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Minolta Objektiv Rarität

04. Januar 2023, Ralf Jannke - Wissen, Sammeln, Ausprobieren

Wie hatte ich im Blogbeitrag „Wie geht’s weiter?“ geschrieben: "Mich zieht es neben Abbildungsqualität auch ganz klar in die Spielecke, das Unperfekte, ja Fehlerhafte. Objektive mit besten Abbildungseigenschaften sind mehr als reichlich vorhanden, aber die mit "Charakter" — ich erwähne nur Begriffe wie "Seifenblasen"/"Bubble"- oder "Swirl(y)"-/"Verwirbel"-Bokeh — sind mein Ding."

Und was erwartbaren Charakter angeht, ist ein schöner Fisch ins Netz gegangen!

Die Rede ist vom dreilinsigen MINOLTA ROKKOR-TC 1:4 f=135 mm von 1961. Also aus den ersten Tagen der japanischen Spiegelreflexkamerageschichte. Mit der SR-2 hatte Minolta 1958 noch vor der legendären Nikon F (1959) ihren Auftritt!

Artaphot.ch schreibt zum MINOLTA ROKKOR-TC 1:4 f=135 mm: "Das Minolta 4/135 mm von 1961 ist eine klassische Triplett-Konstruktion, die aber bereits hochbrechende Gläser enthält und die deshalb eine durchaus befriedigende Abbildungsleistung zeigt. Sie reicht allerdings nicht ganz an die Zeiss'schen Sonnare mit denselben Eckdaten heran. Das 4/135 mm ist kein Tele-Objektiv, sondern ein langbrennweitiges "Normal"-Objektiv; es hat weder eine Springblende noch eine eingebaute Sonnenblende. Erwähnenswert ist die Vorwahl-Blende dennoch, denn sie ist aus sage und schreibe zwölf Elementen zusammengesetzt; damit ist auch stark abgeblendet eine praktisch kreisrunde Form gewährleistet, und das Bokeh ist entsprechend schön.

Am 24 MP Vollformat charakterisieren zwei Beobachtungen das Minolta Rokkor 4/135 mm:

  • Erstens hat das Objektiv eine beträchtliche Bildfeldwölbung, so dass die Bildecken erst bei f11 wirklich scharf werden
  • Zweitens - und für mich wirklich überraschend! - ist die Optik praktisch auf dem Level eines APO-Objektivs, was die Farbfehler angeht: Keine Farbsäume (eher weniger als das Minolta AF APO 2.8/200 mm) und diesbezüglich bei f11 weit besser als das vielgerühmte vierlinsige MC/MD 2.8/135 mm!

Vergleich und Test des 135ers an spiegellosen 16MP APS-C Kameras

Soweit Artaphot

Wir werden sehen! Das 135er wird auf die 24 MP Vollformat Nikon Z6 adaptiert

Es gab von Nikon übrigens ein vergleichbares Tele allerdings etwas kürzerer Brennweite, das Nippon Kogaku Japan NIKKOR-T 1:4 f=10,5 cm von 1960. Für die Nikon Messsucherkamerareihe und die 1959 vorgestellte Nikon F. Ebenfalls aus nur drei Linsen aufgebaut. Was allerdings äußerst selten auftaucht und dann zu entsprechenden Kosten. Aktuell gibt es bei eBay zwei Exemplare für 490 (F-Bajonett) und 1199 Euro (Nikon Rangefinder-Bajonett) Das MINOLTA ROKKOR-TC 1:4 f=135 mm wird für Größenordnung 80 Euro offeriert. Die Gegenlichtblende ist für rund 40 Euro in Australien zu haben … Da war mein Exemplar für 26 Euro inkl. Versand glatt ein Schnäppchen ;-)

Praxisbericht 2023


Wie geht's weiter?

31. Dezember 2022, Ralf Jannke - Wissen, Sammeln, Ausprobieren

In 2022 lag der Schwerpunkt ja unverkennbar oder eher notgedrungen auf "Altglas"

Gemeint sind bis zu Jahrzehnte-alte Objektive aus der langen Analogzeit der Fotografie auf Film, adaptiert auf moderne Systemkameras, bevorzugt die ohne Spiegel — DSLMs.

Während eine gigantische Anzahl Analog-Kameras ein trauriges Vitrinen-Restdasein fristen, sind und bleiben die dazugehörigen Objektive immer aktuell, ja fast ewig jung. Es geht bei deren Einsatz gar nicht mal um beste Abbildungsqualität — es gibt uraltes Spitzenglas —, interessanter sind der Abbildungs-Charakter, der Charme alter Objektive. Durch die fehlende Übertragung jeglicher Daten mangels Chips in den Objektiven an den Kameracomputer kann kaum etwas schöngerechnet werden. Vignettierung bleibt Vignettierung, Randunschärfen und andere Abbildungsfehler bleiben unkorrigiert. Wie weit man da hinterher mit der Bildbearbeitung eingreift, ist sicher auch persönlicher Geschmack.

Wobei ich den Verdacht nie ganz loswerde, dass moderne Systemkameras mit Hilfe Künstlicher Intelligenz, Artificial Intelligence — KI/AI — doch eine gewisse Autokorrektur des unbekannten Objektivs versuchen. Sicher nicht unmöglich, dass die Kamera erkennt, dass Bildränder deutlich dunkler sind als die Bildmitte und versucht die Vignettierung rauszurechnen. Auch dürfte die Belichtung aus ISO-Zahl und Verschlusszeit Rückschlüsse auf die eingestellte Blende oder gar Lichtstärke des Objektivs ermöglichen.

