Nochmal: Ende des Pentax K-Bajonetts und den dazugehörigen Kameras?

18. September 2026, Ralf Jannke - Wissen, Sammeln, Ausprobieren

Trotz der Ankündigung Ricohs als Besitzer Pentax’ die Produktion des K-Bajonetts und damit eigentlich auch die dazugehörigen Kameras einzustellen, hat mich das nicht davon abgehalten vom Flohmarkt ein Exemplar Pentax’ Millionensellers SPOTMATIC mitzunehmen. Dazu gesellte sich aktuell vom Stammfotohändler ein SMC PENTAX-FA 1:4.5-5.6 80-320mm in Topzustand für 39 Euro. Das Zoom werde ich später in alles Details vorstellen. Wer immer das Zoom für Pentax im Auftrag produziert hat — Tokina?

Sammlerkollege und Mit-Autor dieser Internetseite Christian Zahn schrieb unlängst in einer Mail, dass er zur Zeit überwiegend mit DSLRs fotografiert. Die spiegellose Nikon Z5 wird nur (noch) für adaptierte Objektive eingesetzt. So tief werde och nicht sinken ;-) Mit der startenden Basketballsaison 2026/2027 kommen die spiegellosen Nikons Z6 und 7 verstärkt zum Einsatz.

Und DSLRs?

Unlängst hatte ich in der Basketballhalle zur Freude der Kollegen die 2005 vorgestellte Nikon D2Hs im Einsatz, der die D2X(s) von 2004 folgt. Wobei ich das bei mir so gewichten würde: 90 Prozent DSLM, 10 Prozent DSLR.

Und ja, das nette SMC PENTAX-FA 1:4.5-5.6 80-320mm geht natürlich noch auf eine DSLR: die bewährte Pentax K 20D!

 


Einstellung des Pentax K-Bajonetts und den dazugehörigen Kameras

11. September 2026, Ralf Jannke - Wissen

Oben meine beiden ersten und meine letzte Pentax DSLR mit K-Bajonett:

  • PENTAX *ist DS
  • PENTAX *ist DL
  • PENTAX K 20D

Pentax hat angekündigt die Produktion von K-Serie DSLRs einzustellen

Google Übersetzung:

PENTAX digitale Spiegelreflexkameras auf dem Weg in eine neue Ära

An unsere Kunden

RICOH IMAGING COMPANY, LTD.

Wir danken Ihnen herzlich für Ihre Unterstützung und Ihre anhaltende Treue zu unseren digitalen Spiegelreflexkameras mit K-Bajonett. Die Geschichte der digitalen PENTAX-Spiegelreflexkameras mit Wechselobjektiven begann 2003 mit der PENTAX *ist D. Sie entwickelte sich stetig weiter – etwa mit der PENTAX K100D (2006), die erstmals über den von PENTAX entwickelten Sensor-Shift-Bildstabilisator verfügte, und der PENTAX K-1 (2016), unserem ersten Modell mit Vollformatsensor.

Angesichts einer neuen Betrachtungsweise des fotografischen Wertes entwickeln wir nun Produkte, die es noch mehr Menschen ermöglichen, Freude am Fotografieren selbst zu empfinden.
Auch wenn die Entwicklung dieser Produkte Zeit in Anspruch nehmen wird, werden wir auf das über mehr als ein halbes Jahrhundert gewachsene Erbe des K-Bajonetts aufbauen, um eine neue Serie digitaler Spiegelreflexkameras nach einem völlig neuen Konzept zu erschaffen. Wir werden Sie zu gegebener Zeit über den Fortschritt der Produktentwicklung auf dem Laufenden halten.

Im Zuge dieses Übergangs in eine neue Ära werden wir die Produktion der aktuellen digitalen Spiegelreflexkameras der K-Serie einstellen. Wir möchten all jenen unseren tiefen Dank aussprechen, die die K-Serie über so lange Zeit unterstützt haben.

RICOH IMAGING wird weiterhin den für Spiegelreflexkameras typischen Aufnahmestil pflegen. Unser Ziel ist es, Produkte anzubieten, die es sowohl Fotografie-Interessierten als auch Kamera-Neulingen ermöglichen, die besondere Freude an der Spiegelreflexfotografie zu erleben und die Faszination des Fotografierens selbst zu entdecken.

Kameras sind mehr als nur Werkzeuge zur Bildaufnahme; sie bereichern das Erlebnis des Fotografierens. Wir freuen uns darauf, Ihnen die nächste Generation der digitalen PENTAX-Spiegelreflexkameras zu präsentieren.

