Der Niedergang von Nikon! Der Anfang vom Ende?

Avatar of Ralf JannkeRalf Jannke - 05. September 2026 - Wissen

Beim Durchklicken von YouTube gab es unlängst den Beitrag der Blog-Überschrift

Und?

Nach wie vor sind die Nikon Z7 und Z6 — in dieser Reihenfolge und beide gebraucht gekauft — meine beiden Hauptkameras. Mittlerweile beide 8 Jahre alt. Die Z7 besonders in meinen Ferien, wenn dort dem exzellenten Plastik Kitzoom NIKKOR Z DX 50-250mm 4,5-6,3 bevorzugt adaptiertes (Super)Weitwinkel "Altglas" diverser Hersteller an die Seite gestellt wird. Gelegentlich komplettiert durch das lichtstarke und ebenso exzellente "Plastik" Nikon NIKKOR Z DX 24mm 1:1.7. Beides DX-Objektive für den kleinen 15x23 mm APS-C Halbformatsensor, die die Z7 veranlassen automatisch auf das APS-C-/DX-Format umzuschalten, das dann immer noch knapp 20 Megapixel bietet. Völlig ausreichend für meine Fotojahrbücher und Fotokalender.

Und beide Objektive im Unterschied zu zahlreichen anderen Nikon Z Objektiven in einem bezahlbaren Preisrahmen. Ich wäre nie auf die Idee gekommen in ein 1,8/85 mm Z den weit über doppelten Preis wie in mein Viltrox 85MM F1.8 STM ED IF "Z" zu investieren. Oder ein Nikon Nikkor Z 35mm f/1,8 S Nikon Z für ca. 750 Euro zu erwerben. Das YONGNUO YN35mm F2N auf dem FTZ-Adapter ist nicht gerade eine Schönheit, aber für 105 Euro vom eBay-Profi in O-Verpackung in Neuzustand mit Rückgaberecht waren ein unschlagbares Argument.

Das DX 24er und die beiden „Fremdobjektive“ wurden HIER ausführlich. ausprobiert.

Das Yongnuo YN35mm F2N(ikon) auf der 45 Megapixel Nikon Z7

Das kann natürlich jeder halten wie er will! Aber es besteht absolut kein Grund zu Panik in Sachen Nikon. Der Markt ist voll an Gebraucht- und Neuware! Nicht zu vergessen meine zahlreichen MF-Nikkore, die fleißig weiter benutzt und adaptiert werden!

Olympus mFT DSLMs leben nach dem Abstoßen des Kamerageschäfts seitens des Mutterhauses ja auch weiter! So gehören die beiden Systemkameras Olympus OM-D E-M5 und OM-D E-M1 zu meinen Favoriten gleich nach den Z-Nikons!

Und dem laut obiger Tabelle mittlerweile auf Platz drei liegenden Hersteller Fuji?

Dem stehe ich wohlwollend gegenüber! Von den einst mehreren XT-Gehäusen und besseren Objektiven ist zwar keins mehr vorhanden, aber eine Fuji X-E1 und X-E2 werden häufig benutzt. Wobei ich nur zwei „Plastik“ Original Fuji Objektive besitze. Alles andere wird adaptiert.

Nikon? Für mich kein Grund zur Panik …

 

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Was ist digicammuseum.de?

Die analoge Fotografie blickt auf eine etwa 170-jährige Geschichte zurück, seit etwa 100 Jahren sind Fotoapparate auch für Privatleute erschwinglich. Trotzdem sollte es noch Jahrzehnte dauern, bis die Fotografie zu einem Hobby für Millionen von Menschen wurde und der Fotoapparat zum selbstverständlichen Accessoire jeder Urlaubsreise.

