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30 Jahre Photoshop? 30 + x Jahre Photoshop!

19. Februar 2020, Ralf Jannke - Wissen, Ausprobieren

Hobby-Fotograf und Student Thomas Knoll, der bereits als Schüler seine Farb- und SW-Filme im Labor des Elternhauses selbst entwickelte, bearbeitete und vergrößerte und nebenbei auch auf dem Apple Macintosh Rechner des Vaters Erfahrungen sammeln konnte, wollte 1987 mit dem Thema ”Bearbeitung von digitalen Bildern” promovieren. Dabei stellte er fest, dass der eigens dafür gekaufte eigene Apple II Plus mit 64 KB RAM Arbeitsspeicher (64 Kilobyte, nicht Mega- oder Gigabyte!) keine Graustufenbilder darstellen konnte.

Also schrieb er Hilfsprogramme, die genau das ermöglichten. Das erste Pre-Beta 0.1 Photoshop-Fragment war entstanden. Zusammen mit seinem Bruder John, dem die Bildbearbeitung ”Pixar” auf einem Unix-Großrechner von seinem Job bei der ”Industrial Light and Magic” nichts fremdes war, entstand das Programm ”Display” mit ersten Bildbearbeitungsfunktionen. Als sich von John mitgebrachte Digitalfotos auf dem Mac-Monitor als zu dunkel erwiesen, zeigte sich schnell auch die Notwendigkeit einer Gammakorrekturmöglichkeit, was 1988 zum Programm ”ImagePro” führte. Oder ”Photoshop 0.5” - wenn man so will. 

Nachdem die Knoll-Brüder ImagePro einigen Interessenten erfolglos angeboten hatten, nahm BarneyScan 1989 schließlich 200 Exemplare ab, nannte das Programm ”Photoshop” und legte es als Bundle seinen Diascannern bei. Ein Photoshop Start-Icon dieser Zeit trägt noch die Version 0.87. Im gleichen Jahr stellten die Knoll-Brüder ihr Programm schließlich einem Entwicklungsteam von Adobe vor, und es kam zur Lizenzvereinbarung.

Nach 10 Monaten Entwicklungszeit wurde Adobe Photoshop 1.0 offiziell im Februar 1990 präsentiert.

Wer sich für die Anfangstage der Elektronischen Bildverarbeitung – EBV – interessiert, wird hier fündig: 

Wer hat's erfunden?

War PhotoMac 1988 wirklich die erste Bildbearbeitung der Welt für Homecomputer?

Die noch "erstere" Bildbearbeitung der Welt – Ein weiterer (Recherche-)Versuch


Zwischenruf

14. Februar 2020, Ralf Jannke - Wissen, Ausprobieren

Oktober 2019 wurde die spiegellose Nikon Z50 mit kleinem 15 x 23 mm APS-C-Sensor (Crop 1,5) vorgestellt – zum UVP von 950 Euro das Gehäuse. Ein viertel Jahr später 49 Euro dazugelegt, gibt es aktuell für 999 Euro zur Z50 den FT-Z Adapter dazu, mit dem bereits vorhandene DSLR Objektive mit im Objektiv eingebautem AF-Motor und Nikon F-Bajonett auch auf der Nikon DSLM weiterverwendet werden können.

Es geht aufs "zweite Weihnachtsfest" Ostern zu – so hätte es wohl nicht nur der Fotohandel gerne –, aber es wird anscheinend nicht genug gekauft. Anders kann ich mir die aktuell auf gleich auf drei Internetseiten geschalteten Anzeigen nicht erklären. Gemeinsam mit Nikon suchen die Betreiber je 10 Tester*Innen oder Gender-Irrsinns-gerecht "Testende", die drei Wochen lang mit der Z50 und den beiden dazugehörigen Zoomobjektiven NIKKOR Z DX 16-50 mm 1:3,5-6,3 VR und NIKKOR Z DX 50-250 mm 1:4,5-6,3 VR intensiv fotografieren sollen, um die Bilder dann zur Veröffentlichung zur Verfügung zu stellen.

Wie viele Ausprobierende sollen es denn werden? 3 mal 10 = 30 oder x mal 10 = xx, wenn noch mehr dieser Anzeigen auftauchen? Ich habe nicht weiter danach gesucht. Nach der dreiwöchigen Testphase soll dann das Los entscheiden, welche glücklichen drei Testenden die Z50 und die beiden Zooms behalten dürfen. Oder sind es pro Anzeige/Internetseite x mal drei Testende?

Ich habe mich NICHT angemeldet!

Ich probiere lieber ganz ohne Zeitdruck mal aus, was denn die spiegellose 1 Zoll Sensor Nikon 1 V1 mit einem adaptierten DX AF-S NIKKOR 55-200mm 1:4-5.6 G ED VR so produziert. Dank Cropfaktor 2,7 dann ein superstarkes 150-540 mm Telezoom!

Und die durchaus nette Nikon Z50?

