2018: 90 Jahre Minolta

Nur zwei von zahlreichen Minolta Spitzenleistungen: Links die Mess-Sucherkamera Minolta V2 von 1958 mit ihrem Weltrekord-Zentralverschluss, der 1/2000 s schaffte. Rechts daneben die erste Spiegelreflexkamera der Welt, die eine eingebaute Belichtungsmessung hat – die Minolta SR-7 von 1962

Jetzt wäre es wirklich soweit: Im November 2018 würde Minolta 90. Geburtstag feiern wenn…

… ja wenn man nicht 2006 aufgegeben hätte. Das Minolta A-Bajonett lebt aber bis heute in Sony DSLRs weiter. Also war ich der Meinung Minoltas 90. Geburtstag trotzdem zu feiern! Der folgende Beitrag wurde schon Beginn des Jahres 2018 erstellt, aber immer wieder ergänzt und erweitert. Deshalb noch mal diese Neuveröffentlichung. Viel Spaß!

Ralf Jannke, November 2018 

Minolta Geschichte

Wikipedia schreibt: "Minolta wurde im November 1928 von Kazuo Tashima unter der Geschäftsbezeichnung Nichidokushashinki Shoten, (etwa Japanisch-Deutsches Kamerageschäft) gegründet. Im Juli 1931 wurde das Unternehmen in Molta KG (Mechanismus, Optik und Linsen von Tashima) umbenannt und der Markenname Minolta (Mechanismus, Instrumente, Optik und Linsen von Tashima) registriert. 1937 erfolgte eine weitere Umbenennung in Chiyoko (Chiyoda Kogaku Seiko Kabushiki Kaisha) beziehungsweise Chiyoda Kogaku. Erst seit Juli 1962 wurde die Bezeichnung Minolta Camera Company (Minolta Kabushiki Kaisha) auch als Firma genutzt."

Auf keinen Fall vergessen werden dürfen auch diese beiden hervorragenden Quellen, wenn es um Minoltas Geschichte geht:

"the rokkor files"

"The world's most complete list of manual-fokus MINOLTA 35mm SLR cameras – The Sub Club"

Minolta Kameras in Camera-Wiki (englisch)

Vorwort

Mein Erfahrungsschatz Minolta ist im Vergleich zu Nikon ungleich kleiner. Was mich aber trotz fast komplettem Wechsel in die digitale Fotografie nie daran hinderte auch die eine oder andere analoge Minolta zu erwerben. Die beiden schönsten Exponate sind die Messsucherkamera V2 mit ihrem 1/2000 s Weltrekord-Zentralverschluss und die erste Spiegelreflexkamera der Welt mit eingebauter Belichtungsmessung, die SR-7. Die V2 wurde bereits erfolgreich mit einem Diafilm getestet, mit der möchte ich aber noch mal losziehen. Die SR-7 "bettelt" geradezu um einen Film. Auch weil ich der  SR-7 auch ein zeitlich passendes 3,5/28 mm Minolta Rokkor spendiert habe. Dazu gesellt sich noch weiterer "Beifang" an analogen Minoltas. 

Ganz wichtig für die improvisierte Minolta-Geschichte mein Papier-Archiv. Bestehend aus ziemlich kompletten US-Magazinreihen der 1950er bis etwa 1980er Jahre, mit einzelnen Ausgaben aus den 1930er und 1940er Jahren. Das gleiche Bild über meine schwedischen Verbindungen. Magazine der 1950er bis 1980er Jahre. Deutsche Magazine der Jahrgänge 1950/1960 sind in Bezug auf japanische Kamerageschichte völlig wertlos, selbige fand dort praktisch nicht statt. Was die deutsche Kameraindustrie auch nicht vor dem Absturz bewahrte...

Natürlich werden Sie hier nur einen Bruchteil aller Minolta-Modelle finden. Aber dafür gibt es doch DAS Standardwerk von Anni Rita und Josef Scheibel: 70 Jahre Minoltatechnik – Von der Nifcalette bis zur Dynax 9" ISBN 3-89506-191-3, LINDEMANNS VERLAG. Das Buch endet 1998 mit Beginn der Digitalzeit bei Minolta, den DSLRs RD-175 und RD-3000, sowie den Digital-Konsumermodellen Minolta Dimage V und Dimage EX. Was kein "Problem" ist, denn Minolta ist digital im Digicammuseum gut vertreten.

Zur Illustrierung dieses Beitrags habe ich an zahlreichen Stellen zu Demonstrationszwecken zeitlich und bauartlich passende, mir würdig erscheinende Minolta-Vertreter anderer Hersteller eingesetzt.

Dem großen Analogteil folgt ein Minolta-Digitalpart sozusagen im "Schweinsgalopp". Mit den Highlights der Minolta-Digitalgeschichte von der ersten DSLR RD-175 bis zur letzten Dynax 5D und der ersten "MinoltaSony" Alpha 100.

Ein wahres Füllhorn an Informationen: "The M. Butkus library of camera instruction manuals"

Nicht nur für Minolta!

Butkus-Homepage

Butkus Minolta

Minolta Geschichte in Kurzform

1928: Minolta Firmengründung im November

2003: Fusionierung mit Konica zu KonicaMinolta

2005: Eingehen einer strategischen Partnerschaft mit Sony

2006: Einstellen der Produktion von KonicaMinolta Kameras, Objektiven und Zubehör

2006: Sonys erste digitale Spiegelreflexkamera, die Alpha 100, ist nichts anderes, als eine etwas gefälliger (runder) gestaltete KonicaMinolta Dynax 5 oder Dynax 7. Der Name "Alpha" ist auch nicht neu! In Japan wurde die Minolta 7000 AF unter dem Namen Minolta Alpha 7000 vertrieben. Außerdem lebt das Minolta A-Bajonett bis heute in den SonyKameras weiter!

1928/29 Minolta Nifcalette

Was ich da im eigenen Foto-Archiv gefunden habe, ist meine längst verflossene Haarfarbe ;-) und eine Platten-/Rollfilm-Kamera, die vom Konzept her der Minolta Nifcalette einigermaßen entspricht. Bei meinem Modell eines unbekannten Herstellers handelt es sich um eine 6x9 cm Plattenkamera, deren Mattscheibe oder 6x9 Glasnegativplatten-/Planfimkassette gegen ein 120er-Rollfim-Rückteil ausgetauscht werden kann. Im Gegensatz dazu ist die Minolta Nifcalette eine reine Rollfilm-Kamera für den Film-Typ 127, Negativformat: 4x6,5 cm. Immerhin sollte es so einen Eindruck vermitteln, wie Minoltas erste Kamera ausgesehen hat.

1931: Minolta Plattenkameras

Das ist natürlich auch nur Anschauungsmaterial wie eine Minolta-Platenkamera dieser Zeit aussah. Aber jede beliebige Plattenkamera sah damals so aus…

1930er, 1940er Jahre bei Minolta – noch mehr Platzhalter

(bitte aufs "Poster" klicken/tippen)

Platzhalter?

Im Original sind diese Minoltas teure Sammelstücke. Ich fand dazu nur ein winziges Foto einer "Minolta 120" auf der Anzeigenseite eines amerikanischen Versenders von 1949.

Ohne Minolta zu nahe zutreten: Was in diesem Zeitraum präsentiert wurde, spiegelt sich auch in der Ur-Firmenbezeichnung wieder: „Nichidokushashinki Shoten – japanisch-deutsches Kamerageschäft. Es sind mehr oder weniger "Inspirationen" deutscher Vorbilder. Was es sonst bei Minolta neben dieser "120" noch gab, sieht nur wenig anders aus als die deutschen Vorbilder. Wobei die Plaubel mit ihrem Messsucher und seiner exakten Entfernungsmessung/-einstellung sicher die hochwertigere Kamera ist! Das Prinzip übernahm Minolta gern. So kann man sich die Minoltas der frühen Jahre gut vorstellen.

Semi Minolta (I) ab 1934

Im Bild eine absolute Rarität, zugeschickt von Martin Emmrich. Die Montage zeigt eine Semi Minolta I von ca. 1934. Das "Semi" steht für "Halb". Gemeint ist ein kleines Mittelformat. Auf den Rollfilm belichtete die "Semi" keine 6x6 cm Negative sondern 4,5 x 6 cm. Vielen Dank an Martin!

Oben der (mehr vergebliche) Versuch, den Schriftzug "Minolta" in der verwitterten Belederung der 80 Jahre alten Semi Minolta sichtbarer zu machen. Im Original, die Kamera in der Hand, entziffern Auge und Gehirn den Schriftzug mühelos.

1936 Minolta-Flex

Die "Minolta-Flex" von oben ist natürlich eine mit Photoshop gebastelte, plumpe Kopie einer Zeiss Ikon Ikoflex

Herausragend die zweiäugige Mittelformat 6x6 Spiegelreflexkamera (TLR) Minolta-Flex von 1936, ganz sicher von der deutschen Rolleicord I/Ia und möglicherweise auch ein bisschen von der Zeiss Ikon Ikoflex inspiriert. Die Minolta-Flex ist nicht nur Japans erste zweiäugige Spiegelreflexkamera, sie ist meines Wissens Japans erste Spiegelreflexkamera überhaupt!

1947: Minolta 35 Messsucherkamera

Während sich Nikon bei seinen Messsucherkameras mehr an das kantige Äußere der Contax anlehnte, wählte Canon für seine Kameras die runde Form der Leica. Minolta ging mit seiner 35 einen etwas anderen Weg, wobei die runden Formen eher in Richtung Leica weisen. Viele Möglichkeiten, eine Messsucherkamera zu gestalten gab es sicher nicht, aber die Minolta 35 sah ein wenig anders aus.

Um einen kleinen Eindruck zu erwecken, nimmt hier meine russische Zenith FED 3 den Platz für eine Messucherkamera ein…

Zur ersten Nikon I von 1948 gibt es eine interessante Parallele bei Minolta. Das Format maß nicht wie zu Beginn und über Jahrzehnte bis heute fürs Kleinbild üblich 24 x 36 mm, sondern 24 x 32 mm. Die Idee daran war die bessere Ausnutzung des Formats für Vergrößerungen und andere Zwecke. Außerdem gingen statt 36 Aufnahmen à 24 x 36 mm 40 Aufnahmen à 24 x 32 mm auf eine Rolle.

1958: Jetzt geht es richtig los…

Auf der Jagd nach Informationen zu Minolta…

… bin ich einige Tage zur Kellerassel mutiert ;-)

Um im Papierarchiv zu suchen. Bis 1952 war Schweden noch fest in deutscher Kameraherstellerhand, was die Werbeannoncen angeht. Ich habe Ausgaben der schwedischen „FOTO“ 1940 Jahre aufwärts, Magazin für Magazin durchsucht. 1952 erscheint die erste Annonce eines japanischen Herstellers. Beworben wird die Messsucherkamera Nikon S. Bis 1954 ist Nikon einsamer Streiter. Erst dann gesellen sich ganz zaghaft die zweiäugige 6x6 Mittelformat-TLR Aires Reflex und die gleichartige Ricohflex dazu. 1955 kommt Yashica mit seiner zweiäugigen 6x6 Mittelformat-TLR dazu. 1956 bekommt Nikon mit seiner Rangefinder (Messsucherkamera) S2 endlich einen Mitstreiter im Kleinbildformat. Beworben wird die Asahiflex (Pentax!) Spiegelreflexkamera. Mit der zweiäugigen 6x6 Mittelformat-TLR „Autocord“ betritt Minolta die Bühne. 1957 bewerben Canon und Olympus ihre Rangefinder-Modelle für den Kleinbildfilm und Miranda seine KB-SLR.

