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Minolta Dimage Scan Dual II AF-2820U

20. Juni 2021, Ralf Jannke - Wissen, Ausprobieren

Letztlich auch eine Art Digitalkamera …

Denn schließlich nimmt ein Scanner ja auch ein Foto auf. Indem er eine analoge Vorlage abtastet, und somit ein Motiv "erfasst". Um es dabei in Nullen und Einsen zu verwandeln. Die sich zu einem digitalen Foto zusammenfügen.

Obwohl schon lange Zeit ein echter und hochauflösender (bis 7200 dpi) Kleinbildfilmscanner im Bestand ist, kam jetzt ein zweites Gerät eines einst weltbekannten Herstellers hinzu: Minolta.

Der Dimage Scan Dual II AF-2820U wurde nach Kauf nur kurz auf Funktion getestet, um in ca. vier Wochen mit auf die Reise in den Norden zu gehen. Um dort den 50. Geburtstag einer weltberühmten Kamera zu würdigen, sollen mit selbiger vor Ort doch bis zu drei (*) SW-Filme belichtet, selbst verarbeitet und mit dem Dimage Scan Dual II AF-2820U digitalisiert werden. Ausführlicher Bericht in der zweiten Julihälfte!

(*) Drei Filme? Drei, weil diese Anzahl Filme in eine entsprechende Entwicklungsdose passen …

Und das "Rätsel" der Kamera-Silhouette dürfte ja nicht schwer zu lösen sein ;-)


Olympus PEN E-P1

12. Juni 2021, Ralf Jannke - Wissen, Sammeln, Ausprobieren

Einer Olympus-Werbung nachempfunden …

Ich weiß nicht mehr, ob es die PEN E-P1, E-P2 oder E-P3 war, die im Annoncenfoto absichtlich auf einem wuchtigen Stativ montiert, wohl zeigen sollte, dass es sich bei der PEN um ein kompaktes, aber professionelles Fotogerät handelt … So hatte ich die Werbung seinerzeit interpretiert. Also wurde Olympus erste spiegellose Systemkamera PEN E-P1 kurzerhand auf mein im Keller ausgelagerten, riesigen und sauschweren Manfrotto mit ebensolchem Kugelkopf montiert und eine Montage gebaut.

In der Original Olympus-Werbung könnte die PEN mit dem netten 2,8/17 mm Pancake bestückt gewesen sein. Dieses Objektiv liegt von den Gebrauchtpreisen aber so weit jenseits der Kosten für meine historische PEN E-P1, dass es für mich nicht in Frage kommt. Das Gleiche trifft auf das 2,8/25 mm FourThirds zu. Stattdessen ziert die EP-1 die ganz offiziell von Olympus so bezeichnete "Body Cap Lens 15 mm 1:8.0", übersetzt etwa "Gehäusedeckel mit Linse". Ein auf KB umgerechnet dreilinsiges 30 mm Weitwinkel mit fester Lichtstärke 8, das dadurch total unscheinbar nur 9 mm hoch baut. Auch wenn das 8/15 mm eins der schlimmsten Objektive ist, die Photozone, heute OpticalLimits je getestet hat, schneidet es draußen bei "richtiger" Fotografie erheblich besser ab, als in der grauen Theorie.

Unser Mitstreiter Christian Zahn hat die PEN E-P1 bereits gewürdigt.

Als mir jetzt eine als defekt deklarierte E-P1 über den Weg lief, habe ich zugegriffen. Der Fallschaden hat die Sensorstabilisierung lahmgelegt, der Rest der Kamera funktioniert einwandfrei! Deshalb auch von mir ein Praxisbericht zur ersten digitalen PEN ab Mitte Juli.


SOLIGOR C/D DUALFOCAL 1:3.5/28mm + 1:3.8/35mm

10. Juni 2021, Ralf Jannke - Wissen, Sammeln, Ausprobieren

Das war ich noch schuldig …

Ein schneller Rundgang mit einem Irrweg in der Objektivkonstruktion“ lautete dir Überschrift zum entsprechenden Praxisbericht.

Über Soligors Irrweg statt Zoomobjektiven Objektive mit zwei festen Brennweiten zu bauen. Die Rede ist vom SOLIGOR C/D DUALFOCAL 1:3.5/28mm + 1:3.8/35mm. Im kleinen 15 x 23 mm APS-C Sensorformat der spiegellosen 20 MP Nikon Z50 ausprobiert, dann mit Einschränkungen – siehe Praxisbericht – auf der 16 MP Vollformat Nikon DSLR D4 und jetzt zum Finale auf der 24 MP Vollformat Nikon DSLM Z6. Der neue Praxisbericht ist fast fertig.


