Neues Jahr, neues Glück ;-)

09. Januar 2026, Ralf Jannke - Wissen, Sammeln, Ausprobieren

Sind unter anderem 2026 "fällig" ;-)

Nach einer Inventur und etlichen Funktionschecks 2025 sind einige Systemkameras übrig geblieben, die mal wieder eine kleine Fotorunde machen sollten. Aber nicht mehr mit der "Schlagzahl" der letzten zwei Monate des jetzt vergangenen Jahres. Die Häufigkeit der Benutzung ändert sowieso nichts daran, wenn man beim Test feststellt: Kamera X ist leider hinüber.

Wobei die Häufigkeit der Benutzung natürlich auch vom Nutzen, der Auflösung und der Benutzerfreude der alten Kamera abhängt

Soll das eine oder andere Foto unabhängig vom Alter der Kamera aber auch in einem Fotobuch gedruckt, als Kalender oder gar Poster an die Wand gehängt werden, braucht es eine entsprechende Pixelmenge. Mein Fotojahrbuch entsteht gewöhnlich im quadratischen Format 30 x 30 cm, der Kalender für die Wand in A3 30 x 40 cm.

Mittlerweile signalisiert die Gestaltungssoftware der Fotobücher, Kalender "zu wenig Bildpunkte/Auflösung", basierend auf 300 ppi Auflösung. Da ich bis auf den Buch- und Kalendertitel kaum komplettformatigen Fotos brauche, lassen sich auch Fotos mit weniger Bildpunkten verwenden. Im Fotobuch fülle ich die 30x30 cm Einzelfotos Seiten gewöhnlich mit sechs 10x15 cm Bildern im Querformat. Gelegentlich kommen auch quadratische Fotos oder Hochformate rein. Für die 10x15 cm mit 300 ppi Auflösung genügen bereits 1.200 x 1.800 Bildpunkte, 2 Megapixel. Die liefert sogar meine Kodak/Nikon F5 DCS620x von 1999! 

Mit der 4 Megapixel Canon EOS 1D oder Nikon D2Hs komme ich mit 2.400 x 1.600 Bildpunkten bei 300 ppi auf 13,5 x 20 cm. Die im Fotobuch auf 30 cm Breite minus Rand gezogen zwar eine Warnmeldung verursacht, aber im Druck nicht sichtbar wird! Ab 3.600 x 2.400 Bildpunkten 8,6 Megapixel bin ich bei vollen 30 cm x 20 cm mit 300 ppi.

Um es abzuschließen: Müssen es 300 ppi sein?

Kommt auf die Druckgröße und den Betrachtungsabstand an. Für ein großes (gerundet) 60 x 90 cm A1 Poster mit 150 statt 300 ppi Auflösung genügen 5.400 x 3.600 Bildpunkte, gerundet 20 Megapixel. Dazu gegebenenfalls noch etwas Photoshop-Interpolation oder KI-Hilfe durch Topaz Gigapixel AI, komme ich auch mit 10, 12, 16, 18 Megapixel klar!

Keiner meiner Kamera-Ausfälle 2025 beeinträchtigt ernsthaft mein Hobby Fotografie

Kaputtgegangen waren 2025 diese digitalen Spiegelreflexkameras:

  • Fuji S2Pro, Vorstellungsjahr 2002, 6/12 Megapixel, Mechanikschaden
  • Nikon D1H, Vorstellungsjahr 2001, 2,7 Megapixel, Sensorschaden
  • Nikon D1x, Vorstellungsjahr 2001, 6/10 Megapixel, Sensorschaden
  • Kodak/Nikon F5 DCS760, Vorstellungsjahr 1999, 6 Megapixel, Elektronik-, Boardschaden

Es war aber doch interessant, nach wie viel Jahren die eine oder andere Kamera dann unbrauchbar geworden ist. Es scheint so, als ob ab 20 Jahren hochwertige elektronische Systemkameras beginnen auszufallen …

Welche Systemkameras sollen 2026 "an die frische Luft"?