Egal: Christian Zahn hat seinen umfangreichen Objektivpark komplett auf spiegellosen Kameras mit 13 x 17 mm microFourThirds-, 15 x 23 mm APS-C- und 24 x 36 mm Vollformat-Kameras durchgetestet. Wobei er für seine fotografischen Zwecke auf Schärfe bis in die Bildecke besteht.

Mich zieht es neben Abbildungsqualität auch ganz klar in die Spielecke, das Unperfekte, ja Fehlerhafte. Objektive mit besten Abbildungseigenschaften sind mehr als reichlich vorhanden, aber die mit "Charakter" — ich erwähne nur Begriffe wie "Seifenblasen"/"Bubble"- oder "Swirl(y)"-/"Verwirbel"-Bokeh — sind mein Ding. Siehe oben!

2015 habe ich begonnen alte Digitalkameras beliebiger Hersteller und Machart zu sammeln

2023 geht es dann ins achte Jahr, und es hat sich ziemlich "ausgesammelt". Es kommt so gut wie nichts mehr nach – dachte ich. Um zum Jahresende 2022 freudig überrascht zu werden. Mehr dazu am Ende dieses Blogbeitrags. 

Die erste in ca. 1000 Exemplaren gebaute DSLR der Welt, die Kodak DCS100 ist vollkommen illusorisch. Unweit meines Wohnorts wurde ein Exemplar für 1500 Euro offeriert, das ich NICHT gekauft habe! In UK hat ein Glückspilz eine komplette DCS100 für Größenordnung 350 Euro ersteigert … Da wäre ich auch dabeigewesen. Hätte ich den zum Betrieb der DCS100 benötigen Uralt Apple Macintosh Rechner, der auch zur Inbetriebnahme der Nachfolge-Kodak DCS200 zwingend notwendig war! Sigma DP Kameras mit fest eingebauten Objektiven und dem besonderen Foveon-Sensor dürfen für die ausgerufenen Preise dort bleiben, von wo sie angeboten werden. Beides "fehlende" Kameras in der Sammlung, die mir keine schlaflosen Nächte bereiten ;-)

Zusammen mit den erwähnten, zahlreichen Manuell-Fokus-Objektiven stand natürlich auch die spiegellose Systemkamera 2022 im Rampenlicht. An diesen Kameras wird sich 2023 auch wenig ändern. Aber Modelle wie die 15 x 23 mm 16 MP APS-C Sensor Fuji X-E1/2 und besonders auch die 16 MP Olympus OM-D E-M5 mit 13 x 17 mm microFourThirds Sensor werden neben den Platzhirschen Nikon Z50 (20 MP Halbformat) und Z6 (24 MP Vollformat) öfter zum Einsatz kommen.  Und der "wiederentdeckte" Exot, die kleinste DSLM der Welt, die 12 MP Pentax Q mit ihrem winzigen 4,6 x 6,2 mm CMOS-Sensor und Cropfaktor 5.6. Was Olympus angeht, ist für 2023, aber gaaaaanz langfristig noch eine OM-D E-M1 geplant. Mich interessiert, wie viel besser die OM-D E-M1 mit ihrem  zusätzlichen Phasendeketions-Autofokus mit adaptierten FourThirds-Objektiven aus Olympus' DSLR-Zeit klarkommt.

2023 soll aber auch wieder ein bisschen DSLR-Jahr werden ;-)

Angefangen hat es ja bereits im Herbst 2022 mit der großartigen 12 Megapixel Halbformat Nikon D2x. So wieder auf den Geschmack gekommen, habe ich meine 10 MP Halbformat Pentax K200D wieder entdeckt – und verloren. Siehe weiter unten. Die mich nach den Praxisbeiträgen aus dem Herbst 2022

in 2023 nicht mehr begleiten wird. Ersatz ist für die defekte K200D ist bereits an Bord! Eine 12 Megapixel Pentax K-x! Zum Jahreswechsel geht für unterwegs geht eine 20 MP Halbformat Sony SLT-A58 mit. Ganz bewusst nur mit zwei Autofokus-Festbrennweiten aus glorreichen Minolta-Zeiten bestückt, einem 2,8/24 mm und 1,7/50 mm. Warten tut auch die 10 Euro 10 MP Halbformat Flohmarkt Nikon D3000.

Viel zu sehr in Vergessenheit geraten, ist die wunderbare 5 MP FourThirds Olympus E1 und noch mehr die 7,5 MP FourThirds DSLR Panasonic Lumix DMC-L1. Denen ich "gefahrlos" aus Bequemlichkeit dann das 18-180 mm Olympus Zoom vorsetzen kann, das mit den 16 MP der spiegellosen Olympus OM-D E-M10 überfordert war. Oder noch lieber das "schicke" 2,8/25 mm Olympus Pancake ...

