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Zuwachs in der Sony DSLR-Klasse

27. Oktober 2018, Ralf Jannke - Wissen, Sammeln, Ausprobieren

Sony Alpha 200 (2008)

Nach der Minolta Alpha 100 - Pardon - Sony Alpha 100 reiht sich jetzt der Nachfolger Alpha 200 in meine Sammlung. Eine DSLR bleibt eine DSLR, aber mit der Sony Alpha 200 ist das Minolta- Dynax-mäßige etwas weniger geworden. Genug zum Äußeren, hin zu den inneren Werten.

Wenn ich richtig recherchiert habe, stecken in der Alpha 100 und Alpha 200 die gleichen Sensoren – Typ ICX493AQA. Dieser 10 Megapixel Sony-Sensor steckt auch in der Nikon D200. (*) Der Alpha 100 Sensor rauscht nach meinem Empfinden bereits bei ISO 200/400. Von daher kann die Alpha 200 eigentlich nicht besser sein. Ihr wird aber auf der Wikipedia-Seite neben Steigerung der Empfindlichkeit von ISO 1600 auf 3200 ein verbesserte Verarbeitung, heißt Reduzierung des Rauschens bescheinigt. Was auszuprobieren gilt.

(*) Wer gerne wissen möchte, welcher (Sony-) Sensor in welcher Nikon DLR steckt, wird hier fündig: „List of all Nikon DSLR cameras and their sensor manufacturer/designer“

Möglicherweise war auch diese gute Digital-Systemkamera wieder Opfer des Smartphones, denn die Alpha 200 wurde für 40 Euro (ohne Objektiv) abgegeben. Mir soll es recht sein!

Erster Eindruck, Kurztest Rauschen…

Fähnchen und Eule wurden mit dem 1991 vorgestellten Minolta AF ZOOM Xi 100-300 mm 1:4,5-5,6 bei ISO 400, f/8 und Zeitautomatik aufgenommen. Brennweite 210/315 mm und 300/450 mm, 1/400s und 1/500s mit eingeschaltetem CCD-Shift. Dem Alter des Minolta-"Analog"-Zooms ist auch der grüne Farbsaum an der Kante der Eule geschuldet. Kann ich mit leben. Speicherformat Sony *.arw Rohdaten, Entwicklung mit Adobe RAW. Der unscharfe Hintergrund ist ohne erkennbares Rauschen! 

Was das Rauschen bei High-ISO angeht, war ich neugierig ob die Datenaufbereitung in der Alpha 200 tatsächlich fortschrittlicher ist. Den schnellen, improvisierten Test aufs Bücheregal gewinnt die Alpha 200. Die Alpha 100 rauscht tatsächlich stärker.

Fotografiert wurde mit dem 4/35-70 mm Minolta, das 1985 zusammen mit der ersten wirklich komplett durchdachten, praxistauglichen und in Großserie gefertigten Autofokus-Spiegelreflexkamera der Welt, der Minolta 7000, bereits 1985 vorgestellt wurde. Gespeichert wurde im Sony Rohdatenformat, entwickelt wurde mit Adobe Lightroom 5.7.1. Die Regler für Schärfe und Rauschreduzierung (Luminanz, Farbe) wurden bewusst auf Null gezogen! Unbearbeitete 1:1 Vergleiche aus 10 MP-Dateien. Un bei der Gelegenheit gleich die ISO 3200 der Alpha 200 probiert.

Einen ausführlichen Praxistest der Sony Alpha gibt es 2019!

Das gute alte Fuffziger (50er)

Eigentlich sollte das Thema Minolta Dynax 5D und Sony Alpha 100 mit dem gemeinsamen Minolta-/Sony A-Bajonett abgeschlossen sein.

Als Konsequenz wurden die wenigen überzähligen Objektive, die sich noch zu Geld machen ließen versilbert. Übrig bleibt das DT 3,5-5,6/18-55 SAM II, das 4/35-70 mm Minolta und ein weiteres altes Minolta Xi 4,5-5,6/100-300 mm.