Das sind die beiden im Foto gezeigten Kameras Sony SLT a33 aus dem Vorstellungsjahr 2010 und Olympus E-330 aus 2006. Trotz des Altersunterschieds mit einer Gemeinsamkeit. Beides sind Spiegelreflexkameras, und sowohl die 14 Megapixel Sony als auch die 7,5 MP Olympus bieten Liveview. Die E-330 war die erste Systemkamera mit Wechselobjektiven UND Liveview!

Als Besonderheit ist der Spiegel in der Sony starr! Damit Licht auf den Sensor fällt, muss der Spiegel teildurchlässig, translucent sein. Was dann auch gleich die Modellbezeichnung  der Sony erklärt: (D)SLT: Digital Single Lens Translucent

Mittlerweile haben sich noch drei Systemkameras dazugesellt

Am Beitragstitel: "Kodak/Nikon Pronea DCS315 (1998), DCS330 (1999) Update 2023" schnell zu erkennen, dass diese besonderen Kodak DSLRs unbedingt mal wieder benutzt werden müssen. Um es vorwegzunehmen: Beide DSLRs starteten nach Einlegen der Akkus sofort und speicherten die Fotos auf die CompactFlash-Karten im PCMCIA-Adapter. Die 1,5 Megapixel DCS315 werde ich aber nicht mehr einsetzen, die tut sich schon recht schwer mit Farbwiedergabe und Rauschen. Aber die 3 Megapixel DCS330 wirkt noch sehr agil und kommt "an die frische Luft" ;-) Dabei eine unerwartete Überraschung: Das Yongnuo YN35mm F2N funktioniert perfekt auf der DCS330!

Vierte Kamera wird die FourThirds DSLR Panasonic LUMIX DMC-L10, die im Sommer 2023 das letzte Mal "vor der Tür war.

Als fünfte Systemkamera habe ich die spiegellose Samsung NX200 gewählt, die Ende 2024 das letzte Mal im Einsatz war: "Nikon LENS SERIES E 50mm 1:1.8 und Nippon Kogaku Japan NIKKOR-UD Auto 1:3.5 f=20mm im Sommer 2018 auf der Samsung NX11 und Ende 2024 auf der Samsung NX200"


Wie, mit welchen Objektiven und wann genau ich diese vier Systemkameras einsetze, wird die Zeit zeigen. Bis auf die Kodak DCS330 bieten sich die restlichen vier Kameras ja auch für Urlaubstrips ab Ostern an! Ich überlege mir was. Bestimmt werden sich dazu noch ein paar weitere Kameras gesellen, aber das Dutzend mache ich nicht voll!

 


Die „WELT“ schrieb: Nur noch Handy-Fotos? Das erstaunliche Comeback der Kompaktkamera

02. Januar 2026, Ralf Jannke - Wissen

>> Manchmal geht es eben nicht um technische Überlegenheit. Anders ist es kaum zu erklären, warum Teenager ihre Eltern fragen, ob sie noch alte Kompaktkameras in ihren Schubladen liegen haben. <<

>> Oder warum aus dem früheren Elektroschrott plötzlich bei Ebay wieder nachgefragte Auktionsartikel werden. Doch auch bei neuen Geräten erlebt die digitale Kompaktkamera ein Revival. <<

>> Nach Jahren des Niedergangs sind die Verkäufe im vergangenen Jahr wieder um mehr als neun Prozent gewachsen. Wie die Camera & Imaging Products Association (CIPA) meldet, wurden 2024 weltweit 1,88 Millionen Kompaktkameras neu verkauft. <<

Nun ja, dann kann uns mit unserem Sammel-Depot ja nichts passieren ;-) Siehe oben …

Hier der komplette WELT-Beitrag: https://share.google/TqSIhLJ3pYSW11ioJ


Feiertagswünsche

23. Dezember 2025, Ralf Jannke - Wissen

Das (DSLR) Imperium schlägt zurück ;-)

Ich hätte nicht gedacht, dass sich zum Jahresende hin die von mir schon abgeschriebene digitale Spiegelreflexkamera nochmal so aufrafft. Und die spiegellose Zunft wenigstens ein paar Wochen lang in die zweite Reihe geschoben hat. Totgesagte leben länger!