Über vier lange Jahre habe ich die Panasonic Lumix DMC-L1 nicht mehr benutzt! Das ändert sich 2023. Und nicht zu vergessen die exotische Sigma SD-10 mit ihrem Foveon-Dreischichtsensor und die Experimente mit C-Mount Filmkamera-/Fernsehkamera-Objektiven auf meinen spiegellosen Systemkameras und die beiden vorhandenen Pentax 110 Objektive auf der Pentax Q! Und neben dem Standard ZOOM 2,8-4,5/5-15 mm (28-84 mm @KB) zur Pentax Q noch die beiden Exoten Fish-Eye 5,6/3,2 mm (18 mm @KB) und Toy Lens Tele 8/18 mm (100 mm @KB).

Also langweilig wird es in 2023 sicher nicht. Nur Digitalkameras werden in Zukunft aller Voraussicht nach nur noch handabgezählt dazukommen. Erstaunlicherweise legte der Dezember 2022 einen regelrechten Endspurt hin! Er war extrem "ertragreich", was historische Kameras angeht! Zur großartigen Minolta Dimage EX II Wide und der Fuji FinePix BIGJOB HD-3 gesellte sich zum Schluss noch die hochinteressante Sharp VN-EZ1 mpeg4 von 1999! Alles Stoff für 2023!

Und Themen wie dieses hier

Hat so verpackt die Nacht mit ab 02.00 Uhr (Vorhersage) reichlich Regen schadlos überstanden! Meine Fuji X-E2 samt Fisheye.

Wofür? Für ein lautloses und umweltfreundliches Sternen-Feuerwerk!

Bleibt zum Jahreswechsel nur noch einen Guten Rutsch und ein erfolgreiches, gesundes neues Jahr 2023 zu wünschen

Boris Jakubaschk, Ralf Jannke, Christian Zahn

PS.: Daten zur Startrail-/Sternenspuren-Aufnahmetechnik hier …

 


Sharp VN-EZ1 mpeg4

26. Dezember 2022, Ralf Jannke - Wissen, Sammeln, Ausprobieren

Diese ganz frühe Video-/Digitalkamera von 1999 ist in Digitalkamera.de nicht zu finden. Nachdem ich sie in eBay nur markiert hatte — offensichtlich als Einziger — ging der Anbieter im Preis auf 29,50 runter. Immer noch viel für letztlich Elektronik-Schrott, aber immerhin ein sehr rarer Schrott ;-)

In Digitalkamera.de wird erst ein Nachfolger von 2001 gelistet, die Sharp VN-EZ5. Was nichts macht, denn das VN-EZ1 Manual ist hier zu finden und runterzuladen.

Was nach einem kurzen, ersten Studium zeigte, dass die VN-EZ1 auf Smartmediakarten speichert! Die sind in verschiedenen Speicher-Volumina im Bestand. Mal sehen, was sie akzeptiert: 4, 8, 16, 32, 64, 128 MB. Vermutlich eher die kleineren Karten … Wenn die Sharp noch lebt, wird es Bilder geben! Im Unterscheid zur SHARP LCD DIGITAL STILL CAMERA VE-LC1S. Wo trotz funktionierender Kamera nicht an die Fotos zu kommen war. Kein serielles Kabel fürs uralte Windows 2000 Laptop funktionierte, von der fehlenden Software ganz zu schweigen …

Boris hat die vom Konzept vergleichbare Hitachi MP-EG1A von 1997 hier vorgestellt. Die zusammen mit der Sharp VN-EZ1 mpeg4 in diesem Youtube-Video: „The first thing that ever used MPEG4“ ausführlich gewürdigt wird.

Die Sharp VN-EZ1 mpeg4 (1999) war/ist Sharp wohl so wichtig, dass sich auf dieser Seite 23 Jahre nach der Vorstellung jede Menge Informationen und runterladbare (!) Beispiele finden! Zwar eine Beleidigung für Augen und Ohren, aber eben historisch! Die *.asf Dateien werden vom VLC-Mediaplayer als sichtbare Videos mit Ton angezeigt. Ein Beispiel aus den VLC-Mediaplayer Videos "gezogen". Da es nur winzige 320 x 240 Pixel groß ist, wurde das Bildchen per Topaz Gigapixel auf 1280 x 960 Pixel vergrößert, damit man was erkennt. Auf Monitoren mit 640 x 480 Pixel sahen die 320 x 240 Pixel Videos natürlich nicht so grauenhaft aus, wie auf einem aktuellen 2K, 4K oder gar 5K Monitor … Der Nachfolger VN-EZ5 bot zwar auch nur 320 x 240 Pixel Viedeos, aber 1280 x 960 Pixel Fotoauflösung. Ich bin gespannt, ob die VN-EZ1 640 x 480 Pixel Stills liefern kann, wenn sie denn noch funktioniert … Soviel vorweg: Die Konvertierung eines Beispielvideos ist bis auf den "krächzenden" Ton gelungen!

Mehr zur Sharp VN-EZ1 in 2023!

