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Space-Design und schräge Bedienkonzepte - die Entwicklung der Digitalfotografie

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Wie funktionieren Digitalkameras und was tun, wenn sie es nicht mehr tun?

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Einleitung

Die analoge Fotografie blickt auf eine etwa 170-jährige Geschichte zurück, seit etwa 100 Jahren sind Fotoapparate auch für Privatleute erschwinglich. Trotzdem sollte es noch Jahrzehnte dauern, bis die Fotografie zu einem Hobby für Millionen von Menschen wurde und der Fotoapparat zum selbstverständlichen Accessoire jeder Urlaubsreise.

Um so überraschender ist es zu sehen, mit welcher Geschwindigkeit die etablierte Technik in wenigen Jahren nach der Jahrtausendwende in eine Nischenexistenz zurückgedrängt wurde. Ersetzt wurde sie durch Digitalkameras. Diese haben in kürzester Zeit eine atemberaubende Evolution durchlaufen und haben ihre analogen Vorfahren weitgehend überflüssig gemacht. In fast allen Haushalten wurde die alte Spiegelreflex- oder Kompaktkamera inzwischen durch ein digitales Modell ersetzt.

Erfreulich für die Hersteller: Während die meisten analogen Kameras viele Jahre, teilweise auch Jahrzehnte lang genutzt wurden, landen die meisten Digitalknipsen nach drei bis vier Jahren in der Schublade und müssen einem leistungsfähigeren Modell weichen. Noch erscheinen neue Modelle der großen Hersteller in rascher Folge, die technischen Fortschritte werden jedoch kleiner. Bereits jetzt haben die Digitalkameras einen Stand erreicht, der keine drastischen Verbesserungen mehr zulässt. Der Boom fand seinen Höhepunkt um die Jahre 2008-2010 und hat seither deutlich nachgelassen. Scheinbar ist der Markt inzwischen relativ gesättigt.

Das ist auch schon rein äußerlich zu erkennen: In den ersten Jahren war bei den Herstellern von Digitalkameras der Wille zu beobachten, die neue Technik auch für Innovationen in Design, Bedienung und Funktionalität zu nutzen. Inzwischen ist diese Phase weitgehend vorbei und die Hersteller haben zu den aus analoger Zeit bekannten Kameratypen zurückgefunden: Kompaktkameras auf der einen und Spiegelreflexkameras auf der anderen Seite. Dazwischen haben sich allerdings zwei neue Typen etabliert: "Bridgekameras" als etwas voluminösere Kompaktmodelle mit fest eingebautem Objektiv, aber umfangreichen Einstellmöglichkeiten. Und Systemkameras, die zwar keine Spiegelreflexoptik, dafür aber ein wechselbares Objektiv haben. Letztere verzeichnen als einziger Bereich noch Zuwächse und haben die Marktanteile der Hersteller verschoben, auch weil die Platzhirsche Canon und Nikon diese Entwicklung anfangs eher halbherzig angegangen sind.

Konkurrenz droht zudem von einer Seite, die die Hersteller so vermutlich lange nicht erwartet hatten: Die in Smartphones eingebauten Kameras sind inzwischen so gut, dass sie einfachen Kompaktkameras die Existenzberechtigung rauben. Wozu ein separates Gerät kaufen, wenn man vergleichbare Bilder auch mit dem Handy hinbekommt, das man zudem immer in der Tasche hat?

Es bleibt also spannend und wir stecken bei der Fotografie noch immer in einer Phase, in der Technikgeschichte geschrieben wird. Deswegen ist nicht zu früh, jetzt die "wilden Jahre" der Digitalkamera-Entwicklung zu dokumentieren. Diese Homepage ist das Ergebnis meiner Beschäftigung mit diesem hochspannenden Thema und gleichzeitig eine Übersicht meiner wachsenden Sammlung obsolet gewordener Kameras. Viel Vergnügen bei Ihrem Besuch!

Boris Jakubaschk