Wenn es zum Sommer die Z50 plus FT-Z für 749 Euro gibt, könnten meine beiden übriggebliebenen Plastikzooms DX VR AF-S 18-55mm 1:3.5-5.6 G II und das oben schon genannte 55-200 adaptiert – vielleicht – auf eine Z50 wandern. Oder auch nicht, wenn der Umsatz weiter so massiv steigt und Hersteller wie Handel meinen die Preise „stabil“ halten zu können…

Auch nicht schlimm, denn ich dürfte nicht der Einzige sein, der nur alte Digitalkameras sammelt. Sondern immer mal eins der neueren Exponate oder gar ein noch aktuelles Modell einfach zum Fotografieren nimmt. Oder wie Millionen andere "Fotografierende" auch einfach mal gar keine Kamera nimmt, sondern das böse Smartphone...


Interessante digitale Zweitverwertung von IX-Nikkoren!

09. Februar 2020, Ralf Jannke - Wissen, Sammeln, Ausprobieren

Aufmerksame Leser werden es vielleicht schon entdeckt haben: Unter Kameras/Hersteller die neue Rubrik/Schaltfläche "Objektive"

Boris und ich haben alles an vorhandenen/eingesetzten Objektiven im digicammuseum.de katalogisiert.

Dabei wurden auch die exotischen IX-Nikkore erfasst, die mit ihrem modifizierten Nikon F-Bajonett offiziell nur auf die analogen SLRs Nikon Pronea 600i (in den USA 6i) und Pronea S passen. Beides Spiegelreflexkameras, die mit dem größten Flop der Filmherstellerindustrie, APS-Film geladen wurden. Ein Film der gegenüber dem jahrzehntelangen 35 mm Kleinbildfilm-Standard mit seiner belichtbaren Fläche von 24 x 36 mm nur 16,7 mm × 30,2 mm belichtbare Fläche aufweist und zum Schutz immer in seiner APS-Patrone bleibt. Durch die kleinere Fläche ergibt sich ein analoger Cropfaktor von 1,25. Darauf wurden die Nikon IX-Nikkore ausgelegt. Vermutlich deshalb wurde das Nikon F-Bajonett so modifiziert, dass die Objektive nur auf die Nikon Pronea-Modelle passen. Ähnlich den Canon-Objektiven mit EF-S Bajonett, die unmanipuliert auf keine Vollformat Canon DSLR mit EF-Bajonett passen.

Kodak nahm die Pronea 6i (in Europa 600i) als Basis für seine Digitalkameraspiegelreflex-Modelle DCS315 (1,5 Megapixel) und DCS330 (3 Megapixel). Nur die digitale Kodak DCS315/Pronea 6i kann IX-Nikkore direkt aufnehmen. Bei der DSC330 muss der wichtige IR-Sperrfilter aus dem Spiegelkasten montiert werden, dann lässt sich auch hier ein IX-Nikkor montieren.

Aber das war es dann auch. Wirklich?

Beim Katalogisieren des digicammuseum.de Objektivbestands wurde selbstverständlich auch experimentiert und gespielt ;-)

Um dabei festzustellen, dass es eine elegante Möglichkeit gibt, den insgesamt fünf – mehr gab es nicht – IX Zoom-Nikkoren zu einem zweiten, hochauflösenden Frühling zu verhelfen! Der zur Verwendung des exzellenten 2,8/10,5 mm AF-D DX Fisheye-Nikkors auch auf der 24/26 Megapixel Fuji X-T20/30 angeschaffte Adapter bringt die Lösung. Dieser spezielle Nikon F-/Fuji X-Adapter hat den nötigen Blendenhebel, der das Abblenden des blendenringlosen 10,5 mm Nikkors und den IX-Nikkoren ermöglicht. Bei einfachen Adaptern lässt sich ein blendenringloses Nikkor zwar montieren, es wird aber dunkel, denn die Blende schließt auf die kleinste Öffnung.

Der verwendete Nikon F-/Fuji X-Adapter hat auch den nötigen Raum für das modifizierte Nikon F IX-Bajonett, dass sich das gezeigte 3,5-5,6/24-70 mm IX-Nikkor nicht nur montieren, sondern auch betreiben lässt. Wie sinnvoll es ist ein Autofokus-Objektiv seiner Fähigkeit zu berauben automatisch zu fokussieren, lass ich mal außen vor.

Trotzdem fordert das einen Praxisbericht heraus!

Statt so gut wie nie benutzt in der Alubox zu versauern, einfach mal auszuprobieren, wie sich die mittlerweile drei vorhandenen IX Nikkore 3,5-5,6/20-60 mm, 3,5-5,6/24-70 mm und 4,5/60-180 mm auf der hochauflösenden 24/26 Megapixel Fuji X-T20/X-T30 verhalten. 

Und ich kann schon jetzt (zur Osterferienzeit) noch eine weitere Überraschung in Sachen IX-Nikkore ankündigen!


2020 – Die letzte (?) Photokina der Geschichte und mehr…

30. Januar 2020, Ralf Jannke - Wissen

69 Jahre in die Vergangenheit

Wer sagt, dass es nie eine photokina im Frühjahr gegeben hätte? 

