Ein lohnender Flohmarktgang!

17. Februar 2026, Ralf Jannke - Wissen, Sammeln, Ausprobieren

Das nenn’ ich Flohmarktbeute!

Nein, die Nikon D4 gehörte nicht dazu, aber das montierte Nikon Zoom-NIKKOR 35~105mm 1:3.5-4.5 AI-S habe ich sichtlich gebraucht, aber mit einwandfreier Technik für 15 Euro gerne mitgenommen. Laut Seriennummer von 1983 bis 2005 viele Jahre produziert.

Rechts unten eine 15 Euro RAYNOX HD-FXR180 HIGH DEFINITION FISH-EYE CONVERSION LENS. Versifft, aber zu Hause problemlos zu reinigen. Keine Kratzer, kein Fungus. Wofür der Vorsatz. Nach 2022 soll endlich mal wieder meine ungeliebte Sony Cyber-shot DSC-R1 an dir frische Luft. Für die gab/gibt es unter anderem einen 0,8x Weitwinkelvorsatz, der aktuell für um 300 Euro offeriert wird. Mit "Jagdglück" auch mal unter 100 Euro inkl. US-Porto. Auch dafür würde ich diesen Vorsatz nicht nehmen, auch wenn er ein rectilinear abbildendes 19 mm Superweitwinkel generiert. Beim für 15 Euro mitgenommenen Fisheye-Vorsatz musste ich nicht lange suchen. Um den in den Ostertagen auf die Sony R1 zu montieren brauchte es nur einen 72 mm Filter aus meiner Wühlkiste, dem das Glas entnommen wurde. Und einen ebenfalls noch vorhandenen 72-auf-67 mm Reduzierring. Ich bin gespannt.

Höhepunkt ist der oben rechts abgebildete Prismensucher für die zweiäugige 2,8 oder 3,5 Mittelformat 6x6 Rolleiflex. Der Sucher wird für bis 250 Euro angeboten und für 130 bis 150 Euro auch verkauft. Runtergefallene Exemplare mit Beulen im Deckel oder Fungus (Pilzbefall) sind für 50 bis 60 Euro zu haben. Mit meiner chinesischen Rolleiflex – „Segull“ – kann der Original Rolleisucher nichts anfangen. Vielleicht habe ich mit der dichter an der Rollei angesiedelten AIRES mehr Glück. So oder so, für 20 Euro durfte ich den Rollei-Sucher in gutem Zustand samt Köcher einfach nicht liegenlassen ;-)

 


Die hässlichen Entlein … Die sich NICHT in einen schönen Schwan verwandeln :-(

11. Februar 2026, Ralf Jannke - Wissen, Sammeln, Ausprobieren

Meine einstige Sammlung an Spiegelreflexkameras mit fest eingebauten Normalobjektiven um 50 mm Brennweite und allesamt mit Zentralverschluss. Entsprechend beschriftet. Die beiden defekten Exemplare gingen in Christian Zahns Optiksammlung über.

Nicht im Foto die wiederbelebte Minolta ER mit gleichem Konzept: Festbrennweite 48 mm, Zentralverschluss. Die bekommt in absehbarer Zeit einen eigenen Beitrag, nachdem sie über vier Jahre unbenutzt lag.

Die NIKKOREX AUTO35 wurde ausgeschlachtet, um an das gute und lichtstarke 2/48 mm Nikkor zu kommem. Übrig sind dann noch die zwei Mamiyas. Eine Mamiya/Sekor 528TL und eine Mamiya Family. Aus der Erinnerung ist die 528 TL defekt, die Family könnte aber noch Leben haben! Sie wurde auch als "Saturn" und "Korvette" vertrieben. Sollte die Family noch laufen, werde ich ihr gelegentlich einen Film spendieren und sehen, ob sich ein NIKKOREX Vorsatzobjektiv montieren lässt …

Das Konzept mit den Vorsatzobjektiven verfolgten nicht nur Nikon (Nikkorex) und Minolta!