1958 schaltet Minolta in der schwedischen "FOTO" die oben gezeigte dreiseitige Anzeige mit folgendem Text:

Ein neuer Vorschlag, eine neue Initiative – Minolta präsentiert sein Programm. Und „Kontrolle, Kontrolle und noch mal Kontrolle…“, ist da zu lesen. Gezeigt werden die zweiäugige 6x6 Mittelformat Minolta Autocord/L, die Rangefinder-Kameras Minolta 35, Super A, A2, Autowide und die Minikamera Minolta 16.

Wie schon in „2017 – 100 Jahre Nikon“ geschrieben, wurde japanische Fototechnik in einem deutschen Fachblatt allenfalls verunglimpft. Erst in den 1960er Jahren „entdeckte“ das Fachblatt Japan, als der Großteil der deutschen Fotoindustrie von der Bildfläche verschwand.

Minolta Qualitätskontrolle

Minolta und US Magazine

Die oben unter "1928 bis Beginn der 1950er Jahre" gezeigte winzige Minolta 120-Abbildung ist aus einer US-Preisliste von 1949. Ab den 1950er Jahren ist in den US-Blättern reichlich Minolta zu finden!

1958: Minolta V2 mit Weltrekord

Bei der Minolta V2 handelt es sich um eine hochwertige Messsucherkamera. Im Gegensatz zu Modellen, die mit fest eingebauten Objektiven einen Zentralverschluss mit maximal 1/500 s Verschlusszeit haben, schafft der V2-Zentralverschluss 1/2000 s! Der Nachfolger V3 schraubt den Weltrekord noch etwas höher! 1960 erreicht die V3 1/3000 s!

Die 1/2000 s der V2 wird allerdings mit der Einschränkung der nutzbaren Lichtstärke erkauft. Mit den damaligen Materialien war es nicht möglich, die beweglichen Teile des Verschlusses so zu beschleunigen, dass sie bis zur Lichtstärke des fest eingebauten 2/45 mm Rokkors innerhalb der 1/2000 s komplett geöffnet und wieder geschlossen werden können. Der Verschluss öffnet bei 1/1000 und 1/2000 s nicht vollständig, was für 1/2000 eine maximale Blendenöffnung f/8 bedeutet und bei 1/1000 s f/4, was am Objektiv entsprechend farblich markiert ist.

Highspeed-Video des Minolta V2-Zentralverschluss' und Verschlusszeiten-"Test"

Um mir selbst ein Bild zu machen, wie weit der Minolta V2-Verschluss bei 1/500, 1/1000 und 1/2000 s öffnet, wurde der Verschlussablauf mit einer Casio Exilim Digitalkamera gefilmt – ich weiß nicht mehr welches Modell –, die über eine High-Speed-Movie-Funktion von bis zu 1000 B/s verfügt. Es war richtig "Arbeit" in den Videos Einzelbild für Einzelbild zu durchsuchen, um den maximal geöffneten V2-Verschluss zu erwischen. Aber er hat funktioniert. Die Videos wurden dann per Adobe Premiere Elements in drei Spuren übereinandergelegt, um die Unterschiede zu zeigen. Davon ein Screenshot, fertig war das Ganze. Und wirklich: Nur bei 1/500 s öffnet der V2-Verschluss vollständig. Vernachlässigt man bei 1/1000 s und 1/2000 s die Sternspitzen über der runden Öffnung, entspricht das eben Blende 4 bzw. 8.

Dann wollte ich noch wissen, ob dieser Spezial-Zentralverschluss nach so vielen Jahren noch die schnellen Zeiten 1/500 s, 1/1000 s und 1/2000 s bildet. Tur er! Natürlich kann ich nicht messen wie schnell der Verschluss tatsächlich ist, wie genau die Zeiten eingehalten werden. Am Rotor eines kleinen Ventilators ist aber deutlich zu erkennen, wie die zunehmend schnelleren Verschlusszeiten die Rotorblätter immer sichtbarer machen. Zum kompletten Einfrieren reichte die 1/2000 s allerdings noch nicht aus… 

Im Erscheinungsjahr wurde die Minolta V2 in den USA zu 99,95 Dollar angeboten. Nach Umrechnung des damaligen Dollar-/DM-Kurses und der dazugehörigen Kaufkraft wären das heute rund 711 Euro, ein stolzer Preis! 1960 war sie vermutlich durch das Nachfolgemodells V3 zu 72 Dollar zu haben.

Obwohl Minolta bis in die 1990er Jahre zahlreiche Sucherkameras baute, war die Fertigung der V2/V3 vermutlich besonders aufwändig. Möglicherweise brauchte Minolta in der beginnenden Ära der hochwertigen Spiegelreflexkamera mit ihren Ausbaumöglichkeiten Kapazitäten zur Fertigung der 1958 vorgestellten SR-2.

Englische Bedienungsanleitung zur Minolta V2

1958 bis 1962: Minoltas erste Kleinbild-Spiegelreflexkameras

Minolta zählt anders: Zwei–Eins–Drei–Sieben

Die ersten Minolta-Spiegelreflexkameras fürs 24x36 mm Kleinbild(film)format wurden in dieser Reihenfolge vorgestellt: SR-2 (1958), SR-1 (1959), SR-3 (1960) und SR-7 (1962). Die SR-7 ist die erste Spiegelreflexkamera der Welt mit im Gehäuse eingebauter Belichtungsmessung!

Korrektur!

Minolta kann zählen! Tatsächlich soll wirklich die SR-1 die erste Minolta KB-SLR gewesen sein, nicht die SR-2. Zur Irritation kam es, weil die SR-1 als schnellste Verschlusszeit nur 1/500 s bot und deshalb die „schnellere“ SR-2 mit 1/1000 s VOR der SR-1 angeboten wurde.

Update! Ins Foto meiner SR-7 einmontiert, die Vorgänger-Version der SR-7, die deutlich anders aussieht. Ob dieses schwer misshandelte Exemplar, nachdem es nicht nur aufs Objektiv gefallen ist,  noch Leben hat, werde ich Ostern 2018 wissen…

Englische Bedienungsanleitung zur Minolta SR-7

Beim Kleinstadt-Fotohändler in der Vitrine gefunden: Minolta SR-1. Leider unverkäuflich :-(

Und jetzt noch einmal in voller "Schönheit": Minolta SR-7 1. Version

Schwer gezeichnet

Dieses schwer misshandelte Exemplar ist nicht nur aufs Objektiv gefallen ist, irgendwann ist auch die (je nach Sichtweise) linke Kameraöse komplett ausgerissen. Wenn ich mir das Bajonett ansehe, möchte ich nicht wissen, wie oft an dieser SR-7 das Objektiv gewechselt wurde.

Und doch

Immer noch steuert das Gehäuse die Blende an, die auf den eingestellten Wert schließt. Das Öffnen geht dann eher in Zeitlupe ;-) Aber die Blendenlamellen sind nicht so verklebt, dass man das 1,7/55 mm MC Rokkor-PF nicht mehr benutzen kann. Und der SR-7 Verschluss? Wenn man sich zwischen 1/15 und 1/1000 s bewegt, scheinen die Zeiten unterschiedlich schnell abzulaufen. Für einen SW-Negativfilm wird die Genauigkeit nach 56 Jahren schon noch reichen. Der Prismensucher ist in besserem Zustand als das trübe Teil meiner zweiten, moderneren SR-7.

Und der Belichtungsmesser?

Zum Glück war keine (nach so langer Zeit) ausgelaufene Batterie im Fach. Ob der CdS-Belichtungsmesser noch läuft, ist unerheblich. Das besorgt die zweite Kamera oder die App im Smartphone…

In den Sommerferien (2018) bekommt die alte SR-7 ihren SW-Film!

Fotografieren mit der analogen Minolta SR7 2018

Auf der dänischen Ostseeinsel Bornholm

Wie bei Zusammenstellung der Minolta-Geschichte in der ersten Jahreshälfte 2018 angekündigt, ging die Minolta SR7 mit in die Sommerferien. Zum Fotografieren! Das war gleichzeitig Gelegenheit die alten Minolta MC Rokkore 3,5/28 mm und 1,7/50 mm auf die moderne 10 Megapixel Sony Alpha 100 DSLR zu adaptieren, die auch einen Bezg zu Minolta hat!  

1960: Minolta Uniomat

Schneller Zentraverschluss

Wie die Minolta V2 hat die auch die Uniomat ein fest montiertes 45 mm Objektiv, das aber mit vier Linsen einfacher aufgebaut und nur f/2,8 lichtstark ist. Wie auch die V2 hat die Uniomat einen schnellen Zentralverschluss. Der zwar keine 1/2000 schafft wie die V2, mit 1/1000 s aber immer noch doppelt so schnell ist wie die übliche Massenware mit 1/500s.

1963 Minolta ER

Im Vergleich zu anderen und auch Spiegelreflexkameras aus dem eigenen Haus eine Minolta Billig-SLR mit fest eingebautem Objektiv und durch den Zentralverschluss auch nur mit einer maximalen Verschlusszeit von 1/500 s ausgestattet. Immerhin ermöglicht der Zentralverschluss ein Blitzen mit 1/500 s Verschlusszeit. Die Schlitzverschlüsse der besseren System-Spiegelreflexkameras gestatteten in den Anfangszeiten dagegen nur 1/60 bis 1/125 s Blitzsynchronisation. Neben der Minolta ER mit ihrem 2,8/45 mm Objektiv aus eigenem Bestand eine Nikkorex 35 mit einem fest eingebauten 2,5/50 mm Objektiv von 1960. Diesem Bauprinzip der Einfach-SLR folgten zahlreiche japanische Hersteller.

1963: Bewegte Bilder Minolta Zoom 8 Filmkamera

1964: Minoltina-P/Minoltina-S, Minoltina 8 Filmkamera

Wunderbarer Neuzugang: Minoltina P von 1964

Kleines Wörterbuch Schwedisch ;-)

Die Schweden sind keine Ferkel! 

„Ha-med-i-fickan-kamerorna“ heißt Wort für Wort übersetzt: „Hab-mit-in der Tasche-Kameras“, etwa „Immer-dabei-Kameras“.

Eine „ficklampa“ oder ein „fickalmanacka“ sind nichts Unanständiges, sondern so harmlose Dinge wie eine Taschenlampe oder ein Taschenkalender! Und für „Vill du fika?“ gibt es keine „körperliche Ermahnung“, sondern das ist nur die Einladung zu einem Kaffee! Und die „Fikapaus“ ist die Kaffeepause ;-)

Die Minoltina gab es 1964 auch als Schmalfilmkamera "8". Wie Canon, Nikon und andere japanische Hersteller produzierte auch Minolta zahlreiche Schmalfilmkameras.

1953/54 bis 1965: Minolta Autocord, die zweiäugige Spiegelreflexkamera (TLR)

Von 1936 bis 1965 baute Minolta zahlreiche TLRs

Hoffentlich der Minolta Autocord würdig, vertritt die japanische Aires, bestückt mit Nikon (Nikkor) Objektiven die zweiäugige Spiegelreflexkameraklasse

Angefangen mit der Minoltaflex, die nicht nur Japans erste zweiäugige Spigelreflexkamera war, sondern meines Wissens sogar die erste japanische Spiegelreflexkamera überhaupt. Der Minoltaflex folgte die Minolta Automat (1938) und Minoltaflex II (1950) und Minoltaflex III (1953). Diese Modelle darf man sicher als von der deutschen Rolleicord inspiriert bezeichnen.

1954 wird die erste Minoltacord vorgestellt. Vorbild ist die deutsche Rolleiflex. Wichtigstes Unterscheidungsmerkmal zur Rolleicord, die unübersehbare Transportkurbel. Sie transportiert nicht nur den Film, sondern spannt gleichzeitig den Verschluss. Viel schneller als bei der Rolleicord. Mit der Minoltacord hält die Transportkurbel Einzug in die Minolta TLRs.

1955 folgen die Minoltacord Automat, Minolta Autocord und Minolta Autocord-L. Letztere mit eingebautem Selen-Belichtungsmesser (Light-Meter – Autocord "L")

1965 wird die Reihe der TLRs mit der Minolta Autocord-CdS abgeschlossen, mit CdS-Belichtungsmesser.