Wobei das 1951 wohl etwas andere Vorzeichen waren. Aber die photokina Frühjahr 2020? Fuji betrachtet die photokina nur noch als lokale Messe. Und wird in Köln nicht vertreten sein. Wobei Fuji nicht abgesagt, sondern eine Teilnahme an der Photokina 2020 gar nicht erst zugesagt hatte…

Den ohne Not aufgegebenen und für die Weihnachtsverkäufe des Fachhandels so wichtigen Stammplatz der Photokina im Herbst alle zwei Jahre haben große Fotohändler längst übernommen und veranstalten jedes Jahr im Zeitraum September bis Weihnachten "Winter Testivals", "Fototage" und andere große Hausmessen – mit Kameraherstellerbeteiligung. Die im Vergleich zu einem Messestand in sechsstelliger Eurohöhe in Köln preiswerte und wiederverwendbare Präsentationsstände mitbringen, die leicht von Hausmesse zu Hausmesse transportiert werden können.

Da wird einem so richtig bewusst, wie Marketing-„Experten“ und Dilettanten das Kunststück fertiggebracht haben, die einstige Leitmesse Photokina schwer anzuschlagen und im schlimmsten Fall ganz kaputtzumachen. Ob es eine Photokina 2021 geben wird, entscheidet trotz Solidaritäts-Bekundungen seitens Canon, Panasonic, Sony nur der Kamera-/Fotomarkt 2020, nicht das Wunschdenken einer Messegesellschaft.

Aber nicht nur die geschrumpfte Photokina wird 2020 ein Thema – Was macht die Kameraindustrie in der Zukunft?

Im Sommer 2020 findet die Olympiade in Tokio/Japan statt. Interessant wird sein, ob sich ins Heer der Sportfotografen zu den obligatorischen weißen Canon- und schwarzen Nikon-Superteles ein weiteres „Weiß“ mischt: Sony. Canon und Nikon wollen ihre angekündigten Olympia-Flaggschiffe EOS 1DX MK III und D6 spätestens im Januar vorstellen, Sony hat die A9 II schon fertig. Alle drei Modelle aber Systemkameras, die weit, weit weg vom Normalanwender sind… Die am 7. Januar präsentierte Canon EOS 1DX MK III soll 7300 Euro kosten. Die Nikon D6 wurde am 12. Februar vorgestellt und kostet ebenfalls 7300 Euro.

Und der Rest an Kameras?

Ein alter Klassenkamerad meinte: „Die Fotoindustrie wird vermutlich da landen, wo die HiFi Industrie heute ist. Ein exklusives Klientel kauft sich die TOP-Geräte, die superteuer sind, weil nur Kleinauflage und zum Teil auch in Handarbeit hergestellt. Die große Masse investiert in Sonos und spielt Spotify via Smartphone ab.

Aber nicht nur die Fotoindustrie ist betroffen

„In den USA gab eine der ältesten und angesehensten Online-Zeitschriften über Fotografie - Digital camera review - nach 22 Jahren auf. Die Einschläge werden häufiger und treffen immer öfter auch angeblich gestandene Unternehmen. Die Ursache ist ganz einfach: (…) Die Werbeeinnahmen brachen weg. Da sich weltweit viele Fotomagazine, Foren, (Influencer) und Bilderwettbewerbe darüber finanzieren, darf man schließen, dass es denen in Zukunft auch nicht viel besser gehen wird.“

Und „Der deutschen Presse geht es immer schlechter. Axel Springer gab am 30. September 2019 bekannt, erneut umzustrukturieren. (…) Darunter werden auch Fotografen leiden. So werden alle Sportereignisse zukünftig für alle Medien zusammengefasst. Damit fallen viele Fotografen für die Einzelmedien weg. Hinzu kommt der Wandel hin zum Live-Video und weg von Foto.“ Quelle

"2018 entließ sogar Reuters Fotografen, verkleinerte den ganzen Bereich und legte ihn mit Video zusammen. Man kann man sich ausmalen, wie es inzwischen bei anderen Zeitungen und Zeitschriften sowie Presseagenturen und Verlagen aussieht. Auch, wenn es hart klingt: Der klassische Fotojournalismus (= mit statischen Fotografien) leidet extrem."

"Ein Wechsel der Berufsfotografen zur Sportfotografie ist weitgehend ausgeschlossen, da dort die Fotos immer uninteressanter werden. Sport will man in Bewegtbildern sehen. Deshalb gehen auch die großen digitalen Anbieter dazu über. Aber hier können die meisten kleineren Zeitungen und vor allem die einzelnen Fotografen mit Videokameras ökonomisch nicht mithalten. Denn die Film- sowie Übertragungsrechte werden meist vorab pauschal und zu horrenden Summen verkauft."