Unter anderem auch für die Mamiya 528 TL gab es dieses Vorätze. Das Foto stammt von Christian Zahns Internetseite optiksammlung.de. Christian kommentiert auch treffend: "Die 528TL gehört zu den preiswerten Spiegelreflexkameras ohne Wechselobjektiv, andere Brennweiten werden durch Einschrauben von Tele- bzw. Weitwinkelkonverter erzielt. Die ohnehin nur geringe Bildqualität des dreilinsigen Normalobjektivs wird dadurch nochmals verschlechtert. Die resultierenden Brennweiten sind auf den Vorsätzen nicht vermerkt, es handelt sich um ca. 35 bzw. 75mm."

Aber selbst Rollei bot Carl Zeiss 0,7x und 1,5x Mutare, heute sündteure Sammelstücke für die zweiäugige Rolleiflex mit dem fest angebauten 75 oder 80 mm Objektiv …

Mal sehen, ob ich diesen Sommer endlich schaffe, den einen Rolleiflex-kompatiblen Vorsatz auszuprobieren. Ohne allzugroße Qualitätserwartungen


Auf zur finalen Junk-/Trash-Fotorunde

06. Februar 2026, Ralf Jannke - Wissen, Sammeln, Ausprobieren, Reparieren

Passend zum Hintergrund

Bevor es ins Depot geht, eine vorerst finale Runde durchs Industriegebiet zum Flohmarkt. Mit der schwer angeschlagenen spiegellosen Nikon 1 V3 DSLM

Ich hatte diesen Totallschaden 2023 aus reiner Neugier für 10 Euro gekauft. Um dann festzustellen, dass diese V3 nach Einlegen eine microSD-Speicherkarte und dem Akku tatsächlich noch Fotos aufnahm! Aber alles im kompletten Blindflug. Digitale LOMOGRAPHIE pur!

Um ein Gefühl für den Bildwinkel zu bekommen, wurde ein russischer Revolversucher montiert, der eine 2,8 cm/28 mm Brennweiteneinstelung bietet. Die gut zur kurzen Brennweite des 10-30 mm 1 Nikkors passt. KB-äquivalente 27-81 mm. Erstaunlichrweise funktioniert dieses Zoom noch einwandfrei! Möglicherweise gab es 2019 bessere Ersatzteile, denn auch dieses Zoom war von der Nikon 1 Objektivkrankheit betroffen. 

2026 wurde eine Reparatur, Verbesserung des beschädigten Nikon 1 V3 Sensors versucht. Was dann in einen eigenen Praxisbericht mündet, der noch nicht fertig ist …

 


Gerüstet

01. Februar 2026, Ralf Jannke - Wissen, Sammeln, Ausprobieren

Jetzt passt es!

Im vorläufigen Finale zum Medical-NIKKOR Auto 1:5.6 f=200mm Nippon Kogaku Japan war ganz zum Ende hin zu lesen: "Wie geht es mit dem Medical-NIKKOR Auto 1:5.6 f=200mm Nippon Kogaku Japan weiter? Vielleicht so im Frühjahr?" Montiert war das Medical auf der 16 Megapixel Vollformat DSLR Nikon D4 und einem Balgengerät mit Nikon F-Anschluss. Mir aber einfach eine Nummer zu klein, zu schwach für die komplette Kombination.

Erheblich besser dann das bereits im Beitag: "Schnelltest Balgengerät, Hersteller ALBINAR, Canon FD-Bajonett, Nikon Z6" gewürdigte Gerät. Der noch fehlende Adapter Nikon F-auf-Canon FD-Bajonett ist eingetroffen, und dann wurde das Ganze probeweise montiert.

Damit werde ich mich dann an "Kleinzeug" und "Blümchen" vergnügen ;-)


EINTAUSENDUNDACHTHUNDERT Euro für eine Digitalkamera mit Festbrennweite, die nur Schwarzweissfotos aufnehmen kann???

