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Für die Tage "zwischen den Jahren" Lesestoff: Buchtipp Heimfotostudio

27. Dezember 2020, Ralf Jannke - Wissen, Sammeln, Ausprobieren

Beim nie endenden Aufräumen ;-) gefundener Buchtipp

2021 16 Jahre alt und immer noch aktuell: "Lowbudgetshooting: Fotozubehör einfach selbst gebaut" (Deutsch) von 2005.

Bei den Begriffen „lowbudget“ und „shooting“ kräuseln sich mir zwar die Nackenhaare – warum nicht "Fotografieren für wenig Geld im improvisierten Heim-Studio" – aber der Inhalt stimmt! Als modernes Antiquariat von 2005 für ganz schlanke 2,08 Euro (zuzüglich Porto) zu haben.


1959 bis 2005: Die (numerisch) erste und die letzte Minolta Spiegelreflexkamera — SR-1 und Dynax 5D

21. Dezember 2020, Ralf Jannke - Wissen, Sammeln, Ausprobieren

46 Jahre liegen zwischen den Kameras

Numerisch ist die SR-1 die erste Spiegelreflexkamera von Minolta. Tatsächlich wurde sie aber erst ein Jahr nach der SR-2 vorgestellt. Ein Grund dürften die hohen Kosten der SR-2 von 1958 gewesen sein. Um Kosten zu sparen, hatte die 1959 vorgestellte SR-1 einen Verschluss, der nur 1/500 s als schnellste Zeit bot, die SR-2 hatte die 1/1000 s. Da die Spiegelreflexkameras der Minolta SR-Modelle ein überschaubares Gebiet sind, wird es über diese Reihe zu den Feiertagen einen Bericht geben.


Zwei wunderbare Dreilinser

18. Dezember 2020, Ralf Jannke - Wissen, Sammeln, Ausprobieren

2021 endlich mit der eingravierten Brennweite im Vollformat!

Das Meyer-Optik Görlitz Trioplan 2,9/50 V (Stichwort "Seifenblasen-Bokeh") und das FEINMESS DRESDEN Bonotar 1:4.5/105 V lassen von Frühling und Sommer träumen. Nichts für das aktuelle Novemberwetter im Dezember.

Hier noch im "Halbformat" auf dem 15 x 23 mm APS-C-Sensor

Und das Meyer Trioplan auf der Canon EOS 1D mit 19 x 27 mm APS-H Sensor, Cropfaktor 1,3

 


Spielpotential 2021 – Telekonverter-Kombinationen

14. Dezember 2020, Ralf Jannke - Wissen, Sammeln, Ausprobieren

Die (theoretischen) Möglichkeiten

Das obere Foto zeigt das 4/105 mm Micro Nikkor MF auf einem modifizierten (*) Nikon AF-I TELECONVERTER TC-20E 2x uns der montiert auf den Nikon AF TELECONVERTER TC-16A 1.6x. Theoretisch könnte diese Kombination auf meiner Nikon D2Hs zum 100 x 2 x 1.6 x 1,5 = 480 mm f/12,8 Autofokus Makro-Tele werden. Wie sinnvoll das ist, ob die Theorie in der Praxis funktioniert, werde ich nächstes Jahr probieren.

Die Kombination dadrunter, das zum 8/600 mm verdoppelte 4/300 mm AF-ED (Stangenantrieb) Nikkor funktioniert sicher. Allerdings ohne Autofokus, weil dem Nikon AF-I TELECONVERTER TC-20E 2x die Antriebswelle fehlt. Hier wird die erzielbare Schärfe interessant.

Kein Telekonverter verbessert die Schärfe des Objektivs. Darüber, welcher Konverter an sich und auf welchem Objektiv der "Richtige" ist, gehen Meinungen und Ergebnisse weit auseinander.

Folgende Telekonverter habe ich im "Angebot":

  • Nikon AF-S TELECONVERTER TC-17 II 1.7x
  • Nikon AF-I TELECONVERTER TC-20E 2x
  • Nikon AF TELECONVERTER TC-16A 1.6x
  • N-AF 1.5x TELEPLUS MC DG KENKO

Der Kenko hat bei mir seine Berechtigung! Denn nur mit ihm kann ich aus meinem 4/300 mm AF-ED Stangen-Nikkor ein 5,6/420 mm machen!