Habe ich beim Gang mit der Sony Alpha 100 in die Basketballhalle noch eine lichtstarke Optik verweigert, wird das jetzt – preiswert – nachgeholt. Entsetzt war ich allerdings, was da an Preisen für aktuelle 50/55 mm Objektive mit Lichtstärke 1,4 aufgerufen werden.

Das ganz neue Tokina opera 50mm f/1,4 soll 979 Euro kosten. Das Sigma 1,4/50 mm DG HSM liegt bei 650 Euro. Und bei Zeiss wird es dann vierstellig: Für ein Milvus 50mm f/1,4 werden 1149 Euro verlangt, und das Otus 55mm f/1,4 schießt mit 3400 Euro den Vogel ab.

Irgendwie ist da die Bodenhaftung abhanden gekommen…

Ja die Lichtstärke ist mit f/1,4 1,5 mal höher, als beim frisch erworbenen 1,7/50 mm Minolta. Oder in Blendenreihe bei 1/2 Stufen f/1,4 – f/1,7 – f/2 oder 1/3 Blendenstufen f/1,4 – f/1,6 –f/1,8 – f/2.

40 Euro hat das 1,7/50 Minolta AF in Superszustand gekostet.

Und damit ist auch das "Geheimnis" gelüftet, welche Kamera wohl beim Test des 1,7/50 mm Minolta AF zum Einsatz kam ;-)


Samsung NV15

21. Oktober 2018, Ralf Jannke - Wissen, Sammeln, Ausprobieren

Was kümmert mich mein Geschwätz von gestern ;-)

Der Streifen Tesafilm auf der Front-/Oberseite hält den nicht mehr einrastenden Blitz in eingeklappter Position. Man könnte ihn auch dauerhaft draußen lassen, sieht aber blöd aus… Die Blitzer der Kompaktkameraklasse benutze ich so gut wie nie.  

Neulich getextet: Leb wohl Kompaktkameraklasse... Nicht ganz!

So wie die wirklich ansehnliche Vivitar ViviCam 8027 darf auch die 2007 vorgestellte, hochelegante Samsung NV15 noch in meine Sammlung, die eigentlich den Zeitraum 1985 bis 2005 abdeckt. Das Samsung-Design ist so zeitlos, dass ich es 11 Jahre später in der zur Photokina vorgestellten Vollformat-Kompaktkamera Zeiss ZX1 wiederfinde!

Die 96 x 60 x 19 mm kompakte und 152 g schwere Samsung NV15 bietet 10 Megapixel Auflösung, eine Art Touchscreen sowie ein Schneider-Kreuznach VARIOPLAN ZOOM gelabeltes 2,8-5,2/7,3-21,9 mm (34-102 mm @KB) 3-fach Zoom. Dazu kommt noch der elektronische Verwacklungsschutz ASR, der aus einem (möglicherweise unterbelichteten) Foto mit kurzer Verschlusszeit, das für Schärfe sorgen soll und einer zweiten länger (= richtig, aber möglicherweise verwackelt) belichteten Aufnahme ein scharfes Bild errechnet. Was es auszuprobieren gilt. Gespeichert wird komfortabel auf SD-Karte.

So wenig, wie ich diese Kameraklasse mag: Die Samsung NV15 kann durchaus mit einem Smartphone verwechselt werden, was unauffälliges Fotografieren ermöglicht, da sich die Leute ans Smartphone-Knipsen mit ausgestrecktem Arm gewöhnt haben... Ein Vorteil!