24. Januar 2026, Ralf Jannke - Wissen

Ich bin gespannt, wann die ersten Fotos dieser Renommierkamera auftauchen – wenn man überhaupt welche zu sehen bekommt. Die dann allzuoft nur eins sind: SchwarzWeiss. O.K. mit reichlich Grauwerten und wenig Bildaussage.

Aber immer mit dem Besitzer-Überlegenheitsgefühl aufgenommen, dass ein Sensor, der aus seinem RGB-Farbmatrix-/Bayer Sensor die Motivfarben interpolieren muss, niemals so scharf sein kann, wie ein gleichauflösender Sensor, dem die Farbmatrix fehlt. Schließlich hat die Kamera ja 1.800 Euro gekostet …

Ja das mit der Farbmatrix stimmt in der Theorie. Aber auf die Frage, wieviel großformatige SW-Fotos denn an der Wand hängen, ob man denn mal in ein selbst produziertes Fotobuch mit SW-Fotos schauen dürfte, gibt es keine Antwort. Und nicht mal im „Mäusekino“ Smartphone kann man ein paar gelungene SW-Fotos zeigen …

Der Hersteller der 1.800 Euro Kamera ist nicht allein. Folgt sie auf diverse Leica M Monochrome Digital-Messsucherkameramodelle, auf deren Preisnennung ich verzichte oder die rund 2.500 Euro teure 25 Megapixel Halbformat Pentax K-3 Mark III Monochrome von 2023.

Immer wieder beschleicht mich das Gefühl, dass die Leute nicht mit der Bildbearbeitung umgehen können – wollen. Photoshop, Lightroom und Mitbewerber bieten fast unbegrenzte Möglichkeiten zur ganz gezielt steuerbaren Umwandlung eines Farbfotos in SchwarzWeiss. Ich möchte den sehen, der analysieren kann, dass Foto X mit einer Monochrom-Digitalkamera aufgenommen wurde …

Wobei das alles wenig nützt, wenn man kein Gefühl dafür hat, in SW zu sehen und zu denken, bzw. welches Farbfoto denn in SW richtig gut wirken würde. Und dann nützt auch die reine SW-Kamera wenig …

Meine erste und einzige SW-Kamera habe ich mehrfach beschrieben, die Kodak DCS460ir

Die genau gesagt keine reine SW-Kamera ist, sondern eine 6 Megapixel DSLR mit größerem 19x27 mm Crop 1,3 Sensor, die je nach Filter SchwarzWeiss-Infrarot-Fotos aufnimmt.

Wer Lust hat:

In der absolut lesenswerten "The DCS Story" werden unter den in Serie produzierten DSLRs alleine 21 Modelle gelistet, die "nur" "Mono" = SW fotografieren konnten/sollten!

Unter der Überschrift: "Monochrome Kodak DCS 760m" gibt es einen opulenten Beitrag zu diesem Kodak Sondermodell! Oder Pete Meyers Kodak DCS760m Digital Monochrom.

Das sind Kameras! 1.800 Euro würde ich anders investieren!

 


Die Flohmarktsaison 2026 ist eröffnet!

22. Januar 2026, Ralf Jannke - Wissen, Sammeln, Ausprobieren

Stückpreis 5-20 Euro

Ich habe überlegt, ob ich wirklich 20 Euro für die prizipiell tolle, aber mit einer kaputten Frontlinse geschlagenen Olympus XZ-2 investieren soll, aber sie bettelte so: "Nimm mich mit" ;-) Sie läuft und für etwas "Kunst" wird's sicher reichen …

Trotz der kaputten Frontlinse!

Ich bin versucht es nach der Fotorunde mit einem Tropfen Carglas-Chemie zu probieren. Ein dünnflüssiges Harz, das unter UV-Licht aushärtet. Bei Auto-Windschutzscheiben ist der so reparierte Steinschlag meistens fast unsichtbar! Also einen Versuch werde ich mit der Frontlinse wagen, Harz ist bestellt. Mehr Kaputtmachen geht ja nicht mehr … Denn die Abbildungsqualität der Olympus ist sehr gut!

Und die Praktika?