 


Der Weihnachtsmann kommt ;-)

20. Dezember 2022, Ralf Jannke - Wissen, Sammeln, Ausprobieren

VOIGTLÄNDER ZOOMAR 1:2.8 f=36…82mm

Dreieinhalb Jahre ist es jetzt her, als es den Beitrag mit dem etwas merkwürdigen Titel: "Aus der Altpapiersammlung" gab. Inhalt des Beitrags die Geschichte und Entwicklung des Zoomobjektivs im Schnelldurchgang. Illustriert mit alten Werbungen, die den typischen Keller-/Dachboden-Altpapiergeruch verströmten ;-)

Star der Geschichte das 1959 präsentierte und lichtstarke Voigtländer Zoomar 2,8/36-82, das schließich 1962 auf den Markt kam. Mit Anschluss für die Voigtländer Bessamatic und Ultramatic und einer Variante für die Exakta. Entwickelt hat das Zoom der gebürtige Österreicher Dr. Frank Gerhard Back, der 1939 vor den Nationalsozialisten fliehen musste und in die USA emigrierte. Dort entwickelte er Zoom-Objektive für Fernsehkameras und 1959 schließlich das erste Zoomobjektiv der Welt für eine Kleinbildspiegelreflexkamera. Gefertigt wurden die Objektive in Braunschweig. Als Voigtländer-Zoomar 1:2,8/36-82 mm kamen die Zooms Anfang der 1960er-Jahre in den Handel. Die komplette Geschichte hier: "Hintergrund: Das Zoom und seine Herkunft".

Soweit so interessant aber …

Der Beitrag zur Geschichte des Zoomobjektivs endete mit der Aussage: "Mit einem Voigtländer Zoomar kann ich nicht dienen. Von Anmutung, Abmessungen und Gewicht kann ich aber etwas Ähnliches bieten: Das von 1975 bis 1981 produzierte Vivitar Series I 35-85MM 1:2.8"

Dem Vivitar hatten wir zwei Praxisberichte gewidmet:

Das "Vivitar Series I 35-85MM 1:2.8 AUTO VARIABLE FOCUSING", so der volle Name, ist bei Offenblende ein begnadeter, traumhafter Weichzeichner. Ab Blende f/4 lässt der Weichzeichnungs-Effekt stark nach, und ab f/5,6 ist das 35-85 ein scharfzeichnender "Langweiler" ;-) Das ist die Messlatte fürs Voigtländer Zoomar … 

Denn mit viel Geduld und langem Warten werde ich Weihnachten glücklicher Besitzer und Anwender (!) des esten Kleinbildzoomobjektivs der Welt sein und ausführlich darüber berichten! 

Dabei wird mich interessieren, wie weit das erste, rund 60 Jahre alte Weitwinkel-/Telezoom in der Geschichte der Kleinbildfotografie in die Knie geht, wenn es die 24 Millionen Bildpunkte des 24 x 36 mm großen Vollformatsensors der spiegellosen Nikon Z6 "versorgen" muss. Wobei das Ergebnis für mich völlig nebensächlich sein wird, denn die Freude am ersten Kleinbildzoom der Welt, die Freude an der Uralt-Technik macht alles wett!

Eine großartige Beschäftigung für die Feiertage "zwischen den Jahren"!


Fuji FinePix BIGJOB HD-3

19. Dezember 2022, Ralf Jannke - Wissen, Sammeln, Ausprobieren

War die großartige Minolta Dimage EX noch nicht genug für 2022?

Als hätte sich die Seuche auch auf das Angebot für eine Sammlung interessanter Digitalkameras ausgeweitet, gab es gefühlsmäßig in den letzten zwei Jahren sehr wenig interessante alte (!) Digitalkameras. Gemeint ist damit Vorstellungsjahr vor 2010 und noch mehr die Anfangsjahre 1995-2000. Um das dann in den letzten Wochen des Jahres 2022 Versäumtes aufzuholen ;-) Für vertretbare 33 Euro wurde noch eine Fuji FinePix BIGJOB HD-3W aus dem Vorstellungsjahr 2007 in die Sammlung aufgenommen.

Was ist so besonders an dieser Fuji?

Sie kann das, wie hier die Ricoh Caplio 500G wide: Baden gehen ;-)

Dazu gehen wir vier Jahre zurück in den Sommer 2018. Dort gab es den Praxisbericht: "Spritzwassergeschützte Digitalkameras" Darunter auch die Ricoh Caplio 500G wide von 2006: "Die Caplio 500G wide ist nach japanischer Industrienorm JIS Schutzgrad 7 „water-resistant“. Übersetzt bedeutet das wasserabstoßend, wasserbeständig oder wasserfest. Neben einem auszuhaltenden Regenguss soll eine verdreckte Caplio G500 wide auch unter dem Wasserhahn abzuwaschen sein und in einer Wassertiefe von 1 m 30 Minuten dicht bleiben. Die Ricoh kann nach JIS Schutzgrad 6 gefahrlos in staubigen und sandigen Umgebungen eingesetzt werden. Die Caplio 500G wide soll laut Testprozedur MIL-STD-810F des US-Verteidigungsministeriums den Fall aus 1 m Höhe überstehen. Durch die großen Bedienungselemente kann die Kamera auch mit Handschuhen problemlos  eingestellt werden."

Diese Beschreibung lässt sich 1:1 auf die Fuji FinePix BIGJOB HD-3W übertragen

Photoscala.de textete November 2007: "Für japanische Baustellen: Fujifilm FinePix BIGJOB HD-3W"

Und weiter: "Sein Angebot an staub- und wasserdichten Digitalkameras ergänzt Fujifilm mit der FinePix BIGJOB HD-3W (6 Megapixel). (…) Leider soll die HD-3W, wie Fujifilm Europe bestätigte, nicht auf den europäischen Markt kommen. Das war schon bei den Vorgängern wie der Drei-Megapixel-Bigjob HD1 der Fall, auch Mitbewerber Konica-Minolta brachte seine wasserfesten DG-4W und DG-5W in der Vergangenheit nicht hierzulande auf den Markt. Alternativen gibt es beispielsweise mit der Pentax Optio W20 oder der Ricoh Caplio 500G Wide.