Auslöser war ganz klar das 95 Euro CANON ZOOM LENS EF 80-200mm 1:2.8 L im Herbst und der erste Einsatz auf der 15 Megapixel Canon EOS 50D. Gefolgt vom Einsatz auf einer adäquaten Kamera, Canons EOS 1D

Damit war das Thema DSLR aber nur angestoßen

Nikon stellte 1987 einen besonderen Adapter, Konverter vor, der die Brennweite des montierten Objektivs mit Nikon F-Bajonett zwar um den Faktor 1,6 verlängert, aus zahlreichen, manuell zu fokussierenden Objektiven aber in Grenzen Autofokusobjektive macht! Durchaus mehr als nur eine Spielerei, erfolgreich probiert auf der Nikon D300 und der Nikon D2X(s)
Diese Autofokus-Experimente leiteten schließlich von Nikon zu meinem weniger favorisierten (D)SLR-Hersteller mit langer Geschichte: Pentax. Wo es ebenfalls seit 1987 einen ganz ähnlichen Adapter, Konverter gibt, der MF Objektive mit Pentax K-Bajonett zu Autofokus verhilft.
Alles mündete schließlich noch in den Gebrauchtkauf einer Canon EOS 7D zu 88 Euro inkl. Porto und einer gebrauchten Pentax K-20D für knapp 105 Euro inkl. Porto. Beide vom seriösen Anbieter mit Rückgaberecht und 12 Monaten Garantie! Preiswerter und sicherer kann man sich nirgendwo mit Gebrauchtgerät eindecken!

Mit dem Neuheitenirrsinn, der einen fotografisch nur selten weiterbringt, wo gefühlt im Wochentakt zwei neue Objektive und monatlich eine neue Kamera präsentiert werden, habe ich längst abgeschlossen! Es bleibt mir ein ewiges Rätsel, wer das ganze teure Zeug nicht nur kaufen, sondern auch benutzen will.

Apropos Benutzen 

Unsere Funktionschecks will ich nicht gleich zu Erfahrungsberichten deklarieren, dafür haben sich bei Christian Zahn und mir einfach (zu) viele Kameras angesammelt. Wobei für mich diese fast ausschließlich Systemkameras mit oder ohne Spiegel den Rest der Digitalkamerawelt ganz an den Rand geschoben haben. Allenfalls die SLR-ähnlichen Bridgekameras mit ihren oft Superzooms will ich gelegentlich noch anfassen. Wobei bei denen immer wieder schnell Ernüchterung eintritt. Ja, Superzoom, aber eben doch keine "richtigen" Systemkameras mit Objektivwechselmöglichkeit!

Und der Rest? Was noch geschenkt, vom Flohmarkt dazukam, wird einmal auf Funktion geprüft, damit ein bisschen rumgeknipst und gut ist. Danach nicht mehr benutzt ins Archiv.

Bis auf unerreichbaren Exoten, wie Kodaks erste in ca. 1000 Stück produzierte DSLR der Welt DCS100 oder die erste Vollformat-DSLR der Welt CONTAX N DIGITAL, ist die Geschichte der Digitalkamera fertig erzählt.

Und so wird sich das Museum zwangsläufig weiter um die Benutzung der alten Systemkamera-Schätze reihum drehen. Angereichert mit dem Einsatz besonderer, exotischer Objektive, die ja auch benutzt werden wollen. "Neue", alte historische Digitalkameras werden 2026 kaum noch auftauchen. Werden aber selbstverständlich präsentiert, wenn doch nochmal ein Fisch ins Netz geht.