Bei DER schönen Orange-Eloxierung durfte sie mit. In Chrom wär's ja nur wieder die öde "Zigaretten-Etui-Klasse" ;-)

Und die beiden Objektive?

Die kamen natürlich ohne die Bodies, auf die sie fürs Foto montiert wurden. Das VOIGTLÄNDER COLOR-DYNAREX ist laut Seriennummer aus den Mitte der 1960er Jahre und kam zu meiner Freude mit M42 Schraubanschluss! Das Ihagee Anast.(igmat) Exaktar 1:3.5 f=5.4cm ist ein ganz frühes und noch unvergütetes Objektiv, aus der Mitte der 1930er Jahre. Nach Reinigung – das Frontelement war problemlos rausdrehbar – war der Belag auf einer inneren Linse zügig entfernt.

Also reichlich Nachschub zum Spielen, Experimentieren, Fotografieren

 


Wenn die Amateur-Fussballsaison losgeht — im Frühjahr …

18. Januar 2026, Ralf Jannke - Wissen, Sammeln, Ausprobieren

Comeback alter Digitalkameras?

Die "Welt" schrieb: "Nur noch Handy-Fotos? Das erstaunliche Comeback der Kompaktkamera"
Hmmmm … Ist das realistisch?

Ein gut argumentierter und geschriebener Füll-Beitrag. Möglicherweise aber einfach nur von anderer Stelle ab- und etwas umgeschrieben, denn das Thema "ploppte" vor einiger Zeit schon mal an anderer Stelle auf.

Ich sehe von einem Comeback alter Digitalkameras jedenfalls bisher — nichts. Denn es würde (mir) schon auffallen, wenn sich mittlerweile zwischen die Hunderte von Smartphones die eine oder andere alte Kompakt-Digitalkamera mischen würde.

Nun gut, ich bin eh kein Maßstab, was alte Digitalkameras angeht ;-)

2015/2016 habe ich angefangen Digitalkameras zu sammeln.

Darunter die oben abgebildete schwer ramponierte, aber noch funktionierende 1.600 x 1.200 Bildpunkte 2 Megapixel Olympus Camedia C-2100 Ultra Zoom. Die ich dann Jahre später erneut in Top-Zustand ein zweites Mal gekauft habe.

Natürlich aus Nostalgie, und weil das erste Exemplar trotz Einschränkungen so viel Spaß gemacht hatte, gesellte sich zu den zwei Olympus Camedia C-2100 Ultra Zoom ein hochinteressanter Zwilling! Trotz geringerer Auflösung — TIFF 1.360 x 1.024 Bildpunkte, (S)HQ 1.280 x 960 = 1,3 Megapixel — technisch aber viel interessanter die 2016 erworbene Olympus Camedia E-100RS. Als damals schnellste Kamera der Welt.

Die hatte allerdings ein technisches Problem, das offensichtlich öfters auftrat: Das defekte Moduseinstellrad.

Seitengründer und Admin Boris Jakubaschk schrieb seinerzeit dazu:
Info zu Reparaturen

Auch bei vorsichtigem Umgang mit der Kamera kann es passieren, dass das Moduswahlrad samt Einschalter bei dieser Kamera abbricht. Eine Lösung, um diesen Defekt selbst zu reparieren, liegt noch nicht vor. Die Reparatur durch Olympus war sehr teuer und läge heute weit über dem Zeitwert der Kamera. Vermutlich ist sie ohnehin mangels Ersatzteilen nicht mehr möglich.

Auch die Camedia C-2100 Ultra Zoom könnte von diesem Problem betroffen gewesen sein, ist sie bis auf Sensor und Ausleseelektronik/-verarbeitung und die Farbe mit der E-100RS weitgehend identisch.

Und wie ich die Olympus Camedia C-2100 Ultra Zoom ein zweites Mal haben musste ;-), habe ich mir zum Jahresanfang ein zweites Exemplar Olympus Camedia E-100RS gegönnt. In sehr gutem Zustand, komplett funktionierend!