Wer das glaubt …

 


Geht mit auf den Nordlandtrip

10. September 2026, Ralf Jannke - Wissen, Sammeln, Ausprobieren

FUJIFILM nexia Q1 für APS-Film

Bevor ich mich auf die Suche mache, habe ich für 'nen Fünfer noch eine zweite Fuji Analog Q1 für APS-Film vom Flohmarkt mitgenommen

Mit eingelegter CR2 Lithium-Batterie startet die analoge nexia Q1 sofort. Da ich erst dieses Jahr auf den bitteren Geschmack des größten Flops der Fotofilmgeschichte — APS-Film und APS-Kameras — gekommen bin, jetzt dazu passend auch das FUJIFILM Q1 Finale. Analog mit APS-Film. Insgesamt habe ich noch einen Restfilm in der Minolta Vectis S-100, einen leeren ISO 400 APS-Film mit 25 Aufnahmen und zwei weitere Filme a 25 Uafnahmen von einem schwedischen Flohmarkt. Alle Filme natürlich längst abgelaufen und entsprechend überlagert bei unbekannten Bedingungen. Aber die werden jetzt durchfotografiert, um das leidige Thema APS endlich abzuschließen! Mit der Minolta Vectis, der Fuji nexia Q1 und ggf. einer Nikon Nuvis 300.

Den verspielten, "putzigen" 2 und 3 Megapixel Q1 Fujis haben wir drei Beiträge gewidmet:

Mal sehen, was da analog rauskommt – im Oktober …

 


Ist das Sommerloch zu Ende?

07. September 2026, Ralf Jannke - Wissen

Zum meteorologischen Herbstbeginn scheint es mal wieder so weit zu sein – das Thema abgelaufene (überlagerte) Filme …

"TROPICAL Exp.“: BFF zeigt(e) analoge Fotografie auf abgelaufenem Filmmaterial

Eine etwas missverständliche Überschrift

„Fotos von auf einem Dachboden vergessenen und wiedergefundenen Filmen“ wäre seriöser gewesen. Waren die Dachboden-Filme nun belichtet oder unbelichtet? Denn mein erster Gedanke war: Ist das jetzt ein neuer Versuch einen Hype zu starten: "Fotografiere mit abgelaufenem Filmmaterial und schaffe automatisch Kunst …" Was dann fast umgehend zur Folge hat, dass Preise für abgelaufene Filme bei eBay und auf Fotobörsen noch unverschämter werden …

Ich habe es jetzt mehrere Wochen "genossen" aus Neugier zahlreiche abgelaufene und unbelichtete Filme zu belichten. Wenn sie umsonst oder für wenig Geld ins Depot kamen.

Wobei es durchaus spannend sein kann, nachzusehen, ob etwas Interessantes auf einem erkennbar belichteten und jahrelang in einer Rollfilm-/Boxkamera vergessenen Film zu finden ist.

Wenn noch etwas drauf war, sind das gewöhnlich belanglose, wertlose Knipsbildchen. Bei Familienfots wird es schon interessanter, denn die könnten für die Abgelichteten von Wert sein. Was aber relativ geworden ist. Denn in Smartphonezeiten istbder Kummer nur kurz, wenn die nie gesicherten Fotos im Handy aus Unwissen oder Bequemlichkeit nie gesichertbwurden.

2011 habe ich es aus Neugier und erfolgreich versucht, Fotos auf einem belichteten Rollfilm zu retten, der in einer Kodak Brownie Boxkamera steckte. Das Ganze wurde in der Photoscala veröffentlicht: „Eine Kamera mit Geschichte

Hier nochmal ein Repro aus der damaligen schwedischen Lokalzeitung!

Die wiedergefundenen Fotos ließen die Lokalredaktion einer schwedischen Tageszeitung aktiv werden: „Ägarna till ett halvt sekel gamla sökes“ – Etwa: „Eigentümer der ein halbes Jahrhundert alten Bilder gesucht“ und „Lars-Erik kände igen sig på de svartvita bilderna“ „Lars-Erik erkannte sich auf den schwarzweißen Fotos wieder.“ Der Besitzer — ein schwedischer Lehrer — wurde später besucht, um ihm seine Fotos inklusive einer CD zu übergeben.