Ein befreundeter Fotograf ist der festen Meinung, dass die Autocord Minoltas auf dem gleichen Level wie die Rolleiflex sind, wenn nicht sogar höher!

Während des zweiten Weltkriegs entwickelte Minolta 1943 die erste TLR der Welt mit Wechselobjektiven! Zusätzlich zum 3,5/75 mm Standardobjektiv gab es ein 5,6/150 mm Tele.  

1955 bis 1968: Minolta A-Klasse

Die KONIPAK 300 ist der hier nicht gezeigten Minolta Autopak 400-X sehr ähnlich, daher habe ich sie als Vertretung ausgewählt. Und die Olympus Wide? Nicht nur Minolta hatte mit seiner Auto-Wide die Idee, dem Interessenten mehr Bildwinkel anzubieten. Resultat waren Kameras mit fest eingebautem 35 mm Weitwinkelobjektiv. Die Olympus Wide wurde 1955 vorgestellt. Meine Minolta AL-F (untere Fotoreihe, Mitte) ist 1967 die vorletzte Minolta A-Kamera. Und die danebenstehende Minolta AUTOPAK 700 von 1966 hat mit der KONIPAK 300 und der hier nicht gezeigten Minolta Autopak 400-X gemein mit dem mit der Kodak Instamatic eingeführten Instamatic-Kassettenfilm (Typ 126) geladen zu werden.

Englisches Minolta AL-F Manual

Realer Neuzugang! minolta AUTOPAK 550

So macht das Spaß!

Eine nette minolta AUTOPAK 550 für den Kodak Instamatic Pak Film. Einen Kodak hatte ich leider nicht zur Hand, da musste der AGFA mit Ablaufdatum 2/2/1979 genügen ;-) Ganz apart die Vinyl (?) Aufbewahrungstasche zur AUTOPAK 550. Wenn sie nur nicht so stinken würde ;-) RAUCHERKAMERA…

1965: Minolta Electroshot

In der Electroshot sorgt eine Zwei-Transistor-Elektronik dafür, dass die Programmautomatik die Belichtung im Bereich Offenblende 1,8 und 1/16 s Verschlusszeit und Blende 16 und 1/512 s steuert. Filmempfindlichkeit ISO 25 bis 400. Hochwertiges 6-linsiges 1,8/40 mm Minolta Rokkor Objektv.

1962 bis 1982 Minolta Hi Matic

Oben mein Beitrag zur großen Minolta-Kameraklasse der Hi-Matics, eine Hi-Matic S von 1978. Für umgerechnet 5 Euro aus einer skandinavischen Auktionsplattform. Nach Entfernen der ausgelaufenen Batterien, Reinigen der Kontakte und viel WD-40 Kontaktspray läuft die Hi-Matic S sogar…

19 Hi-Matic Modelle hat Minolta vorgestellt. Die berühmteste Hi-Matic war sogar im Weltall! Astronaut John H. Glenn nahm 1962 auf seinem Ausflug in den Weltraum eine Ansco Autoset Kamera mit. Die nichts anders war als eine umgelabelte Minolta Hi-Matic mit Belichtungsautomatik. Glenn war der erste Mensch, der die Erde aus dem Weltall abgelichtet hat!

1974: Revue 400L alias Minolta Hi-Matic G

Wie öfters erwähnt, ist der Beitrag "2018: 90 Jahre Minolta" ein lebender. Wenn es neue Informationen zur Minolta-Geschichte gibt, wird das eingepflegt! Hier ist eine:

Revue 400L? Revue? Das ist (war) doch die Hausmarke des Versandhaus' Quelle…

Richtig! Mit großer Wahrscheinlichkeit handelt es sich bei der Revue 400L um eine Minolta HI-MATIC G. Die Frage ist lediglich, wer die Kamera fertigte. Wirklich Minolta, der das OK zum Verkauf unter dem Namen der Hausmarke gab. Kein Ding der Unmöglichkeit, schließlich hatte Astronaut John Glenn wie eben beschrieben doch "nur" eine Ansco Autoset Kamera mit. Eine umgelabelte Minolta Hi-Matic mit Belichtungsautomatik.

Es gab auch noch eine Revue matic 500, für Kodak Instamatic-Kassetten, vermutlich das Hausmarken-Pendant zur Minolta AUTOPAK 500.

1965: Noch ein Sonderfilmformat, 24x24 mm auf Rapid-Kleinbildfilm – Minolta 24 Rapid

24x24 mm Rapidformat

Nachdem Kodak 1963 sein idiotensicheres und natürlich durch Patente geschütztes Instamatic-Kassettenfilm-System auf den Markt gebracht hatte, musste AGFA nachdenken, wie man unbedarften und unerfahrenen Knipsern das Filmeinlegen ebenfalls leichter machen konnte. Dazu musste man nur in die eigene Firmengeschichte ins Jahr 1937 und das Kameramodell Karat zurückgehen. Die Karat wurde mit speziellen Patronen geladen, die nur noch wenig geändert werden mussten, „fertig“ war 1963 das Rapid-System. Die Rapid-Patronen hatten eine „Nase“, die der Belichtungsmessung/-automatik signalisierten, ob der Film ISO 50 oder 100 hat. Mehr zu "Rapid" unter Wikipedia. Neben dem Rapid-Erfinder AGFA bauten zahlreiche Hersteller Kameras für den Rapid-Film. Eben auch Minolta…

Minolta Kleinstbildkameras

1966 Minolta 16 MG

Englisches Manual zur Minolta 16 MG

Der Objektiv-Schutzschieber ist zweigeteilt! Schiebt man nur eine Hälfte zurück, hat man eine Vorsatzlinse für Porträtfotos. Trotz des Alters funktioniert die Kleinstbild-Minolta noch. Sogar der Selen-Belichtungsmesser!

1972 Minolta 16 QT

Das 16 mm Filmformat

Die "16" leitet sich vom verwendeten Film ab. Nicht nur Minolta, sondern unter anderem auch Edixa und Rollei und Yashica bauten Kameras für die so genannte Kleinstbildfotografie

Laut Wikipedia für gewöhnlich einseitig perforierten 16 mm Film, wo unter "Bemerkenswertes" zu lesen ist:

"In der Kleinstbildfotografie wurde meist der einseitig perforierte 16-mm-Film verwendet und in Längsrichtung belichtet, der jedoch von den Kameraherstellern oder dem Fotografen selbst konfektioniert werden musste. Für Edixa 16 und Rollei 16 ergab sich dabei eine Bildgröße von 12 mm × 17 mm, für die Minolta 16 10 mm × 10 mm." Und weiter: "Die Kleinstbildkamera Minox hingegen belichtet(e) speziellen 9,5 mm breiten unperforierten Film, um ähnliche Ergebnisse zu erzielen."

Die winzige Minox, gerne auch als "Fischstäbchen" verspottet, tauchte gerne in Agentenfilmen auf, wenn der Spionage heimlich Dokumente oder technische Zeichnungen ablichtete…

Gelegentlich wurden auch Kameras des Typs "16" als Halbformatkamera bezeichnet, obwohl diese Einordnung eher auf Kameras zutrifft, die mit 35 mm breitem Kleinbildfilm geladen, statt 24x36 mm Filmfläche nur die halbe Fläche von 17/18x24 mm belichten. Nachzulesen auch im Beitrag "Kyocera Yashica, warum dieser doppelte Herstellername?"

1966 bis 1977: Minolta SRT Spiegelreflexkameras

Die Minolta SRT 101 von 1966 mit einem ganz besonderen Zoom

Das 1961 vorgestellte 6,3/95-205 mm Tamron gilt als erstes industriell - heißt preiswert - in hohen Stückzahlen gefertigtes Zoom, was ihm die Würdigung "Meilensteine der Fotografie" und 1964 diesen Annoncentext in einem schwedischen Fachmagazin einbrachte: “Ein makelloses Objektiv zu einem sensationell niedrigen Preis!" 550 Kronen kostete das Zoom 1964 in Schweden, umgerechnet auf heutige Kaufkraft etwa 650 Euro. Ich habe das Zoom auf einem Flohmarkt gefunden und natürlich mitgenommen. Ohne da zu wissen, welchen Anschluss es wohl hat. Offensichtlich hatte Tamron Jahrzehnte vor mir schon die Idee das 95-205 mm Zoom zu Werbezwecken auf eine Minolta SR-1 zu montieren…

Gegenüber den SR-Vorgängern mit ihrer nachrüstbaren (SR-1) oder eingebauten Belichtungsmessung (SR-7) bot die SR-T die viel exaktere Belichtungsmessung durchs Objektiv!

Von den extrem robusten SLRs der SRT 101/202/303-Serie sollen über 3 Millionen Kameras produziert worden sein! 1971 gab es noch eine SRT 100, 1975 eine SRT-100b/SRT-101b und 1977 die letze Minolta SRT-100x.

Englische Minolta SRT-101 Bedienungsanleitung

Drei Beispielseiten zur englischen SRT-101 Reparaturanleitung

Black is beautiful: Minolta SRT MC

Die Internetseite "the rokkor files" beschreibt die Minolta MC als Kreuzung aus den Modellen SR-T 100 und SR-T 101. Mit 1/1000 s Verschlusszeit, Abblendhebel, Hot-Shoe (für den Blitz), aber ohne Selbstauslöser. Die Suchermattscheibe hatte Mikroprismen übers gesammte Feld. Die MC gab es nur in schwarz mit Anzeige der Verschlusszeit im Sucher. Die einfachere SC gab es nur in Chrom und ohne Anzeige der Verschlusszeit im Sucher.

Englisches Manual zur Minolta MC II

1970: Motorisierung tut Not! Minolta SR-M

1970 war es höchste Zeit eine Kamera mit elektrischem Filmtransport anzubieten, wollte man auch Profi-Fotografen gewinnen. Die Nikon F war längst motorisiert – im rechten Foto ganz unten –, Canon ging mit der F1 – im rechten Foto in der Mitte – 1970 an den Start und ebenfalls 1971 löste die Nikon F2 die F ab. Ergebnis war die Minolta SR-M. Die Modellbezeichnung ist missverständlich! Es ist keine Minolta SR, sondern eine SRT ohne Belichtungsmessung. Die SR-M schafft 3,5 Bilder pro Sekunde.

Alle Daten und Technik im englischen Minolta SR-M Manual

1972/1976: Minolta XM, Minolta XM-Motor

Den Mitbewerber im Visier – eine motorisierte Canon F1 samt Automatik-Prismensucher und 1,2/55 mm Canon FL. Unten links im Bild die motorlose Minolta XM von 1972

Wie schon oben zur Minolta SR-M(otor) erwähnt, musste Minolta seine Premium SLR XM auch motorisieren. Ergebnis war – reichlich (zu?) spät – 1976 die XM Motor. Die maximal 4 Bilder pro Sekunde belichten kann.

