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Canon ION "White" in Papierform…

16. Oktober 2019, Ralf Jannke - Wissen, Sammeln, Ausprobieren, Reparieren

Im Kapitel „Still Video Kameras“ gibt es über die analog, aber filmlos auf Videofloppy (Diskette) aufzeichnenden Canon ION-Modelle zahlreiche Berichte über die wenigen, heute noch funktionierenden Exemplare im Bestand.

Nach unseren Erfahrungen sind von zehn IONs acht bis neun defekt. Wobei es für einen immer wieder auftretenden Fehler eine ziemlich komplizierte Reparaturmöglichkeit gibt, die im Kapitel auch ausführlich bebildert beschrieben wird. Froh über die zwei drei noch laufenden Exemplare, investiere ich keinen Euro mehr in Canon Stillvideo-Kameras. Professionelle Geräte wie die Nikon QV 1000 und die Canon RC-701/RC-760 tauchen nur ganz selten auf und sind dann als reine Sammlerkameras auch unbezahlbar. Das trifft auch auf die eher mal auftauchende Canon RC 470 zu, die im Gegensatz zu einer funktionierenden ION RC 260/560 aber heute kaum noch ans Laufen zu bekommen ist. Und das hat bei mir Priorität. Ich will mit JEDER Kamera auch ein paar Fotos machen. Aber auch der Preis für die Exponate muss stimmen…

Gerne nehme ich aber preiswertes Papier an Bord wie einen schwedischen Originalprospekt zur Canon ION RC-251 in weißer Gehäusefarbe. Eine Reproduktion des Prospekts kann hier angeschaut werden.


Sony Alpha SLT-A33

12. Oktober 2019, Ralf Jannke - Wissen, Sammeln, Ausprobieren

Eine sehr spezielle DSLR…

Die von 1989 bis 1992 produzierte Canon EOS RT und die digitale Sony Alpha SLT-A33 von 2010 haben eine interessante Gemeinsamkeit: Beide Kameras besitzen einen starren, teildurchlässigen Spiegel. Das einfallende Licht wird geteilt! 1/3 wird in den EOS RT-Sucher gespiegelt, resp. auf das Phasendetektions-AF-Modul der SLT-A33. 2/3 gelangen auf den Film bzw. Sensor.

Evolution: DSLR - DSLT - DSLM

Von links nach rechts: Sony DSLR Alpha 200, Sony DSLT Alpha SLT-S33, Sony DSLM Alpha NEX3 (ohne E-Sucher), Sony DSLM Alpha 3000 (mit E-Sucher)

Und das macht sie zu etwas Besonderem! Die SLT-A33 dürfte auch mit ziemlicher Sicherheit die letzte digitale Spiegelreflexkamera sein, die ich für meine Digitalkamerasammlung erworben habe. Für alle Hersteller sind nicht nur historische, sondern auch heute immer noch brauchbare Beispiele da. Es gibt keinen wirklichen Grund, weitere DSLRs an Bord zu nehmen.

Als DSLT ist die 2010 vorgestellte Sony Alpha SLT-A33 so etwas wie das Bindeglied zwischen DSLR und DSLM

In der Alpha SLT-A33 ist der Spiegel noch vorhanden, aber er ist starr und teildurchlässig, transluzent. Was auch die Bezeichnung der Kamera erklärt! (D)SLT steht für (Digital)SingleLensTranslucent. Die SLT-A33 bietet einen 3 Zoll Liveview-Monitor mit fast 1 MP Auflösung, was so noch nichts besonderes ist. Wird eine entsprechende DSLR in den Liveview-Modus geschaltet, klappt der Spiegel hoch und der rückseitige Monitor wird zum Sucher. Die Benutzung des SLR-Suchers ist dann aber nicht möglich. Nicht so bei der SLT-A33. Sie hat einen über 1 Millionen Bildpunkte hochauflösenden E-Sucher (EVF), der unter anderem den Bildausschnitt zu 100 Prozent zeigt. Und im permanenten Liveview-Modus der Kamera auch die für bewegte Motive deutlich bessere Phasendetektion des Autofokus' bietet. Die Mehrzahl DSLRs mit Liveview bei hochgeklapptem Spiegel bietet dann nur den für unbewegte Motive zwar hochgenauen Kontrast-Autofokus, dem bei mobilen Motiven aber schnell die Luft ausgeht.