Ausgeguckt sind für 2026 aber schon fünf historische Systemkameras, die unbedingt mal wieder und etwas länger an sie frische Luft müssen …

Boris Jakubaschk, Ralf Jannke und Christian Zahn wünschen Frohe Feiertage, einen Guten Rutsch und ein erfolgreiches und gesundes 2026

 


Ich werde noch zum Pentaxianer ;-)

21. Dezember 2025, Ralf Jannke - Wissen, Sammeln, Ausprobieren

Fortsetzung "Der Grüne Punkt"

Pentax DSLRs und der geniale "grüne Punkt", die so farblich markierte Taste

lautete der Praxisbeitrag, wo nochmal genau beschrieben wird, wie eine komfortable Art von — ich bezeichne es mal als — Halbautomatik den Einsatz alter, manuell zu fokussierende Objektive mit K-Bajonett enorm erleichtert, was die korrekte Belichtungsmessung und Wahl der richtigen Belichtungszeit bei einer gewünschten Blende betrifft.

Und Pentax-Modelle ohne den „Grünen Punkt“, die entsprechend farblich markierte Taste?

Es geht auch ohne den „Grünen Punkt“! Mit korrekt ermittelter Belichtung im M-Betrieb und MF-Objektiven zumindest auf meiner Pentax *ist D L2! Die muss 2026 unbedingt auch mal wieder "vor die Tür" ;-)

Für den Einsatz eines MF-Objektivs mit Pentax K-Bajonett musste zuvor geprobt auf der Pentax *ist DL2:

  • die Betriebs-/Automatikart der *ist DL2 auf „M“ für manuelle Belichtung stehen
  • im Menü unter „C Eigene Einst.(ellungen)“ bei „Blendenring“ die 2 für Verwendung zulässig gewählt werden.
  • am Objektiv die gewünschte Blende gewählt sein, zum Beispiel f/8. Wobei die Blende offenbleibt!
  • Dann wird bei Offenblende manuell über den Sucher und mit Hilfe des Schärfeindikators fokussiert.
  • Beim anschließenden Druck auf die AE-L (Belichtungsspeicher) Taste schließt sich die Blende kurz und die Kamera misst bei der eingestellten Blende und wählt und speichert (!) die passende Verschlusszeit.
  • Beim Auslösen schließt die Blende auf den eingestellten Wert: fertig

Funktioniert!

Sehr wahrscheinlich war seinerzeit meine Unerfahrenheit in Sachen MF-Objektive auf Pentax-DSLRs Schuld daran, dass ich dem braven 2,8-4/35-70 mm Sigma MF auf der *ist DL2 2019 einen Defekt angedichtet habe. Das werde ich 2026 erneut probieren … Ob der Fehler nicht doch hinter der Kamera zu suchen war ;-)

 


Schöne Bescherung

19. Dezember 2025, Ralf Jannke - Wissen, Sammeln, Ausprobieren

Leica, Leitz? Ja, aber nur wenn der Preis stimmt!

Und hier hat er gestimmt! 67 Euro (inkl. Porto) für ein Ernst Leitz GmbH Wetzlar Elmar f=9cm 1:4. Laut Seriennummer Baujahr 1955. Jetzt darf ich für den Weihnachtstrip nur den M39-/Nikon Z-Adapter/Helicoid nicht vergessen!

Und ansonsten: "There’s No Excuse Not to Own a Leitz 9cm f4 Elmar" – "Es gibt keine Ausrede, kein Leitz 9cm f4 Elmar zu besitzen." Na dann ;-)

Wobei: Damit fotografieren ist noch besser als nur zu besitzen ;-)

 


Es weihnachtet sehr ;-)

17. Dezember 2025, Ralf Jannke - Wissen, Sammeln, Ausprobieren

Ein zweites (fast) komplettes Medical-NIKKOR Auto 1:5.6 f=200mm Nippon Kogaku Japan

Im Dezember kam eine Anfrage aus Kopenhagen/Dänemark. Der Frager hatte die Beiträge zum 200 mm Medical Nikkor im Digicammuseum

studiert und offerierte ein Medical Nikkor, für das ihm die Zeit und mit den Vorsatzlinsen das fast wichtigste Zubehör dieses Spezialobjektivs fehlte. Dafür war die Transporttasche und die Energieversorgung dabei. Ob sich die mit frischen Batterien betreiben lässt, werde ich in den Weihnachtsferien sehen. Wäre toll. Im schlechtesten Fall bleibt es halt der "normale" Sammler-Irrsin ;-) Aber 40 Euro plus Porto Dänemark/Schweden war es mir wert.