"Heilige Dreifaltigkeit"

05. Juni 2021, Ralf Jannke - Wissen, Sammeln, Ausprobieren

Die „Heilige Dreifaltigkeit“ der (frühen) Messsucherkamera-Ära: 35 mm Weitwinkel, 50 mm Normalobjektiv, 135 mm Tele. Oder: Aus den 1930ern bis 60ern in die Jetztzeit. Ein zweites Leben auf der spiegellosen Systemkamera.

Von links nach rechts

  • Auf der Schraub-Leica II – Pardon, der russischen Nachahmung Zorki 4, ein echtes Ernst Leitz Wetzlar Hektor f=13,5cm 1:4,5 (M39), Baujahr 1937. In sicher Export-Version, denn die Entfernungseinstellung ist in "Feet"/Fuß statt Meter graviert. Ich bin kein Leitz-Kenner!
  • Daneben der russische Zeiss Biogon Nachbau Jupiter-12 2,8/35 mit Contax Messsucherkamera-Bajonett, adaptiert auf die „kleine“ (15 x 23 mm APS-C-Sensor) spiegellose Nikon Z50.
  • Dazwischen stehend, der „Star“ meiner kleinen Messsucherkameraobjektiv-Sammlung, ein NIKKOR-QC 1:3.5 f=13,5 cm Nippon Kogaku "C", 1951-1961. Nicht mit Nikon S-/RF- (RangeFinder) Bajonett, sondern mit mit Contax Messsucherkamera-Bajonett.
  • Ganz rechts die CANON LENS 50mm 1:1.8 (Version II oder III, Baujahr 1956/1958) mit Leica M39-Schraubanschluss, adaptiert auf die spiegellose 24 MP Vollformat Nikon Z6.

Das 35er und das 13,5 cm Nikkor sind schon erfolgreich erprobt. Beim 50 mm Canon erwarte ich keine Überraschung, aber das 2021 84 Jahre alte und unvergütete 13,5 cm Leitz Hektor hat es mir angetan. 

Laut „Seriennummern Leica Objektive“ muss das Ernst Leitz Wetzlar Hektor f=13,5cm 1:4,5 1937 gebaut worden sein.

Über 60 Jahre alt, böse hingefallen, aber immer noch Abbildungsqualität!

Nach Kauf für 89 Euro schnell probiert, ob es behalten wird, oder zurückgeschickt werden muss … Das 50 mm Canon aus Messucherkamerazeiten bleibt natürlich im Bestand! Auch wenn das Canon hier "nur" auf der Fuji X-E1 mit dem kleinen 15 x 23 mm APS-C Sensor.


Neue Nikon Makro-Obektive, Micro-Nikkore mit Z-Bajonett

02. Juni 2021, Ralf Jannke - Wissen, Ausprobieren

Nikon Rumors zeigt und beschreibt heute zwei neue Nikon Makro-Objektive mit 50 und 105 mm Brennweite und Z-Bajonett, die im Juni verfügbar werden sollen

Vorweg die vermuteten Preise in US-Dollar: Das NIKKOR Z MC 105mm f/2.8 VR S soll rund 1000 US-Dollar kosten, das NIKKOR Z MC 50mm f/2.8 650 US-Dollar. Wie immer die deutlich höheren Euro-Preise hier dann lauten werden.

Makrofotografie hat gewöhnlich mehr mit Präzision (Stativeinsatz!) als Geschwindigkeit zu tun

Meine Lösungen sehen so aus:

  • Minolta Macro Rokkor QF 1:3.5 50mm (Baujahr 1961), adaptiert auf die spiegellose Nikon Z50 (20 MP) und Z6 (24 MP)
  • OLYMPUS ZUIKO DIGITAL 35mm 1:3.5 MACRO FourThirds-Anschluss, montiert im preiswerten, chinesischen FourThirds-/microFourThirds-Adapter für die 16 Megapixel Olympus OM-D E-M5
  • Nikon Micro-Nikkor 105mm 1:4, adaptiert auf die Nikon Z50, Z6