Die 1,3 Megapixel sind nach wie vor weniger interessant, aber die 15 Bilder pro Sekunde würde ich gerne mal probieren — im Frühjahr wieder auf dem Fussballplatz einer unteren Amateurliga.


Winter Wonderland ;-)

11. Januar 2026, Ralf Jannke - Wissen, Sammeln, Ausprobieren, Reparieren

DAS ist doch ein Jahresanfang – eine komplette Minolta Dimage RD 3000 Ausrüstung!

Über die Feiertage, den Jahreswechsel kamen mal wieder zwei Anfragen an das Digicammuseum.de, ob man Interesse an dieser und jener Kamera hätte. Ich weiß nicht, ob ich mich so unverständlich ausdrücke, aber wenn der Floskel "in gute Hände abzugeben" gleich eine Preisvorstellung folgt, dann sind wir der falsche Ansprechpartner. Wir nehmen bei unserem gut gefüllten Depot nur noch interessante Digitalkameras als Museumsspende gegen Übernahme der Portokosten an. Wer Preisvorschläge macht, Verkaufserträge erwartet, möge die Geräte zu seinem Wunschpreis doch einfach bei eBay oder Kleinanzeigen einstellen.

Es geht aber auch anders!

Wir bedanken uns bei dem großzügigen Spender Peter Moosbauer aus Murnau, der uns diese tolle Minolta Dimage RD 3000 Ausrüstung mit Blitz und Objektiven überlassen hat.

Peter Moosbauer hatte die Beiträge zur exotischen Minolta Dimage RD 3000 gelesen, um dabei festzustellen, dass seine Kamera den gleichen Fehler/Defekt hat wie meine RD 3000. Die Kameras nehmen nur noch halbe Fotos auf :-( Irgendetwas im komplizierten Inneren der RD 3000 ist kaputtgegangen. Daraufhin fragte Herr Moosbauer, ob ich Interesse an der Minolta hätte. Nach meiner Standardantwort Spende/Portoübenahme kam prompt die freundliche Antwort: "Oh nein, ich möchte die Minolta spenden … " Um dann im zweiten Anlauf nicht nur die RD 3000, sondern die für ihn nutzlos gewordenen Objektive mit dem speziellen Minolta Vectis Bajonett und einen Minolta Blitz zu spenden. Bei so einem netten Menschen frage ich umgehend die Bankverbindung oder Paypal-Adresse ab, um wenigstens 50 Euro als Anerkennung zu überweisen. Und sei es für einen Blumenstrauß für die Ehefrau oder die Enkel.

Die RD 3000 hat mittlerweile natürlich einen Seltenheits-/Sammlerstatus. Aber realistisch bei wem? Herbst 2025 wurde bei eBay ein Exemplar aus Japan verkauft — für rund 325 Euro inkl. Porto. Bei einer nicht mehr datierbaren Leitz Auktion erzielte eine RD 3000 inkl. 3 Vectis Objektiven 1440 Euro. Ich hätte nicht mal für die 325 Euro gekauft … Und ob da kontrolliert wurde, ob diese beiden DSLRs noch komplette Fotos aufnehmen?

Den Bericht über die hochinteressante Minolta Dimage RD 3000 wird Christian Zahn verfassen. Ich brauche keine zwei RD 3000, das gespendete Exemplar geht an Christian!

Was gab es bisher an Beiträgen zur Minolta Dimage RD 3000 im Digicammuseum.de?

Um es vorwegzunehmen: Eine Reparatur ist praktisch unmöglich, aber darüber wird Christian berichten!

 


Neues Jahr, neues Glück ;-)

09. Januar 2026, Ralf Jannke - Wissen, Sammeln, Ausprobieren

Sind unter anderem 2026 "fällig" ;-)

Nach einer Inventur und etlichen Funktionschecks 2025 sind einige Systemkameras übrig geblieben, die mal wieder eine kleine Fotorunde machen sollten. Aber nicht mehr mit der "Schlagzahl" der letzten zwei Monate des jetzt vergangenen Jahres. Die Häufigkeit der Benutzung ändert sowieso nichts daran, wenn man beim Test feststellt: Kamera X ist leider hinüber.