Bericht über die Feiertage

 


Für den Spieltrieb

13. Dezember 2025, Ralf Jannke - Wissen, Sammeln, Ausprobieren

Nicht Wechselobjektive: Nur Vorsatzobjektive! Ein Nikon Nikkorex Auto35 Tele-Konverter/Vorsatz

Bis auf die Nikkorex F – F-Bajonett = Wechselobjekktive – und die NIKKOREX ZOOM35 mit ihrem 3,5/43-86 mm Objektiv waren alle anderen Nikkorex-Modelle mit starren, nicht wechselbaren Festbrennweiten im 50 mm Normalobjektivbereich versehen.

Einzige Möglichkeit mangels Wechselobjektiv an etwas weniger oder mehr Brennweite zu kommen, waren wie im Beitrag „Zeiss Ikon CONTAFLEX III und Vorsatzobjektive“ beschrieben, Vorsätze, die bei den Zeiss-SLRs per Bajonett montiert, bei den restlichen Kameras ins Filtergewinde des jeweiligen Objektivs geschraubt werden. Als Beispiel daneben die Minolta ER von 1963 dessen 45 mm Festbrennweite nach dem gleichen Prinzip mit Hilfe der gezeigten Vorsätze verkürzt oder verlängert werden konnte. Das Ganze bewegte sich meist in der Brennweitengrößenordnung 35 mm Weitwinkel bis 85 mm Tele. Die CONTAFLEX III konnte noch länger bis 115 mm.

Nachteil

Frank Mechelhoff schrieb zur CONTAFLEX: >> Als Hauptnachteil stellt sich bereits sehr früh der Zentralverschluß heraus, der als Bestandteil der Camera einen vollständigen Objektivwechsel nicht zulässt. Man kann bloß die vor der Blende liegenden Teile wechseln. (…) Die Objektivvorsätze sind aber schwer und können niemals die Qualität von hochklassigen Festbrennweiten des Hauses Zeiss erreichen. <<

Das lässt sich ziemlich sicher auf sämtliche Vorsätze der starren SLRs der restlichen Hersteller mit fest montierten Normalobjektiven übertragen. Wobei sich der Carl Zeiss Pro-Tessar 1:4 f=35 mm nicht als optische Katastrophe erwiesen hat. In den Zeiten, wo diese SLRs aktuell waren, begnügte sich der Fotograf, die Fotografin oft mit kleinen 9x13 cm Papierabzügen oder 10x15 cm Postkarten fürs Fotoalbum. Größen, wo gewisse Qualitätseinbussen durch die Vorsätze kaum auffielen …

Pressefotograf und Nikon Kenner Peter Braczko schreibt in seinem Fachbuch "Das Nikon Handbuch" zu den Nikkorex-Vorsatzlinsen: >> (…) noch eine Bemerkung zu den Vorsatzobjektiven. Diese lassen sich nur mit den Zentralverschlusskameras Nikkorex 35, Nikkorex 35-2, Nikon Auto-35 und Nikkorex Auto35 verwenden, deren optische Ausstattung sich nur auf ein fest eingebautes Normalobjektiv beschränkt. Mit den nur schwach vergüteten Vorsätzen lassen sich aber nur bescheidene Weitwinkel- und Teleperspektiven erreichen. Die Bildqualität kann nicht überzeugen. <<

Vom optischen Aufbau MUSS das NIKKOR-H 1:2 f=48mm besser sein als das NIKKOR-Q 1:2.5 f=5cm

Stehen sich da ein hochwertiges 6-linsiges Doppel Gauß Normalobjektiv einem einfacheren 4-linsigen Tessar-Typ gegenüber. Von Zeiss aber immerhin als "DAS ADLERAUGE IHRER KAMERA" geadelt …