Alle Daten und Technik in der deutschen Minolta XM Motor Bedienungsanleitung

Ausführliche und toll bebilderte Beschreibungen in englischer Sprache der Minolta XM und XM/Mot finden sich hier:

http://www.mir.com.my/rb/photography/hardwares/classics/minoltaxk/index.htm

und hier:

http://www.mir.com.my/rb/photography/hardwares/classics/minoltaxk/htmls/xkmotor.htm

1973 Minolta und Leica

Von echten Leitzianern gerne und vehement bestritten! Olypedia.de schreibt unter anderem zu Leica:

„In Zusammenarbeit mit Minolta wurde dann 1976 die Leica R3 vorgestellt, die aber nur eine geringfügig veränderte Minolta XE-1 war. Gleichzeitig wurden von Minolta auch einige Objektivrechnungen übernommen. Zum Beispiel das 2,8/16 mm Fisheye. Weiterhin wurde – auch wieder mit Minolta – eine Messsucherkamera (Leica CL, sowie einige dazugehörige Objektive) produziert.“

1976: Das Gegenstück zur gewaltigen Minolta XM/MOT, die zierliche MINOLTA 110 ZOOM SLR

Pocketformat, Pocketfilm (110)

Nicht ohne Grund taucht die „110“ in der Modellbezeichnung dieser Mini-Spiegelreflexkamera mit fest eingebautem Zoomobjektiv auf

Dadrunter weitere Minoltas für den Pocketfilm 110

Wikipedia schreibt zu „110“: „Pocket-Kassettenfilm (Typ 110), kurz Pocketfilm, ist ein fotografischer Film, der 1972 von Kodak vorgestellt und in Pocketkameras verwendet wird. Der Film wurde ungefähr bis 2009 hergestellt und war dann einige Jahre nicht verfügbar. Seit 2012 wird er wieder angeboten.“ Und weiter: „Das (Pocket-110-Kassettenfilm) Negativformat beträgt etwa 13x17 mm (…), was eine Fläche von 220 mm2 ergibt, etwa ein Viertel jener des 35-mm-Kleinbildfilms. Damit lassen sich problemlos Vergrößerungen von 13x18 cm anfertigen, womit es für normale Zwecke vollkommen ausreicht.

Normale Zwecke? Böse könnte man auch formulieren: Filmmaterial für Knipser. 

Was sich auch in der Konfektionierung des 110er Film zeigte. 1963 hatte Kodak mit seinem Instamatic-System eine Filmkassette vorgestellt, die sich leicht einlegen ließ und dadurch auch technisch ungeschickte Interessenten ansprach. Wie höflich formuliert, wenn der Anwender nicht in der Lage war einen gewöhnlichen Kleinbildfilm in die Kamera zu legen…

Entsprechend fielen auch unzählige Instamatic- und Pocket-Film-Kameras aus. Billiges Plastik, mäßige Fixfokus-Objektive mit einer Linse, fester Blende und festen Belichtungszeiten. In der Hoffnung, der Belichtungsspielraum des Farbnegativfilms kann ausgleichen, was der Knipser der Kamera zumutet. Für Erinnerungsbildchen egal…

Es gab aber auch ernsthafte Versuche, das Maximum aus dem kleinen 13x17 mm Filmformat rauszuholen. Es gab sogar eine superscharfe Kodachrome-Dia(film)-110-Variante.  Ergebnis waren so hochwertige Kameras wie die oben gezeigte MINOLTA 110 ZOOM SLR! Pentax bot mit der Auto 110 „Die kleinste Spiegelreflexkamera der Welt“. Ein komplettes System, bestehend aus der Kamera, drei Objektiven und Filmtransportmotor

Canon und Nikon hielten sich allerdings vornehm zurück, was dieses 110er Amateur-Format anging. Minolta bot dagegen reichlich 110er Modelle.

Englische Bedienungsanleitung zur MINOLTA 110 ZOOM SLR

Bessere Kameras fürs Pocket-Format: Minolta Weathermatic-A (1980) und Minolta 110-Zoom-SLR Mark II (1979)

Einer geliehenen Minolta Weathermatic hatte ich in den 1980er Jahren zum Schnorchelgang einen Kodachrome Diafilm spendiert. Offensichtlich hatte Minolta beim Objektiv der Weathermatic nicht gespart, denn die Kamera lieferte anschaubare Dias! Unter der wasserdichten Weathermatic noch die Weiterentwicklung der MINOLTA 110 ZOOM SLR, die MINOLTA 110 ZOOM SLR Mark II.

1966 bis 2006 – Das Minolta "X": Von der Auto-Zoom-X bis zur Dyna-X und digitalen Dimâge X-Modellen

Das Minolta "X". Das Design des "X" hat sich vom analogen X-Prototypen aus 1966 bis zur digitalen "X" 2002 erhalten.

Die Minolta Electro-Zoom X von 1966

Bei den Recherchen zu Minoltas erster digitaler "X", der Dimâge X von 2002, fand sich im Internet auch die Bedienungsanleitung zur Dimâge X, die wiederum ein hochinteressantes Stück (analoger) Minolta-Geschichte enthält, die Minolta Electro-Zoom X.

Minolta schrieb zur Electro-Zoom:

Innovation und Kreativität sind seit jeher eine treibende Kraft für Minolta Produkte. Die Electro-Zoom X war nur eine Kamera-Design-Studie. Sie wurde 1966 auf der Photokina in Deutschland vorgestellt. 

Die Electro-Zoom X war eine mechanische SLR mit fest eingebautem 3,5/30-120 mm Zoomobjektiv, die per Zeitautomatik gesteuert, zwanzig 12 x 17mm Bilder (*) auf 16mm Film belichtete. Der Auslöser und die Batteriekammer befinden sich im Griff. Nur wenige Prototypen machen die Electro-Zoom X zu einer der seltensten Kameras von MinoIta.

(*) Mit diesem Negativformat von 12 x 17 mm nahm die Minolta Electro-Zoom X fast das (micro)FourThirds (m/FT) Format von 13 x 17 mm vorweg. Die Brennweite des Zooms ist somit etwa zu verdoppeln, wenn man gegen das 24x36 mm Kleinbildformat vergleichen will: 60-240 mm.

1975 bis 1998: Die analogen Minolta-SLRs der XD-, XE-, XG-, X-Reihe

Minolta XD7

Minolta XG-2

(Bitte auf die Fotos klicken/tippen)

Abwärtskompatibel: 1,7/50 mm Minolta Rokkor mit MC-Bajonett von 1966 auf der XG-2 von 1977 mit MD-Bajonett. Diese XG-2 ist allerdings "mausetot"… Die XG-2 wurde in Japan als XG-E und in den USA als XG-7 verkauft.

XE-Reihe

1975 stellt Minolta die XE-1 vor. Eine Spiegelreflexkamera mit manueller Belichtung und Zeitautomatik per Blendenvorwahl. 1976 folgt die XE-5.

XG-, XD-Reihe 

  • 1977 XG-2 (in Japan XG-E)
  • 1977 XD-7 (auch XD-11 oder nur XD)
  • 1979 XG-9 und XG-5
  • 1981 XG-M

X-Reihe

  • 1981 X-700
  • 1983 X-500
  • 1984 X-300
  • 1990 X-300S
  • 1998 X-370s

Noch eine Bemerkung zur X-Serie

Mit einiger Sicherheit stehen hier nicht alle X-Modelle. Was auch daran liegt, dass baugleiche Modelle je nach Vertriebsland unterschiedliche Bezeichnungen haben – siehe oben.

1982 Minolta AF-C/Data

Eine Bedienungsanleitung zur Minolta AF-C ließ sich nicht finden. Stattdessen diese beiden Infos:

http://www.thecamerasite.net/02_Rangefinders/Pages/minoltaaf.htm

http://www.lomography.de/magazine/19262-minolta-af-c

Ich kann mich nicht mehr exakt erinnern, was ich für die Minolta AF-C gegeben habe, aber es dürften umgerechnet auf einem schwedischen Flohmarkt oder in einer Scheune 5 Euro gewesen sein. Da hatte ich noch gar keinen Gedanken an 90 Jahre Minolta! Mir gefiel das „Gesamtpaket“ ;-) Ohne es da zu wissen, habe ich mit der Minolta AF-C die Luxus-Variante der legendären Lomo LC-A gefangen! Ganz ähnlich, aber auch primitiver, die Cosina CX-2.

Wie ist es auf der Seite „LOMOGRAPHY MAGAZIN DIE MINOLTA AF-C: PERFEKT FÜR FAULE LOMOGRAPHEN“ zu lesen: „Die Minolta AF-C: Perfekt für faule Lomographen“. Eine sehr schöne (englische) Beschreibung der AF-C liefert: „The camerasite

Weitere (englische) Informationen zur AF-C gibt es hier: „Camera Legend The place where the cameras are the legends

Ich konnte nicht anders und MUSSTE Batterien holen, um die Minolta AF-C in Betrieb zu nehmen ;-) Spätestens Sommer 2018 wird damit mal lomographiert…

1983: Ging es im Filmformat noch kleiner, qualitativ noch tiefer? Ja es ging. Mit der Minolta Disc S

Um das Hantieren mit Film noch weiter zu vereinfachen, stellte Kodak 1982 nach der Instamaticfilm-Kassette 1963 und dem Pocektformat 1972 schließlich den so genannten Disc-Film vor. Das Dilemma dieses viel zu kleinen Formats hat Wikipedia hervorragend beschrieben.

Hier zwei stark eingekürzte Absätze/Passagen:

Wikipedia: “Grundkonzept einer besonders flachen Kamera"

Flach ja, aber in den restlichen Abmessungen groß wie eine Minikamera für Kleinbildfilm... Und das bei vergleichsweise miserabler Qualität.

Wikipedia: “Da aus dem kleineren Format eine erheblich stärkere Vergrößerung resultierte, musste der Film eine feinere Auflösung besitzen, was das eigens entwickelte Material „Kodacolor HR“ bot."

Um im Kodacolor HR Verfahren dann auch gewöhnliche 35 mm Kleinbildfilm mit noch bessere Qualität zu produzieren. Und die mit 24 x 36 mm Negativfläche statt 8 x 10,5 mm Disc... Selbst der 110er Pocketfilm bot mit 13 x17 mm X mal mehr Fläche als der Disc-Film

Wikipedia: “Kodak stellte das System mit einer Filmempfindlichkeit von ISO 200/24° vor, die Bildqualität entsprach jener des Pocketfilms, war also für gewöhnliche Abzüge in den Formaten 9×13 und 10×15 akzeptabel. Bei größeren Papierabzügen offenbarten sich jedoch schnell die Grenzen dieser Technik. Die geringen Abmessungen der Negative bewirkten trotz der hohen Auflösung des Filmmaterials eine charakteristische „Körnigkeit“ der Aufnahmen, und es fehlte vielfach an Farbbrillanz und Schärfentiefe, selbst bei optimalen Fotografierbedingungen. Somit wurde trotz allem nie die Qualität selbst einfacherer Kleinbildkameras und -filme erreicht."

Was 1988 konsequent nach nur 6 Jahren zur Produktionseinstellung des Disc-Films und zur Wertlosigkeit der dazugehörigen Kameras führte.

Dennoch stellte auch Minolta Kameras für den Disc-Film zur Verfügung. Die oben abgebildete Minolta Disc-7 und eine Disc-S.

1983: Die sprechende Minolta

Sprechende Kameras? Nein Danke!

In Konica/Minolta Dimâge X31 und Sanyo VPC J1 EX, zwei "Ubootkameras", gab es einen Abschnitt: "Sanyo VPC J1: Die Kamera, die zu dir spricht ;-)" Und weiter: "Was am Anfang – Die Kamera, die zu dir spricht ;-) – ganz lustig ist, wird spätestens nach dem 10. Einschalten nur noch nervtötend und gehört ABGESTELLT. Die weibliche englischsprachige Stimme – nicht weil sie weiblich ist (!) –, die erzählt, was gerade passiert, wenn irgend etwas an der Kamera umgestellt wurde... ÄTZEND, dass diese Prozedur nach jedem Batteriewechsel erneut durchgeführt werden muss."

Vermutlich erging es einem bei der Minolta AUTO FOCUS V genau so. Das je nach Landesausführung mehrsprachige "Gequatsche" ließ sich zum Glück aber abschalten… 

1984: Keine Schönheit im George Orwell Jahr – Minolta AUTO FOCUS AF-E

1984 (und früher): Seagull DF-300 alias Minolta X-300 oder Centon DF-300 oder Soligor SR-300MD oder…

Chinesischer Lizenz-Nachbau der Minolta X300: Seagull DF-300. Der Nachbau wurde unter anderem auch als Centon DF-300 oder Soligor SR-300MD vertrieben. Möglicherweise auch noch unter anderen Hausmarken.