Zurück zum Thema "Abgelaufene Filme"

Ganz einfache Regeln:

  • Den Dachbodenfund kann man gerne selbst entwickeln oder entwickeln lassen. Um zu sehen, was Unbekannte oder Verwandtschaft vor Jahren, Jahrzehnten da festgealten haben.
  • Aber Finger weg von abgelaufenen, überlagerten und völlig überteuerten Filmen auf eBay und Fotobörsen!
  • Ich halte nur auf gewöhnlichen Flohmärkten Ausschau nach Filmen. Idealerweise o-verpackt im PE-Kanister. Mit in Kameras steckenden, halb belichteten Filmen habe ich bisher nur schlechte Erfahrungen gemacht …

 


Der Niedergang von Nikon! Der Anfang vom Ende?

05. September 2026, Ralf Jannke - Wissen

Beim Durchklicken von YouTube gab es unlängst den Beitrag der Blog-Überschrift

Und?

Nach wie vor sind die Nikon Z7 und Z6 — in dieser Reihenfolge und beide gebraucht gekauft — meine beiden Hauptkameras. Mittlerweile beide 8 Jahre alt. Die Z7 besonders in meinen Ferien, wenn dort dem exzellenten Plastik Kitzoom NIKKOR Z DX 50-250mm 4,5-6,3 bevorzugt adaptiertes (Super)Weitwinkel "Altglas" diverser Hersteller an die Seite gestellt wird. Gelegentlich komplettiert durch das lichtstarke und ebenso exzellente "Plastik" Nikon NIKKOR Z DX 24mm 1:1.7. Beides DX-Objektive für den kleinen 15x23 mm APS-C Halbformatsensor, die die Z7 veranlassen automatisch auf das APS-C-/DX-Format umzuschalten, das dann immer noch knapp 20 Megapixel bietet. Völlig ausreichend für meine Fotojahrbücher und Fotokalender.

Und beide Objektive im Unterschied zu zahlreichen anderen Nikon Z Objektiven in einem bezahlbaren Preisrahmen. Ich wäre nie auf die Idee gekommen in ein 1,8/85 mm Z den weit über doppelten Preis wie in mein Viltrox 85MM F1.8 STM ED IF "Z" zu investieren. Oder ein Nikon Nikkor Z 35mm f/1,8 S Nikon Z für ca. 750 Euro zu erwerben. Das YONGNUO YN35mm F2N auf dem FTZ-Adapter ist nicht gerade eine Schönheit, aber für 105 Euro vom eBay-Profi in O-Verpackung in Neuzustand mit Rückgaberecht waren ein unschlagbares Argument.

Das DX 24er und die beiden „Fremdobjektive“ wurden HIER ausführlich. ausprobiert.

Das Yongnuo YN35mm F2N(ikon) auf der 45 Megapixel Nikon Z7

Das kann natürlich jeder halten wie er will! Aber es besteht absolut kein Grund zu Panik in Sachen Nikon. Der Markt ist voll an Gebraucht- und Neuware! Nicht zu vergessen meine zahlreichen MF-Nikkore, die fleißig weiter benutzt und adaptiert werden!

Olympus mFT DSLMs leben nach dem Abstoßen des Kamerageschäfts seitens des Mutterhauses ja auch weiter! So gehören die beiden Systemkameras Olympus OM-D E-M5 und OM-D E-M1 zu meinen Favoriten gleich nach den Z-Nikons!

Und dem laut obiger Tabelle mittlerweile auf Platz drei liegenden Hersteller Fuji?

Dem stehe ich wohlwollend gegenüber! Von den einst mehreren XT-Gehäusen und besseren Objektiven ist zwar keins mehr vorhanden, aber eine Fuji X-E1 und X-E2 werden häufig benutzt. Wobei ich nur zwei „Plastik“ Original Fuji Objektive besitze. Alles andere wird adaptiert.

Nikon? Für mich kein Grund zur Panik …

 


Endlich eine Kamera, die mit 48 Megapixel höher auflöst als meine 45 MP Vollformat Nikon Z7

02. September 2026, Ralf Jannke - Wissen, Sammeln, Ausprobieren

Unlängst nagelneu vom Flohmarkt. Mit dieser Kamera wäre ich wohl für jeden CSD gerüstet ;-)

Den Hintergrund "1968 Phantasy San Francisco" hat Photoshop generiert …

Mich "stach der Hafer", als ich dieses Machwerk einer digitalen Kamera für viel zu hohe 20 Euro von einem Flohmarkt mitnahm. Immerhin war die Kamera dafür originalverpackt und unbenutzt. Und es steckte eine 4 GB microSD im Speicherkartenschacht. Praxisbericht mit allen zu findenden Daten demnächst.