Das Olympus hat um 95 Euro gekostet, die beiden anderen Makros lagen bei Stückpreis um 50 Euro. Auf das alte Minolta Makro bin ich ganz gespannt. Ich hoffe da auf den Sommer und Reisemöglichkeiten, um das Macro Rokkor in Empfang und Betrieb nehmen zu können. artaphot schreibt: "Das Minolta 3.5/50 mm Macro ist als klassisches, beinahe symmetrisches Planar ausgelegt. Im Gegensatz zu üblichen Objektiven wurde es aber auf den Nahbereich korrigiert. Ungewöhnlich für 1961: Die vierte und die fünfte Linse sind bereits aus hochbrechenden, niedrig dispergierenden Sondergläsern mit Seltenen Erden gefertigt." Na dann …

Den diesen alten Makro-Objektiven möglicherweise fehlenden „Mikrokontrast“ (Youtube-Sprech) erzeugt bei mir eine gezielte Anwendung der Photoshop Schärfungsmethoden. Das genügt für meine Makro-Bedürfnisse.


Objektiv-Gurke MC REVUENON 1:5,6/300 mm

28. Mai 2021, Ralf Jannke - Wissen, Sammeln, Ausprobieren

Damals (1970er?) weitgehend nutzloser und heute (2021) wertloser Objektivschrott …

… das Revuenon „LENS MADE IN .GERMANY". Letzteres hatte ich als "Witz" vermutet. Ich hätte dieses Objektiv als OEM-Fertigung aus Fernost (Cosina & Co.) eingeordnet. Im Auftrag fremdgefertigt und dann als  Hausmarke "Revue" des Versandhaus’ Quelle entsprechend graviert und lackiert. Nein, es soll wirklich in Deutschland gebaut sein. Schauen Sie bitte in die Kommentare.

Dieses Teil kann in Analogzeiten bei ganz viel Licht allenfalls für ein paar Fernsichten oder einen Sonnenuntergang gut gewesen sein. Entsprechend ist auch der Zustand. Quasi neu, sichtlich so gut wie unbenutzt und Jahrzehnte im Köcher in einem trockenen Schrank gelegen.

Wozu überhaupt der Kauf des REVUENONs, der „Griff ins Klo“?

Um weiter mit dem modifizierten TC-16A/m zu experimentieren, sollte für hier (Bonn) noch ein billiges Spielzeug her, wie das 20 Euro REVUENON.

Während mein 5,6/400 mm ED MF Nikkor durch den TC-16A auf der Nikon D2X(s) problemlos auto-fokussiert wird, saust der AF, genauer die Linsenkonstruktion im Inneren des TC-16A/m nur hilflos hin und her, wenn das 5,6/300 mm REVEUNON auf die D4 adaptiert ist. Ob daran die Linse im M42-/Nikon F-Bajonett-Adapter Schuld ist, glaube ich nicht. Ich tippe eher auf die vom damaligen Marketing geforderte Lichtstärke f/5,6. Dieses 300er liegt eher bei f/8. Denn es bereitet auch Probleme dieses 300er auf der spiegellosen Nikon Z6 mit Kantenanhebung und Sucherbildvergößerung zu fokussieren. Und dazu gesellt sich noch eine „Nah“-Distanz von 6 – SECHS – Meter.

OK, 20 Euro Lehrgeld. Nicht nachmachen!


Nur zur Vervollständigung der analogen Minolta SR-Reihe

27. Mai 2021, Ralf Jannke - Wissen, Sammeln, Ausprobieren

MINOLTA METER SR-2

Zur Minolta SR-1, SR-2 und SR-3 gab es drei Aufsteckbelichtungsmesser. Links auf der Black SR-1 der Minolta SR Meter mit der großen Wabenmesscheibe. Er arbeitet nach dem Selen-Prinzip und braucht deshalb keine Batterie. Rechts im Foto auf der SR-1s der SR METER V, der nach dem CdS-Prinzip arbeitet und Batteriestrom braucht. Dazu kommt noch der nach dem CdS-Prinzip messende SR METER 2, der zum Betrieb ebenfalls eine Batterie benötigt. Einen SR METER 2 konnte ich jetzt noch ergatten. Montiert auf die mittlere Chrom Minolta SR-1.