Was es mit der oben erwähnten (*) Modifikation auf sich hat, wird 2021 gezeigt. Also: Es gibt viel zu tun. Lass ein ab 10. Janauar von den C*****-Zahlen deutlich gesünderes 2021 kommen!

 


Wir müssen leider draußen bleiben …

08. Dezember 2020, Ralf Jannke - Wissen, Sammeln, Ausprobieren

Nach mittlerweile umfangreichen Spielereien mit diversen Objektiven zeigt sich bei der Fuji DSLM ein kleiner Nachteil. Es geht um Millimeter.

Für eventuelle Fuji X-Interessenten

Die beiden in der Sammlung vorhandenen russischen Zeiss Biogon Nachbauten Jupiter-12 2,8/35 lassen sich weder in Leica M39 Schraubanschluss-Version noch mit (Nikon) Contax Messsucherkamera-Bajonett auf die Fuji X-E1 und vermutlich alle anderen Fujis mit X-Bajonett adaptieren. Die Hinterlinse dieser Objektivkonstruktion ragt so weit über das Ende des jeweiligen Adapters hinaus, dass diese Hinterlinse am Rahmen, der den Kamerainnenraum, genauer den Bildsensor umgibt anstößt. Zumindest diese beiden Jupiter-12 Versionen lassen sich nur auf die Nikon Z50 adaptieren weil sie den benötigten Platz bietet.

Wie sinnvoll das ist, kann man sicher hinterfragen. Aber ich habe mich halt in die Messsucherkamera-Objektive "verguckt" ;-) 

Wenn es um die reine Brennweite von 35 mm geht, finden sich natürlich genügend aufs Fuji X-Bajonett adaptierbare (Ur)alt-SLR-Objektive. Nikon und Leitz Messsucher-Objektive ließen sich montieren, scheiden aber aus Kostengründen aus. Alternative wäre noch das oben abgebildete Industar-69 2,8/28. Da stößt nichts an. Was neben der Bauweise auch daran liegt, das dieses 28er "Pancake" für sie russische Belomo Chaika II Halbformatkamera vorgesehen war. Halbformat = 18 x 24 mm statt 24 x 36 mm Vollformat … Dem Industar-69 muss ich auch noch genügend Aufmerksamkeit widmen …


Komplett

05. Dezember 2020, Ralf Jannke - Wissen, Sammeln, Ausprobieren

Damit ist die Reihe meiner auf spiegellose Systemkameras zu adaptierenden Messsucherkamera-Objektive komplett. Mit dem ab 1950 gefertigten JUPITER-12 2,8/35. Die russische Kopie des Zeiss Biogon, aufgebaut aus 6 Linsen in 4 Gruppen. Adaptiert auf die spiegellose Nikon Z50.

Mehr darüber in den nächsten Wochen


Keine Ausrüstung für Action und Sport!

19. November 2020, Ralf Jannke - Wissen, Sammeln, Ausprobieren

Dafür aber fürs völlig entspannte Bildermachen

Das Sammeln alter Digitalkameras ist bei mir praktisch zum Erliegen gekommen. Was an der eigenen Sammlung liegt, die alle Facetten der Digitalkamerageschichte abdeckt. Interessante und seltene Teile zu Apothekenpreisen dürfen gern weiter in den virtuellen Regalen verstauben. Aber vielleicht bringt die lange Flohmarktpause ab Frühjahr 2021 (?) ein paar Überraschungen. Abgesehen davon trägt mittlerweile Christian Zahn mit seinen Beiträgen zur Erweiterung der Digitalkamerageschichte bei.

Was das Sammeln angeht, bieten alte Objektive aber ein unerschöpfliches Betätigungsfeld

Oben meine beiden Neuzugänge: Ein russisches 2,8/28 mm Industar von Pancake-Abmessungen mit Leica M39 Schraubanschluss und ein dreilinsiger Leckerbissen, ein FEINMESS DRESDEN Bonotar 1:4.5/105 V mit Exakta-SLR-Bajonett.