Wobei die Häufigkeit der Benutzung natürlich auch vom Nutzen, der Auflösung und der Benutzerfreude der alten Kamera abhängt

Soll das eine oder andere Foto unabhängig vom Alter der Kamera aber auch in einem Fotobuch gedruckt, als Kalender oder gar Poster an die Wand gehängt werden, braucht es eine entsprechende Pixelmenge. Mein Fotojahrbuch entsteht gewöhnlich im quadratischen Format 30 x 30 cm, der Kalender für die Wand in A3 30 x 40 cm.

Mittlerweile signalisiert die Gestaltungssoftware der Fotobücher, Kalender "zu wenig Bildpunkte/Auflösung", basierend auf 300 ppi Auflösung. Da ich bis auf den Buch- und Kalendertitel kaum komplettformatigen Fotos brauche, lassen sich auch Fotos mit weniger Bildpunkten verwenden. Im Fotobuch fülle ich die 30x30 cm Einzelfotos Seiten gewöhnlich mit sechs 10x15 cm Bildern im Querformat. Gelegentlich kommen auch quadratische Fotos oder Hochformate rein. Für die 10x15 cm mit 300 ppi Auflösung genügen bereits 1.200 x 1.800 Bildpunkte, 2 Megapixel. Die liefert sogar meine Kodak/Nikon F5 DCS620x von 1999! 

Mit der 4 Megapixel Canon EOS 1D oder Nikon D2Hs komme ich mit 2.400 x 1.600 Bildpunkten bei 300 ppi auf 13,5 x 20 cm. Die im Fotobuch auf 30 cm Breite minus Rand gezogen zwar eine Warnmeldung verursacht, aber im Druck nicht sichtbar wird! Ab 3.600 x 2.400 Bildpunkten 8,6 Megapixel bin ich bei vollen 30 cm x 20 cm mit 300 ppi.

Um es abzuschließen: Müssen es 300 ppi sein?

Kommt auf die Druckgröße und den Betrachtungsabstand an. Für ein großes (gerundet) 60 x 90 cm A1 Poster mit 150 statt 300 ppi Auflösung genügen 5.400 x 3.600 Bildpunkte, gerundet 20 Megapixel. Dazu gegebenenfalls noch etwas Photoshop-Interpolation oder KI-Hilfe durch Topaz Gigapixel AI, komme ich auch mit 10, 12, 16, 18 Megapixel klar!

Keiner meiner Kamera-Ausfälle 2025 beeinträchtigt ernsthaft mein Hobby Fotografie

Kaputtgegangen waren 2025 diese digitalen Spiegelreflexkameras:

  • Fuji S2Pro, Vorstellungsjahr 2002, 6/12 Megapixel, Mechanikschaden
  • Nikon D1H, Vorstellungsjahr 2001, 2,7 Megapixel, Sensorschaden
  • Nikon D1x, Vorstellungsjahr 2001, 6/10 Megapixel, Sensorschaden
  • Kodak/Nikon F5 DCS760, Vorstellungsjahr 1999, 6 Megapixel, Elektronik-, Boardschaden

Es war aber doch interessant, nach wie viel Jahren die eine oder andere Kamera dann unbrauchbar geworden ist. Es scheint so, als ob ab 20 Jahren hochwertige elektronische Systemkameras beginnen auszufallen …

Welche Systemkameras sollen 2026 "an die frische Luft"?

Das sind die beiden im Foto gezeigten Kameras Sony SLT a33 aus dem Vorstellungsjahr 2010 und Olympus E-330 aus 2006. Trotz des Altersunterschieds mit einer Gemeinsamkeit. Beides sind Spiegelreflexkameras, und sowohl die 14 Megapixel Sony als auch die 7,5 MP Olympus bieten Liveview. Die E-330 war die erste Systemkamera mit Wechselobjektiven UND Liveview!

