Heute vom Flohmarkt …

Avatar of Ralf JannkeRalf Jannke - 06. Februar 2023 - Wissen, Sammeln, Ausprobieren

1 Tüte Äpfel für 3 Euro, 1 Tüte Romanesco (Blumenkohl) für 2 Euro und zwei Sonys für zus. 8 Euro ;-)

Ich konnte nicht widerstehen

Wie schicke Digitalkameras "gehen" wusste Sony. Die 10 Megapixel Cyber-shot DSC-T700 ist doch ungleich stylischer als die von mir ungeliebte, klobige, rundliche "Chrom-Zigaretten-Etui-Klasse". Dazu gab es noch ein Sony-Ericcsson D750i – ich nenne es mal – Digitalkamera-Handy. Die Cyber-shot startete nach Einlegen des noch drinsteckenden und dann frisch geladenen Akkus sofort mit der Aufforderung Datum und Uhrzeit einzugeben. Um anschließend eine funktionierende Kamera – kein Sensor-Defekt – zu präsentieren. Das Sony Ericsson erfreute mit einem "aufgeblähten", natürlich toten Lithium-Akku, SIM-Karte und – Achtung – eingelegtem 64 MB Sony MEMORY STICK DUO. Gefüllt mit Fotos, die ich ggf. verwende. Bei derartigen Sichtungen bin ich immer vorsichtig, um schnell wegzuschauen, wenn der Besitzer, die Besitzerin damit am FKK-Strand oder schlimmeres war ;-) Den FKK-Strand hatte ich tatsächlich schon … ICH WILL DAS NICHT SEHEN!!!! Auch wenn das Sony Ericsson nur eine 2 MP Kamera mit einem AF 4.3mm 1:2.8 DIGITAL ZOOM hat, spendiere ich einen Akku. Wenn das Handy zu starten sein sollte und trotz natürlich nicht vorhandenem Passwort ein paar Fotos ermöglicht, schieße ich ein paar frische Bilder. Natürlich gibt es auch zur Sony Cyber-shot DSC-T700 einen Praxisbericht!

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Was ist digicammuseum.de?

Die analoge Fotografie blickt auf eine etwa 170-jährige Geschichte zurück, seit etwa 100 Jahren sind Fotoapparate auch für Privatleute erschwinglich. Trotzdem sollte es noch Jahrzehnte dauern, bis die Fotografie zu einem Hobby für Millionen von Menschen wurde und der Fotoapparat zum selbstverständlichen Accessoire jeder Urlaubsreise.

Um so überraschender ist es zu sehen, mit welcher Geschwindigkeit die etablierte Technik in wenigen Jahren nach der Jahrtausendwende in eine Nischenexistenz zurückgedrängt wurde. Ersetzt wurde sie durch Digitalkameras. Diese haben in kürzester Zeit eine atemberaubende Evolution durchlaufen und haben ihre analogen Vorfahren weitgehend überflüssig gemacht. In fast allen Haushalten wurde die alte Spiegelreflex- oder Kompaktkamera durch ein digitales Modell ersetzt.

Während die meisten analogen Kameras viele Jahre, teilweise auch Jahrzehnte lang genutzt wurden, landen die meisten Digitalknipsen nach drei bis vier Jahren in der Schublade und müssen einem leistungsfähigeren Modell weichen. Die technischen Fortschritte werden jedoch immer kleiner. Digitalkameras haben einen Stand erreicht, der keine drastischen Verbesserungen mehr zulässt. Der Boom fand seinen Höhepunkt um die Jahre 2008-2010 und hat seither deutlich nachgelassen.

Das ist auch schon rein äußerlich zu erkennen: In den ersten Jahren war bei den Herstellern von Digitalkameras der Wille zu beobachten, die neue Technik auch für Innovationen in Design, Bedienung und Funktionalität zu nutzen. Inzwischen ist diese Phase weitgehend vorbei und die Hersteller haben zu den aus analoger Zeit bekannten Kameratypen zurückgefunden: Kompaktkameras auf der einen und Systemkameras auf der anderen Seite.

Die in Smartphones eingebauten Kameras sind inzwischen jedoch so gut, dass sie Kompaktkameras die Existenzberechtigung geraubt haben. Wozu ein separates Gerät kaufen, wenn man vergleichbare Bilder auch mit dem Handy hinbekommt, das man zudem immer in der Tasche hat?

Es entsteht so im Moment die paradoxe Situation, dass so viel fotografiert wird, wie noch nie in der Geschichte - und gleichzeitig immer weniger "richtige" Kameras verkauft werden. Mag sein, dass die Ära der Fotoapparate für jedermann zu Ende geht und bald nur noch Hobbyfotografen und Profis als Kamerakäufer übrig bleiben. Deswegen ist nicht zu früh, die "wilden Jahre" der Digitalkamera-Entwicklung zu dokumentieren.

Diese Homepage war anfangs vor allem als virtuelles Museum meiner Kamerasammlung gedacht. Inzwischen ist daraus ein Projekt geworden, bei dem ein wachsender Kreis von Autoren tolle Beiträge zur Digitalkamera-Geschichte beisteuert. Den weitaus größten Anteil daran hat Ralf Jannke, der mit seinen Praxisbeiträgen die verschiedensten Themen detailliert behandelt und großartig bebildert. Was sich allerdings nicht geändert hat: Die Homepage ist ein reines Hobby- und Spaßprojekt. Wir freuen uns über den Austausch mit anderen Sammlern und Fotobegeisterten. Es gibt keine Werbung und wir sind auch keine bezahlten Influencer. Falls Sie allerdings noch eine spannene Kamera herumliegen haben, die Sie nicht mehr brauchen - wir sind immer auf der Suche nach weiteren Exponaten.

Boris Jakubaschk