Die Sony SLT-A33 hat gegenüber der oben gezeigten Canon EOS RT einen großen Vorteil. 1/3 Licht für den Kamerasucher sind nicht viel. Heißt das analoge Sucherbild ist durch den teildurchlässigen Spiegel deutlich dunkler als beim konventionellen Spiegel, der alles ins Pentaprisma der SLR reflektiert. Das gleicht die Sony durch ihren elektronischen Sucher spielend aus – die Sucherhelligkeit!

Korrektur!

Irgendwie habe ich den Kommentar "abgeschossen". Deshalb an dieser Stelle der wichtige Einwand/Nachtrag unseres Lesers A. Lenz. Er schrieb:

"Kleiner aber prinzipieller Unterschied: Die Sony SLT zweigt das Licht nicht für den Sucher ab! Bildschirm und E-Sucher beziehen ihr Bild vom Hauptsensor. Das Phasen-AF-Modul bekommt das Drittel des Lichts. Mit der Entwicklung und Verbesserung der Phasen-AF-Pixel auf dem Hauptsensor wird die SLT-Technik daher auch zunehmend überflüssig. Hybrid-AF-Systeme ab Sensor sind mittlerweile genauer als und genau so schnell wie Phasen-AF-Systeme und dabei flexibler." Soweit A. Lenz

Statt mit dem braven 3,5-5,6/18-55 mm "Plastik"-Kit-Zoom wurde die SLT-A33 für den ersten Trip mit einem viel interessanteren Kitzoom bestückt. Das wunderbare 4/35-70 mm gab es 1985 zur ersten wirklich komplett durchdachten und praxistauglichen AF-SLR der Welt: Minolta 7000 AF. Auf der APS-C Sony wird das 2020 dann 35 Jahre alte Zoom zum 4/53-105 mm.

Ein ausführlicher Bericht dieser 14 Megapixel DSLT mit 15 x 23 mm APS-C-Sensor kommt!


Nicht in Vergessenheit geraten…

05. Oktober 2019, Ralf Jannke - Wissen, Sammeln, Ausprobieren, Reparieren

Aufgeschoben ist nicht aufgehoben!

Noch 79 Tage bis Weinachten/86 Tage bis zum Jahreswechsel. Langsam aber sicher geht der Stoff für wöchentliche Praxisberichte oder Blogs aus. Ein guter Grund den Praxisbericht über die 7 Megapixel Olympus Camedia C-7070 Wide Zoom aus dem Vorstellungsjahr 2005 ins Jahr 2020 zu verschieben. Wobei das ein Beitrag über eine "digitale Weitwinkel-Olympus" werden wird, denn der C-7070 fehlen Zoomdrehschalter und Auslöser. Letzterer ist problemlos durch einen abgeschnittenen Nagel zu ersetzen, der mit etwas Tesafilm gegen das Verlieren unterwegs gesichert wird ;-) 

Für Ungeduldige kann ich auf die Beiträge zur schon abgearbeiteten Camedia C-5060 Wide Zoom und Camedia C-8080 Wide Zoom verweisen.

Wobei es auch zur C-5060 2020 einen neuen Bericht geben wird, denn in der Zwischenzeit ist noch ein komplett funktionierendes Exemplar in die Sammlung aufgenommen worden.


Die Flohmarktsaison neigt sich dem Ende zu…

27. September 2019, Ralf Jannke - Wissen, Sammeln, Ausprobieren

3,8-5,6/28-200 mm Tamron vom Flohmarkt

Für mich wenig nachvollziehbar haben die Meteorologen den 1. September jedes Jahres zum Herbstanfang deklariert. Dasselbe für die Jahreszeiten Frühjahr, Sommer und Winter. Für mich bleibt der Herbstanfang die Tag- und Nachtgleiche ab dem 21. September. So oder so, auf meinem kleinen „Privat-Flohmarkt“ ist der Herbst eingezogen. Digitalkameras der Dutzendware lagen nur noch als „Bückware“ rum, nach der ich mich nicht mehr bücke. Dazu noch mangels Akku eine unkontrollierbare HP-Kamera, die ich für die geforderten 20 Euro gar nicht, und funktionierend vielleicht für 10 Euro mitgenommen hätte.