Das war aber nicht die einzige chinesische "Minolta". Die Seite "Subclub" listet eine wirklich große Zahl chinesischer Nachbauten, darunter die oben (rechts) gezeigte Seagull DF, eine Mischung aus Minolta SR-1 und SRT 101. Die Segull DF-5000 wurde sogar von Colani designt!

1985, das erste komplette Autofokus-Spiegelreflexkamerasystem der Welt: Minolta 7000 AF

1984 bis 1989

Die Minolta-Modellbezeichnung Hi-Matic verschwindet. Vergleichbare Kameras heißen Minolta AF-xyz. Oben abgebildet eine AF-EII, an der vermutlich nur der Schriftzug "Minolta" auch von Minolta ist. Das dürfte eine Auftragsfertigung sein, bestückt mit einem primitiven 4,5/35 mm Dreilinser…  

1986: Minolta AF-Z

Arg lädiert, aber noch volle Funktion! Aus der Schrottkiste vom Fotohändler…

Minolta 5000 AF

Das auf der Frontlinse ist kein übersehener Fussel, das ist ein Kratzer! Und damit kann man noch fotografieren? Klar, wenn man nicht in die Fraktion der Pixelpeeper (digital) oder in die der Linien-pro-Millimeter-Zähler (analog) gehört, sondern einfach nur Bilder machen will…

Update!

Neu links unten ins Bild montiert, die unverkennbar von der Minolta 5000 AF inspirierte MEIKAI TM. Übelster Plastik-Dreck in der gleichen Machart, wie die hier von Boris bereits gewürdigte Kanomatic. Die es in zahlreichen Namensvarianten gibt, die auch an Nikon erinnern sollen. Jetzt also die Minolta-Varinate…

Für 5 Euro in Schweden gekauft und auf der Rückfahrt gleich ausprobiert: Minolta 5000 AF

Warten auf die Fähre. Fotografiert auf AGFA CT precisa 100 Diafilm, Ablaufdatum Dezember 2015. Objektiv ist das 35-105 mm mit dem Kratzer…

1985, 1986, 1987 Minolta 9000 AF, 5000 AF

Während Nikon mit seiner exotischen F3 AF und nur zwei Spezial-Objektiven mit im Objektiv eingebautem AF-Antrieb das Funktionsprinzip, nach dem heute alle AF-(D)SLRs und ihre AF-Objektive funktionieren, 1983 vorwegnahm, waren alle andere Ansätze der Mitbewerber prinzipiell gleich funktionierende Geräte und vergleichsweise – Krücken.

Das hatte mit Vorstellung der Minolta 7000 AF ein Ende! Wikipedia berichtete zur Minolta 7000 AF vom "Sputnik-Schock" der Photoindustrie.

Neben der "Amateur"-Version Minolta 7000 AF brachte Minolta im gleichen Jahr die extrem ausbaufähige Profi-AF-SLR-Variante 9000 AF. Damit hatte man drei Jahre vor der Nikon F4 (1988) und vier Jahre vor der Canon EOS 1 (1989) einen Vorsprung. Mit dem Motorantrieb MD-90 wurde die 9000 AF bis 5 Bilder pro Sekunde schnell.

Für schmalere Geldbeutel gab es 1986 die abgespeckte 5000 AF. Vom Autofokus Fisheye und die für Sport- und Naturfoto-Profis wichtigen lichtstarken (Super-)Teleobjektive 2,8/300 mm und 4/600 mm ist alles vorhanden!

Englische Bedienungsanleitung zur Minolta 7000 AF (Maxxum 7000)

Englische Bedienungsanleitung zur Minolta 5000 AF (Maxxum 5000)

Englische Bedienungsanleitung zur Minolta 9000 AF (Maxxum 9000)

Schon 1986 wird es filmlos: Minolta 9000 AF mit Stillbildvideo-Rückteil SB-90S

Sie wurden auf der Photokina 1986 vorgestellt, die Stillvideo-Rückteile S(V)B-70(S) für die Minolta 7000 AF (USA Maxxum 7000 AF) samt 2“ Video-Disketten-Rekorder MS-R1000(S) und das S(V)B-90(S) für die Minolta 9000 AF (USA Maxxum 9000 AF) und den gleichen Rekorder. Es soll verschiedene Bezeichnungen für die Stillbild-Rückteile geben, daher die Klammern.

Die analoge Aufzeichnung auf Video-Floppy ist nichts neues, Sony war mit der nie in Serie gegangenen MAVICA Pionier und Canon wie Nikon entwickelten entsprechende Kameras. Alles hier und hier nachzulesen.

Ausführliche Informationen über die Minolta Stillvideo-Rückteile

Abbildungen des Stillvideo-Backs

www.9000.org/index.php

www.mhohner.de/sony-minolta/onebody/sb-90

Das Minolta Videostillback SB70 auf der Minolta 7000 in Action

Der Vorteil dieser filmlos aufzeichnenden Minolta-Rückwände bestand darin, dass an der Kamera nichts geändert werden musste. (Film-)Rückwand ab, Stillvideo-Rückwand dran – fertig! Dass die Backs in Europa fast unbekannt sind, liegt sicher auch daran, dass sie nur für das amerikanische/japanische NTSC Fernsehsystem ausgelegt waren. PAL gab es nicht!

Neben den beiden Stillbildvideo-Rückteilen gab es 1992 noch eine Minolta MS-C1100, die auf der Minolta Dynax SPxi basierte und zur Bildspeicherung einen mit separatem R-DAT-Rekorder MS-R1100 benötigte

www.mi-fo.de/forum/index.php

www.mhohner.de/sony-minolta/onebody/ms-c1100

www.digicamhistory.com/1992.html

Einen entscheidenden Nachteil hatte dieses Stillvideo-System – die viel zu geringe Auflösung von nur Größenordnung 640 x 480 Pixel VGA. Es war „nur“ die Schnelligkeit der Bildgewinnung...

1990 bis 1995…

… tragen Minolta Sucherkameras die Modellbezeichnung "Riva"

1990 MINOLTA RIVA ZOOM 105i

Aus dem Horrorkabinett der Fototechnik

Was jetzt noch vorgestellt wird, hat auch kaum mehr Charakter: Seelenlose Plastikware

1991: Minolta macht in Design ;-) Die Prod20's

Wie Olympus mit seinen beiden Designkameras "O Produkt" (1988) und "Ecru" (1991) bot auch Minolta die Design-Kamera Prod20's. Zumindest heute meiner Ansicht nach völlig überbewertete Kameras. Wer soll diese limitierten Stücke 2018 kaufen und in die Vitrine ins Loft stellen? Trekkies oder Steampunker? Letztere greifen vielleicht noch zur LOMO Sardina, werden aber statt dort einen Film einlegen und auf die Entwicklung und Bilder warten zu müssen, wohl wie gewohnt beim Smartphone bleiben, um die aufwändigen Verkleidungen und Treffen gleich ins Netz zu stellen…

1992: Minolta RIVA ZOOM 70c

1992: Minolta Stillvideo SLR MS-C1100

Nach den 1986 auf der Photokina 1986 vorgestellte Stillvideo-Rückteilen S(V)B-70(S) für die Minolta 7000 AF (USA Maxxum 7000 AF) samt 2“ Video-Disketten-Rekorder MS-R1000(S) und S(V)B-90(S) für die Minolta 9000 AF (USA Maxxum 9000 AF) die zweite filmlose Minolta-Spiegelreflexkamera!

Gezeigt und in einigen technisches Daten gelistet wird die MS-C1100 auf der Internetseite Fotografie

Auch wenn die analog aufzeichnende MC-1100 Stillvideokamera dort nur sehr klein abgebildet ist, ist das für mich von der Anmutung und Kamerawahl (eine Minolta Dynax) her, ganz klar der Vorgänger der digitalen Minolta RD-175!

1992: Geschichtskorrektur! Minolta präsentiert seine erste digitale Spiegelreflexkamera!

Auf der Photokina 1992 zeigte Minolta seine erste digitale Spiegelreflexkamera, die MS-C1100

Mehr ein Prototyp, aber ganz unverkennbar der Vorgänger der 1995 vorgestellten RD-175. Während die RD-175 ihre Bilder auf eine Festplatte oder Speicherkarte von PCMCIA-Format ablegt, muss die MS-C1100 per Kabel mit einem DAT Rekorder als Bildspeicher verbunden sein.

Informationen auf Rodger L. Carters DigiCamHistory.Com und hier:

http://camera-wiki.org/wiki/Template:Minolta_AF_mount_DSLRs

https://www.mhohner.de/sony-minolta/onebody/ms-c1100

1993 MINOLTA RIVA ZOOM 105EX DATE

1988 bis 1998 10 Jahre Minolta Dynax Autofokus Spiegelreflexkameras

Nomenklatur seit der Minolta 7000/Dynax

  • 9xxx Profi SLR
  • 8xxx zwischen Profi und Semiprofi SLR
  • 7xxx Semiprofi SLR
  • 6xxx zwischen Semiprofi und Einsteiger SLR
  • 5xxx Einsteiger SLR
  • 3xxx SLR für völlig unbedarfte
  • 2xxx jetzt fällt mir nichts mehr ein ;-)

1988 Minolta Dynax 7000i

Den Begleittext zur TRAVEL CARD muss man sich auf der Zunge zergehen lassen. Als ob nur Anfänger und Knipser fotografieren würden…

Wenn das als „Lizenz zum Gelddrucken“ gedacht sein sollte, ist der Versuch mit den Chipkarten vermutlich in die Hose gegangen. Die Karten gibt es auch heute wie Sand am Meer. Ich möchte nicht wissen, was diese Karten mal neu gekostet haben. Was den einen oder anderen nicht davon abhält, diese in der Digitalkamerawelt völlig wertlosen Karten pro Stück aktuell für bis zu 17 Euro anzubieten. 17 Euro für E-Schrott!?

Was macht die Minolta Chip-Karte?

(Bitte auf die Fotos klicken/tippen)

Den Chip "TRAVEL CARD" eingeschoben, die Taste CARD gedrückt, erscheint auf dem LCD CARD und dPth.

"dPth" steht für englisch depth, Tiefe, gemeint ist Schärfen-Tiefe oder Tiefenschärfe. Was für ein Unsinn! Das Gleiche bewirkt der Wechsel in Zeitautomatik "A" um eine kleine Blende für mehr Schärfentiefe. Kostet nichts! Wie schrieb ein Bekannter zu diesem Thema: "Sportprogramm gefällig? Passende Karte kaufen! Porträtprogramm? Karte kaufen! Nightshot, Landscape, Babies? Noch 'ne Karte und noch eine und und und…" Heute genügt ein Dreh am Universal-Einstellrad für entsprechende Motivprogramme oder die gewünschte Wahl aus dem Menü. Oder "Einschalten" des Gehirns, um die passende Einstellung selbst vorzunehmen ;-) Zum Beispiel Wahl der Betriebsart Zeitautomatik "A"…

Nur aus Neugier habe ich für 'nen Fünfer eine "TRAVEL CARD" erworben.

PS.: Meinen letzten ISO 100 Diafilm werde ich eher in die Miolta SR-7 stecken. Die Dynax 7000i "törnt" mich nicht an ;-)

1988: Minolta Dynax 3000i, die Spiegelreflexkamera, an der ich nichts einstellen kann

Was sicher von Minolta so gewollt war. Während viele Einsteiger-SLRs neben der unvermeidlichen Programm-Vollautomatik auch den Wechsel zu Blenden- und Zeitautomatik oder gar manueller Belichtungssteuerung ermöglich(t)en, ist die Dynax 3000i konsequent. Der einzige „Eingriff“ besteht aus einem Druck auf die P/H-Taste, der die Programmautomatik bei „H“ („Highspeed“) eine höhere Verschlussgeschwindigkeit, schnellere Belichtungszeiten = größere Blenden = weniger Tiefenschärfe wählen lässt. Abgesehen davon: Die Mehrzahl an Einsteiger SLRs blieb Zeit ihres Lebens in der Einstellung "P"…

Der Dynax 3000i Verschluss bildet Zeiten von 4 bis 1/1000 s. Die Filmempfindlichkeit wird automatisch eingelesen, die Entfernung vom Autofokus gesteuert. 10 Schwedenkronen, ca. 1,10 Euro hat diese Dynax 3000i zusammen mit dem 4-5,6/35-80 mm Zoom gekostet. Und dafür gab es sogar kamera- wie objektivseitig ein Metallbajonett!

