Hurra – Mein zweites Leitz-, Leica-Objektiv ;-)

Avatar of Ralf JannkeRalf Jannke - 11. Juni 2022 - Wissen, Sammeln, Ausprobieren

LEITZ CANADA TELYT 1:4,8/280

Nach dem Ernst Leitz Wetzlar Hektor 13,5 cm 1:4,5 von 1937 jetzt ein LEITZ CANADA TELYT 1:4,8/280. Das ist genau der Zustand, den ich liebe ;-) Furchtbar – das Objektiv wurde ja intensiv benutzt, es ist gebraucht ;-) Garant, dass das kein Leicianer anfasst oder gar kauft! Rund 70 Euro war mir das Tele wert. Es ist laut Beschreibung ein M39 Schraubobjektiv, das zur Verwendung an der Leica Messsucherkamera M einen Spiegelkasten „Visoflex“ (*) benötigte. Der machte die M-Leica dann zur Spiegelreflexkamera.

Bei mir kommt das Telyt auf die spiegellose 24 MP Vollformat Nikon Z6. Der benötigte M39-/Nikon Z-Bajonett Adapter ist vorhanden. Wie weit das von den Entfernungseinstellungen (Unendlich!) dann hinhaut, kann ich erst vor Ort im Norden feststellen. Für alle Fälle habe ich noch einen Satz M39 Zwischenringe im „Expeditionsgepäck“. Man wird sehen. Praxisbericht im Juli.

Alternativ müsste noch der Leica-Zwischenring OUBIO funktionieren. Der adaptiert das Visoflex 39er Gewinde auf Leica M-Bajonett und dann müsste ein zusätzlich dazuzukaufender Leica M-/Nikon Z-Adapter auch unendlich machen … Kosten zusammen in Höhe des Tellyt-Preis'. Das kommt eher nicht in Frage, ich probiere erst mit den vorhandenen Bordmitteln!

Unser Mit-Autor Christian Zahn schreibt dazu:

Laut https://www.l-camera-forum.com/topic/120558-auflagema%C3%9F-visoflex-i-oder-ii-und-iii/ soll ein Visoflex 40mm dick sein, dann müßte Dein M39-Zwischenring ebenfalls 40mm haben, um Unendlich korrekt einstellen zu können.

(*) Zum Visoflex

Ich habe einen Visoflex II in die Aufnahme montiert. Foto © Sebastian Stabinger, Quelle Das Kleingedruckte dazu: Diese Datei ist unter der Creative-Commons-Lizenz „Namensnennung 3.0 nicht portiert“ lizenziert. Dieses Werk darf von dir verbreitet werden, vervielfältigt, verbreitet und öffentlich zugänglich gemacht werden, neu zusammengestellt werden, abgewandelt und bearbeitet werden. Zu den folgenden Bedingungen: Namensnennung – Du musst angemessene Urheber- und Rechteangaben machen, einen Link zur Lizenz beifügen und angeben, ob Änderungen vorgenommen wurden. Diese Angaben dürfen in jeder angemessenen Art und Weise gemacht werden, allerdings nicht so, dass der Eindruck entsteht, der Lizenzgeber unterstütze gerade dich oder deine Nutzung besonders.

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Was ist digicammuseum.de?

Die analoge Fotografie blickt auf eine etwa 170-jährige Geschichte zurück, seit etwa 100 Jahren sind Fotoapparate auch für Privatleute erschwinglich. Trotzdem sollte es noch Jahrzehnte dauern, bis die Fotografie zu einem Hobby für Millionen von Menschen wurde und der Fotoapparat zum selbstverständlichen Accessoire jeder Urlaubsreise.

Um so überraschender ist es zu sehen, mit welcher Geschwindigkeit die etablierte Technik in wenigen Jahren nach der Jahrtausendwende in eine Nischenexistenz zurückgedrängt wurde. Ersetzt wurde sie durch Digitalkameras. Diese haben in kürzester Zeit eine atemberaubende Evolution durchlaufen und haben ihre analogen Vorfahren weitgehend überflüssig gemacht. In fast allen Haushalten wurde die alte Spiegelreflex- oder Kompaktkamera durch ein digitales Modell ersetzt.

Während die meisten analogen Kameras viele Jahre, teilweise auch Jahrzehnte lang genutzt wurden, landen die meisten Digitalknipsen nach drei bis vier Jahren in der Schublade und müssen einem leistungsfähigeren Modell weichen. Die technischen Fortschritte werden jedoch immer kleiner. Digitalkameras haben einen Stand erreicht, der keine drastischen Verbesserungen mehr zulässt. Der Boom fand seinen Höhepunkt um die Jahre 2008-2010 und hat seither deutlich nachgelassen.

Das ist auch schon rein äußerlich zu erkennen: In den ersten Jahren war bei den Herstellern von Digitalkameras der Wille zu beobachten, die neue Technik auch für Innovationen in Design, Bedienung und Funktionalität zu nutzen. Inzwischen ist diese Phase weitgehend vorbei und die Hersteller haben zu den aus analoger Zeit bekannten Kameratypen zurückgefunden: Kompaktkameras auf der einen und Systemkameras auf der anderen Seite.

Die in Smartphones eingebauten Kameras sind inzwischen jedoch so gut, dass sie Kompaktkameras die Existenzberechtigung geraubt haben. Wozu ein separates Gerät kaufen, wenn man vergleichbare Bilder auch mit dem Handy hinbekommt, das man zudem immer in der Tasche hat?

Es entsteht so im Moment die paradoxe Situation, dass so viel fotografiert wird, wie noch nie in der Geschichte - und gleichzeitig immer weniger "richtige" Kameras verkauft werden. Mag sein, dass die Ära der Fotoapparate für jedermann zu Ende geht und bald nur noch Hobbyfotografen und Profis als Kamerakäufer übrig bleiben. Deswegen ist nicht zu früh, die "wilden Jahre" der Digitalkamera-Entwicklung zu dokumentieren.

Diese Homepage war anfangs vor allem als virtuelles Museum meiner Kamerasammlung gedacht. Inzwischen ist daraus ein Projekt geworden, bei dem ein wachsender Kreis von Autoren tolle Beiträge zur Digitalkamera-Geschichte beisteuert. Den weitaus größten Anteil daran hat Ralf Jannke, der mit seinen Praxisbeiträgen die verschiedensten Themen detailliert behandelt und großartig bebildert. Was sich allerdings nicht geändert hat: Die Homepage ist ein reines Hobby- und Spaßprojekt. Wir freuen uns über den Austausch mit anderen Sammlern und Fotobegeisterten. Es gibt keine Werbung und wir sind auch keine bezahlten Influencer. Falls Sie allerdings noch eine spannene Kamera herumliegen haben, die Sie nicht mehr brauchen - wir sind immer auf der Suche nach weiteren Exponaten.

Boris Jakubaschk