Äußerer Zustand? Nebensache …

Avatar of Ralf JannkeRalf Jannke - 15. November 2025 - Wissen, Ausprobieren

Im Erfahrungsbericht: „Canon EOS 1D mit CANON ZOOM LENS EF 80-200mm 1:2.8 L“ war zum Ende zu lesen: „In eine spiegellose Vollformat Canon EOS R möchte ich aus Kostengründen nicht investieren. Eigentlich wollte ich keine DSLR mehr, aber eine EOS darf es noch sein. Die je nach Zustand, Anzahl Auslösungen beim Profi zwischen 200 und 300 Euro zu haben ist und mehr Leistung als meine vorhandene EOS 50D bringt. Und nur ein Drittel bis die Hälfte der EOS 1D wiegt …“

Nach zahlreichen Vergleichen unter anderem der Canon 800/80D — 3-400 Euro —, EOS 750D 24 MP, 19 AF, 5 B/s, WLAN, die vom Profihändler für 200-300 € angeboten wird oder der Canon EOS 70D 20 MP, 19 AF, 7 B/s, WLAN für 200-400 € fiel die Wahl trotz fehlendem WLAN auf die oben präsentierte, von Preis/Leistung unschlagbare Canon EOS 7D.

Trotz der 150.000 Auslösungen — meine Nikon D300 hat über 200.000 Auslösungen — und des Zustands bestand kein Kaufrisiko! Für 88 Euro inkl. Porto beim etablierten und seriösen Profianbieter mit Rückgaberecht und 12 Monate Garantie!

Christian hat die EOS 7D 2024 in wirklich allen Einzelheiten beschrieben, dass ich mir das hier und im späteren Erfahrungsbericht aus den Weihnachtsferien und im neuen Jahr aus der Basketballhalle schenken kann.

In die Basketballhalle geht die EOS 7D mit dem 2,8/80-200 mm EF L aber erst Anfang 2026

Die 7D geht zusammen mit meinen ebenfalls preiswert erworbenen Canon STM Objektiven EF-S 24mm 1:2.8 und EF 50mm 1:1.8 in die Weihnachtsferien.

Da zählt in der dunklen Jahreszeit mit sehr kurzen Tagen natürlich auch der Autofokus, aber mehr noch, was mit den höheren ISOs noch geht. Den ersten Bericht gibt es in den Weihnachtsfeiertagen!

 

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Was ist digicammuseum.de?

Die analoge Fotografie blickt auf eine etwa 170-jährige Geschichte zurück, seit etwa 100 Jahren sind Fotoapparate auch für Privatleute erschwinglich. Trotzdem sollte es noch Jahrzehnte dauern, bis die Fotografie zu einem Hobby für Millionen von Menschen wurde und der Fotoapparat zum selbstverständlichen Accessoire jeder Urlaubsreise.

Um so überraschender ist es zu sehen, mit welcher Geschwindigkeit die etablierte Technik in wenigen Jahren nach der Jahrtausendwende in eine Nischenexistenz zurückgedrängt wurde. Ersetzt wurde sie durch Digitalkameras. Diese haben in kürzester Zeit eine atemberaubende Evolution durchlaufen und haben ihre analogen Vorfahren weitgehend überflüssig gemacht. In fast allen Haushalten wurde die alte Spiegelreflex- oder Kompaktkamera durch ein digitales Modell ersetzt.

Während die meisten analogen Kameras viele Jahre, teilweise auch Jahrzehnte lang genutzt wurden, landen die meisten Digitalknipsen nach drei bis vier Jahren in der Schublade und müssen einem leistungsfähigeren Modell weichen. Die technischen Fortschritte werden jedoch immer kleiner. Digitalkameras haben einen Stand erreicht, der keine drastischen Verbesserungen mehr zulässt. Der Boom fand seinen Höhepunkt um die Jahre 2008-2010 und hat seither deutlich nachgelassen.

Das ist auch schon rein äußerlich zu erkennen: In den ersten Jahren war bei den Herstellern von Digitalkameras der Wille zu beobachten, die neue Technik auch für Innovationen in Design, Bedienung und Funktionalität zu nutzen. Inzwischen ist diese Phase weitgehend vorbei und die Hersteller haben zu den aus analoger Zeit bekannten Kameratypen zurückgefunden: Kompaktkameras auf der einen und Systemkameras auf der anderen Seite.

Die in Smartphones eingebauten Kameras sind inzwischen jedoch so gut, dass sie Kompaktkameras die Existenzberechtigung geraubt haben. Wozu ein separates Gerät kaufen, wenn man vergleichbare Bilder auch mit dem Handy hinbekommt, das man zudem immer in der Tasche hat?

Es entsteht so im Moment die paradoxe Situation, dass so viel fotografiert wird, wie noch nie in der Geschichte - und gleichzeitig immer weniger "richtige" Kameras verkauft werden. Mag sein, dass die Ära der Fotoapparate für jedermann zu Ende geht und bald nur noch Hobbyfotografen und Profis als Kamerakäufer übrig bleiben. Deswegen ist nicht zu früh, die "wilden Jahre" der Digitalkamera-Entwicklung zu dokumentieren.

Diese Homepage war anfangs vor allem als virtuelles Museum meiner Kamerasammlung gedacht. Inzwischen ist daraus ein Projekt geworden, bei dem ein wachsender Kreis von Autoren tolle Beiträge zur Digitalkamera-Geschichte beisteuert. Den weitaus größten Anteil daran hat Ralf Jannke, der mit seinen Praxisbeiträgen die verschiedensten Themen detailliert behandelt und großartig bebildert. Was sich allerdings nicht geändert hat: Die Homepage ist ein reines Hobby- und Spaßprojekt. Wir freuen uns über den Austausch mit anderen Sammlern und Fotobegeisterten. Es gibt keine Werbung und wir sind auch keine bezahlten Influencer. Falls Sie allerdings noch eine spannene Kamera herumliegen haben, die Sie nicht mehr brauchen - wir sind immer auf der Suche nach weiteren Exponaten.

Boris Jakubaschk

Das virtuelle Digicammuseum gibt es jetzt auch als reales Museum

Meine Sammelei hatte eigentlich schon immer das Ziel, meine Geräte eines Tages nicht nur auf dieser Homepage zeigen zu können, sondern auch live in einem richtigen Museum. Mit Holger W. Müller habe ich nun einen Partner, der meine Leidenschaft für die Technikgeschichte teilt. Außerdem haben wir in Rastatt Büroräume der ehemaligen Thaleswerke gefunden, dem Hersteller der bekannten Thales-Rechenmaschinen.

Dort haben wir ein Museum eingerichtet, das Rechenmaschinen, Computer und Videospiele als Schwerpunkt hat. Digitalkameras sind ebenfalls mit einigen spannenden Exponaten vertreten. Geöffnet ist jeden Sonntag von 13 - 18 Uhr. Auf der Projekthomepage gibt es weitere Infos.

Zur Homepage des µ-Museums