Was aber nichts machte, denn ein vor Ort begutachtetes und zu Hause auch einwandfrei funktionierendes 3,8-5,6/28-200 mm Tamron mit Nikon F Bajonett habe ich für 8 Euro gerne mitgenommen. Das wird in Zukunft die ausgelagerte 6 Megapixel Nikon D50 zieren, soll aber auch mit der gleichauflösenden Nikon D70 mal auf Tour. Die D70 war Nikons erste halbwegs bezahlbare „Volks-DSLR“ und 2015 eine meiner ersten Sammel-DSLRs, die 2020 mal wieder gewürdigt werden soll. Auch wenn ich mich, was aktuelle Nikon DSLRs und überhaupt DSLRs angeht, dort mittlerweile zurückgezogen habe. Ausgewählte alte Nikon- und andere Kameras dürfen/müssen von Zeit zu Zeit mal an die frische Luft ;-) Die Nikon DSLRs zusammen mit dem 8 Euro Tamron vom Flohmarkt.

Deren Universalität stieß in Analog-Zeiten schnell an ihre Grenzen, wenn das Licht wegging, schnelle Verschlusszeiten gefordert waren und nur ein langsamer, feinkörniger ISO 100 Diafilm in die Kamera eingelegt war. Dieses Problem hat die Nikon D70 und unzählige Kameras ihrer Zeit nicht mehr. Entweder startete die Empfindlichkeit gleich bei ISO 200, und eine Steigerung auf ISO 400/800 verkraften auch die alten DSLRs problemlos. Da gab es bei 8 Euro für ein kompaktes 7-fach Zoom nichts zu überlegen. Wobei das 28-200 mm Tamron 20 Jahre alt sein dürfte. Und damit aus einer Zeit, wo sich noch wirklich nicht jeder eine digitale Spiegelreflexkamera leisten konnte…

Fujifilm/Polaroid Sofortbild 

Auch wenn ich die links abgebildete FUJIFILM instax 100 schon habe, bei 5 Euro nehme ich auch noch ein zweites Exemplar an Bord, wie auf dem Flohmarkt gefunden.

Geladen wird die 1999 vorgestellte instax 100 mit aktuell verfügbarem, so genanntem „Fuji Instax Wide“ Film, der Bilder von 62 x 99 mm Format liefert. Ein Doppelpack Fuji-Sofortbildfilm = 20 Aufnahmen für die instax 100 kostet 17,99 Euro, 90 Cent pro Bild… Rechnet man das Format mit der Brennweite der instax 100 – 95 mm – um, entspricht das etwa 40 mm Kleinbildbrennweite. Die Licht-„Stärke“ von f/14 wird durch die ISO 800 Empfindlichkeit des Sofortbildfilms etwas aufgefangen. Zeitautomatik mit Belichtungszeiten von 1/64 bis 1/200 s, die Kamera hat einen eingebauten Blitz.

Immer wieder verschoben, möchte ich mich neben Digital 2020 auch endlich dem Thema Sofortbildfilm widmen. Es macht von Zeit zu Zeit eben Spaß ein Bild nicht nur virtuell auf dem Monitor betrachten und in die sozialen Netzwerke stellen zu können, sondern real in der Had zu halten und ggf. gleich verschenken zu können.

Im Zusammenhang mit Fuji Sofortbildfilm und Fuji überhaupt möchte ich noch auf die Phoenix-Dokumentation/ZDFinfo erzählt in der Reihe "Firmen am Abgrund" hinweisen. Es geht um alteingesessene, lange erfolgreiche Unternehmen, die nahe am Bankrott waren und ein Comeback geschafft haben. Sehenswert warum und wie Fuji es im Gegensatz zu AGFA und Kodak geschafft hat zu überleben! Der Beitrag wird am 2. Oktober um 06.00 Uhr wiederholt. Vielleicht die Idee eine Aufzeichnung des Videos zur fast noch nachtschlafenden Zeit zu programmieren?