Und heute? Ja, wieder das "böse" Smartphone oder Tablet. Für beide gibt es Schutzhüllen, die Unterwasser-dicht sind, die so gepolstert, verstärkt sind, dass das Ganze auch mal runterfallen darf. Das Smartphone bietet Super-/Weitwinkel und von der Baustelle können Fotos von Fortschritt oder Problemen sofort an die Bauleitung oder den Architekten gemailt werden. Kameras wie die Fuji FinePix BIGJOB HD-3W sind lange überflüssig geworden :-(

Natürlich gibt es 2023 einen kleinen Praxisbericht über die FinePix BIGJOB HD-3W mit dem interessanten 3,3-4/28-84 mm Zoom


Der wahre Digitalkamera-Volltreffer des Jahres 2022 UPDATE

15. Dezember 2022, Ralf Jannke - Wissen, Sammeln, Ausprobieren

Die erste spiegellose Systemkamera der Welt – 1999

2022 eine einwandfrei funktionierende Digital-Profi-Spiegelreflexkamra Nikon D2x für 70 Euro war schon ein "Knaller". Der aber dann, als es aufs Jahresende 2022 zuging, nochmal getopppt wurde.

Es geht um das Thema Raritäten – Und weit zurück in meine Sammelgeschichte

Darin enthalten die Textpassage: "Kein Witz, wenn man die mittlerweile für spiegellose Systemkameras akzeptierte Bezeichnung Digital Single Lens Mirrorless - etwa Digitale Einzel Objektiv (im Sinne Wechselobjektiv) spiegellose (Kamera) - auf die Minolta Dimâge EX anwendet. Die Kamera zeichnet digital auf, hat Wechselobjektive und KEINEN Spiegel.

OK, es ist ein bisschen übertrieben, weil sich die Zahl der "Wechselobjektive" auf zwei beschränkt. Genau genommen zwei komplette Objektiv-/Sensoreinheiten. Eine Einheit mit einem lichtstarken und festbrennweitigen - auf Kleinbild umgerechneten - 1,9/28 mm Weitwinkelobjektiv und eine Einheit, bestückt mit einem 3,5-5,6/7-21 mm (38-115 mm @KB) 3-fach Zoom. Das Prinzip ist nicht neu, bereits die Minolta Ur-Dimâge V von 1996 hat eine abnehmbare und auf Wunsch per Kabel mit dem Restgehäuse zu verbindende Objektiv-/Sensoreinheit, aber in diesem Fall nur eine Einheit.

Januar 2018 konnte die Minolta Dimage EX um ein entscheidendes Teil erweitert werden, zusammengefasst im Beitrag: "Minolta Dimâge EX: Die Kamera, die sich selbst fotografiert…"

Aber wirklich komplett war die Dimage EX damit immer noch nicht, denn es fehlte etwas Entscheidendes

Die wenigen in 2022 registrierten Minolta Dimage EX Angebote kamen in Standardausführung mit dem 3,5-5,6/7-21 mm (38-115 mm @KB) 3-fach Zoom. Ich kann mich an kein Angebot erinnern, wo eine EX mit dem lichtstarken und festbrennweitigen - auf Kleinbild umgerechneten - 1,9/28 mm Weitwinkelobjektiv angeboten wurde. Wobei ich in den letzten zwei Jahren auch nicht danach gesucht habe. Und die Preise vor 2020 für eine Weitwinkel Dimage EX waren so abartig, dass ich bei aller Sammelleidenschaft verzichtet habe …

Zum Jahresende 2022 war dann aber es soweit. Inklusive Porto ging für 30 Euro  eine Minolta Dimage EX mit BEIDEN Objektiv-/Sensoreinheiten in meine Sammlung.

Was dann in einem Praxisbericht gebührend "gefeiert" wird!

Funktionskontrolle

BESTANDEN!

Akkus eingelegt, angeschaltet, Betriebssystem Digita fährt hoch. Zwei "Spitzenfotos" ;-)) aufnehmen, Akku leer, reicht. Mehr und "anständige" Fotos in 2023!

Eben noch mal nachgeschaut: Aktuell sind bei eBay fünf Minolta Dimage EX im Angebot. Von 20 bis haarsträubenden 585 Euro. Aber immer nur mit dem 7-21 mm Zoom …

In der Dimage EX steckte noch eine "Original" MINOLTA CompactFlash(TM)Card RM-8C mit sagenhaften 8 M(ega)B(yte) Speichervolumen. Gefüllt mit belanglosen Bildchen, die ich gleich gelöscht habe. Interessant die JPEG-Qualitätseinstellungen: Bei Econ(omy) hat das 1.344 x 1.008 Pixel Bildchen 138 KB, bei Super-Fine 1,4 MB. Was bei Super-Fine dann eine sehr schonende Komprimierung von nur 2,8:1 bedeutet. Dann passen auf die ebenfalls beiligende 128 MB CompactFlash rund 70 Fotos. Damit werde ich 2023 losziehen …  

Der Vollständigkeit halber noch eine noch rarere ;-) Minolta EX-Rarität

Ich kann nicht sagen kann, ob diese Spezialität je in den Verkauf gelangte. Die Rede ist von der Minolta 3D 1500, die 3D Fotos aufnehmen konnte.