Die beiden Praxisberichte zur Minolta SR-Reihe gibt es hier:


Mein Fake „Ernst Leitz Wetzlar Elmar“

22. Mai 2021, Ralf Jannke - Wissen, Sammeln, Ausprobieren

ИНДУСТАР-22 – INDUSTAR-22 1:3,5 F=5cm

Tatsächlich handelt es sich beim Industar 22 um die russische Kopie eines versenkbaren Zeiss Tessar (vier Linsen in drei Gruppen) in einer von Leica kopierten Objektivfassung. Daher die Ähnlichkeit mit dem Elmar.

Ein gebrauchtes 1,8/50 mm Autofokus-Objektiv mit Motor im Objektiv wiegt unter 200 g und ist gebraucht für Größenordnung 160 Euro zu haben. Wie man da auf die Idee kommt für einen nur wenig lichtstärkeren (f/1,4) 800 Gramm Klotz etwa den gleichen Eurobetrag wie das Gewicht in Gramm zu investieren, oder gar eine vierstellige Summe, wird sich mir nie erschließen. Ich bevorzuge den anderen Weg: 107 Gramm, Lichtstärke 1:3,5. Wie Normalobjektiv "geht", lässt sich damit für rund 30 Euro prima herausfinden ;-)


Eingetroffen: Nikon TC-16A modified

20. Mai 2021, Ralf Jannke - Wissen, Sammeln, Ausprobieren

Nur so viel …

Der modifizierte Nikon TC-16A "m" ist eingetroffen und macht, was von ihm erwartet wird – auto-fokussieren.

Er auto-fokussiert so gut wie jedes Objektiv mit Nikon F-Bajonett. So wie das montierte 1,8/85 mm Soligor. Je nach Objektivbrennweite mit etwas Hilfe = manuellem Vorfokussieren final automatisch auf den Punkt. Im Unterschied zum gewöhnlichen TC-16A jetzt auch mit der Nikon D4! Interessant wird es dem vorhandenen, aber aktuell ca. 1000 km entfernt ausgelagerten 5,6/400 mm ED Nikkor zu Autofokus zu verhelfen und so ein 9/640 "AF" ED zu werden. Mit 16 MP und einer D4, die im Unterschied zur D2 spielend hohe Empfindlichkeiten schafft.

Das Thema wurde bereits ausführlich hier abgehandelt: "Aus einem M(anuell)F(okus)- ein A(uto)F(okus)-Objektiv machen, geht das?" Dort ist auch nachzulesen, wie modifiziert wird. Wenn man sich daran nicht selbst traut: Umgebaute TC-16A "m" werden für rund 170 Euro angeboten.

Aktuell gab es den Parxisbereicht "1,9/132 mm AF Nikkor???" Beiden Praxisberichten gemein: Es kam die Nikon D2X/s und D2Hs zum Einsatz, die sich mit dem unmodifizierten TC-16A begnügen.

Ab Sommer die 16 Megapixel Nikon D4 mit dem TC-16A "m" und mehr Details!


Ernst Leitz Wetzlar Hektor 13,5cm 1:4,5, Baujahr 1937

19. Mai 2021, Ralf Jannke - Wissen, Sammeln, Ausprobieren

Das ist mal ein tolles Bokeh!

Aufgenommen mit einer Objektiv-/Kamerakombination, die den einen oder anderen gruseln lässt Leitz/Leica und Nikon.

Und?

Ich bin da vollkommen schmerzfrei. Der wahre Leica-Sammler fasst ein Exemplar des „Ernst Leitz Wetzlar Hektor f=13.5cm 1:4,5“ in diesem Zustand nicht mal mit spitzen Fingern an. Was sich im Preis niederschlug! Ich wollte/will aber wissen, was ein unvergütetes 13,5 cm Tele von 1937 heute kann. Das war nur ein erster Schuss auf die Kiefer hinter der Terrasse. Ich muss nur noch rausfinden, wie der Stativanschluss des Hektors verdreht werden kann. Ich könnte das M39-Objektiv im Adapter drehen, aber dann liegt Unendlich irgendwo auf 09.00 Uhr …

So, jetzt liegt Unendlich auf 09.00 Uhr. Das Objektiv wurde im Adapter gedreht und die Stellung fixiert. Das war auch nötig, denn ein Innenteil des Hektors, das wohl zur Entfernungsübermittlung an den Messsucher der Leica zuständig ist, ragte in den Strahlengang und vignettierte. Jetzt ist alles an seiner richtigen Position, und der Durchblick ist frei!