Interessant die Philosophie des langjährigen Fujifilm-Vorstandsvorsitzenden Shigetaka Komori, der trotz Produktion von Kosmetika und pharmazeutischen Produkten und der Übermacht des Smartphones am gedruckten Foto festhält. Ein Foto ist für ihn nur ein Foto, wenn man es in der Hand hält. Damit ist nicht das Betrachten entsprechender Monitore von Smartphone und Kamera gemeint! Mit am beeindruckendsten in der Dokumentation der Rettungsversuch tausender Fotos. Nach der Tsunami-Katastrophe im Nordosten Japans 2011 reinigten und restaurierten Heerscharen freiwilliger Helfer Papierbilder, um in Notunterkünften präsentiert den Besitzern die Möglichkeit zu geben, ihre Fotos wiederzuerkennen und zurückzubekommen. Das zeigt den hohen Wert, den Shigetaka Komori trotz Fujis Rettung durch Kosmetik und Pharma beimisst. Digitalkameras kamen in dem Beitrag nur ganz am Rande vor…

 


BRAUN NÜRNBERG Kameras

23. August 2019, Ralf Jannke - Wissen, Sammeln

Braun? Da war doch was...

"Und wieder kann nur vom Niedergang eines deutschen Kameraherstellers berichtet werden, dessen Name heute nur noch auf in Asien gefertigte OEM/ODM-Kameras gedruckt wird. In aller Kürze: 1915 als Carl Braun Camera-Werk in Nürnberg gegründet, wird die Kameraproduktion 1965 nach Fernost verlagert, 2000 Insolvenz. 2004 Umbenennung in BRAUN PHOTO TECHNIK GmbH. Quelle: Wikipedia, wo ausführlich über BRAUN NÜRNBERG berichtet wird." war im Praxisbeitrag über BRAUN NÜRNRBERG (Digital-) Kameras zu lesen...

Zu den völlig unwichtigen unter dem BRAUN-Label in Fernost auftragsgefertigten Digitalkameras kam jetzt noch eine echte BRAUN NÜRNBERG Analog Kamera

Eine Super Paxette I aus 1955, eine Mess-Sucherkamera mit gekuppeltem Entfernungsmesser. Die Super Paxette I hatte ein festverbautes Objektiv, hier ein Steinheil München Cassarit 1:2.8 f = 45 mm. Beim Nachfolger Super Paxette II konnte man das Objektiv wechseln. Die Paxette hat einen Zentralverschluss, der Zeiten von B, 1, 1/2, 1/5, 1/10, 1/25, 1/50, 1/100 und 1/300 s liefert. Nach über 60 Jahren funktioniert noch alles einwandfrei!

Eine ausführliche Auflistung der Paxette-Reihe ist hier in englischer Sprache zu finden.

 


Schöner Neuzugang: Pentax K200D von 2008

08. August 2019, Ralf Jannke - Wissen, Sammeln, Ausprobieren

Antike und Moderne ;-)

Zum Ablichten der Kameras für die Sammlung entferne ich gewöhnlich die Kamerariemen. Um ihn ggf. gegen einen Komfort-Riemen aus Moosgummi zu tasuchen, der beim Tragen nicht so auf die Schulter oder dauernd in den Nacken schlägt. Was hier nur unter Zerstörung des liebevoll selbstgemachten Riemens/Gurts im INKA-Anden-Style möglich wäre, der handangenäht ist! Hab ich so noch nie gesehen. Vielleicht ein Hinweis auf den Herkunft der Pentax? Nein, nicht aus Südamerika, sonders aus Polen! Leicht an der eingestellten Menüsprache zu erkennen. Diese Pentax wurde mit hoher Wahrscheinlichkeit in unserem Nachbarland richtig und intensiv benutzt! Eine Kamera absolut nach meinem Geschmack!