 


Aus den 1950er Jahren — Bildtransfer per "Wire"

28. August 2026, Ralf Jannke - Wissen

Trommelscanner für die Bildübertragung

In den Sommerferien habe ich wieder zahlreiche Fotos von meiner südschwedischen Lieblingsinsel Öland aus der Ostsee für eine Facebookgruppe gepostet. Direkt aus der Nikon Z7 via WiFi aufs iPhone oder iPad, dort mit Bordmitteln nachbearbeitet und dann ab nach Facebook. Wie einfach das heute ist. Und mit jeder WiFi-fähigen Kamera möglich oder eben gleich aus dem Smartphone.

Und so faszinieren mich entsprechende Beiträge, wie das bereits in den 1950er Jahren (und davor!) möglich war. Natürlich musste zum Bildtransfer erst der Film entwickelt und vergrößert werden, aber dann ging der Abzug auf den Trommelscanner. Um dann lokal bis weltweit versendet zu werden.

Zum Größenvergleich wurde eine gewöhnliche Schreibmaschine neben den Trommelscanner gestellt. Der mit 50 Pfund = ca. 23 Kilogramm als besonders leicht beschrieben wurde ;-) Bei Einsatz von 4x5 Inch — 10x12,5 cm — Polaroid Sofortbildfilm wurde das gesamte Verfahren entsprechend beschleunigt …

Auf der Suche nach einer Original US-Anzeige für die amerikanische Messsucherkamera ARGUS C-3 stieß ich auf den oben gezeigten Beitrag.

 


Sommerferien 2026 — ein kleines Resümee

21. August 2026, Ralf Jannke - Wissen

Etliches, was ich mir vorgenommen hatte, wurde auch durchgezogen

Manches blieb liegen, dafür bekamen ungeplante Kameras/Objektive den Vorzug. Ein Höhepunkt, die klassische 6x9 Klappkamera ZEISS IKON NETTAR, die über 70 Jahre nach ihrer Vorstellung überzeugend lieferte. Hochwillkommener, nützlicher Nebeneffekt: Ich habe die Scheu, Angst vor der Farbentwicklung von Negativfilmen dank des vereinfachten CineStill 2-Badverfahrens komplett verloren!

Nicht zu vergessen zwei Objektivhöhepunkte

Das erste deutsche Retrofokus Weitwinkel Enna München Lithagon 1:3.5/28mm

Und ebenfalls von Enna das Enna-Werk München U.S. Zone Germany Argus Sandmar Wide-Angle 35mm F4.5

Was kommt noch?

Auf der Rückfahrt vom Ferienort mit Fährüberfahrt und Übernachtung in Norddeutschland werde ich mindestens einen abgelaufenen APS-Film mit der Canon EOS IX und der braven CANON ZOOM LENS EF 35-70mm 1:3.5-4.5 von 1987 belichten — von der Brennweite KB-äquivalente 44-88 mm. Der wird dann vom Bonner Stammfotohändler entwickelt und gleich digitalisiert.

Da sich auf einem schwedischen Flohmarkt für 1 Euro noch zwei Kodak APS-Filme in ungeöffneter Originalverpackung, in den verschlossenen Kunststoffbehältern fanden, werde ich mir zum Herbst noch eine Entwicklungsspirale für den schmaleren APS-Film gönnen. Natürlich besteht das Risiko, dass Filme durch zig Jahre Liegen bei Raumtemperatur hinüber sind. Halt mein Risiko. 

Was noch gemacht werden muss, das ist die Befüllung der geretteten Instamatic-Kassetten mit frischem Farbnegativfilm. Um die dann in der minolta AUTOPAK 700 zu belichten.

Und die ZYKKOR 500mm F:8 — 800mm F:12 ZOOM MIRROR LENS muss unbedingt ausprobiert werden! Es wird sich schon ein kitschiger Sonnenuntergang finden ;-) Und Motive mit Donut-Kringel-Bokeh ;-)

Aber: Alles kann, nichts muss …

 


Nach 236.932 Auslösungen muss ich die geliebte Nikon D300 in den Ruhestand schicken :-(

14. August 2026, Ralf Jannke - Wissen

Der Spiegel hängt und geht nicht mehr in die Ausgangslage. Der Fehler ist bekannt, eine Reparatur von den Kosten unsinnig – die D300 hat einst 70 Euro gekostet …

Aber hochwertiger Ersatz geht in den Herbstferien in den Norden!

Meine nur noch sporadisch eingesetzte 16 Megapixel Vollformat Nikon D4. Die allerdings auch schon 390.000 Auslösungen "auf der Uhr" hat.

 


Was ist digicammuseum.de?