Erweiterte Altglas-Kreativausrüstung für 2021

So kann man sich auch "Druck" aufbauen ;-) Aber 2021 kann nur besser werden. Und fürs dann hoffentlich unbeschwertere Bildermachen bin ich gerüstet!

Details und mehr darüber demnächst …

 


Not mint ;-)

28. Oktober 2020, Ralf Jannke - Wissen, Sammeln, Ausprobieren

Höchstes Glück für einen Sammler ist die Gerätezustandsbeschreibung: "mint"

Komplett "in mint condition", übersetzt: "neuwertig, wie neu". Idealerweise originalverpackt, nie benutzt…

Das ist bei dieser Kamera eher nicht der Fall ;-) Was da gezeigt wird, ist sicher kein simpler Fallschaden. Über diese russische Zorki 4 Messsucherkamera – ein an die Leica II angelehnter Nachbau – muss etwas sehr Schweres drübergerollt sein. Und doch habe ich das Angebot von 16 Euro wahrgenommen, um an das lichtstarke 2/50 mm Jupiter 8 Objektiv mit (Leica) M39 Schraubanschluss zu kommen!

Was trotz des erbarmungswürdigen Zustands noch einwandfrei funktioniert! Fürs erste Foto wurde es auf die FUJIFILM X-E2 adaptiert, meine letzte verbleibende spiegellose Fuji. Die per M39-/Fuji X-Adapter auch schon das in kyrillischen Lettern beschriftete Industar 3,5/50 mm mit M39 mm Leica Schraubanschluss beherbergte. Ein lichtschwacher Vierlinser. Jetzt also das (vermutl.) 6-linsige, lichtstarke 2/50 mm Jupiter 8.

Im geblitzten Foto auf der Nikon Z50 sieht das Jupiter schrottreif aus. Tatsächlich ist es aber deutlich besser, wie im Foto daneben gezeigt. Zur Demonstration wurde das 50 mm Jupiter auf den M42-/Nikon Z-Adapter gelegt, der benötigte M39-/Nikon Z-Adapter ist aus China unterwegs.

Das Jupiter ist eine Zeiss Sonnar Kopie. Es zeichnet bei Offenblende relativ weich und große Blenden sind von der Fokussierung her nicht einfach zu handhaben – war irgendwo im Internet zu lesen. So gut wie jedes (ur)alte Objektiv lässt sich adaptiert auf eine spiegellose Systemkamera sicher fokussieren, wenn man auf die angebotenen Hilfen zurückgreift. Gemeint ist die Kantenanhebung (Focus Peaking) in wählbarer Farbe. Bei mir gewöhnlich Rot. Damit verliert das manuelle Fokussieren auf den Punkt seine Schrecken!

Dank neun Blendenlamellen soll beim Abblenden immer ein ziemlich runder Kreis gebildet werden, was die Unschärfe vor und hinter dem fokussierten Hauptmotiv besonders angenehm machen soll. Das berühmt berüchtigte Bokeh.

Keine Frage, dass mir ein gleichlichtstarkes Contax-/Zeiss-, Leica- oder Nikon Normalobjektiv lieber wäre, aber da verzehn-/verzwanzigfachen sich die Kosten gegenüber dem russischen 2/50 mm Jupiter 8 Objektiv … Was den Spaß am Altglas aber nicht trübt! Fürs erste kommt das Jupiter nur auf die Nikon Z50 mit ihrem kleinen 15 x 23 mm APS-C-/DX-Sensor. Sobald aus China der M39-/Nikon Z-Adapter eintrifft. 2021 werde ich dieses 2/50 mm Jupiter 8 und ausgesuchte Objektive meiner Sammlung erneut ausprobieren. Dann bis in die Formatecken auf einer Vollformat-Spiegellosen.

Der erste Eindruck auf der FUJIFILM X-E2 ist vielversprechend:

Stativ und alte Minoltas aufgebaut und los …