"Schlanke" 50 Euro hat das 2008 vorgestellte 10 Megapixel Pentax K200D Arbeitstier gekostet. Mit IBIS: In-Body-Image-Stabilisation! So bezeichnet man heute die Bildstabilisierung, wenn dieser Komfort mit JEDEM Objektiv möglich ist, da die Stabilisation im Gehäuse stattfindet…

"Pentax ist es mit der K200D außerordentlich gut gelungen, eine Kamera zu bauen, die sich deutlich von der Masse abhebt. (...) Die Bildqualität geht ebenfalls in Ordnung und braucht sich vor der Konkurrenz nicht zu verstecken. (...) Einzig der Autofokus und die Speicherzeit trüben in bestimmten Situationen den ansonsten durchweg positiven Eindruck." lautete das Fazit zur K200D auf Deutschlands ältester Seite zum Thema Digitalkamera (gekürzt). Der Autofokus ist für mich von völlig untergeordneter Bedeutung. Wenn ich schnellen und sicheren AF brauche, liefern meine Fuji DSLMs und die Nikon DSLR D4 professionelle Resultate.

Eigentlich sollte die 6 Megapixel Pentax *ist D L2 aus 2006 als „Objektivtäger“ für die oben abgebildeten Objektve herhalten. Jetzt übernimmt die Pentax K200D. Die K200D wird die "Digitalrückwand" für ein manuell zu fokussierendes Ricoh Rikenon 1,7/50 mm P (ab 1985) mit Pentax K-Bajonett und das manuelle und lichtstarke SMC PENTAX-M ZOOM 1:2.8-4 40-80mm, das zwischen 1980 und 1984 produziert wurde. Entschleunigte Fotografie mit einem über 10 Jahre alten DSLR Schätzchen ;-)

Totgesagte leben länger!

Diese Pentax müsste längst hinüber sein… Statistisch gehen die Verschlüsse zwischen ca. 29.000 und 34.000 Auslösungen kaputt. Einzelne Exemplare überschreiten jedoch auch die 50.000 Auslöseungen. Die hier präsentiere K200D funktioniert bei aktuell fast 60.000 Klicks immer noch!

Kurzsteckbrief Pentax K200D

Die K200D ist 134 x 95 x 74 mm groß und ist mit 725 g deutlich schwerer als die Pentax *ist D L2 aus der Sammlung. Der K200D 23,6 x 15,8 mm APS-C CCD-Sensor löst maximal 3.872 x 2.592 Bildpunte, 10 Megapixel auf. Der Sensor ist beweglich und bietet neben einer Staubreduktionsfunktion Bildstabilisierung (SR-Shake-Reduction-System). 

Die K200D ist 134 x 95 x 74 mm groß und ist mit 725 g deutlich schwerer als die Pentax *ist D L2 aus der Sammlung. Der K200D 23,6 x 15,8 mm APS-C CCD-Sensor löst maximal 3.872 x 2.592 Bildpunte, 10 Megapixel auf. Der Sensor ist beweglich und bietet neben einer Staubreduktionsfunktion Bildstabilisierung (SR-Shake-Reduction-System). 

Speicherformat JPEG, Pentax-RAW oder Adobe DNG. Gespeichert wird auf SD-Karte. Sensor-Empfindlichkeit Auto-ISO 100 bis 400 oder manuelle Vorgabe ISO 100, 200, 400, 800 und 1.600. Lt. Digitalkamera.de soll die Mattscheibe wechselbar sein… Phasenvergleich-Autofokus mit 11 Sensoren. Energieversorgung über zwei CR-V3 Li-Batterien oder vier Akkus der Größe AA.

Alle Details zur Pentax K200D in der deutschen Bedienungsanleitung

Firmware

Selbige wurde von 1.0 auf Version 1.1 upgedated.

Große Überraschungen sind kaum zu erwarten, werkelt der vermutlich von Sony zur Verfügung gestellte Sensor nicht nur in der stabilisierten Alpha 200 sondern auch in der Pentax K200D.