1990: Minolta Dynax 8000i

Dieses Modell erwähne ich nur deshalb, weil es davon eine ganz "unauffällige" in weiß gehaltene Version gab, mit ebenso eingefärbtem 35-105 und Blitzgerät.

1994/1995: Analoge Einsteiger Minolta Dynax 500si gegen digitalisierte Dynax 500si Super

Zum besseren Vergleich ohne Objektiv abgebildet. Links die Dynax 500si von 1994 mit Plastik-Bajonett und daneben Minoltas erste digitale Spiegelreflexkamera – DSLR – von 1995, basierend auf der deutlich besseren Dynax 500si Super (1995), die ein "anständiges" Metall-Objektivbajonett aufweist. Die Minolta DSLR trägt den Namen RD-175. Für R(?)-D(igital), Auflösung 1(komma)75 Megapixel.

Englische Bedienungsanleitung zur Minolta Dynax 500si (Maxxum 5000i)

Englische Bedienungsanleitung zur Minolta RD-175

1995: 10 Jahre Minolta Autofokus – Minolta Dynax 600si Classic

Minolta feiert das 10-jährige Jubiläum der Minolta 7000 AF mit dem Sondermodell Dynax 600si Classic. Dieses Sondermodell wird in meiner Sammlung als letzte analoge SLR für den Kleinbildfilm auch die letzte Minolta bleiben. Die SLRs SR-7, SRT-101, die ich geschenkt bekam, die 7000 AF und eben die Dynax 600si Classic decken den Bereich der analogen SLRs für mich ausreichend ab. Meine teuerste Minolta war die SR-7, die funktionierende (!) 7000 AF hat 10 Euro gekostet. Den Vogel abgeschossen hat die ramponierte (abgerissener Griffgummi) Dynax 600si Classic. Für nur 5 Euro habe ich eine funktionierende Spiegelreflexkamera bekommen! Die damit auch meine technisch hochwertigste Dynax ist. Eine tolle "Vollformat"-SLR mit allen Möglichkeiten und analogem „Sensor“ ;-)

Englisches Manual zur Dynax 600si Classic

Mit der Dynax 600si Classic war die Minolta SLR-Linie natürlich noch nicht zu Ende!

Dias, aufgenommen im trüben Dezember 2017 mit der Dynax 600si Classic

Fotografiert wurde mit dem 3,5-4,5/35-105 mm Minolta auf der 600si Classic. Mit Programm- oder Zeitautomatik. "Gespeichert" wurde auf Dezember 2015 abgelaufenen AGFA precisa CT 100 (ISO 100) Diafilm. Gescannt wurde mit dem Plustek OpticFilm 7400 bei 3600 dpi, Scansoftware war das beiliegende Silverfast SE. Die Scans wurden zum Schluss auf 1.800 x 1.200 Pixel = 2 Megapixel reduziert. Das ist das, was Sie oben sehen. Kaum Nachbearbeitung… 

1998: Das Flaggschiff der Serie – Minolta Dynax 9

Die eleganteste, ja schönste analoge Minolta Dynax 9 in Standard-Ausführung (schwarz) und extrem edel in der "TI", Titanversion. Auf der Dynax TI ein interessantes Zoom. Soligor hat sich sicher keinen Namen als exzellenter Objektiv(auftrags)bauer gemacht, aber das SOLIGOR C/D MIRROR ZOOM LENS F:8 500 mm (bis) 800 mm F:12 ist eine echte Rarität.

Zum siebzigjährigen Minolta Firmenjubiläum wird die Dynax 9 unter anderem auf der Photokina 1998 vorgestellt. In den USA trägt sie die Modellbezeichnung Maxxum 9, in Japan Minolta Alpha 9.

Nach der 9000 AF von 1985 und der Dynax 9xi 1992 ist die NEUN (9) die dritte und letzte Generation. Am 31. März 2006 wurde die Kamera im Rahmen von Konica Minoltas Rückzug vom Fotomarkt abgekündigt. Der offizielle Kundendienst ist am 31. Dezember 2010 ausgelaufen. Als digitaler Nachfolger kann die Vollformat-DSLR Sony Alpha 900 aus dem Jahre 2008 angesehen werden. 1999 gab es noch das auf 1000 Stück limitierte Sondermodell Minolta Dynax 9Ti (in den USA: Minolta Maxxum 9Ti, in Japan: Minolta Alpha-9Ti). Mit einer Gehäuseschale aus Ti(tan), modifizierten Gehäuseapplikationen und leicht erweiterten Funktionsumfang. Dynax 9 und 9Ti können seit 2003 im Rahmen einer Hardware-Umrüstung um Unterstützung für Objektive mit eingebautem AF-Motor (SSM / SAM) und den ADI-Blitzbetrieb erweitert werden. Darüber hinaus wurden vom Minolta-Service verschiedene kundenspezifische Modifikationen angeboten. Bei vielen Dynax 9-Exemplaren lassen sich nachträglich auch die Sonderfunktionen der Dynax 9Ti freischalten. Ob es 2018 noch einen Service gibt, der diese Analog-SLR umbaut, habe ich nicht recherchiert.

Quelle Wikipedia, die einen wirklich lesenswerten Bericht zur Dynax 9 bietet!

Englische Bedienungsanleitung zur Minolta Maxxum 9 (Dynax 9)

Bei aller Professionalität der Minolta Dynax 9 hätte auch der Autofokus weiterentwickelt werden müssen. Bot Canons EOS 1 bereits 1989 fünf in Linie horizontal angeordnete einzeln anwählbare Autofokus-Sensoren, ordnete Nikon in seiner F5 1996 die ebenfalls fünf Sensoren so in einem Kreuz an, dass das Bild-/Motivfeld horizontal UND vertikal noch besser abgedeckt wird. 

Minolta konnte da nur die Dynax 9 mit drei horizontal in der Bildmitte angeodneten Sensoren bieten. Im gleichen Vorstellungsjahr wie die Dynax 9 zeigte Canon 1998 mit der analogen EOS 3, wo der Weg im Autofokus hingehen muss. 45 einzeln oder kombinierbar wählbare AF-Sensoren decken das Kleinbild-Sucher-/Bildfeld bis weit über die Mitte ab Immerhin erreicht die Dynax 9 erreicht beim Autofokus-Tracking 4,5 B/s, die EOS 3 nur 3,3 B/s. Die Nikon F5 toppte das mit 8 B/s. Immerhin bot die Dynax 9 mit 1/12.000 s und 1/300 s Blitzsynchronzeit den schnellsten Verschluss ihrer Zeit!

Für Minolta-Anhänger ein Traum? "Kodak DCS000" DSLR auf Minolta Dynax 9 Basis – oder: Die Kamera, die es nie gab…

Warum Minolta mit der Premium Dynax 9 bei Kodak digital nie zum Zuge kam, ist nicht bekannt. So wie in der Montage oben hätte eine 6 Megapixel Kodak/Minolta mit 19x27 mm APS-H Sensor aussehen können…

Sicher war es für Kodak nicht ganz einfach der Canon EOS 1n oder der Nikon F5 sein digitales Rückteil so „anzubauen“, dass das Ganze final zu einer organischen Einheit wird. In Form der 2 bis 6 Megapixel Kodak DCS5xx, DCS6xx und DCS7xx Digital-SLR-Serie. Das hätte auch bei Minolta möglich sein können. Letztlich zeigte sich auch da wieder, wer auf dem Profi-Sektor das Sagen hat(te): Canon und Nikon.

Das per Photoshop montierte "ärmliche" Sigma 18-35 gehört zu meiner Minolta DSLR RD-175, um dort mit Cropfaktor 2,5 wenigstens ein Normalobjektiv zu bekommen: 18 bis 35 x 2,5 Cropfaktor = 45 bis 88 mm…

1996 bis 1998 Minolta Vectis

1996: Analoge Minolta Vectis S-1 für APS-Film als Grundlage zur digitalen Minolta Dimâge RD-3000 (1998)

Der „APS“-Film war das letzte Aufbäumen der Filmhersteller gegen die Digital-Welle

Den Untergang schon ahnend und mindestens 5 Jahre zu spät, versuchten die Hersteller ein Filmsystem/-format mit besonderen Möglichkeiten in den Markt zu drücken. Nicht nur Minolta sprang mit der komplett neu entwickelten Vectis-Linie auf den APS-Film-Zug auf und floppte. Auch Nikon floppte mit den SLRs Pronea S und Pronea 600i und Sucherkamera-Modellen und Canon u.a. mit der SLR EOS IX. Im Gegensatz zu Canon und Nikon, die bei ihrem Objektiv-Bajonetten blieben, und nur wenige Objektive fürs kleinere APS-Filmformat rechneten, entwickelte Minolta ein komplett neues, zum Minolta A- inkompatibles Vectis-Bajonett und (zu) wenige Objektive:

V 22-80 mm f/4-5.6

V 25-150 mm f/4.5-6.3

V 28-56 mm f/4-5.6

V 56-170 mm f/4.5-5.6

V 80-240 mm f/4.5-5.6 Apo

und drei als „Prime“ bezeichnete Festbrennweiten:

V 17 mm f/3.5 RD

V 50 mm f/3.5 Macro (1:2)

V 400 mm f/8 Reflex

Alles in allem war das Ergebnis (nicht nur bei Minolta) das größte Desaster der Fotogeschichte

Das Scheitern des APS-Formats hat Jürgen M. Beckmesser perfekt auf der Internetseite Photoscala beschrieben.

Einen ausführlichen Bericht zur Minolta Dimâge RD 3000 finden Sie hier im digicammuseum.de

1998: Die letzten analogen Kameras für APS-Film – Minolta Vectis 300

1998: Minolta VECTIS 3000

1998: Die wohl letzten, analogen Reste – Minolta Family Zoom II

2000: Komplett übersehen, die Minolta Dynax 7!

Die analoge 24x36 mm Kleinbildfilm "Vollformat" Minolta Dynax 7 ist kleiner als die KonicaMinolta Dynax 7D mit ihrem 15x23 mm APS-C Crop 1,5 Sensor!

Aus dem Internet zur Dynax 7

"Ich habe ihre Bilder (die der Minolta Dynax 7) angeschmachtet. Ich seufzte beim Lesen ihrer Bedienungsanleitung. Ich wünschte mir, Minolta würde wieder ins Kamerageschäft einsteigen und diese Kamera digital neu bauen mit einem 24MP Vollformatsensor (*). Und mir eine schenken, denn die analoge wird schon teuer genug gehandelt. Sogar die Dynax7D, der digitale Nachfahre mit 6,3MP und Cropsensor, wird gebraucht teurer gehandelt als meine (Sony) alpha230 neu!"

Von der Seite: https://www.peterweller.de/wordpress/fotografie/kameras/minolta-analogkameras/minolta-dynax-7/

(*) Die gab es, die Vollformat-Kamera mit Minolta A-Bajonett. Aber leider nicht mehr als KonicaMinolta, sondern 2008 als Sony Alpha 900 mit 24 Megapixel Vollformat-Sensor, der auch in der Nikon D3X stecken soll…

Ohne Objektive keine Fotografie: Die Minolta Linsen

Minolta Objektive

Canon, Minolta, Nikon

Die aus meiner Sicht wichtigsten Kamera-/Objektivhersteller hatten/haben Objektivprogramme, die fast keinen Wunsch offenließen/offenlassen: Vom 7,5/8 mm Rundbildfisheye, das im 24x36 mm Filmformat einen Kreis von 23 mm Durchmesser belichtet. Der Bildwinkel beträgt in alle Richtungen 180 Grad. Darauf folgen die je nach Hersteller 15/16/17 mm Vollformat-Fisheyes. Hierbei wird das komplette 24x36 mm Filmformat gefüllt. Die 180 Grad werden über die Formatdiagonale erreicht. Horizontal hat dieses Objektiv "nur" ca. 135 Grad Bildwinkel.

