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Darf's noch ein bisschen mehr sein?

17. Juli 2021, Ralf Jannke - Wissen, Sammeln, Ausprobieren

Nein keine Scheibe Wurst beim Dorfmetzger, sondern ein paar Extra-Millimeter Brennweite. Nach dem "walimex MC MIRROR LENS 1:8.0 f=500mm" jetzt ein "TELE-Tokina 1:8 f=600mm".

Ich konnte nicht widerstehen dieses "unauffällige und handliche" Tele aus der "Piraten"-Frühzeit der "Fremdobjektive" mit in die Sammlung aufzunehmen. Es passt auch perfekt in den schon weit fortgeschrittenen Beitrag "Armee der Klon-Objektive", wie wir noch sehen werden. Lassen Sie sich überraschen!


Urlaubsvorfreude

09. Juli 2021, Ralf Jannke - Wissen, Sammeln, Ausprobieren

Heute klappt man fürs Fotografieren aus der Froschperspektive je nach Kamera und Möglichkeiten den Monitor in die gewünschte Position. In den 1970ern bedeutete das bei der Spiegelreflex wo möglich Suchertausch gegen Lichtschacht mit Lupe, Winkelsucher oder Lupensucher. Belichtung? Aus Erfahrung, handgemessen oder vor dem Sucherwechsel bei der Nikon F2 mit dem Belichtungsmesssucher Photomic DP-1.

Jetzt bekam mein Jubilar Nikon F2 einen Lupensucher DW-2. Eigentlich überflüssig, denn da liegt auch noch ein F2 Lichtschacht DW-1. Aber schließlich wird die F2 im September 50! Auf die Montage der (fehlenden) Namensplatte habe ich beim DW-2 verzichtet. Ich hätte die vom DW-1 nehmen können.

Während sich viel zu viele wunderbare F2-Fotomaschinen in Vitrinen "langweilen" und totstehen, geht diese F2 trotz gefühlt 99,9 Prozent digitaler Fotografie zusätzlich mit in die Ferien. Trotz der Analogmühen: Film einlegen, belichten, selbst entwickeln und digitalisieren. Entschleunigung pur ;-)


Anleihen aus der Vergangenheit: Nikons neue DSLM Z fc

01. Juli 2021, Ralf Jannke - Wissen

In bisschen Provokation muss sein ;-)

Woran erinnert mich Nikons neue Z fc? Klar, dass es je nach Sicht die vollmechanische Nikon FM oder die Schwester mit Zeitautomatik ist, die FE. In Facebook hatte ich der Z fc ersatzweise meine Nikkormat EL einmontiert. Ich habe keine FM/FE. Um entsprechend belehrt zu werden, dass die FM das Vorbild sei, aber auch bestätigt zu bekommen, dass zumindest das Verschlusszeitenrad der Z fc von der ersten Nikon mit Zeitautomatik inspiriert ist, der Nikkormat EL.

Jetzt wird es etwas ketzerischer

Dieses geriffelte Rädchen auf der (von vorne) linken Frontseite der Z fc. Wo habe ich das schon gesehen? Und sogar benutzt. Ganz klar: FUJIFILM. Zum Vergleich deshalb dahinter meine "getarnte" und verflossene Fuji X-T30. Andererseits: Eine DSLM kann letztlich nur wie eine analoge Messucherkamera aussehen oder eben wie eine etwas verkleinerte Spiegelreflexkamera. Und die Fuji X-T Reihe ist (D)SLRs nachempfunden. Entsprechend geht die neue Nikon Z fc auch in diese Richtung.

Und das Objektiv auf der Z fc?

Das passt als Objektiv mit Nikon F-Bajonett ohne Adapter natürlich überhaupt nicht. Aber: Von den Abmessungen her kann man das zwischen 1968 und 1971 produzierte 2,8/45 mm GN Nikkor zurecht als "Pancake" bezeichnen: Durchmesser 64 x 20 mm Höhe, 52 mm Filter, 150 g. Dieses 45er erfuhr 2001 eine Wiedergeburt in Form des AI-P 45mm 2,8. Ein MF-Nikkor mit CPU. Wie das GN mit vier Linsen, aber mit 17 mm Höhe noch flacher.

Und was hat das mit der Z fc zu tun?

Neben einem kompakten 2,8/28 mm, das es wohl zunächst nur für die Z fc gibt, soll es möglicherweise von Nikon noch etwas in Richtung "echtes" = flaches Pancake mit Z-Bajonett geben. Wir werden sehen. Das Nikkor Z 28 mm 1:2.8 SE hat einen Durchmesser von 71,5 mm und ist mit 43 mm doppelt so hoch wie das 45 mm GN. Das Gewicht ist mit 160 g vergleichbar.