Ausführlicher Praxisbericht mit hochaufgelösten Bildern ab Jahreswechsel 2018/2019

Aufgenommen im Oktober, Ronneby/Belkinge/Südschweden


Akku-Irrsinn gewollt - und ein Wunder

14. Oktober 2018, Ralf Jannke - Wissen, Sammeln, Ausprobieren

Da ich jetzt alles an Digitalkameras mehr oder weniger komplett auf- und weggeräumt habe, genügte ein Griff. Um den Alukoffer, der die 1,3 Megapixel Kodak/Canon EOS1n/DCS3c enthält, aufzuklappen und die DCS3c mal wieder ans Ladegerät zu hängen.

Was dann kam, war fast ein Wunder. Die 2018 21 Jahre alten Akkus ließen sich nicht nur laden, sondern haben jetzt, nach zwei Tagen, immer noch Energie, um Fotos zu schießen. OK, sie wurden bis 2000 benutzt und 2015 reaktiviert, aber es ist immer noch der Original-Akkusatz!

Wenn ich mir dagegen dieses Trauerspiel ansehe

Mit der blödsinnigen Argumentation, 1,2 Volt Akkus hätten nicht genug Kapazität, wechselten hunderte Hersteller auf ihren Akku, der in viel zu vielen Fällen nur in eine oder allenfalls wenige (eigene) Kamera-Modelle passt!

Ja, zu Anfang hatten 1,2 Volt Akkus nur 600 bis vielleicht 1000 mAh Kapazität. Und waren als NiCd-Variante mit dem gefürchteten Memory-Effekt ein Trauerspiel. Nach Wechsel auf Ni-Lithium-Ionen/Metallhydrid-Akkus besteht dieses Problem nicht mehr. NiMH-Akkus haben aktuell eine Kapazität von bis 2850 mAh.

OK, das Argument, dass vier Akkus der Größe AA mehr Platz brauchen als ein Akku-Block, kann man gelten lassen. Dass man aber eine hervorragende Konsumerdigitalkamera  mit nur zwei AA-Akkus betreiben kann zeigt die FUJIFILM FinePix E550!

Nachtrag zur Kodak/Canon EOS 1n/DCS3c

Stan Disbrow aus dem NikonWeb.com ist der Meinung, dass die DCS3c NiCd-Akkus enthält. Und dass bei denen weniger das Lebensalter, als die Anzahl der Akkuladungen eine Rolle spielt. Ein gut gewarteter NiCd-Akku mit geplanten sagen wir 1000 Ladezyklen hält diese 1000 Ladungen durch. Ob die Akkus dabei 1000 Mal in zwei Jahren oder 1000 Mal in 20 Jahren nach jeweils kompletter Entleerung vollgeladen wurden. Das würde zumindest plausibel erklären, warum die Akkus dieser Kodak DCS3c nach über 20 Jahren nicht vollkommen hinüber sind!


Lebewohl Konsumerklasse

11. Oktober 2018, Ralf Jannke - Wissen, Sammeln, Ausprobieren

Ja, aber nur bei beliebiger Dutzendware…

Es gibt immer noch Raritäten oder Kuriositäten. Und diese funktionierende 6,95 Euro Mustek G Sm@rt LCD3 gehört dazu. Braucht niemand, passt aber prima in die Rubrik "Spiel Fun Kameras". Dort sind schon mehrere Digitalkameras von Scheckkarten-Format versammelt, und dazu gesellt sich jetzt auch die G Sm@rt LCD3.

Und Kuriositäten gewähre ich auch einen kleinen Praxisbericht – demnächst…


Das einzig wahre Vollformat ;-)

08. Oktober 2018, Ralf Jannke - Wissen, Sammeln, Ausprobieren

Eine analoge SLR im Digicammuseum.de?

Ja! Aber was für eine!

Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass ich mit der phantastischen Pentax 6x7 Mittelformat-SLR noch kein ernsthaftes Foto gemacht habe. Das wird, muss (!) sich ändern – 2019. Schwer gebraucht dieses Exemplar mit fehlender Belederung und immer noch funktionierend!

Wer an solchen Kameras Freude hat, kann hier die Bedienungsanleitung der Pentax 6x7 als PDF in englischer Sprache runterladen.