"Am dritten Januar 2020 gab Vogue Italien als erste Modezeitschrift bekannt, im Januar keine Fotos mehr zu veröffentlichen, um damit gegen die von Fotografen in großem Umfange mitverursachte Klimakatastrophe zu demonstrieren. Bald werden sich andere Magazine anschließen. Jedem ist natürlich bewusst, dass es sich hier nur um eine Erpressung der Fotografen handelt. Hier geht es um generelle Kosteneinsparungen unter dem Deckmantel des Umweltschutzes. Dennoch sind die Fotografen auf dem besten Weg zu den meistgehassten Menschen zu werden."

Wer sich traut, kann das komplette Horror-Szenario über Zustand und Zukunft der Fotoindustrie nachlesen. Um dabei zu realisieren, dass ich schon seit 2017 rein rechtlich mit einer „richtigen“ Kamera eigentlich fast nichts mehr fotografieren darf. Glauben Sie nicht? Lesen Sie bei Interesse dazu „Was sind die wahren Risiken der Fotoindustrie - Langzeitprognose zur klassischen Fotografie mit dedizierten Kameras bis in das Jahr 2030

Auszüge

„(…) engagierten Fotografen, der aufgrund seiner rechtlich erlaubten Tätigkeiten in der Öffentlichkeit nicht bereits mindestens einmal völlig ungerechtfertigt angegangen oder sogar Probleme mit der Polizei gehabt hätte. (…) Seit der DS-GVO ist seit Mai 2017 das Fotografieren fremder Personen ohne deren vorherige schriftliche Einwilligung in Europa untersagt. Hinzu kamen 2019 verschärfte Urheberrechts-Gesetze auf EU-Ebene, die jede Aufnahme von Gegenständen, an denen irgendwelche Rechte Dritter hängen (insbesondere Verlage), endgültig unmöglich machen.“ (…)

„Zwar gelten alle Gesetze auch für Smartphones. Sie werden jedoch in der Praxis nicht umgesetzt, weil es sonst zu spürbaren Konsequenzen führen würde. Die Kunden würden Plätze, Gebäude, Museen (die „Gegenstände“), Theater, Stadien usw. schlicht meiden.“ Und das merken auf Zuschauer, Besucher, Tourismus angewiesene Orte, Länder sofort im Geldbeutel! Da nützt das Wedeln mit Gesetzbüchern gar nichts. Denn: „Niemand lässt sich das Smartphone abnehmen, oder will es in Schließfächer wegsperren oder es ausschalten. (…) „Immer mehr private Sicherheitsdienste verbieten einem (in den USA) nicht nur das Fotografieren, sondern sogar das Betreten der Gelände, Häuser, Geschäfte etc. mit dedizierten Kameras.“ (…)

Daraus folgt, dass faktisch das Fotografieren und Filmen mit dem Smartphone erlaubt ist, aber bei dedizierten Kameras untersagt wird.“ (…)

Was von den Vorhersagen, der Durchsetzung der DS-GVO wirklich eingetreten ist, wissen wir in 10 Jahren. Aber: Keine Suppe wird so heiss gegessen, wie sie gekocht wurde… Die düsteren Vorhersagen werden mich nicht davon abhalten weiter mit gebrauchten neueren und (ur)alten Digitalkameras Spaß zu haben. Aber nur wenn die Preise für Gebrauchtkameras stimmen, wird auch gekauft. Das aktuelle Smartphone mit seiner für den Laien überragenden künstlichen Intelligenz (KI) hat sicher auch in der höchsten Spielklasse der Kameratechnik seine Spuren hinterlassen. Um gegebenenfalls einigermaßen unbehelligt fotografieren zu können, würde ich ohne zu zögern zum hochwertigen Smartphone mit Mehrfachkamera/-Optik greifen.

Der verbleibende, unerschütterliche kleine Rest an Fotograf*Innen (mich eingeschlossen!) scheint nach meinem Gefühl mittlerweile aber sehr gezielt, preisbewusst und auch gebraucht zu kaufen. Vielleicht eher spiegellos oder auch mal eine gute Bridgekamera mit Megazoom. Diese Menge der Unentwegten genügt aber für einen schrumpfenden Fotomarkt nicht mehr. Ohne Statistik betrieben zu haben, landen zusätzlich zu einer regelrechten Schwemme an hochwertigen DSLRs mittlerweile auch mehr lichtstarke Profiteles im Gebrauchtmarkt, als es vor Größenordnung drei Jahren der Fall war. Geben Sie doch mal "300 mm Canon EF 2,8" in das eBay-Suchfeld ein…

Wie könnte dafür eine Erklärung lauten?

Bei einigen Profilinsen mögen Altersgründe oder Aufgabe des teuren Hobbys dahinterstecken. Aber die restlichen angebotenen Objektive? Hat da am Ende der eine oder andere versucht, das wertvolle Equipment auf die spiegellose Vollformat-DSLM aus dem vertrauten Herstellerhaus zu adaptieren, um dann festzustellen, dass die Autofokus-Leistung der spiegellosen Systemkamera für Reportage und Sport mit adaptierten Objektiven eben doch (noch) nicht ausreicht. Es könnte das gestiegene Angebot hochwertiger und teurer Objektive erklären.