Ich habe mal wieder Lust auf Sony ;-)

12. Dezember 2022, Ralf Jannke - Wissen, Sammeln, Ausprobieren

Hielt bis vor Kurzem die Stellung fürs verschwindende Minolta-/Sony DSLR A-Bajonett, die sehr interessante Sony (D)SLT Alpha (a) 33

Dazu gesellt sich jetzt die mit 20 Megapixel höher auflösende Sony (Alpha) a58 oder SLT-A58, die 2013 vorgestellt wurde.

Als DSLT sind die 2010 vorgestellte Sony Alpha SLT-a 33, die SLT-A58 von 2013 und weitere Sony SLT-Modelle so etwas wie das Bindeglied zwischen DSLR und DSLM

Unser Mitautor Christian Zahn hat die Sony Alpha SLT-A 33 von 2010 ebenfalls vorgestellt und dazu die 24 MP Sony SLT alpha 65V von 2011. In den Alpha SLT-Modellen sind die Spiegel noch vorhanden, sie sind aber starr und teildurchlässig, transluzent. Was auch die Bezeichnung der Kamera erklärt! (D)SLT steht für (Digital)SingleLensTranslucent.

Die SLT-Sonys bieten Liveview, was so noch nichts besonderes ist. Wird eine entsprechende DSLR in den Liveview-Modus geschaltet, klappt der Spiegel hoch und der rückseitige Monitor wird zum Sucher. Die Benutzung des SLR-Suchers ist dann aber nicht mehr möglich. Nicht so bei der SLT-A33/A58. Sie haben hochauflösende E-Sucher (EVF), die unter anderem den Bildausschnitt zu 100 Prozent zeigen. Und die SLTs haben im permanenten Liveview-Modus der Kamera auch die für bewegte Motive deutlich bessere Phasendetektion des Autofokus'. DSLRs mit Liveview bieten bei hochgeklapptem Spiegel dann nur den für unbewegte Motive zwar hochgenauen Kontrast-Autofokus, dem bei mobilen Motiven aber sehr schnell die Luft ausgeht.

Zur Sony (Alpha) a58 oder SLT-A58

Sie wurde mit einem nicht unerheblichen, aber in der Annonce nicht verschwiegenen Fehler — der Sensor-Shift ist defekt — für 68 Euro angeboten. Vom Profianbieter mit Rückgaberecht! Vom Privatanbieter würde ich so nie kaufen! Mehr über die SLT-A58 über die Feiertage und im neuen Jahr!

Als unlängst für 69 Euro eine leicht ramponierte MINOLTA AF LENS 24mm 1:2.8 vom Profi-Anbieter mit Rückgaberecht offeriert wurde, habe ich gekauft. Sony SLT-A58, das 24er und das bewährte MINOLTA AF LENS 50mm 1:1.7 gehen als gewollt puristische und kompakte Mini-Ausrüstung für unterwegs/die Anreise und zwischendurch mit auf die alljährlichen Weihnachtsferien in den Norden.

Kamera-/Objektivkontrolle des 24 mm Weitwinkels auf der SLT-A33

Die beiden Bilder der ersten Reihe sind "komplett" auf 1.500 x 1.000 Pixel verkleinert. Der beiden anderen sind 1:1 Ausschnitte in 1.500 x 1.000 Pixel. Blende f/5,6 bis f/7,1.

Und jetzt das Ganze auf den 20 Megapixels der SLT-A58, hier 1500 x 1000 Pixel

1:1 Crops aus den 20 MP Formatecken

Zum 24er schreibt artaphot: "Das 2.8/24 mm ist durch sein niedriges Gewicht, die unscheinbare Grösse und die hohe Detailauflösung als Reise-Objektiv prädestiniert. Die Optik blickt auf einen illustren Vorgänger, das Minolta MC 2.8/24 mm, zurück. Dessen Leistung wird allgemein gerühmt; das MC 2.8/24mm wurde von Minolta auch für Leitz als Elmarit-R 2.8/24 mm hergestellt. Das Minolta-AF-Objektiv ist optisch anders aufgebaut als sein Vorgänger, erreicht aber in etwa dieselbe Leistung.Die Detailauflösung liegt bei grossen Blendenöffnungen eine Spur unter derjenigen des AF 2.8/20 mm; bei f11 erreicht es allerdings bis in die äussersten Ecken des 24 MP-Vollformat-Sensors eine perfekte Schärfe. Auch hier ist wieder die Festbrennweite leicht besser als das Zeiss ZA 2.8/16–35 mm oder das ZA 2.8/24–70 mm. Nur das Minolta 2.8–4/17–35 mm, das bei 24 mm seinen Leistungspeak hat, kann mit dem AF2.8/24 mm gleichziehen."

Na ja, Papier ist geduldig, aber es scheint ein exzellentes Weitwinkel zu sein ;-) Nicht nur aus diesem Grund habe ich noch eine Gegenlichtblende und den Adapter Minolta/Sony A-/Nikon Z geordert. Das 24er und später das 50er sollen unbedingt auch auf die 24 Megapixel Vollformat Nikon Z6! Jetzt erstmal "nur" als gemäßigtes 36 mm Weitwinkel und das 50er als 75 "Tele" auf der Crop 1,5 Halbformat Sony SLT-A58.