Immer noch riesige Bildwinkel erzeugen Superweitwinkel mit je nach Hersteller 13, 14, 15, 17, 18 mm Brennweite.

Danach wird es mit 20, 24, 28 gemäßigter und lichtstärker! Zum Beispiel mit 2,5/ oder 2/28 mm Objektiven

Das 35er kann man als „Normalobjektiv“ mit erweitertem Bildwinkel und Lichtstärke bezeichnet werden: f/2 oder f/1,8 (bei Minolta)

Normalobjektive mit 50 bis 55/58 mm Brennweite sind bei Minolta bis Superlichtstärke f/1,2 verfügbar

85 mm Porträt-Tele mit Lichtstärken von 1,7 und 2

100/135 mm Tele mit Lichtstärken von 2, 2,5 und 2,8

180/200 mm Tele mit Lichtstärken von 2,8

300 mm Tele, die "Normalobjektive" von Sport- und Reportagefotografen mit Lichtstärke 2,8 oder erheblich preisweeter mit f/4, f/4,5

600 mm Monster Tele mit Lichtstärke 4

Dazu gesellen sich bei allen (!) Herstellern Makro-Objektive mit unter anderem Brennweiten von 50/55/60 oder 100/105 mm und mehr. Nicht zu vergessen die unzähligen Zoom-Objektive und ein paar Spezialisten. 

Was Minolta-Objektive angeht, unterscheidet man zwischen MC-Rokkoren bis 1977 und ab 1977 MD-Rokkoren. Die Minolta XD-7 erfordert für Blendenautomatik besonders präzise Blendensteuerungen. Die in den MD-Rokkoren vorhanden sind. MC-Rokkore laufen auch auf der XD-7, aber möglicherweise mit Präzisionseinschränkungen, was eben die Blendsteuerung angeht. Allen Minolta SLRs vor der XD-7 1977 ist es egal, ob ein MC- oder MD-Rokkor montiert ist. Erst mit der Autofokus Minolta SLR 7000 AF kam 1985 der Bruch. Alle MC-/MD-Rokkore sind inkompatibel! Die AF-SLRs benötigen AF-Objektive mit Minolta A-Bajonett. Hier finden Sie zahlreiche Minolta-Objektive:

Minolta MC-Rokkore (englisch)

Minolta MD-Rokkore (englisch)

Minolta AF Zoom Objektive 1988

Wikipedia listet alle Minolta-Objektive mit A-Bajonett

Und fast vergessen: Objektive fürs Minolta Vectis-Bajonett, Spiegelreflexkameras für APS-Film

V 22-80 mm f/4-5.6

V 25-150 mm f/4.5-6.3

V 28-56 mm f/4-5.6

V 56-170 mm f/4.5-5.6

V 80-240 mm f/4.5-5.6 Apo

und drei als „Prime“ bezeichnete Festbrennweiten:

V 17 mm f/3.5 RD

V 50 mm f/3.5 Macro (1:2)

V 400 mm f/8 Reflex

Digitale Minolta Highlights von 1995 bis 2006

Die digitalen Konica/Minolta (Sony) Spiegelreflexkameras – DSLRs

1995 präsentiert Minolta die 1,75 Megapixel RD-175, die AGFA auch als ActionCam vertreiben durfte

Alles zu dieser Kamera finden Sie in den Berichten

Minolta RD-175 DSLR und ihre (analogen) Stillvideo-Vorgänger

Minolta RD-175: Anschluss der DSLR an einen Mac-Rechner über SCSI, Datenkonvertierung

1998 präsentiert Minolta die 3 Megapixel Dimage RD 3000

Kodak/Nikon DCS 315, DCS 330, Minolta Dimâge RD 3000

Minolta Dimâge RD 3000 zum Zweiten – oder: Die unfreiwillige FourThirds (FT) Minolta...

2004 präsentiert KonicaMinolta die 6 Megapixel Dynax 7D

(Die habe ich nicht Im Bestand meiner Sammelkameras)

2005 kommt KonicaMinoltas letze DSLR, die 6 Megapixel Dynax 5D, und 2006 übernimmt Sony mit der 10 Megapixel Alpha 100

Die ewige Nummer Drei und die letzte DSLR von Minolta, präziser die 6 Megapixel KonicaMinolta Dynax 5D, Teil 1

2006 gibt es KonicaMinolta als Kamerahersteller nicht mehr. Sony hat übernommen und präsentiert mit der 10 Megapixel Alpha 100 noch unverkennbar eine etwas rundere KonicaMinolta, die jetzt eben den Herstellernamen Sony trägt

Die ewige Nummer Drei und die erste neue "Minolta" – Pardon – Sony Alpha 100 (Teil 2)

Minolta digital von 1996 bis 2005: Die Konsumer-, Prosumer-, Bridgekamera-Klasse

Hier fängt der Teil der Minolta-Geschichte an, die im Standardwerk von Anni Rita und Josef Scheibel: "70 Jahre Minoltatechnik – Von der Nifcalette bis zur Dynax 9" ISBN 3-89506-191-3, LINDEMANNS VERLAG 1998 endet.

Ich möchte hier nur stichprobenartig ein paar Konica/Minolta- und Minolta-Highlights präsentieren.

Auf der Startseite des digicammmuseum.de bekommen Sie nach einem Klick auf Praxisberichte die Kapitel

DSLRs, Konica, KonicaMinolta und Minolta, wo zahlreiche Digitalkameras gelistet sind

Falls Sie sich über "unpassende" Hersteller wundern. Mit der Dimage Pic und der Dimâge 2330 ließ Minolta auch im Auftrag fertigen. Und die OEM-/ODM-Auftragsfertiger produzierten fast identische Kameras auch für andere Hersteller!

Besonders die letzen drei KonicaMinolta Jahre empfinde ich als chaotisch!

Denn ob man das, was KonicaMinolta 2003, 2004 und 2005 digital dann als „Feuerwerk“ bezeichnen möchte oder doch realistischer als „Alles muss raus…“ oder „Reste-Rampe“, überlasse ich dem Leser ;-)

Und nicht ohne Grund gibt es zu KonicaMinolta Dimâge Digital Revio Kameras zwei Kapitel mit den Überschriften: „Minolta, Konica, KonicaMinolta, "Kinolta", "Konolta","Minica“ ???“ oder „Konica, Minolta, Konica, Minolta, Kon..., „Minica“, „Konolta“ ???

Minolta Dimage, Dimâge, DiMAGE?

Wie denn nun? Offiziell gibt es wohl nur die beiden Schreibweisen Dimâge, DiMAGE. Das "a" als a mit dem (französischen) Accent circonflexe â.

Irgendwann habe ich da die Übersicht und Lust verloren, jedes "Dimage", Pardon "Dimâge" auf seine richtige Schreibweise zu kontrollieren… Also bitte nicht wundern.

Sehen Sie bitte selbst:

2003 

  • Februar: Minolta Dimâge F300 in Silber oder Blau
  • März: Minolta Dimâge S414
  • Mai: Minolta Dimâge E223, Minolta Dimâge F200 in Silber oder Blau, Minolta Dimâge Xt in Schwarz, Silber oder Rot, Konica Digital Revio KD-410Z
  • August: Konica Digital Revio KD-510Z, Minolta Dimâge A1, Minolta Dimâge E323, Minolta Dimâge X20
  • September: Minolta Dimâge Z1
  • November: Konica Revio KD-420Z, Minolta Dimâge G400

2004 

  • Januar: Konica KD-3300 Z
  • Februar: KonicaMinolta Dimâge G500
  • März: KonicaMinolta Dimâge A2, KonicaMinolta Dimâge Xg, in Silber, Blau, Rot
  • April: KonicaMinolta Dimâge G600, KonicaMinolta Dimâge X21, KonicaMinolta Dimâge Z2
  • Juli: KonicaMinolta Dimâge X31
  • August: KonicaMinolta Dimâge G530, KonicaMinolta Dimâge X50 in Schwarz und Silber, KonicaMinolta Dimâge Z3, KonicaMinolta Dimâge Z10
  • November: KonicaMinolta Dimâge A200, KonicaMinolta Dynax 7D, Alpha 7D (jap.), Maxxum 7D (USA)

2005

  • Januar: KonicaMinolta Dimâge E40, KonicaMinolta Dimâge E50
  • Februar: KonicaMinolta Dimâge Z20, KonicaMinolta Dimâge Z5 in Schwarz und Silber
  • Mai: KonicaMinolta Dimâge X60 in Silber und Blau
  • September: Minolta Dimâge X1, KonicaMinolta Dimâge Z6, KonicaMinolta Dynax 5D, andere Typenbezeichnungen Alpha Sweet Digital (jap.) Maxxum 5D (USA)

1999: Die 3D Spezialversion der Minolta Dimage EX – Minolta 3D 1500

Nachdem die Minolta Dimage EX in ihre Monitor-/Speicher-/Bedienhälfte und die Sensor-/Objektivhälfte getrennt wird, wird das als "Minolta 3D 1500/metaflash-by MetaCreations" bezeichnete Modul eingebaut, "fertig" ist die Minolta 3D 1500.

Mehr zur Minolta 3D 1500 im eigenen Praxisbericht

2000

2001

2002

2003

2004

Die beiden Modelle Dimage A2 und A200 kann man als höherauflösende (8 MP) Fortsetzung der "Stromfresser" der Minolta Dimage 5/7-Reihe (5 MP) betrachten. Die A1/A2/A200 wird auch nicht mehr mit vier 1,2/1,5 Volt Akkus/Batterien der Größe AA befüllt, sondern mit einem  vermutlich standfesteren Li-ION-Akku…

Nachteil besonders der A200. Sie wird zu völlig unrealistischen Preisen angeboten

Die KonicaMinolta DiMAGE 200 wird bis 150, ja sogar 200 Euro gehandelt. Für solche Summen kaufe ich keine 8 Megapixel Digitalkamera mit kleinem 8,8x6,6 mm Sensor, sondern eine anständige 8 Megapixel Canon EOS 20D mit 15x23 mm APS-C Sensor für 80 bis 90 Euro. Das 18-55 Kitzoom ist für 30 Euro zu haben und ein 80-200 Canon EF mit etwas Geduld für 40 bis 50 Euro!

Bei der oben gezeigten A200 handelt es sich um einen Totalschaden aus der Schrottkiste…

2005

Finale

Zwischen 1990 und 2004

gab es noch Größenordnung 60 analoge Minoltas. Vier Kameras pro Jahr! Darunter der Riesenflop APS-Film und die dazugehörigen Kameras. Wieviel Geld da wohl Minolta und auch Canon und Nikon in den Sand gesetzt haben, um die drei großen Hersteller zu nennen?

"Komisch" auch der Versuch Minoltas von 1988 bis 1990 für die Dynax-SLR-Modelle mit vierstelligen Kamerabezeichnungen, die 0000si-Reihe zur Funktionserweiterung spezielle Chipkarten anzubieten. Was ich davon als Minolta-Nicht-Intimkenner halten soll, weiß ich nicht, denn die (Computer-)Technik war vermutlich schon zu diesem Zeitpunkt so weit fortgeschritten, dass man auf so einen vermutlich teuren Spielkram gut hätte verzichten können. Ein Alleinstellungsmerkmal Minoltas? Ja, denn Canon und Nikon boten etwas Vergleichbares nicht an...