Um so überraschender ist es zu sehen, mit welcher Geschwindigkeit die etablierte Technik in wenigen Jahren nach der Jahrtausendwende in eine Nischenexistenz zurückgedrängt wurde. Ersetzt wurde sie durch Digitalkameras. Diese haben in kürzester Zeit eine atemberaubende Evolution durchlaufen und haben ihre analogen Vorfahren weitgehend überflüssig gemacht. In fast allen Haushalten wurde die alte Spiegelreflex- oder Kompaktkamera durch ein digitales Modell ersetzt.

Während die meisten analogen Kameras viele Jahre, teilweise auch Jahrzehnte lang genutzt wurden, landen die meisten Digitalknipsen nach drei bis vier Jahren in der Schublade und müssen einem leistungsfähigeren Modell weichen. Die technischen Fortschritte werden jedoch immer kleiner. Digitalkameras haben einen Stand erreicht, der keine drastischen Verbesserungen mehr zulässt. Der Boom fand seinen Höhepunkt um die Jahre 2008-2010 und hat seither deutlich nachgelassen.

Das ist auch schon rein äußerlich zu erkennen: In den ersten Jahren war bei den Herstellern von Digitalkameras der Wille zu beobachten, die neue Technik auch für Innovationen in Design, Bedienung und Funktionalität zu nutzen. Inzwischen ist diese Phase weitgehend vorbei und die Hersteller haben zu den aus analoger Zeit bekannten Kameratypen zurückgefunden: Kompaktkameras auf der einen und Systemkameras auf der anderen Seite.

Die in Smartphones eingebauten Kameras sind inzwischen jedoch so gut, dass sie Kompaktkameras die Existenzberechtigung geraubt haben. Wozu ein separates Gerät kaufen, wenn man vergleichbare Bilder auch mit dem Handy hinbekommt, das man zudem immer in der Tasche hat?

Es entsteht so im Moment die paradoxe Situation, dass so viel fotografiert wird, wie noch nie in der Geschichte - und gleichzeitig immer weniger "richtige" Kameras verkauft werden. Mag sein, dass die Ära der Fotoapparate für jedermann zu Ende geht und bald nur noch Hobbyfotografen und Profis als Kamerakäufer übrig bleiben. Deswegen ist nicht zu früh, die "wilden Jahre" der Digitalkamera-Entwicklung zu dokumentieren.

Diese Homepage war anfangs vor allem als virtuelles Museum meiner Kamerasammlung gedacht. Inzwischen ist daraus ein Projekt geworden, bei dem ein wachsender Kreis von Autoren tolle Beiträge zur Digitalkamera-Geschichte beisteuert. Den weitaus größten Anteil daran hat Ralf Jannke, der mit seinen Praxisbeiträgen die verschiedensten Themen detailliert behandelt und großartig bebildert. Was sich allerdings nicht geändert hat: Die Homepage ist ein reines Hobby- und Spaßprojekt. Wir freuen uns über den Austausch mit anderen Sammlern und Fotobegeisterten. Es gibt keine Werbung und wir sind auch keine bezahlten Influencer. Falls Sie allerdings noch eine spannene Kamera herumliegen haben, die Sie nicht mehr brauchen - wir sind immer auf der Suche nach weiteren Exponaten.

Boris Jakubaschk

Das virtuelle Digicammuseum gibt es jetzt auch als reales Museum

Meine Sammelei hatte eigentlich schon immer das Ziel, meine Geräte eines Tages nicht nur auf dieser Homepage zeigen zu können, sondern auch live in einem richtigen Museum. Mit Holger W. Müller habe ich nun einen Partner, der meine Leidenschaft für die Technikgeschichte teilt. Außerdem haben wir in Rastatt Büroräume der ehemaligen Thaleswerke gefunden, dem Hersteller der bekannten Thales-Rechenmaschinen.

Dort haben wir ein Museum eingerichtet, das Rechenmaschinen, Computer und Videospiele als Schwerpunkt hat. Digitalkameras sind ebenfalls mit einigen spannenden Exponaten vertreten. Geöffnet ist jeden Sonntag von 13 - 18 Uhr. Auf der Projekthomepage gibt es weitere Infos.

Zur Homepage des µ-Museums