Und das einzig wahre Vollformat?

Was ist schon ein popeliger 24x36 mm "Vollformat"-Sensor gegen diesen 60x70 mm "Sensor"? OK, der Sensor war analog und gleichzeitig Speichermedium – Rollfilm mit den Negativformat 6x7 cm. Beim 6x7 cm Format sprach man zu Analogzeiten gar vom Ideal-Format. Auch gegenüber dem 6x6 cm Standard beispielsweise der schwedischen Hasselblad.

Wer genau hingesehen hat, wird das Polaroid-Rückteil entdeckt haben, das auf der Pentax sitzt. Passende Fuji-Sofortbildfilme gibt es aktuell nur noch zu Wucherpreisen. Gut dass ich mir einen kleinen Vorrat angelegt habe, als die Filme noch bezahlbar waren. Im Vergleich zum Original Polaroid-Material haben die Fuji-Filme nicht nur aufgrund ihres viel jüngeren Produktionsdatums eine viel bessere Haltbarkeit.

2019 werde ich mir mit diesem Monstrum an SLR losziehen. Die aufgenommenen Polaroids/Fujis werden digitalisiert, wozu ein guter Flachbettscanner vollkommen ausreicht.

An 6x7 Objektiven habe ich "nur" ein 3,5/55 mm und ein 2,4/105 mm… Das entspricht im 6x7 cm Mittelformat auf 24 x 36 mm Kleinbildformat umgerechnet 25 und 49 mm Brennweite.

Fotografie mit den Pentax Takumaren 6x7 3,5/55 mm und 2,4/105 mm, adaptiert auf die 4 Megapixel Canon EOS 1D…

… lautete die ursprüngliche Überschrift. Ich habe umdisponiert und montiere die Takumare per entsprechenden Adapter auf eine Vollformat-Nikon DSLR. Warum, ist weiter unten zu lesen…

Exakt tragen die beiden Objektive diese Bezeichnung: Super-Multi-Coated TAKUMAR/6x7 1:3,5/55 (Vorstellungsjahr 1971) und SUPER-TAKUMAR/67 1:2,4/105 (Vorstellungsjahr 1969). Beide gehören zur 1969 vorgestellten Mittelformat SLR Pentax 6x7, die auf Rollfilm Negative/Dias von 6x7 cm Größe belichtete.

Beide Objektive sind für dieses Filmformat recht lichtstark. Aber diese Abmessungen!

Das 55 mm hat ein Filtergewinde von 100 mm Durchmesser und wiegt (selbst auf die Waage gestellt) nackt 947 g. Das 105 mm ist da deutlich gemäßigter mit 67 mm Filtergewinde und 626 g Gewicht. Alle Daten sind in Antique & Classic Cameras“ zu finden.

Optische Leistung?

Da dürfen keine Wunder erwartet werden. Ein Bekannter hat für Großformatkameras (Negativformat ab 9x12 cm!) gedachte Objektive auf seine 24 MP Vollformat Sony DSLM adaptiert und den Objektiven ganz schlechte Leistung attestiert. Der Mann ist Fotografenmeister und weiß, was er tut. Fürs riesige Filmformat musste das Objektiv einfach nicht höher auflösen. Aber bei 24 Millionen Bildpunkten, verteilt auf 24x36 mm Fläche war dann eben Ende. Einige seiner alten Zeiss Hasselblad (6x6 SLR) Objektiven schlugen sich auf der Sony aber hervorragend. 

Mit den beschriebenen Pentax 6x7 Objektiven jetzt also erst mal kein gemäßigter Versuch auf den 19x27 mm APS-H 4 Megapixel-Sensor der Canon EOS 1D. Der Grund steht weiter unten!

Notwendige Umbauarbeiten

Konverter ausgepackt, montiert, ausgelöst – ERROR…

Und jetzt? Nach einigem Rumprobieren konnte ich rausfinden, dass die Positionierung des Lochs/Schlitz', in den der Stift des EOS-Bajonetts einrastet, falsch gewählt ist. Entriegeln und leicht verdreht, und das Ganze funktioniert.