Ansonsten ist die Nikon Z fc im Inneren weitgehend identisch zur Nikon Z50.


Entzugserscheinungen ;-)

28. Juni 2021, Ralf Jannke - Wissen, Sammeln

Mitleidskäufe

Der Stadtteil hatte zum "Garage-Sale", Ortsteilflohmarkt aufgerufen. Nach so langer Zeit mal wieder in altem Gruuscht — sagt der Schwabe — zu stöbern ;-) Oder nach Astrid Lindgrens Michel (Emil) von Lönneberga auf der Auktion von Backhorva (sinngemäß): "Die Leute kommen, um unnützes Zeug zu verkaufen und unnützes Zeug zu kaufen" ;-)

Was habe ich an unnützem Zeug gekauft?

Zwei Digitalkameras aus der geschmähten "Chromzigarettenetui-Klasse" Für je einen Fünfer eine Panasonic LUMIX DMC-FX01, MEGA O.I.S. WIDE, LEICA DC VARIO-ELMARIT 1:2.8-5.6/4.6-16.8 ASPH (28-102 mm @KB), 6 MP, Vorstellungsjahr 2007 und eine Olympus FE-290, OLYMPUS LENS, AF-WIDE 4x OPTICAL ZOOM 4.55-18.2mm 1:2.7-5.4 (28-112 mm @KB), 7.1 MEGAPIXEL aus dem gleichen Vorstellungsjahr.

Die Lumix hatte zwei Akkus samt Ladegerät, wovon der Original-Akku komplett tot war. Der Noname-Akku schaffte es immerhin die Lumix zum erfolgreichen Funktionstest kurzzeitig in Betrieb zu nehmen. Der Akku der Olympus war ebenfalls hin, aber per Netztteil ließ sich auch die Olympus in Betrieb nehmen.

Auf keinen Fall werde ich da in Akkus investieren. Freundlicherweise waren auf der 2 GB Lumix SD-Speicherkarte genügend unverfängliche Fotos, wo ich mich bedient habe — siehe oben. Dass man da keine Bilder nimmt, die Personen zeigen, ist selbstverständlich. So wichtig kann es aber nicht gewesen sein, dass es vergessen wurde. Gewundert habe ich mich trotzdem, da die Besitzerin jetzt eine Bridge-Digitalkamera mit zusätzlichem E-Sucher benutzt. Eben das Manko von Kameras und Smartphones, dass ich auf dem Monitor bei heller Umgebung das Motiv nicht richtig erkenne. Warum sie die Karte aus der Lumix da nicht einfach weiter benutzte — wer weiß. Beim Öffnen solcher Speicherkarten gehe ich immer mit zusammengekniffenen Augen und halb abgewandtem Blick ran. Neugier ja, aber ICH WILL KEINE FOTOS VOM FKK-Strand SEHEN ;-) Alles schon dagewesen und von den Vorbesitzern achtlos auf der Speicherkarte vergessen. Und von mir umgehend formatiert …

Und doch waren diese beiden Kameras die Bestätigung, wie das Smartphone diese Kameraklasse pulverisiert hat. Zu Recht. OK, bis das Smartphone mehr Weitwinkel und Tele in Form von Doppel-/Dreifachobjektiven bekam, hat es noch gedauert, wenn man von 2007 ausgeht, dem Erscheinungsjahr der beiden Kameras.

Und noch etwas haben diese beiden Kameras gezeigt. 

Der Markt scheint leer! Leer? Bei der Menge an angebotenen Kameras? Ja, aber nur noch Masse statt Klasse. Die wirklich interessanten Digitalkameras aus 1995 bis 2000 sind größtenteils verschwunden. Waren die 2015 noch fast alle zu überschau- bis vertretbaren Preisen zu haben, sind sie jetzt komplett weg. Oder werden vereinzelt zu Preisen angeboten, wenn man in eBay nach "digitalkamera vintage oder rare" sucht, für die ich niemals kaufen würde. So nett das Sammeln war, für faszinierenden aber letztlich Elektronik-Schrott gebe ich keine nennenswerten Beträge (mehr) aus.


Ausmisten/Niedergang …

25. Juni 2021, Ralf Jannke - Wissen, Sammeln

Niedergang?

Nachdem ich vergessen hatte, den überflüssigen Nachbau-Batteriegriff für die Canon EOS 20D/30D/40D/50D rechtzeitig „in die Bucht“ zu stellen, wechselte der Griff (chinesischer Nachbau) jetzt bei eBay für 1 Euro den Besitzer … Und mir blieb das weitere sinnlose Aufbewahren erspart. Denn ganz sicher kaufe ich keine passende EOS mehr.