Was das 48 mm Objektiv angeht, lässt sich das zumindest für den hier vorgestellten Tele-Vorsatz NIKKOR-Tele 1:4 85/48 in Digitalzeiten ja einfach überprüfen! Beim Einsatz auf der 45 Megapixel Vollformat Nikon Z7 dürften sich Abbildungsschwächen nicht verheimlichen lassen! Das 6-linsige 48 mm Grundobjektiv der Nikkorex Auto35 oder Nikon Auto-35 ist nicht nur deutlich lichtstärker sondern sicher auch besser, als das einfachere Normalobjektiv der Nikkorex-Reihe.

Dieser Televorsatz wird natürlich probiert – aber erst im neuen Jahr …

 


Tokyo Koki W.TOKINA 1:3 f=28mm Nr. 2

11. Dezember 2025, Ralf Jannke - Wissen, Sammeln, Ausprobieren

Nach dem noch nicht ganz fertig ausprobierten avanar 1:3.5 f=23mm mit der "krummen" Brennweite von 23 statt 24 mm jetzt erneut eine "krumme" Lichtstärke

Nicht wie gewohnt f/2,8 oder f/3,5, nein f/3. Nichts Neues, denn ein erstes, schwer gebrauchtes Tokyo Koki W. TOKINA 1:3 f=28mm kam 2020 in meine Sammlung. Zu diesem Zeitpunkt noch/nur auf der 20 Megapixel Halbformat Nikon DSLM Z50 probiert.

2021 ging das Tokyo Koki W. TOKINA 1:3 f=28mm schließlich auf die 24 MP Vollformat Nikon Z6.Was sich dort qualitativ nicht mehr verheimlichen ließ. Das 24x36 mm Kleinbild-/Vollformatbildfeld wurde nicht bis in die letzte Bildecke gefüllt. Analog auf Film spielte das keine Rolle, weil die Vignettierung entweder im 9x13 cm Papierabzug oder im Diarahmen verschwand.

Weniger schwer tat sich im Herbst 2022 ein Tokyo Koki W. TOKINA 1:2.8 f=35 mm. Trotz längerer Brennweite von 35 mm auch noch ein Schwächeln in den äußersten Bildecken, aber nicht schwarz wie beim 28er!

Sommer 2024 gesellte sich zum Tokyo Koki W. TOKINA 1:3 f=28mm schließlich eine Schwester, ein Bruder oder ein bis aufs Label baugleicher Klon RETRO TESSARIT 1:3 f=28m 

Sommer 2025 lief ein weitgehend baugleiches MC SOLIGOR AUTOWIDE 1:2.8 f=28mm auf der Fuji X-E1 und Nikon Z7

Alle auf dem zweiten Foto.


Blitz-Check Olympus E-3

07. Dezember 2025, Ralf Jannke - Wissen, Ausprobieren

Dienstag wird's ernst …

Da geht die Olympus E-3 mit in die Basketballhalle. Davor schnell das "Ensemble" zum 2. Advent abgelichtet. Fokus auf den gewünschten Punkt, Belichtung O.K. Foto links ISO 3.200, die mit Adobe Lightroom KI-Entrauschung gut unter Kontrolle ist, daneben die kleine Pixlr-o-matic Spielerei (ISO 500) mit den besten Wünschen für einen entspannten 2. Advent.

 


Was ist digicammuseum.de?

Die analoge Fotografie blickt auf eine etwa 170-jährige Geschichte zurück, seit etwa 100 Jahren sind Fotoapparate auch für Privatleute erschwinglich. Trotzdem sollte es noch Jahrzehnte dauern, bis die Fotografie zu einem Hobby für Millionen von Menschen wurde und der Fotoapparat zum selbstverständlichen Accessoire jeder Urlaubsreise.