Adapter wieder einpacken und zurück (nach Hongkong) schicken? Nein!

Stattdessen habe ich zur Feile gegriffen und den Schlitz so verbreitert, dass des Adpapter sich um die zwei, drei Grad verdrehen lässt, dass die EOS zuverlässig arbeitet. Meine "Feinmechanik-Arbeit" sieht zwar furchtbar bis schwer kariös aus, verhindert aber sicher, dass mir das Objektiv von der Kamera fällt oder umgekehrt. Im schlimmsten Fall habe ich einen Error. EOS ausschalten, Adapter verdrehen – fertig…

K&F Koncept Adapter

Nach mehreren Anläufen (Mails) mit einer detaillierten Fehlerbschreibung hat sich K&F Koncept auf meine Reklamation gemeldet, da ich auch an deren Photokina-Stand vorstellig wurde. Ob es eine Lösung gibt, wird sich zeigen. Denn es geht nicht darum, einen neuen Adapter zu schnorren, sondern um einen wirklich funktionierenden Adapter!

Da um jeden Kubikzentimeter Gepäckplatz gerungen wurde, blieb der selbst "modifizierte" K&F Koncept Pentax 6x7-/EOS-Adapter erstmal zu Hause. Dazu gesellte sich ein zweiter Grund. Die Nikon D800 unterstützt die manuelle Fokussierung mit Lichtwaage und Punkt. Aber: Aufgeschoben ist nicht aufgehoben! Der Gang mit der EOS 1D und eher nur dem lichtstarken 2,4/105 mm kommt 2019…

Einen Praxistest der 6x7 Takumare auf der Nikon Vollformat-DSLR gibt es Ende Oktober/Anfang November.

War gar nicht eingeplant!

Kam schneller als gedacht aus Asien, der Pentax 6x7-/Nikon F-Adapter!

Der für die alten Pentax-Schätzchen aber die "Höchststrafe" bedeutet: Vollformat mit 36 Millionen Bildpunkten… Bin gespannt, was das gibt! Und stecke noch das 1,4/50 mm AF-Nikkor ein. Um dann zu vergleichen: 3,5/55 mm 6x7 Pentax gegen 1,4/50 mm Nikkor. Beide bei Blende 3,5, 8 und 11.

PS.: Der versprochene Praxistest des 2,9/50 mm Meyer Görlitz Trioplans und des 3,5/35 mm Pentax Takumars bleibt wie er ist – auf der Canon EOS 1D!


Salamitaktik oder: Smartphones mit Doppel/Mehrfach-Objektive…

28. September 2018, Ralf Jannke - Wissen, Sammeln, Ausprobieren

Alles schon da gewesen!

"Kodak EasyShare V570, die zweiäugige Digitalkamera (Dual Lens)" lautete die Überschrift zum Praxisbericht (2015) dieser interessanten Kamera, die Kodak 2006 vorstellte.

Und das vorwegnahm, was die Smartphonehersteller aktuell in Salamitaktik vorstellen. Natürlich ist/war es einfacher eine Doppel-Periskop-Optik in eine 20,5 mm dicke Kamera einzubauen, als in das unlängst hier vorgestellte Huawei P20 Pro, das nur 7,7 mm dick ist.

Aber von 2006 bis heute (2018) sind 12 Jahre vergangen! Ich gehe eine Wette ein, dass Prototypen mit Doppelobjektiv – eine Superweitwinkel-Festbrennweite und ein echtes optisches Zoom – längst fertig sind.

Aber man will ja auch ein hochpreisiges "Huawei P30, P40, P?? Pro", oder wie immer die Nachfolger heißen werden, verkaufen. Die gleiche (Hochpreis-) Taktik wie in der Digitalkamerawelt.