Natürlich ist es auch vorstellbar, dass es Wechselwillige gibt, die beginnen die versuchsweise adaptierten, aber eben doch nicht zu 100 Prozent kompatiblen Objektive abzustoßen, um die fürs neue Kamerabajonett zu erwerben. Der Schuss kann aber auch mächtig nach hinten losgehen. Statt sich vom jahrelang vertrauten Hersteller zum Bajonett-/Systemwechsel animieren zu lassen – mittlerweile bieten CaNikon 2,8/70-200 mm Zooms für die eigenen spiegellosen Kameras – und dabei das Risiko eines immer noch nicht ausgereiften System des eigenen Herstellers einzugehen, wechselt man das Label der Einfachheit halber gleich ganz. Sony hat seine spiegellose 24 Megapixel Vollformat A7 2013 vorgestellt. Mittlerweile ist man bei Sony beim Modell A7 III. Gefühlt liegen Canon und Nikon mit ihren Erstlingswerken EOS R/RP Z6/7 aus 2018 allenfalls bei der Sony A7 II von 2015. Den Sony-Vorsprung holen CaNikon nicht mal eben auf…

Entschließen sich Fotograf*Innen zum Systemwechsel, muss man/Frau dann für neue Kameragehäuse, Objektive und Zubehör natürlich „flüssig" sein. Für ausgereifte DSLMs, die im Autofokus mit den besten DSLRs mithalten können und ein über mehrere Jahre gewonnenen Vorsprung aufweisen, der sich dort in immer kompletter werdenden Systemen äußert. Sobald allerdings zu viele Fotograf*Innen so denken und handeln, gibt es ein Problem: Wer soll die teuren Premium DSLR-Objektive eigentlich kaufen?

Auch wenn ihr Tod immer wieder herbeigeredet wird, die DSLR stirbt nicht von heute auf morgen!

Selbst meine älteste DSLR von 1992 funktioniert noch heute. Unlängst bat ein Leser in Sachen Minolta RD-175 um Hilfe. Also Minoltas erste DSLR von 1995 genommen, Akku und Batterie eingelegt, Kamera eingeschaltet - läuft! Und etwas "moderner" macht es immer noch Spaß mit der Nikon D1x von 2001 auf Bilderjagd zu gehen. Mit der Sony Alpha SLT-A33 von 2010 und dem jetzt auch schon etwas älteren Flaggschiff von 2012, der Nikon D4, ist man in der Neuzeit. Alles Kameras, die nicht kaputtgehen wollen ;-) Und Objektive? Nikon-Objektive gibt es wie Sand am Meer und selbst das sterbende Minolta/Sony A-Bajonett lebt in tausenden Objektiven weiter. Und Canon? Die 4 MP EOS 1D und die 11 MP Vollformat EOS 1Ds von 2001/2002 laufen 2020, als ob keine fast 20 Jahre dazwischenliegen. Auch Canon EF-Objektive gibt es wie Sand am mehr. Wobei ich zugegeben mittlerweile auch lieber zur leichteren Systemkamera ohne Spiegel greife.

Aktuell sollte man aber nur neu kaufen, wenn Kamera oder Objektiv doch mal kaputtgehen sollten, und sofort Ersatz her muss! Wer warten kann, sollte die Entwicklung der Fotowirtschaft in 2020 genau beobachten… Wenn die Lager beim Hersteller, Groß- und Einzelhändler vor Ort mit Neuware und der Gebrauchtmarkt tatsächlich schon zum Jahresende 2019 so voll sind wie angenommen, werden die Preise nicht nur ein bisschen runtergehen – müssen. Mit Staunen musste ein guter Bekannter feststellen, dass er für seine spiegellose Sony A7 II und ein Zeiss 4/24-70 mm Zoom Mitte 2019 gebraucht mehr bezahlt hat, als beide Geräte kein halbes Jahr später neu zum gleichen Preis kosten. Nur ein Beispiel und "nur" eine DSLM, aber im DSLR-Bereich wird es nicht anders aussehen…

Rettungsversuch der digitalen Spiegelreflexkamera? Oder: Eine Nikon "Z" mit Nikon F Bajonett

Als „Mittelklasse-DSLR mit Spiegellos-Genen“, „Vollformat-DSLR mit ‚eingebauter Z6‘“ bezeichnet Digitalkamera.de Nikons neue 24 Megapixel D780. Über den konventionellen Spiegelreflexsucher betrieben, kommt die D780 auf 7 Bilder pro Sekunde. Mit Autofokus-Nachführung, ermittelt mit dem 51 AF-Sensor Phasen-Autofokus-Sensormodul Advanced Multi-CAM 3500 II. 15 Sensoren sind kreuzförmig ausgelegt, 8 davon arbeiten bis Lichtstärke f/8.