Für mich war es ein weiteres Zeichen für den Niedergang der DSLR. Zumindest der 15 x 23 mm APS-C Crop 1,5/1,6 Sensor-Klasse

Und was Canon angeht, sind die wichtigen Stellvertreter in der Sammlung:

Das genügt mir als Erinnerung! Da meine EOS 40D nicht 100 Prozent in Ordnung war, wurde sie in der Zwischenzeit abgestoßen.

Jetzt hat Christian Zahn einen Praxisbericht über eine funktionierenden (!) EOS 40D geschrieben

 


Minolta Dimage Scan Dual II AF-2820U

20. Juni 2021, Ralf Jannke - Wissen, Ausprobieren

Letztlich auch eine Art Digitalkamera …

Denn schließlich nimmt ein Scanner ja auch ein Foto auf. Indem er eine analoge Vorlage abtastet, und somit ein Motiv "erfasst". Um es dabei in Nullen und Einsen zu verwandeln. Die sich zu einem digitalen Foto zusammenfügen.

Obwohl schon lange Zeit ein echter und hochauflösender (bis 7200 dpi) Kleinbildfilmscanner im Bestand ist, kam jetzt ein zweites Gerät eines einst weltbekannten Herstellers hinzu: Minolta.

Der Dimage Scan Dual II AF-2820U wurde nach Kauf nur kurz auf Funktion getestet, um in ca. vier Wochen mit auf die Reise in den Norden zu gehen. Um dort den 50. Geburtstag einer weltberühmten Kamera zu würdigen, sollen mit selbiger vor Ort doch bis zu drei (*) SW-Filme belichtet, selbst verarbeitet und mit dem Dimage Scan Dual II AF-2820U digitalisiert werden. Ausführlicher Bericht in der zweiten Julihälfte!

(*) Drei Filme? Drei, weil diese Anzahl Filme in eine entsprechende Entwicklungsdose passen …

Und das "Rätsel" der Kamera-Silhouette dürfte ja nicht schwer zu lösen sein ;-)


Nikons DSLR-Produktion in Japan wird eingestellt

16. Juni 2021, Ralf Jannke - Wissen

Die schwedische "Fotosidan" berichtet in ihrem aktuellen Newsletter: "Nikons DSLR-tillverkning i Japan upphör" — "Nikons DSLR-Produktion in Japan wird eingestellt"

Fotosidan:

"Der Markt für Spiegelreflexkameras schrumpft rapide, was Nikon zu drastischen Maßnahmen zwingt.

Die Japan Times berichtet, dass Nikon plant, die Produktion von Spiegelreflexkameras in Japan im März nächsten Jahres einzustellen. Die Informationen stammen aus Quellen in der Zeitung.

Gefertigt wird das Topmodell D6 heute in der Nikon-Fabrik in Miyagi, künftig aber in Thailand. Die japanische Fabrik wird stattdessen Kamerateile und andere Produkte herstellen.

Auch Nikon soll seine Objektive in Yamagata und Fukushima, die Objektive herstellen, Ende August schließen wollen.

Bereits heute werden viele Nikon-Produkte in anderen Ländern als Japan hergestellt, in denen die Lohnsituation niedriger ist. 2017 schloss Nikon eine Fabrik in China, die Kompaktkameras herstellte."


Olympus PEN E-P1

12. Juni 2021, Ralf Jannke - Wissen, Sammeln, Ausprobieren

Einer Olympus-Werbung nachempfunden …

Ich weiß nicht mehr, ob es die PEN E-P1, E-P2 oder E-P3 war, die im Annoncenfoto absichtlich auf einem wuchtigen Stativ montiert, wohl zeigen sollte, dass es sich bei der PEN um ein kompaktes, aber professionelles Fotogerät handelt … So hatte ich die Werbung seinerzeit interpretiert. Also wurde Olympus erste spiegellose Systemkamera PEN E-P1 kurzerhand auf mein im Keller ausgelagerten, riesigen und sauschweren Manfrotto mit ebensolchem Kugelkopf montiert und eine Montage gebaut.