PS.: Den Huawei-Stand auf der Photokina habe ich links liegen lassen… So weit kommt's noch ;-) Häändis auf der Photokina ;-)


Huawei P20 Pro vs. 4 € Flohmarktkamera

18. September 2018, Boris Jakubaschk - Ausprobieren

Meine Frau war einkaufen. Nachdem ihr fünf Jahre altes Sony-Smartphone doch langsam etwas hinfällig wurde, sollte der Nachfolger vor allem gut fotografieren können. Am Ende durfte das Huawei P20 Pro mit in den Einkaufskorb, das in der Presse einhellig für seine großartige Kamera gelobt wurde.

Ich war auch einkaufen. Allerdings war mein Einkauf zwar nicht unbedingt kleiner, dafür aber ungleich günstiger: Die Reisezoom-Kamera SX200 IS von Canon aus dem Jahr 2009 wechselte für sage und schreibe 4 Euro den Besitzer - inklusive Akku und Funktionstest.

Da war die Idee naheliegend, den Wochenendausflug in die Pfalz für einen kleinen Vergleichstest zu nutzen. Bei der Gelegenheit durften noch zwei weitere Geräte mit: Die Lumix G81 als Referenz für eine moderne Systemkamera. Und mein schon etwas betagteres Smartphone als Vergleichsmöglichkeit für den Fortschritt der letzten vier Jahre.

Und was kam dabei heraus? Die Smartphones sind nicht schlecht. Aber gegen die Grenzen, die die Physik setzt, kommen auch die besten Algorithmen nicht an. Anders gesagt: Optischer Zoom ist durch nichts zu ersetzen.

Hier die Resultate im Detail mit vielen Beispielbildern


Wir adaptieren weiter…

13. September 2018, Ralf Jannke - Wissen, Sammeln, Ausprobieren

Ist das nicht eine putzige Kombination? Sieht aus wie eine Montage, ist aber echt! Die Canon EOS 1D und das 2,9/50 mm Meyer Görlitz Trioplan.

In "Spiegellose 14 Megapixel Systemkamera Samsung NX100/NX11 als 'Digital Back' für alte Objektive" hatte ich geschrieben: "Ganz sicher werde ich die M42 Linsen auch auf die 36 MP Vollformat Nikon D800 montieren – demnächst." Und dabei mal wieder den Wald vor lauter Bäumen nicht gesehen…

OK, Vollformat wird es jetzt noch nicht, aber immerhin die 19x27 mm APS-H Sensorfläche (Cropfaktor 1,3) der 4 MP Canon EOS 1D. Einen M42-Adapter mit Linse, damit die Unendlich-Einstellung nicht verloren geht, werde ich mir 2019 für Nikon noch zulegen. Jetzt muss es erstmal der vorhandene simple M42-/Canon EOS-Adapter tun, mit dem ich das 2,9/50 mm Görlitz auf die EOS 1D montieren kann. Da das 3,5/35 mm Pentax Takumar keinen Platz einnimmt, wird es mit für den nächsten Trip eingepackt.

Der Praxisbericht kommt im Herbst ab Mitte Oktober

Fortsetzung (2019)

Nachdem klar war, dass der M42-/EOS-Adapter einwandfrei auf der EOS 1D läuft, muss der doch auch auf der 13,5 MP Vollformat Kodak DCS ProSLR/c mit EOS-Bajonett laufen. Tut er! Auf der Vollformat-DSLR dürfen die M42 Objektive dann zeigen, was sie schärfemäßig auch an den Bildrändern draufhaben.

Ein schönes Projekt für 2019!


Infrarotfotografie mit Sony-Digitalkameras

30. August 2018, Ralf Jannke - Wissen, Ausprobieren

Sony DSC V-1, F707, F717, F828 Infrarot Hack: Infrarotfotografie für experimentierfreudige Leser

Erst durch einen Kommentar zur Sony DSC F707 aufmerksam geworden, können die oben beschriebenen Sony Cyber-shot Modelle mit Hilfe eines kleinen Magneten und einem Infrarotfilter ohne komplizierte Eingriffe infrarotfähig gemacht werden. Man lernt nie aus!

