in der fast baugleichen Leica Digilux 3 und der Olympus Evolt E-330 vom 7,5 Megapixel-Sensor bis zur Spiegelmechanik viele gleiche Teile verbaut. Auffällig, dass in der oben gezeigten Tabelle aus Wikipedia 14 Olympus FourThirds Spiegelreflexkameras nur zwei Panasonic-Modelle und die eine Leica gegenüberstehen. Ich bin mir ziemlich sicher, dass Panasonic als Erster erkannt hatte, dass es unsinnig ist Spiegelreflexkameras von zu großen Abmessungen und zu kleinem 13 x 17 mm FourThirds-Sensor zu bauen. Dass bei Panasonic schon 2006 ganz andere Entwicklungen liefen, die 2008 mit der G1 zur ersten spiegellosen Systemkamera der Welt führten. Jetzt stimmte das Konzept kleiner Sensor, kompakte Systemkamera! Im 1:1 Vergleich die 2010 vorgestellte G2, deren Abmessungen fast identisch mit der G1 sind!

Zurück zur Lumix DMC-L1

60 Euro habe ich 2018 für die Panasonic bezahlt. Das Einzige, was an der DMC-L1 nie funktionierte, das ist die Sucheranzeige der Belichtungsdaten. Kann ich mit leben, der Monitor zeigt die benötigten, zu verstellenden Werte. Die wenigen 2022 angebotenen Panasonics werden solo oder zusammen mit einem Leitz-glabelten Zoom in der Größenordnung 500 Euro offeriert. Tatsächlich verkauft wurden einige Exemplare im Bereich 150 bis 300 Euro und eine für angemessene 79 Euro … Als baugleiche Leica Digilux 3 liegt der Preis bei 3-500 Euro. Wenn man weniger – unter 100 Euro – investieren will, sollte man nach der reichlich schrulligen Olympus Evolt E-330 Ausschau halten … Die Quittung für vier Jahre Nichtbeachtung/-benutzung kam auch prompt beim Versuch die Akkus der DMC-L1 zu laden. Ein Akku komplett tot, der zweite hat überlebt und hält zum Glück seine Ladung. Ich habe jetzt nur 1x Ersatz bestellt, denn so oft werde ich die DMC-L1 nun sicher auch nicht benutzen.

Bäumchen wechsel dich ;-)

Wobei das 2018 vorgestellte OLYMPUS ZUIKO DIGITAL 25mm 1:2.8 (Pancake) auf der DMC-L1 tatsächlich etwas verloren wirkt ;-)

„Als "Pancake" (engl., deutsch = "Pfannkuchen") werden alle Objektive mit extrem kurzer Bauform bezeichnet. Bis zu welcher Länge (Tiefe) Objektive als "Pancake" bezeichnet werden ist nicht genau definiert, in jedem Fall muss jedoch der Objektivdurchmesser deutlich grösser als die Objektivlänge (Tiefe) sein.“ Das ist beim 25 mm Olympus der Fall. Das Objektiv ist aus 5 Linsen in 4 Gruppen (inkl. asphärischer Linse) aufgebaut. Durchmesser 64 mm, Filtergewinde 43 mm, Höhe 23,5 mm, Gewicht 95 g. Nahdistanz 20 cm.

Panasonic Lumix DMC-L1 Funktionstest

Die Fotos unserer "finalen" Feige und den restlichen grünen, die 2022 vermutlich nicht mehr reifen werden, wurden schnell im Garten aufgenommen. Mit dem für die DMC-L1 ebenfalls sehr interessanten OLYMPUS ZUIKO DIGITAL 35mm 1:3.5 MACRO.

Einen ausführlichen Gang mit dem 35er Makro UND natürlich dem 25 mm Pancake wird es 2023 geben!

 


Next Project

15. November 2022, Ralf Jannke - Wissen, Sammeln, Ausprobieren

Pentax 110 Analog-Objektive auf der kleinsten DSLM der Welt: Pentax Q

Den "Winzlingen", den für die wohl kleinste Analog-SLR der Welt – Pentax 110 – gerechneten Objektiven, haben wir mehrere Praxisberichte gewidmet:

Der Einsatz der für den 110 Pocketfilm und sein Negativformat von 13 x 17 mm gedachten Objektive auf der spiegellosen Fuji-Systemkamera mit 15 x 23 mm APS-C Sensor endete allerdings in Spielerei, durchaus netter Lomographie. Grund: Das 15 x 23 mm APS-C Sensorformat ist für die Pentax 110-Objektive bereits zu groß. Auf der 13 x 17 mm microFourThirds DSLM müssten die Pentax 110 Objektive rein rechnerisch perfekt  "performen". Und ganz sicher auf dem noch kleineren  6,2 x 4,6 mm (Cropfaktor 5,6) Sensor der Pentax Q.

Um das zu probieren, wurde für die unlängst "wiederentdeckte" Pentax Q ein entsprechender Adapter für Größenordnung 24 Euro geordert. Zur Demonstration wurde das 24 mm Pentax 110 samt Fuji X-Adapter einfach auf die Pentax Q gelegt. Der Adapter Pentax-110-Objektive-auf-microFourThirds wäre interessanter, der Adapter ist mir aber mit um 40 Euro zu teuer zum Spielen. Vielleicht ein andermal …

Hier ein frisches Beispiel aus dem Herbst 2022

Aufgenommen vor der Haustür mit dem 2,8/20-40 mm Pentax 110 auf der Fuji X-E1. Mit Offenblende – die 110er Objetive können nicht abgeblendet werden – bei 40 mm Brennweite. Ein ausführlicher Praxisbericht mit meinen beiden Pentax 110 Linsen wird folgen, wenn der Adapter eintrifft. Eher 2023, denn es soll im neuen Jahr ja auch etwas zu lesen geben ;-)