Praxisbericht voraussichtlich im Herbst


Loppmarknad, zu Deutsch Flohmarkt

22. Juli 2019, Ralf Jannke - Wissen, Sammeln, Ausprobieren

Da ich die Canon DIGITAL IXUS 70 bereits zwei Mal habe, habe ich das (dann) dritte Exemplar auf dem Flohmarkt liegen lassen. Nicht liegen gelassen habe ich die Olympus 35 EC, die dieses Jahr 50. Geburtstag feiert. Sie wurde 1969 vorgestellt. Die Praktica IV FB habe ich bereits als fast identische IV B, aber auf dem jetzigen Flohmarkt-Exemplar steckte ein lichtstarkes 2/50 mm Jena Pancolar mit M42-Schraubanschluss, das mein Interesse weckte.

Von Olympus analog nach digital…

Mit der Olympus mju II kommt dann der analoge Urahn der digitalen Olympus Camedia C-220 oder C-900 Zoom.


Innere Werte: Eine spiegellose Nikon für 69 Euro!

18. Juli 2019, Ralf Jannke - Wissen, Sammeln, Ausprobieren

Nikon 1 V1 (2011)

Die Farbkombination Gehäuse/Objektiv ist etwas gewöhnungsbedürftig ;-) Daher die „inneren Werte“ der Überschrift…

Dadrunter eine möglicherweise recht reizvolle Kombination: Manuell zu fokussierendes 5,6/400 mm ED Nikkor per Adapter auf der V1. Resultat: 1080 mm Supertele-Brennweite.

Der Schluss-Satz im Praxisbericht der spiegellosen Nikon 1 J1 lautete: „Ausbauen werde ich mein spiegelloses Nikon "System" eher nicht. Vielleicht in ein paar Jahren, wenn der letze aufs Smartphone umgestiegen ist und seine V1 (mit E-Sucher!) verramscht...“

Das ging jetzt viel schneller als gedacht! Und erfüllt meine neu erstellte "DSLR-Kaufregel", die 1:1 auf ältere spiegellose Systemkameras übertragen werden kann: „Keine Kamera zum dreistelligen Euro-Betrag!“ Als beim Profianbieter eine Nikon 1 V1 für 69 Euro zu haben war, habe ich trotz der ungewollten Gehäusefarbe weiß direkt zugegriffen.

Mit den spiegellosen 15 x 23 mm APS-C-Sensor Fuji Gebrauchs (!) Kameras, einer neu hinzugekommenen 13 x 17 mm microFourThirds-Sensor Olympus OM-D E-M5 stellt die V1 mit dem noch kleineren 1 Zoll (Inch) 13,2 x 8,8 mm Sensor die von der Performance schwächste spiegellose Systemkamera in meinem „Park“ dar. Die dank ihrer Kompaktheit immer und gerne mal genommen wird!

Einen Praxisbericht zur sehr ähnlichen Nikon 1 J1 lesen Sie hier.

Den Praxisbericht zur Nikon 1 V1 reiche ich nach…


Kleiner Schatz vom Flohmarkt: E. Ludwig Meritar 2,9/50 mm

06. Juli 2019, Ralf Jannke - Wissen, Sammeln, Ausprobieren

Das schon im „Fotoexpeditionsgepäck“ verstaute und fürs Foto neben dem E. Ludwig Meritar 2,9/50 abgebildete Meyer-Optik Görlitz Trioplan 2,9/50 mm hat ein nur von den Abmessungen etwas größeres Geschwister bekommen!

In zwei Praxisberichten

Meyer-Optik Görlitz Trioplan 2,9/50 mm I

Meyer-Optik Görlitz Trioplan 2,9/50 mm II

bereits gewürdigt, ist es mir noch nicht zufriedenstellend gelungen das sagenhafte „Seifenblasen-Bokeh“ des Meyer-Optik Görlitz Trioplans zuverlässig zu entdecken. Was diesen Sommer (2019) dann endlich gelingen soll.

Der Versuch dieses Meyer Trioplan wegen seines besonderen Bokehs neuaufzulegen und für einen vierstelligen Preis per Crowdfunding-Kampagne unters Fotovolk zu bringen, ging in die Hose. 10 Euro hat das oben abgebildete 2,9/50 mm Trioplan samt dranhängender Praktica IVb gekostet.