Als Besonderheit ist der Spiegel in der Sony starr! Damit Licht auf den Sensor fällt, muss der Spiegel teildurchlässig, translucent sein. Was dann auch gleich die Modellbezeichnung  der Sony erklärt: (D)SLT: Digital Single Lens Translucent

Mittlerweile haben sich noch drei Systemkameras dazugesellt

Am Beitragstitel: "Kodak/Nikon Pronea DCS315 (1998), DCS330 (1999) Update 2023" schnell zu erkennen, dass diese besonderen Kodak DSLRs unbedingt mal wieder benutzt werden müssen. Um es vorwegzunehmen: Beide DSLRs starteten nach Einlegen der Akkus sofort und speicherten die Fotos auf die CompactFlash-Karten im PCMCIA-Adapter. Die 1,5 Megapixel DCS315 werde ich aber nicht mehr einsetzen, die tut sich schon recht schwer mit Farbwiedergabe und Rauschen. Aber die 3 Megapixel DCS330 wirkt noch sehr agil und kommt "an die frische Luft" ;-) Dabei eine unerwartete Überraschung: Das Yongnuo YN35mm F2N funktioniert perfekt auf der DCS330!

Vierte Kamera wird die FourThirds DSLR Panasonic LUMIX DMC-L10, die im Sommer 2023 das letzte Mal "vor der Tür war.

Als fünfte Systemkamera habe ich die spiegellose Samsung NX200 gewählt, die Ende 2024 das letzte Mal im Einsatz war: "Nikon LENS SERIES E 50mm 1:1.8 und Nippon Kogaku Japan NIKKOR-UD Auto 1:3.5 f=20mm im Sommer 2018 auf der Samsung NX11 und Ende 2024 auf der Samsung NX200"


Wie, mit welchen Objektiven und wann genau ich diese vier Systemkameras einsetze, wird die Zeit zeigen. Bis auf die Kodak DCS330 bieten sich die restlichen vier Kameras ja auch für Urlaubstrips ab Ostern an! Ich überlege mir was. Bestimmt werden sich dazu noch ein paar weitere Kameras gesellen, aber das Dutzend mache ich nicht voll!

 


Die „WELT“ schrieb: Nur noch Handy-Fotos? Das erstaunliche Comeback der Kompaktkamera

02. Januar 2026, Ralf Jannke - Wissen

>> Manchmal geht es eben nicht um technische Überlegenheit. Anders ist es kaum zu erklären, warum Teenager ihre Eltern fragen, ob sie noch alte Kompaktkameras in ihren Schubladen liegen haben. <<

>> Oder warum aus dem früheren Elektroschrott plötzlich bei Ebay wieder nachgefragte Auktionsartikel werden. Doch auch bei neuen Geräten erlebt die digitale Kompaktkamera ein Revival. <<

>> Nach Jahren des Niedergangs sind die Verkäufe im vergangenen Jahr wieder um mehr als neun Prozent gewachsen. Wie die Camera & Imaging Products Association (CIPA) meldet, wurden 2024 weltweit 1,88 Millionen Kompaktkameras neu verkauft. <<

Nun ja, dann kann uns mit unserem Sammel-Depot ja nichts passieren ;-) Siehe oben …

Hier der komplette WELT-Beitrag: https://share.google/TqSIhLJ3pYSW11ioJ


Was ist digicammuseum.de?

Die analoge Fotografie blickt auf eine etwa 170-jährige Geschichte zurück, seit etwa 100 Jahren sind Fotoapparate auch für Privatleute erschwinglich. Trotzdem sollte es noch Jahrzehnte dauern, bis die Fotografie zu einem Hobby für Millionen von Menschen wurde und der Fotoapparat zum selbstverständlichen Accessoire jeder Urlaubsreise.