Im Liveview (klappbarer Touchscreen) kommt die D780 auf 12 Bilder pro Sekunde. Die Entfernung wird wie in der spiegellosen Nikon Z6 über 273 in den Bildsensor implementierten Phasendetektions-Sensoren ermittelt. Sprich ein der dem 24 MP-Sensor der Z6 sehr ähnlicher, wenn nicht der gleiche Sensor steckt in der D780. Dass die D780 4K Video beherrscht, versteht sich von selbst. Für die Nikon D780 Euro müssen rund 2500 Euro investiert werden.

Vergleichbare Wege gehen die beiden neuen Canon DSLRs EOS 90D (32,5 Megapixel,  APS-C Sensor) und EOS 1DX MK III. Beide mit dem DSLR EF-S-/EF-Bajonett ausgerüstet. Das neue Vollformat-Flaggschiff mit 20 MP und 16 bis (im spiegellose Liveview-Modus) 20 Bilder pro Sekunde schnell. Und natürlich 4K Video-fähig. Auch die beiden Canons haben Gene von spiegellosen Kameras. Für die Kameras sind ca. 1300 bzw. 7300 Euro zu investieren. Ob das ein Weg in die Zukunft ist? Es ist so ein bisschen wie: "Ein Schritt vor, zwei Schritte zurück…"

Und der Digitalkamera-Sammelbereich?

Auch dort ist eine gewisse Sättigung festzustellen. Schaut man in eBay, scheint dieser Bereich weitgehend "abgeerntet". Immer seltener tauchen interessante Stücke auf. Und wenn, dann zu Preisen, zu denen das Marktwirtschaftsprinzip aus Angebot, Nachfrage und besonders Preis irgendwie nicht übereinstimmen will… Für Kameras, bei denen es schon schwierig wird, wenigstens ein paar Belegfotos aufzunehmen. Kameras, die zur Übertragung in den Rechner uralte Hard- und Software verlangen. Bei Kameras, die mit dem Hinweis „Nur Ersatzteile“ angeboten werden, kann man das Glück/Pech einer doch funktionierenden Kamera oder Elektronik-Schrott haben.

Zum Thema Preisfindung gibt es seit Januar 2020 einige neue Hilfen im Digicammuseum.de

Lesen Sie dazu unbedingt Boris Jakubaschks Beitrag "Sind alte Digitalkameras unverkäuflich?" inklusive des Infokastens "Selbermachen…". A propos Infokasten. Mittlerweile finden sie in den Infokästen zu den Steckbriefen vieler Systemkameras die anklickbaren Einträge: "Ebay: abgelaufene / aktuelle Angebote". 

Foto und Video oder besser: Video statt Foto…

So sieht aktuelle Berichterstattung aus!

Bestehend aus einem preiswerten Einmann- – Pardon – Ein-Frau-Team. Das Video vom gut besuchten Flohmarkt für die schwedische "Sydnytt" (Neuigkeiten aus dem Süden) nahm die Filmerin mit professionellem, schwerem Gerät und einem Smartphone für ein paar schnelle Interviews und wichtige Notizen auf. Zwei Stunden nach dem großen Flohmarkt war das Ding auf zwei Minuten fertig geschnitten im schwedischen TV. Außer mir mit der kleinen Nikon 1 V1 fotografierte dort niemand… Die Smartphones nicht gerechnet ;-)

Oben war zu lesen „Wandel (…) zum Live-Video (…) weg von Foto“

Das passiert sicher nicht von heute auf morgen und kann jedem Hobbyfotografen vollkommen egal sein. Nicht egal sollte es Fotograf*Innen sein, die ihren Lebensunterhalt mit Bildern verdienen. Wer neben Fotos in Zukunft auch wenigstens professionelle Kurzvideos anbieten möchte oder muss.

Stock-Videos

Ich war wirklich interessiert, was da an Stock-Videos zu welchen Preisen angeboten wird. Die große Zahl Stock-Videos ist aufwändig und professionell gemacht. Ob und in welcher Menge diese Videos zu den ausgerufenen Preisen gekauft werden, lässt sich natürlich nicht ablesen. Zum Ideenklau taugen solche Video-Ansammlungen aber allemal. Aber mal eben nachgedreht funktioniert sicher nicht. Und es ist wie bei Stillbildern = Fotos: Das Internet ist bis zum Rand voll davon… Amateurhaft gemachte Knipsbilder und Videos gar nicht mitgezählt, die keinen Cent bringen. 