Um so überraschender ist es zu sehen, mit welcher Geschwindigkeit die etablierte Technik in wenigen Jahren nach der Jahrtausendwende in eine Nischenexistenz zurückgedrängt wurde. Ersetzt wurde sie durch Digitalkameras. Diese haben in kürzester Zeit eine atemberaubende Evolution durchlaufen und haben ihre analogen Vorfahren weitgehend überflüssig gemacht. In fast allen Haushalten wurde die alte Spiegelreflex- oder Kompaktkamera durch ein digitales Modell ersetzt.

Während die meisten analogen Kameras viele Jahre, teilweise auch Jahrzehnte lang genutzt wurden, landen die meisten Digitalknipsen nach drei bis vier Jahren in der Schublade und müssen einem leistungsfähigeren Modell weichen. Die technischen Fortschritte werden jedoch immer kleiner. Digitalkameras haben einen Stand erreicht, der keine drastischen Verbesserungen mehr zulässt. Der Boom fand seinen Höhepunkt um die Jahre 2008-2010 und hat seither deutlich nachgelassen.

Das ist auch schon rein äußerlich zu erkennen: In den ersten Jahren war bei den Herstellern von Digitalkameras der Wille zu beobachten, die neue Technik auch für Innovationen in Design, Bedienung und Funktionalität zu nutzen. Inzwischen ist diese Phase weitgehend vorbei und die Hersteller haben zu den aus analoger Zeit bekannten Kameratypen zurückgefunden: Kompaktkameras auf der einen und Systemkameras auf der anderen Seite.

Die in Smartphones eingebauten Kameras sind inzwischen jedoch so gut, dass sie Kompaktkameras die Existenzberechtigung geraubt haben. Wozu ein separates Gerät kaufen, wenn man vergleichbare Bilder auch mit dem Handy hinbekommt, das man zudem immer in der Tasche hat?

Es entsteht so im Moment die paradoxe Situation, dass so viel fotografiert wird, wie noch nie in der Geschichte - und gleichzeitig immer weniger "richtige" Kameras verkauft werden. Mag sein, dass die Ära der Fotoapparate für jedermann zu Ende geht und bald nur noch Hobbyfotografen und Profis als Kamerakäufer übrig bleiben. Deswegen ist nicht zu früh, die "wilden Jahre" der Digitalkamera-Entwicklung zu dokumentieren.

Diese Homepage war anfangs vor allem als virtuelles Museum meiner Kamerasammlung gedacht. Inzwischen ist daraus ein Projekt geworden, bei dem ein wachsender Kreis von Autoren tolle Beiträge zur Digitalkamera-Geschichte beisteuert. Den weitaus größten Anteil daran hat Ralf Jannke, der mit seinen Praxisbeiträgen die verschiedensten Themen detailliert behandelt und großartig bebildert. Was sich allerdings nicht geändert hat: Die Homepage ist ein reines Hobby- und Spaßprojekt. Wir freuen uns über den Austausch mit anderen Sammlern und Fotobegeisterten. Es gibt keine Werbung und wir sind auch keine bezahlten Influencer. Falls Sie allerdings noch eine spannene Kamera herumliegen haben, die Sie nicht mehr brauchen - wir sind immer auf der Suche nach weiteren Exponaten.

Boris Jakubaschk

Das virtuelle Digicammuseum gibt es jetzt auch als reales Museum

Meine Sammelei hatte eigentlich schon immer das Ziel, meine Geräte eines Tages nicht nur auf dieser Homepage zeigen zu können, sondern auch live in einem richtigen Museum. Mit Holger W. Müller habe ich nun einen Partner, der meine Leidenschaft für die Technikgeschichte teilt. Außerdem haben wir in Rastatt Büroräume der ehemaligen Thaleswerke gefunden, dem Hersteller der bekannten Thales-Rechenmaschinen.

Dort haben wir ein Museum eingerichtet, das Rechenmaschinen, Computer und Videospiele als Schwerpunkt hat. Digitalkameras sind ebenfalls mit einigen spannenden Exponaten vertreten. Geöffnet ist jeden Sonntag von 13 - 18 Uhr. Auf der Projekthomepage gibt es weitere Infos.

Zur Homepage des µ-Museums