Dazu gesellt sich jetzt das ebenfalls dreilinsige E. Ludwig Meritar 2,9/50 fast identischer Daten. Es kommt vom Flohmarkt und hat 4 Euro gekostet. Mein Meritar ist mit einem Exa-Bajonett ausgerüstet, das Trioplan hat einen M42-Schraubanschluss. Also spendiere ich irgendwann noch einen Exa-/Fuji X- oder Exa-/microFourThird- Adapter.

Ausführliche Informationen und eine Liste aller Meritar-Versionen samt des Victar-Vorgängers sind hier zu finden. Bei meinem Exemplar müsste es sich um die Version von 1955 handeln.

Als „etwas wirr“ bezeichnete ein Forenuser das Bokeh des Meritars. Da hatte sich der Begriff „Seifenblasen-Bokeh“ möglicherweise noch nicht rumgesprochen ;-)

Das E. Ludwig Meritar 2,9/50 wird jetzt erst mal „archiviert“, geht aber in Zukunft sicher auch mal auf Tour!

Wichtiger Nachtrag nicht nur für das Meritar

Das Objektiv wurde gereinigt und sorgfältig auf Pilzbefall (Schimmel, Fungus) untersucht. Alles einwandfrei! Objetive mit Fungus auf keinen Fall einsetzen, weil der Pilz, die Sporen auf andere einwandfreie Objektiv "übersiedeln" können und die dann verseuchen…

Um Pilzbeläge zu entfernen, muss das Objektiv komplett zerlegt werden, um an die befallene(n) Linsen-/-oberflächen zu kommen. Auf was man sich da einlassen muss, wird in diesem Youtube-Video gezeigt.


Toller Neuzugang Baujahr 1994: Kodak DCS 420 aktualisiert!

28. Juni 2019, Ralf Jannke - Wissen, Sammeln, Ausprobieren, Reparieren

Diese Tage gab es eine großartige Sammlungserweiterung!

Wie die hier schon vorgestellte DCS 410 löst die jetzt bekommene DCS 420 1524 x 1012 Bildpunkte = 1,5 Megapixel auf. Die Sensoren von DCS 410/420 haben allerdings nur eine Größe von 13,8 x 9,2 mm. Daraus resultiert ein Crop-Faktor von 2,6. Ein 20 mm Superweitwinkel verhält sich auf der DCS 420 wie ein 52 mm Normalobjektiv auf einer Vollformatkamera. Im Gegensatz zur DCS 410 mit ihren festen ISO 100 bietet die DCS 420 ISO 100, 200 und 400, und sie kann 2 B/s aufnehmen.

Warum auf die DCS 420 für 75 Euro Startgebot niemand höher bot, hat mich gewundert

Ja, die Kamera war ehrlicherweise mit „Achtung nicht getestet. – Ich kann nichts zum Zustand sagen weil keine Batterie verfügbar. – Eventuell für Bastler auf jeden Fall ein Sammlerstück für die Vitrine.“ deklariert. Wenn dann Phantasiepreise in Größenordnung 200 bis 500 Euro gefordert werden, bekomme ich Pickel ;-) In diesen Fall war es OK!

Für manchen Sammler muss doch nur der äußere Zustand stimmen. Ob die Kamera noch funktioniert, ist vollkommen nebensächlich. Dieser Sammler fotografiert allenfalls seine Exponate, macht aber außer Horten sonst nichts damit… 

Von daher war der Startpreis von 75 Euro fair. Ich hätte aufgrund der Seltenheit der Kamera mit einem dreistelligen Preis gerechnet. Tatsächlich bekam ich für 82 Euro den Zuschlag.

Inbetriebnahme

Der Akkublock war entnommen, was gut ist, denn so konnte nichts auslaufen, was dann richtig zerstörerisch werden kann! Im ersten Anlauf wurde die vorhandene DCS 410 versuchsweise geladen, exakt der Akku, der auch in die DCS 420 passt. Um dabei festzustellen, dass der altersschwache DCS 410-Akku nach dem letzten Einsatz 2015 nicht genug Pflege erfahren hat und definitiv hinüber ist und sich nicht mehr laden lässt. Wobei es auch nicht sicher ist ob, eine Aufladung pro Quartal in den letzten Jahren den Akkublock wirklich am Leben erhalten hätte. Nach Abschrauben der Bodenplatte, war der alte Akku schnell vom Steckkontakt getrennt und entnommen.