In der Original Olympus-Werbung könnte die PEN mit dem netten 2,8/17 mm Pancake bestückt gewesen sein. Dieses Objektiv liegt von den Gebrauchtpreisen aber so weit jenseits der Kosten für meine historische PEN E-P1, dass es für mich nicht in Frage kommt. Das Gleiche trifft auf das 2,8/25 mm FourThirds zu. Stattdessen ziert die EP-1 die ganz offiziell von Olympus so bezeichnete "Body Cap Lens 15 mm 1:8.0", übersetzt etwa "Gehäusedeckel mit Linse". Ein auf KB umgerechnet dreilinsiges 30 mm Weitwinkel mit fester Lichtstärke 8, das dadurch total unscheinbar nur 9 mm hoch baut. Auch wenn das 8/15 mm eins der schlimmsten Objektive ist, die Photozone, heute OpticalLimits je getestet hat, schneidet es draußen bei "richtiger" Fotografie erheblich besser ab, als in der grauen Theorie.

Unser Mitstreiter Christian Zahn hat die PEN E-P1 bereits gewürdigt.

Als mir jetzt eine als defekt deklarierte E-P1 über den Weg lief, habe ich zugegriffen. Der Fallschaden hat die Sensorstabilisierung lahmgelegt, der Rest der Kamera funktioniert einwandfrei! Deshalb auch von mir ein Praxisbericht zur ersten digitalen PEN ab Mitte Juli.


SOLIGOR C/D DUALFOCAL 1:3.5/28mm + 1:3.8/35mm

10. Juni 2021, Ralf Jannke - Wissen, Sammeln, Ausprobieren

Das war ich noch schuldig …

Ein schneller Rundgang mit einem Irrweg in der Objektivkonstruktion“ lautete dir Überschrift zum entsprechenden Praxisbericht.

Über Soligors Irrweg statt Zoomobjektiven Objektive mit zwei festen Brennweiten zu bauen. Die Rede ist vom SOLIGOR C/D DUALFOCAL 1:3.5/28mm + 1:3.8/35mm. Im kleinen 15 x 23 mm APS-C Sensorformat der spiegellosen 20 MP Nikon Z50 ausprobiert, dann mit Einschränkungen – siehe Praxisbericht – auf der 16 MP Vollformat Nikon DSLR D4 und jetzt zum Finale auf der 24 MP Vollformat Nikon DSLM Z6. Der neue Praxisbericht ist fast fertig.


"Heilige Dreifaltigkeit"

05. Juni 2021, Ralf Jannke - Wissen, Sammeln, Ausprobieren

Die „Heilige Dreifaltigkeit“ der (frühen) Messsucherkamera-Ära: 35 mm Weitwinkel, 50 mm Normalobjektiv, 135 mm Tele. Oder: Aus den 1930ern bis 60ern in die Jetztzeit. Ein zweites Leben auf der spiegellosen Systemkamera.

Von links nach rechts

  • Auf der Schraub-Leica II – Pardon, der russischen Nachahmung Zorki 4, ein echtes Ernst Leitz Wetzlar Hektor f=13,5cm 1:4,5 (M39), Baujahr 1937. In sicher Export-Version, denn die Entfernungseinstellung ist in "Feet"/Fuß statt Meter graviert. Ich bin kein Leitz-Kenner!
  • Daneben der russische Zeiss Biogon Nachbau Jupiter-12 2,8/35 mit Contax Messsucherkamera-Bajonett, adaptiert auf die „kleine“ (15 x 23 mm APS-C-Sensor) spiegellose Nikon Z50.
  • Dazwischen stehend, der „Star“ meiner kleinen Messsucherkameraobjektiv-Sammlung, ein NIKKOR-QC 1:3.5 f=13,5 cm Nippon Kogaku "C", 1951-1961. Nicht mit Nikon S-/RF- (RangeFinder) Bajonett, sondern mit mit Contax Messsucherkamera-Bajonett.
  • Ganz rechts die CANON LENS 50mm 1:1.8 (Version II oder III, Baujahr 1956/1958) mit Leica M39-Schraubanschluss, adaptiert auf die spiegellose 24 MP Vollformat Nikon Z6.

Das 35er und das 13,5 cm Nikkor sind schon erfolgreich erprobt. Beim 50 mm Canon erwarte ich keine Überraschung, aber das 2021 84 Jahre alte und unvergütete 13,5 cm Leitz Hektor hat es mir angetan. 

Laut „Seriennummern Leica Objektive“ muss das Ernst Leitz Wetzlar Hektor f=13,5cm 1:4,5 1937 gebaut worden sein.

Über 60 Jahre alt, böse hingefallen, aber immer noch Abbildungsqualität!

Nach Kauf für 89 Euro schnell probiert, ob es behalten wird, oder zurückgeschickt werden muss … Das 50 mm Canon aus Messucherkamerazeiten bleibt natürlich im Bestand! Auch wenn das Canon hier "nur" auf der Fuji X-E1 mit dem kleinen 15 x 23 mm APS-C Sensor.