Die analoge Fotografie blickt auf eine etwa 170-jährige Geschichte zurück, seit etwa 100 Jahren sind Fotoapparate auch für Privatleute erschwinglich. Trotzdem sollte es noch Jahrzehnte dauern, bis die Fotografie zu einem Hobby für Millionen von Menschen wurde und der Fotoapparat zum selbstverständlichen Accessoire jeder Urlaubsreise.

Um so überraschender ist es zu sehen, mit welcher Geschwindigkeit die etablierte Technik in wenigen Jahren nach der Jahrtausendwende in eine Nischenexistenz zurückgedrängt wurde. Ersetzt wurde sie durch Digitalkameras. Diese haben in kürzester Zeit eine atemberaubende Evolution durchlaufen und haben ihre analogen Vorfahren weitgehend überflüssig gemacht. In fast allen Haushalten wurde die alte Spiegelreflex- oder Kompaktkamera durch ein digitales Modell ersetzt.

Während die meisten analogen Kameras viele Jahre, teilweise auch Jahrzehnte lang genutzt wurden, landen die meisten Digitalknipsen nach drei bis vier Jahren in der Schublade und müssen einem leistungsfähigeren Modell weichen. Die technischen Fortschritte werden jedoch immer kleiner. Digitalkameras haben einen Stand erreicht, der keine drastischen Verbesserungen mehr zulässt. Der Boom fand seinen Höhepunkt um die Jahre 2008-2010 und hat seither deutlich nachgelassen.

Das ist auch schon rein äußerlich zu erkennen: In den ersten Jahren war bei den Herstellern von Digitalkameras der Wille zu beobachten, die neue Technik auch für Innovationen in Design, Bedienung und Funktionalität zu nutzen. Inzwischen ist diese Phase weitgehend vorbei und die Hersteller haben zu den aus analoger Zeit bekannten Kameratypen zurückgefunden: Kompaktkameras auf der einen und Systemkameras auf der anderen Seite.

Die in Smartphones eingebauten Kameras sind inzwischen jedoch so gut, dass sie Kompaktkameras die Existenzberechtigung geraubt haben. Wozu ein separates Gerät kaufen, wenn man vergleichbare Bilder auch mit dem Handy hinbekommt, das man zudem immer in der Tasche hat?

Es entsteht so im Moment die paradoxe Situation, dass so viel fotografiert wird, wie noch nie in der Geschichte - und gleichzeitig immer weniger "richtige" Kameras verkauft werden. Mag sein, dass die Ära der Fotoapparate für jedermann zu Ende geht und bald nur noch Hobbyfotografen und Profis als Kamerakäufer übrig bleiben. Deswegen ist nicht zu früh, die "wilden Jahre" der Digitalkamera-Entwicklung zu dokumentieren.

Diese Homepage war anfangs vor allem als virtuelles Museum meiner Kamerasammlung gedacht. Inzwischen ist daraus ein Projekt geworden, bei dem ein wachsender Kreis von Autoren tolle Beiträge zur Digitalkamera-Geschichte beisteuert. Den weitaus größten Anteil daran hat Ralf Jannke, der mit seinen Praxisbeiträgen die verschiedensten Themen detailliert behandelt und großartig bebildert. Was sich allerdings nicht geändert hat: Die Homepage ist ein reines Hobby- und Spaßprojekt. Wir freuen uns über den Austausch mit anderen Sammlern und Fotobegeisterten. Es gibt keine Werbung und wir sind auch keine bezahlten Influencer. Falls Sie allerdings noch eine spannene Kamera herumliegen haben, die Sie nicht mehr brauchen - wir sind immer auf der Suche nach weiteren Exponaten.

Boris Jakubaschk

Das virtuelle Digicammuseum gibt es jetzt auch als reales Museum

Meine Sammelei hatte eigentlich schon immer das Ziel, meine Geräte eines Tages nicht nur auf dieser Homepage zeigen zu können, sondern auch live in einem richtigen Museum. Mit Holger W. Müller habe ich nun einen Partner, der meine Leidenschaft für die Technikgeschichte teilt. Außerdem haben wir in Rastatt Büroräume der ehemaligen Thaleswerke gefunden, dem Hersteller der bekannten Thales-Rechenmaschinen.

Dort haben wir ein Museum eingerichtet, das Rechenmaschinen, Computer und Videospiele als Schwerpunkt hat. Digitalkameras sind ebenfalls mit einigen spannenden Exponaten vertreten. Geöffnet ist jeden Sonntag von 13 - 18 Uhr. Auf der Projekthomepage gibt es weitere Infos.

Zur Homepage des µ-Museums