Und was nun?

Unser Leser Ricardo Silva Höllger hat hier ausführlich beschrieben, wie der Kodak-Akkupack, der aus mehreren zusammengeschlossenen und -geklebten Einzel-Akkus besteht, zu demontieren und aus neuen Einzel-Akkus wieder aufgebaut werden kann.

Ich habe mich aber für die oben gezeigte Methode entschieden, wo der Original Kodak-Akku-Block gegen eine Halterung für acht Akkus der Große AAA ersetzt wird. Die in den Akkuschacht der Kodak DCS-4xx-Kameras passen! Was bestens funktioniert. Ausführlich im Abschnitt: "Akku-Austausch in der Kodak NC2000e (oder DCS410)" des Praxisberichts zur Kodak AP NC2000e beschrieben.

Mit acht Akkus bestückt, wurde die Energiequelle an die Kodak DCS 420 angeschlossen. Da mit der DCS 420 sicher nicht intensiv fotografiert wird, kann ich problemlos damit leben, dass zum Akkutausch die Bodenplatte entfernt werden muss, um die acht 1,2 Volt AAA-Akkus extern zu laden.

Kurztest 1

Die schlechte Nachricht zuerst

Unübersehbar der zeilenfömige Bildsensorfehler. Ob es nun die Fotodioden dieser Zeile selbst oder eher die Zeilen-Auslesung ist, ist unerheblich. Wie im Beitrag der Kodak DCS  Pro14nx beschrieben, könnte der Fehler per EBV behoben werden… Den Dreck auf dem DCS 420-Sensor werde ich noch beseitigen.

Die gute Nachricht

Gestaunt habe ich über die extrem hohe Schärfe dieses 25 Jahre alten Sensors. Sicher mache ich mit der DCS 420 einen kleinen Rundgang. Alles mit dem manuellen 4/20 mm Nikkor, umgerechnet durch den Crop-Faktor 2,6 also 52 mm im 24x36 mm Kleinbildformat entsprechend. Mehr Beispielbilder und Details zur Kodak DCS 420 in einem kleinen Praxisbericht im Verlauf des Sommers.

DIE BESTE NACHRICHT:

Kurztest 2, Wunderheilung?

Der Sensorfehlerstreifen ist weg!

Die einzige Erklärung, die ich habe, liegt in der Spannungsversorgung. Im Praxisbericht der Kodak AP N2000e hatte ich Fotos gezeigt, die von einer noch schlimmeren Störung verunstaltet waren. Nachdem ich den Kodak Akkublock seinerzeit gegen einen noch etwas besseren getauscht hatte, war die Störung komplett weg. Die Kamera-Elektronik scheint extrem sensibel auf Spannungsschwankungen zu reagieren, die ein altersschwacher Akku produziert.

Jetzt wieder das gleiche Phänomen!

Nach Austausch des Kodak-Blocks gegen den Halter für acht AAA-Akkus zeigte sich beim Laden der Akkus, dass ein Akku "nicht wollte". Obwohl flammneu gekauft, war offensichtlich ein Akku zumindest nicht 100 Prozent in Ordnung. So leistet jetzt sieben AAA-Akkus mit 800 mAh Kapazität ein Eneloop-Akku Gesellschaft – ich hatte nichts anderes –, der zwar nur 750mAH hat, offensichtlich aber für stabile Spannungsversorgung sorgt!

Wenn es doch nur immer so einfach wäre…

Jetzt fehlt nur noch eine vergessene Sache. Die frühen Kodak DCS-4xx Kameras und ihre DCS 1/3/5c Brüder und Schwestern auf Canon EOS 1n Gehäusebasis benötigen zum Fotografieren einen so gennnten "Hot Mirror"-Filter. Zum Glück habe ich einen meiner drei Filter aus meiner DCS 3c Zeit wiedergefunden. Zwar 77 mm Durchmesser, aber wozu gibt es Adapter. Mehr dazu im Praxisbericht zur Kodak DCS 420.