Viele Fotografen*Innen nehmen zwar gelegentlich mal ein Video auf. Wenn das aber gut = verkaufbar sein soll, muss ich mich in die neue Materie der Kameraführung bei Filmen einarbeiten. Es liegen Welten zwischen guten Fotografen und guten Filmemachern. Das fällt besonders auf, wenn man statische Videos auf sozialen Kanälen mit einem dynamischen Film mit mehreren Schnitten und Perspektivwechseln vergleicht. Viele Schnitte und Perspektivwechsel werden in einem Kurz-Video nicht möglich sein, aber umso besser, professioneller muss dieses Kurz-Video dann rüberkommen. Wenn es sich verkaufen soll. Aber das ist nur die eine Seite der Medaille. Video-Schnittsoftware braucht Einarbeitung und Rechnerleistung – extrem viel Rechnerleistung! Dazu gesellen sich noch mögliche „Kollisionen“, wenn auf einem Termin die öffentlich rechtlichen wie privaten Fernsehsender zur Berichterstattung mit vor Ort sind. Können, dürfen (?) FotografInnen da auch mit bewegten Bildern berichten. Und wenn ja, gibt es Grenzen? Zum Beispiel in der Videolänge? Der DFB soll Videoaufnahmen von Fotografen verbieten. Angeblich sollte man den Agenturen auch keine Fotoserie direkt hintereinander aufgenommener Fotos anbieten. Was mit Bildfrequenzen jenseits der 10 B/s ja kein Problem ist. Nur EINZELFOTOS werden akzeptiert. Mit dieser Rechtslage sollte man sich intensiv beschäftigen.

Wer Lust hat sich da weiterzubilden, weiterbilden zu müssen, hier ist "MARKETING MIT ONLINE-VIDEOS runterzuladen.

 


Altpapier ist billiger als Altmetall/-glas ;-)

22. Januar 2020, Ralf Jannke - Wissen, Sammeln

Beim Original-Prospekt „KODAK DIGITAL SCIENCE“ – „PROFESSIONAL DCS CAMERAS“ sage ich doch nicht nein

Im Prospekt in allen Einzelheiten und Daten beschrieben sind die Kameras DCS420 und DCS460 – beide auf Nikon N90s (in Europa Nikon F90X) Basis –, sowie die DCS1, DCS3 und DCS5, alle auf Canon EOS 1n Basis. Und dazu noch das Rückteil DC465, das sich leider nicht auf meine analoge Pentax 6x7 montieren lässt. Es war für die Mittelformat SLRs Hasselblad (6x6) und Mamiya RB/RZ67 und für großformatigere Fachkameras SINAR, TOYO, CAMBO und ARCA SWISS vorgesehen. 


Preisverfall brutal…

16. Januar 2020, Ralf Jannke - Wissen, Sammeln, Ausprobieren

Das ist doch eine xyz... Ja, aber welche?

Das ist der bisher heftigste Preisverfall für ein Exemplar aus der nicht mehr ganz so beliebten Klasse der digitalen Spiegelreflexkamera. eBay und anders bezeichnete Landesableger werden gefühlt mit DSLRs regelrecht geflutet. Verkauft wird aber nur, wenn die Preise stimmen! Eigentlich ein Binsenweisheit. Zu diesem Thema gibt es neben dem Blogeintrag "Lohnt es sich noch, alte Digitalkameras zu verkaufen?" einen ausführlichen Berater "Sind alte Digitalkameras unverkäuflich?"

Die oben verpixelte Kamera hat einst 9600 Euro gekostet. Gekauft habe ich ein einwandfrei funktionierendes Exemplar inkl. Porto für ca. 75 Euro.

Dieser "Preisnachlass" ist natürlich nicht normal, ein Glücksfall. Für die "Versprengt*Innen", die wie ich immer noch Freude an etwas Selbstverwirklichung, am Hobby Fotografie haben, für Leute, die keine Lust haben alles mit dem heute unverschämt guten Smartphone abzulichten, könnten mehr als in früheren Jahren 2020 gute Zeiten anbrechen. Um eine "gut abgehangene", einwandfrei funktionierende Systemkamera für ein überschaubares Geld abzugreifen.

Für welche Preise hochwertige Systemkameras tatsächlich verkauft oder eben auch nicht verkauft wurden, kann jetzt hier im Digicammuseum.de komfortabel nachgesehen werden. Über Kameras/Listen/Kamerahersteller wird für die meisten Systemkameras in der Infobox unter Ebay/abgelaufene/aktuelle Angebote gezeigt, für welche Beträge die Kameras angeboten und auch tatsächlich verkauft wurden/werden. Das funktioniert natürlich nur mit eBay-Un-Genauigkeit – denn: Suche ich in eBay explizit eine Canon EOS 1D, zeigt einem eBay auch die 1D MK II, MK III, MK IV und so weiter. Oder statt der gewünschten Sony A7 auch die gar nicht gewollten Modelle A7 II, A7S, A7R, A7 III und so weiter. Klicken Sie mal probeweise in die eBay-Liste der Sony Alpha 200. Was eBay da alles als "Alpha 200" gelistet wird… Dennoch ist das sicher eine sehr gute Hilfe bei der Wertfindung.

Dort lässt sich auch ablesen/vergleichen, wie realistisch die von uns abgegebenen Schätzwerte der alten Digitalkameras sind. Im Unterschied zu einem hervorragenden Wein werden Elektronikgeräte = Kameras durch Liegen und Altern gewöhnlich weder besser noch wertvoller… Also: Augen aufhalten!


Die erste DSLR der Welt mit Liveview: Olympus E-330

19. Dezember 2019, Ralf Jannke - Wissen, Sammeln, Ausprobieren

Die Vorbereitungen für 2020 laufen!