1990 bringt Minolta die letze manuell zu fokussierende SLR überhaupt, die X-300s.

Ohne Zweifel kann die Dynax 9 von 1998 als Höhepunkt des Minolta Spiegelreflexkamerabaus bezeichnet werden.Mit der Dynax 9 baute Minolta eine Spiegelreflexkamera, die hinter den Canon und Nikon Flaggschiffen EOS 1 und Nikon F4, F5 und F6 vermutlich kaum nachstand. Und doch konnte diese Kamera mit ihrer mit Spezial-Kunststoff beschichtete Edelstahloberfläche keine nennenswerte Zahl Profifotografen ins Minolta-Lager locken. Da haben Nikon und Canon seit 1960 ganze Arbeit geleistet und die Sport- und Reportageprofis in ihren Lagern gehalten. Gewechselt wurde aufgrund des überragenden EOS 1 Autofokus reihenweise vom Nikon- ins Canon-Lager, aber meines Wissens so gut wie nie ins Minolta-Lager.

Englisches Manual zur baugleichen Minolta Maxxum 9 (US-Kamerabezeichnung)

Die Seite „Chemical Cameras“ listet die Minolta Alpha 70 von 2004 als letzte analoge Minolta. Ein Jahr vor dem Ende von Minolta als Kamerahersteller.

Nach meinen hier gezeigten Analog-Minoltas möchte ich eigentlich keine weitere "Film"-Minolta an Bord nehmen. Nach den Diafilmen in der 7000 AF, der Dynax 600si Classic und der Minolta 5000 AF, sollen im Sommer noch die SR-7, die V2 und die AF-C "Lomo" drankommen. Irgendwo habe ich noch abgelaufene Farbnegativfilme rumliegen und gedenke eine Handvoll SW-Filme selbst zu entwickeln und das Ganze dann selbst zu digitalisieren. Und dann gibt es noch das Projekt "Pentax 6x7 mit Polaroid-Rückteil". Aber wir wollen's im digicammuseum.de analog nicht übertreiben ;-) Immerhin geht das Digitalisieren der Kleinbildfilme mit dem lange nicht benutzten Plustek-Filmscanner und anderen Geräte relativ unproblematisch über die Bühne. Was das Digitalisieren der Filme angeht, verweise ich auf den Beitrag: "Digitalisieren von Dias und Negativen"

Für Polaroid/Fuji-Sofortfilmrestbestände tut's der gewöhnliche Flachbettscanner...

So, jetzt sind Sie dran ;-)

Ich bin KEIN Minolta-Experte!

Wenn Sie Fehler finden, etwas korrigiert wissen wollen oder ein eigenes Kamerafoto zu "90 Jahre Minolta" beitragen möchten, sind Sie herzlich dazu eingeladen! Honorar gibt es keins, nur die Ehre ;-) und auf Wusch Namensnennung. Wobei ich gleich an dieser Stelle Michael Buchberger für die zur Verfügung gestellten Fotos danke.

Da der Beitrag zum Minolta-Jubiläum bis November 2018 an erster Stelle stehen bleibt, kann jederzeit nachgebessert und erweitert werden. Ich will ja auch noch mit drei analogen Minoltas zum Knipsen losziehen…

Ralf Jannke, 2018

Schon Geschichte: Fototreffen Gladbeck am 25. März 2018

Neben reichlich historischen Minoltas waren auf dem Fototreffen auch die sehr fotogenen Steampunker zu bewundern…

Wikipedia schreibt zu Steampunk

"Steampunk (von engl. steam „Dampf“ und am. punk „mies“, „wertlos“) ist ein Phänomen, das (…) erstmals in den 1980ern auftrat und sich zu einem (…) Stil und einer Subkultur entwickelt hat. Dabei werden einerseits moderne und futuristische technische Funktionen mit Mitteln und Materialien des viktorianischen Zeitalters verknüpft, wodurch ein deutlicher Retro-Look der Technik entsteht. (…) Häufige Elemente des Steampunks sind dampf- und zahnradgetriebene Mechanik, viktorianischer Kleidungsstil (…) und eine gewisse Do-it-yourself-Mentalität und Abenteuerromantik. (…) Die Wurzeln des Steampunks finden sich in den Romanen und Geschichten der frühen Science-Fiction-Autoren Jules Verne und H. G. Wells."

Nach Studium des kompletten Minolta-Beitrags habe ich gelernt, dass auch wir (Boris und ich) "Zeitreisende" sind ;-)

Wikipedia: "Stefan Schultz zufolge passe der Retro-Futurismus der Steampunk-Bewegung zu den zahlreichen anderen Retro-Strömungen der Netzkultur: dem Sammeln antiker Computer, der pixeligen 8-Bit-Kunst oder der Konservierung alter Spiele durch Kanons, Fangames oder Abandonware-Seiten. Sie hätten die Funktion, den galoppierenden technischen Fortschritt künstlerisch zu verklären, ihn hinter einer zeitlos wirkenden Fassade zu verstecken.[6]"

Ein kleiner Rundgang durch die Minolta-Ausstellung in Gladbeck in bewegten Bildern

Michael Buchberger hat dieses Full HD Youtube-Video ins Internet gestellt.

Wer nur in die Gladbeck-Ausstellung schauen möchte, startet den Rundgang im Video bei 10:18 Minuten.

Youtube-Video: Meine Kamera-Sammlung - #1 MINOLTA - My Camera Collection

Kommentare (4)

  • Uwe Kulick
    Uwe Kulick
    am 03.03.2018
    Sooo ein "Flop" war das APS-System überhaupt nicht, und schon garnicht bei Minolta. Selbst Leica lieferte dazu eine tolle Kompaktkamera. Minolta hatte mit dem Vectis-Programm einige der smartesten analogen Kompaktkameras aller Zeiten im Programm, und S-1 und S-100 waren beides musterhafte Consumer-Autofokus-Spiegelreflexkameras, und das Objektiv-Angebot dazu war klasse: zwei feine Zoom-Paare, alternativ ein Universal-Zoom, ein Spiegel-Tele, ein supergeiles 50er Makro und noch ein Weitwinkel. Wer sich das hat entgehen lassen ist wirklich selber schuld.
  • Ralf Jannke
    Ralf Jannke
    am 04.03.2018
    Was den Flop Advanced Photo System - APS - angeht, empfehle ich ein Studium des Praxisberichts: "Kodak/Nikon DCS 315, DCS 330, Minolta Dimâge RD 3000"

    Dort ist zu lesen: "Als besonderer Höhepunkt fallen mir da sündteure Abspielgeräte ein, die den APS-Film aufnahmen, um die Bilder auf der heimischen Glotze anschauen zu können. Bei den Digitalkameras genügte zum Anschauen auf TV ein simples und preiswertes Kabel... (...) 1000 DM sollte der Kunde für den APS-Film-Player investieren, (...) Um dafür ein Gerät (...) zu bekommen, das sich NICHT als Scanner benutzen lässt, (...) Anstatt dem Gerät gleich noch einen USB-Ausgang zu verpassen, entsprechende Treiber beizulegen, wollte man dem vermeintlich konsumfreundlichen Verbraucher ein vergleichbares Gerät ein zweites Mal als Scanner andrehen.“

    Exzellent beschrieben hat Jürgen M. Beckmesser den APS-Flop Photoscala:

    "APS: Vom Scheitern eines Format-Putsches: APS – diese drei Buchstaben rufen bei Zeitzeugen eines der größten Fiaskos in der Geschichte der Fotografie in Erinnerung. Das Advanced Photo System und Kodaks (gescheiterter) Versuch, noch unmittelbar vor der digitalen Wende ein neues, kleineres Filmformat zu etablieren, in der Retrospektive."

    Wenn man mal vom reinen Filmformat-APS-Flop weg zur APS-Kamera-Hardware geht, genügt ein Blick in den Praxisbericht zur Minolta Dimage RD 3000

    Keine Frage, dass die für die analoge Minolta Vectis S-1 und S-100 sowie die digitale RD 3000 angebotenen Objektive mindestens ordentlich waren. Aber inkompatibel zum Rest der Mimolta-Welt. Und Minolta war sich seiner Sache wohl selbst nicht so sicher, denn es gab es neben fünf lichtschwachen Zooms nur die drei als "Prime" deklarierten Vectis-Objektive: V 17 mm f/3.5 RD, V 50 mm f/3.5 Macro (1:2) und V 400 mm f/8 Reflex, von denen das Makro zudem nur ein Kunststoffbajonett besaß. Das halte ich nicht für "Premium"! Alle Minolta Vectis Objektive sind im Bestand des digicammuseum.de, so dass wir glauben, uns ein Urteil zum Thema APS erlauben zu dürfen. Und lichtstarke f/1,4 f/2 Vectis-Festbrennweiten? Fehlanzeige... Canon und Nikon waren davon nicht betroffen, da durchs bei den APS-SLRs beibehaltene Systembajonett fast alles aus dem jeweiligen Herstellerobjektivprogramm einsetzbar war.

    Auch Boris Jakubaschk hat sich der Minolta Dimage RD 3000 angenommen und unter Kameras/alle Hersteller einen bebilderten Bericht zur RD 3000 geschrieben.
  • T. Gergelyi
    T. Gergelyi
    am 17.11.2018
    Tolle Webseite. Meine persönlichen Favoriten sind die Minolta 600si Classic mit Objektiv 2,8 100mm Macro von Minolta. Auf Sony Alpha 77 Mark 2 macht das 100mm Macro einen extrem starken Eindruck. Mir gefällt, dass die Firma Sony einige technische Finessen bis heute im Einsatz hat. Zum Beispiel die Funkfernsteuerung. Passt auf Sony Alpha 57 / 99 / 77 Mark 2 . Genauso auf Minolta Classic 600 si. Finde ich nur noch bei Nikon, dass alt und neu teilweise harmonieren. Wäre an der Zeit, die Marke neu zu beleben. Minolta-Liebhaber gibt es ja noch jede Menge. Habe in meiner Sammlung einige obengenannte Dynax-Geräte mit Zubehör. Teilweise vom Ende der 80er Jahre. Was mich überrascht, ist die grundsolide Technik. Die Teile funktionieren auch noch nach fast 30 Jahren. Trotz Plastikgehäuse.
  • Andreas
    Andreas
    am 09.05.2019
    Hallo,
    erst einmal: große Anerkennung für Ihre Daten, Informationen, Hinweise, Bilder und Weiteres!!! Respekt!!!
    Ich selbst habe in den 70ér Jahren als meine erste Kamera überhaupt ( mit 15 Jahren ) eine SRT-101b von meinem Vater geschenkt bekommen; mit dem 1.7 50 mm Rokkor.
    Inzwischen habe ich auch eine SRT-303 , --- übrigens beide fast, wie neu, inkl. den Objektiven! Und... voll funktionsfähig - einschl.
    des eingebauten Belichtungsmessers!!!
    Nun ist mir in den vergangenen Jahren immer wieder aufgefallen, daß zwar viele der SRT´s angeboten und verkauft werden;
    aber ich habe "" nie "" irgendein Angebot gesehen --- weder in Europa noch sonstwo auf der Welt, in der eine SRT " mit dem originalen Karton für die Kamera angeboten wurde!?!
    Mich wundert das sehr,.... ich selbst habe noch den Original - Karton für die SRT 101b -- in nahezu perfektem Zustand, natürlich mit
    Original Bedienungsanleitung!
    Ich überlege, ob ich diese Kamera , also die SRT- 101b mit diesem schönen Originalkarton zum Verkauf anbiete, ich wäre damit,
    soweit ich momentan informiert bin, weltweit der Erste, der diese Kamera ( übrigens " ohne " Gebrauchsspuren ) mit einem
    fast ebensolchen Originalkarton anbieten würde; das wäre doch etwas, oder ?!?
    Vielleicht haben Sie dazu eine Idee oder eine Anmerkung: würde mich freuen!
    Mit freundlichem Gruß,
    Andreas

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