Test von Sony SLT-A58 und 24er: BESTANDEN — voll reisetauglich ;-)

Ausführlicher Praxisbericht um und nach dem Jahreswechsel


Olympus SP-565 UZ

10. Dezember 2022, Ralf Jannke - Wissen, Sammeln, Ausprobieren

Wie hatte ich schon öfter sinngemäß geschrieben: "Es hat sich ausgesammelt, es kommt nichts mehr nach …" 

Wobei es überhaupt kein Problem wäre weiter alte Digitalkameras zu kaufen, denn die eBay-Regale "biegen" sich unter der Last an nicht mehr gewollten Digitalkameras. Daran wird sich aber auch 2023 kaum etwas ändern, wenn sich die Preise nicht deutlich nach unten bewegen. Die historischen Digitalkamera-Raritäten vor 2000 sind jedenfalls fast vollständig verschwunden. Aber wenn etwas Besonderes auftaucht, was auch jünger sein darf, und der Preis stimmt, investiere ich.

Dieser Blogbetrag war keinen Tag alt, da wurde erfolgreich und zu einem absolut realistischen Preis auf eine echte Digitalkamera-Rarität von 1999 geboten. Mehr wird an dieser Stelle nicht verraten ;-)

Über die Besonderheit dieses Beitrags kann man vielleicht streiten, aber tatsächlich schließt sich mit dem Kauf der 10 Megapixel Olympus SP-565 UZ aus dem Vorstellungsjahr 2008 wieder ein kleiner Kreis. Denn ich hatte nur kurzzeitig — warum auch immer — eine Olympus SP aus der 5xx UZ Reihe. Es könnte die 7 Megapixel SP-550 UZ aus dem Vorstellungsjahr 2007 gewesen sein. Die ich vermutlich schnell wieder abgegeben hatte, weil seinerzeit in eine wichtigere Digitalkamera investiert werden musste ;-) Ich finde von dieser Olympus im Gegensatz zu all meinen anderen früheren Digitalkameras aber keine einzige Spur mehr!

Christian Zahn hat zum 2005 vorgestellten 6 Megapixel-Vorgänger SP-500 UZ einen Praxisbericht geschrieben, und Boris Jakubaschk hat mit der SP-550 UZ einen weiteren, 2007 vorgestellten Vorgänger in seiner Sammlung und die Kamera hier vorgestellt.

Die SP-565 UZ passt prima in meine Sammlung! Sie kam zusammen mit  der von der Abbildungsleistung sehr guten Fuji FinePix A900, die ich schon habe und zwei unsäglichen Analog Billigplastik-AGFAs für 20 Euro ins Haus. Die AGFAs gehen umgehend in die Abfallgitterbox der örtlichen Müllsammelstelle. Für die Fuji habe ich schon einen Abnehmer. Jetzt muss die Olympus nur noch funktionieren, was nach Einlegen der Akkus schnell feststellbar ist.

Was heute meine Schwester nach WhatsApp-Konferenz gemacht hat. Ergebnis: Es waren noch Batterien drin – nichts ausgelaufen und eine 1GB xD-Speicherkarte. Eingeschaltet, LÄUFT! Wieder ein typisches Smartphone-"Opfer". Zuviel Knöpchen, Schalterchen usw.

Natürlich gibt es einen Praxisbericht zur Olympus SP-565 UZ …


Wer hat's gebaut?

03. Dezember 2022, Ralf Jannke - Wissen, Sammeln, Ausprobieren

PORST EXTREM-WW 1:2.5/24mm

Ja, wer hat's gebaut?

Das gezeigte Soligor hat die gleiche Lichtstärke/Brennweite, aber ein anderes Filtergewinde. Abgesehen davon war Solior auch nur Vertreiber. Ließ zum Beispiel von SUN bauen und als Soligor labeln. Das Mitakon hilft auch nicht weiter, auch dieses Objektiv wurde vermutlich im Auftrag gebaut und gewünscht gelabelt. Oder nicht? Lesen Sie selbst:

M42LENS.com zeigt und beschreibt das PORST EXTREM-WW 1-2.5/24mm MC AUTO I

  • Brennweite: 24 mm
  • Optischer Aufbau 5 Linsen in 5 Gruppen
  • Blende: 6 Lamellen
  • Lichtstärke f/2.5, kleinste Blende f/22
  • Filtergewinde: 62 mm
  • Nahdistanz: 0,3 m
  • Gewicht unbekannt
  • Produktionstart unbekannt

Über das Weltblick 2,5/24mm habe ich nur einen Forenbeitrag gefunden: „Ich dachte das könnte eine interessante Linse sein, hinter der ein guter Hersteller (z.B. Soligor) stehen könnte. Das war ein Irrtum. Akzeptabel ist nur die Mitte, die Ränder sind total unscharf. Weltblick war eine Handelsmarke, welche hier z.B. bei Allkauf (jetzt Real) verkauft wurde.“

Altglas-Container zeigt und beschreibt das MC SOLIGOR WIDE-AUTO F:2.5 f=24mm nicht nur, es werden auch Beispielfotos gezeigt!