Für die Olympus E-330

"Faulheit" mit dem 3,5-6,3/18-180 mm Zehnfach-Zoom oder doch System: 4-5,6/9-18 mm, 2,8/14-54 mm, 3,5/35 mm Makro und das vergessene und nachträglich einmontierte 3,5-4,5/40-150 mm. Ganz großzügig gerundet ist das Telezoom bei längster Brennweite (300 mm @KB) doppelt so lichtstark wie die Zooms, die bei f/5.6 enden…

Neben letzten DSLR-Nachzüglern werde ich kameramäßig 2020 verstärkt auf den Kanon zurückgreifen. Ohne mich an eine Reihenfolge zu halten, hatte ich schon längere Zeit Lust die 2006 vorgestellte 7 Megapixel 13x17 mm FourThirds-Sensor Olympus E-330 mit dem eigenwilligem Design und gleichzeitig erste DSLR der Welt mit Liveview (!) endlich mal wieder zum Fotografieren einzusetzen. Frühjahr 2020 ist es soweit. Bis dahin kann man hier schon das Wichtigste zur Olympus E-330 nachlesen…

Nachtrag:

Im Ur-Text war zu lesen: "Im Modus B steht der Autofokus wegen des dabei hochgeklappten Spiegels nicht zur Verfügung. Dass nach einem Update der Firmware von 1.0 auf 1.2 (und höher) lt. dpreview Autofokus angeblich auch im B-Modus möglich sein soll, konnte ich nicht feststellen!"

Zum Fokussieren in Modus B ab FW 1.2 soll man die die AEL Taste drücken. Ob das wirklich funktioniert, werde ich 2020 probieren!


Neuzugang aus der Gegenwart: MEIKE 25mm f/1.8 für Fuji X

06. Dezember 2019, Ralf Jannke - Wissen, Ausprobieren

Die kurzen, lichtstarken Fuji-X Objektive kosten richtig Geld:

  • 2,8/14 900 Euro
  • 1,4/16 840 Euro
  • 2,8/16 370Euro
  • 2/18 550 Euro
  • 2/23 460 Euro
  • 2,8/27 420 Euro
  • 1,4/35 550 Euro
  • 2/35 mm 400 Euro

(Wo verfügbar Cashback, wurde der vom Preis schon abgezogen)

Das einzige Objektiv, was ich mir aus dieser original Fuji-Reihe gegönnt habe, ist das 2,8/27 mm. Natürlich nicht zu dem oben genannten Preis, sondern als Grauimport für um 250 Euro. Wenn es Autofokus sein soll, käme aus der Reihe nur noch das 2,8/16 mm Fuji X in Frage. Das aber auch nur nach Recherche zum Grauimport-Preis.

Gerne soll es in Zukunft aber noch etwas kürzer und lichtstärker sein, als das vorhandene 2,8/27 mm Fuji X. Und da deuten sich zum Jahreswechsel 2019/2020 weiterere „Chinesen“ an. Nachdem ich mit dem „FPU RBMH 85mmF1.8 STM“, so die komplette Bezeichnung des lichtstarken 85 mm Viltrox Autofokus-Teles mit Fuji X-Anschluss rundum zufrieden bin, kündigt der Hersteller Viltrox zum neuen Jahr drei weitere sehr interessante Objektive mit hoher Lichtstärke und Autofokus an:

  • 1,4/23 mm
  • 1,4/33 mm
  • 1,4/56 mm

Um 250 Dollar soll jede dieser Viltrox-Festbrennweiten kosten!

Übergangslösung?

Bis zur Lieferbarkeit der Viltrox-Objektive und auch aufgrund der Unscheinbarkeit und Kompaktheit vielleicht gar keine nur „Übergangslösung“ habe ich für die Fuji DSLM-Ausrüstung eine MEIKE 25mm F/1.8 Prime Lens erworben. Natürlich ohne Autofokus, was für die gedachten Motive keine so große Rolle spielt. Trotz miserabler Augen (und trotz Kontaktlinsen) gelingt das manuelle Fokussieren mit Hilfe des MF-ASSISTENT(en), FOCUS PEAKING, ROT(H) wie bei den MF-Objektiven 2,8-4/40-80 mm Pentax, dem 4,5/80-200 mm Nikor und den 50 mm "Langweilern" so gut, dass ich bei selbst investierten 65 Euro fürs lichtstarke 1,8/25 mm Meike nicht überlegen musste… Für Videografen nichts Besonders, ist die beim 1,8/25 mm fehlende Blendenrastung für reine Fotografen am Anfang nur etwas gewöhnungsbedürftig.

Durch die häufiger gewordenen Benutzung von MF-Objektiven ist auch die sonst gute Samsung NX11 in die hintere Reihe gerückt, weil sie ohne (mechanische/Feile!) Manipulationen am Adapter keine Fokushilfe bietet. Mit den Fujis machen manuelle (ur)alte wie neue Objektive einfach Spaß. Bericht über das Meike in 2020.