Um so überraschender ist es zu sehen, mit welcher Geschwindigkeit die etablierte Technik in wenigen Jahren nach der Jahrtausendwende in eine Nischenexistenz zurückgedrängt wurde. Ersetzt wurde sie durch Digitalkameras. Diese haben in kürzester Zeit eine atemberaubende Evolution durchlaufen und haben ihre analogen Vorfahren weitgehend überflüssig gemacht. In fast allen Haushalten wurde die alte Spiegelreflex- oder Kompaktkamera durch ein digitales Modell ersetzt.

Während die meisten analogen Kameras viele Jahre, teilweise auch Jahrzehnte lang genutzt wurden, landen die meisten Digitalknipsen nach drei bis vier Jahren in der Schublade und müssen einem leistungsfähigeren Modell weichen. Die technischen Fortschritte werden jedoch immer kleiner. Digitalkameras haben einen Stand erreicht, der keine drastischen Verbesserungen mehr zulässt. Der Boom fand seinen Höhepunkt um die Jahre 2008-2010 und hat seither deutlich nachgelassen.

Das ist auch schon rein äußerlich zu erkennen: In den ersten Jahren war bei den Herstellern von Digitalkameras der Wille zu beobachten, die neue Technik auch für Innovationen in Design, Bedienung und Funktionalität zu nutzen. Inzwischen ist diese Phase weitgehend vorbei und die Hersteller haben zu den aus analoger Zeit bekannten Kameratypen zurückgefunden: Kompaktkameras auf der einen und Systemkameras auf der anderen Seite.

Die in Smartphones eingebauten Kameras sind inzwischen jedoch so gut, dass sie Kompaktkameras die Existenzberechtigung geraubt haben. Wozu ein separates Gerät kaufen, wenn man vergleichbare Bilder auch mit dem Handy hinbekommt, das man zudem immer in der Tasche hat?

Es entsteht so im Moment die paradoxe Situation, dass so viel fotografiert wird, wie noch nie in der Geschichte - und gleichzeitig immer weniger "richtige" Kameras verkauft werden. Mag sein, dass die Ära der Fotoapparate für jedermann zu Ende geht und bald nur noch Hobbyfotografen und Profis als Kamerakäufer übrig bleiben. Deswegen ist nicht zu früh, die "wilden Jahre" der Digitalkamera-Entwicklung zu dokumentieren.

Diese Homepage war anfangs vor allem als virtuelles Museum meiner Kamerasammlung gedacht. Inzwischen ist daraus ein Projekt geworden, bei dem ein wachsender Kreis von Autoren tolle Beiträge zur Digitalkamera-Geschichte beisteuert. Den weitaus größten Anteil daran hat Ralf Jannke, der mit seinen Praxisbeiträgen die verschiedensten Themen detailliert behandelt und großartig bebildert. Was sich allerdings nicht geändert hat: Die Homepage ist ein reines Hobby- und Spaßprojekt. Wir freuen uns über den Austausch mit anderen Sammlern und Fotobegeisterten. Es gibt keine Werbung und wir sind auch keine bezahlten Influencer. Falls Sie allerdings noch eine spannene Kamera herumliegen haben, die Sie nicht mehr brauchen - wir sind immer auf der Suche nach weiteren Exponaten.

Boris Jakubaschk

Das virtuelle Digicammuseum gibt es jetzt auch als reales Museum

Meine Sammelei hatte eigentlich schon immer das Ziel, meine Geräte eines Tages nicht nur auf dieser Homepage zeigen zu können, sondern auch live in einem richtigen Museum. Mit Holger W. Müller habe ich nun einen Partner, der meine Leidenschaft für die Technikgeschichte teilt. Außerdem haben wir in Rastatt Büroräume der ehemaligen Thaleswerke gefunden, dem Hersteller der bekannten Thales-Rechenmaschinen.

Dort haben wir ein Museum eingerichtet, das Rechenmaschinen, Computer und Videospiele als Schwerpunkt hat. Digitalkameras sind ebenfalls mit einigen spannenden Exponaten vertreten. Geöffnet ist jeden Sonntag von 13 - 18 Uhr. Auf der Projekthomepage gibt es weitere Infos.

Zur Homepage des µ-Museums