Welche Art von Fotos da rauskommen, zeigen die Praxisberichte zur Nikon Coolpix 700 und Coolpix 900

Quellen zur Infrarotfotografie mit Sony Digitalkameras

Sony F828 Infrarot Hack

Sony DSC-V1 infrared magnet hack

Youtube-Videos

Sony Cybershot F828 Magnet Infrared Hack in 2 seconds!

How to Capture Infrared Photos with a Magnet! and the Sony DSC F717 F707 F828

In den Beiträgen nicht genannt, muss das Ganze auch mit der Sony DSC-V3 funktionieren!

Auch wenn bei meiner DSC F828 das Filtergewinde gebrochen ist, könnte es möglich sein, einen IR-Filter zu montieren. Mehr dazu 2019…


Geht doch! Sony Cyber-shot DSC F828

29. August 2018, Ralf Jannke - Wissen, Sammeln, Ausprobieren, Reparieren

Lange gesucht und dann endlich zum genehmen Preis gefunden!

„Besonders die Sony-Modelle DSC-F828 und DSC-R1 (…) haben es mir angetan – wenn der Preis stimmt“, war da in einem Blogbeitrag zu lesen. 

Und der Preis stimmte bei der für 475 Kronen (ca. 46 Euro) inkl. Porto im schwedischen eBay-Ableger „Tradera“ erworbenen DSC-F828. Mit Rückgaberecht!

Die DSC-F828 ist runtergefallen – unschwer am gerissenen Filtergewindering zu erkennen – und auch sonst sichtlich gebraucht. Ich habe Angst, dass mir die beiden Gehäusehälften auseinanderfallen… Da muss ich zu Hause Hand anlegen, sprich den Uhrmacherschraubendreher aktivieren. Aber alle Funktionen und die schnell aufgenommenen Testfotos sind einwandfrei! Zum Glück steckt in der F828 der gleiche Sony-Akku wie in der F707. Also habe ich vom Rückgaberecht keinen Gebrauch gemacht!

Für einen ausführlichen Bericht dieser 2003 vorgestellten 8 Megapixelkamera mit dem besonderen CCD-Sensor mit Vierfarb-Mosaik und den erweiterten Möglichkeiten (Speicherung im Rohdatenformat, zusätzlich zum unvermeidlichen Sony Memory-Stick-Speicherkarteneinschub ENDLICH noch ein Fach für CompactFlash-Karten!) werde ich mir noch Zeit lassen, davor sind noch andere ebenfalls interessante Digitalkameras dran.

"Repariert"

Zwischenstand

Die "Reparatur" der wackelnden F828 Gehäusehälften erwies sich als überraschend simpel. Ich hatte befürchtet, die Sony halb zerlegen zu müssen, um entsprechende Schrauben/Muttern wieder festzuziehen. Tatsächlich genügte die Abnahme eines Teils, um an zwei lose Schrauben zu kommen und diese wieder festzuziehen. Das war schon alles. Sollten die besagten zwei Schrauben sich mit der Zeit wieder lösen, wird mit Schraubensicherung gearbeitet!

Praxistest

Nach der Sony Cyber-shot DSC F-707 in diesem Sommer kommt diesen Herbst die ebenfalls 8 MP auflösende Nikon Coolpix 8400 darn. Ggf. wartet die F828 bis 2019, um im digicammuseum.de auch Zukunft interessante Praxisberichte bieten zu können.

Der schicke Riemen musste sein! Das ist nicht Retro, der Riemen ist echt – aus den gefühlt 1970er Jahren. In diesem Fall habe ich auch nichts gegen einen so auffälligen Kameragurt. Könnte unterwegs für gewünschte Diskussionen sorgen…