  • Brennweite: 24 mm
  • Optischer Aufbau 5 Linsen in 5 Gruppen
  • Blende: 6 Lamellen
  • Lichtstärke f/2.5, kleinste Blende f/22
  • Filtergewinde: 55 mm
  • Nahdistanz: 0,3 m
  • Gewicht unbekannt
  • Produktionstart 1980

Aber Mitakon?

Zweifellos existiert das AUTO MITAKON MC 1:2.5 f=24mm. Die Eingabe Mitakon in die Suchmaschine brachte aber keine wirklichen Erkenntnisse über dieses relativ lichtstarke Superweitwinkel, ob nun als Porst, Soligor oder MITAKON gelabelt.

In Wikipedia taucht der Name Mitakon erst ganz zum Schluss auf. Eine Zhongyi Optics wurde 1984 in Shenyang als Joint Venture mit einem japanischen Unternehmen gegründet, das 2004 endete. Die Zhongyi Optics Electronics Co., Ltd. ist ein chinesisches Unternehmen der optischen Industrie mit Sitz in Shenyang, Volksrepublik China. Das 1984 gegründete Unternehmen entwickelt, produziert und vertreibt unter dem Markennamen Mitakon Objektive mit Micro Four Thirds-, Sony-E-, Fujifilm-X-, Canon-EF-, Nikon-F-, Nikon-Z- und Pentax-K-Bajonettanschlüssen. Zhongyi Optics ist spezialisiert auf extrem lichtstarke Linsensysteme. Daneben ist das Unternehmen auch als OEM für andere Unternehmen tätig, indem es auf Auftrag Objektive entwickelt und/oder produziert. So werden einige der Mitakon-Objektive unter anderen Namen auch von Meyer-Optik Görlitz vertrieben.

Das Post/Mitakon passt aber irgendwie nicht richtig in dieses Raster. OEM, Auftragsfertigung? Sicher! 1984 gegründet = Produktionsjahre 1980er? Würde passen. Gezeigt werden im WWW aber nur die hochlichtstarken Zhongyi Mitakon Objektive, aber kein AUTO MITAKON MC 1:2.5 f=24mm.

Egal das PORST EXTREM-WW 1:2.5/24mm stellt eine hochwillkommene und interessante Abwechslung in meinem Altglaspark dar. 24 mm Weitwinkelbrennweite sind ja schon deutlich aufwändiger (zu fertigen). Ich bin gespannt auf die Qualität! Die in einem Praxisbericht herausgefunden werden soll.


Ganz wichtiges Update zu den Nikon Telekonvertern TC-17E II und TC-20E (I) und anderen Nikon AF-Konvertern mit F-Bajonett

28. November 2022, Ralf Jannke - Wissen, Ausprobieren, Reparieren

Die hier gezeigten und erfolgreich eingesetzten Nikon Telekonverter TC-17 E II und TC-20E (1) sind ohne Modifikation auf dem Nikon NIKKOR*ED 400mm 1:5.6, dem SIGMA 100-400mm F5-6,3 DG OS HSM (C-Contemporary) und anderen Teleobjektiven NICHT einsetzbar!

Was ich in meiner Begeisterung über das sehr gute 100-400 mm Sigma völlig vergessen hatte, das ist die notwendige Modifikation der Nikon-Telekonverter.

Worin besteht die Modifikation?

Nikon hatte das Kunststück fertiggebracht, neuen Autofokus E-Konvertern fürs F-Bajonett mit roten Kreisen in den Fotos markierte mechanische Blockaden zu verpassen, die die Verwendung dieser Konverter auf Nikon Autofokus-Objektiven mit so genannten "Stangen-Antrieb", wie dem hier gezeigten 4/300 mm AF-ED  Nikkor und anderen MF-Tele-Nikkoren unmöglich machen sollten.

Diese Schikane wird gerne als  Marketing-"Nase" bezeichnet. Eine schnelle Demontage des Stahlbajonettrings zum gefahrlosen Abschleifen dieser in den Fotos markierten Schikanen macht die neuen Konverter für fast alle (sinnvollen Tele-) Objektive einsetzbar. Im Foto mit dem 300 mm Nikkor sind die Marketing-Nasen entfernt! Ich hatte nicht die geringsten Skrupel und habe diese Nikon-Schikane rigoros weggeschliffen!

Gezeigt und beschrieben wird es im Praxisbeitrag: "Preiswerte, kompakte und brauchbare Brennweitenverlängerung: Telekonverter/Extender Teil 1"

Wenn man den Mut und die technischen Fähigkeiten nicht hat, bleibt einem der Einsatz der unmodifizierten Nikon-Telekonverter auf dem SIGMA 100-400mm F5-6,3 DG OS HSM (C-Contemporary), dem 300 mm AF-ED Nikkor, dem 400 mm AF ED Nikkor sowie weiteren Objektiven verschlossen!

Meines Wissens hat auch Sigma eigene Telekonverter im Programm, über deren Qualität und Kompatibilität auf der Kombination Nikon Z-DSLM und Adapter FTZ ich nichts sagen kann.

Unglücklicherweise kam dieser Warnhinweis für einen Anwender zu spät, der sein 100-400 mm Sigma per unmodifiziertem TC-17E II verlängern wollte, wofür ich mich an dieser Stelle nochmals entschuldige.

Die "betroffenen" Beiträge: