Umsatzsteigerung?

01. Mai 2026, Ralf Jannke - Wissen

So ganz sicher nicht!

Oben abgebildet die 1,3 Megapixel Praktica DCZ 1.3 S und ihr höher auflösender "umlackierter" 6 MP Klon Formika

Während ich im schwedischen eBay-Ableger „Tradera“ („Handel“) immer die eine oder andere Kamera oder ein Objektiv „unter Beobachtung“ stelle, habe ich mir das bei eBay abgewöhnt.

Besonders die gewerblichen eBay-Anbieter beginnen zunehmend ungefragt mit derart lächerlichen Preisvorschlägen auf beobachtete Artikel zu nerven, dass ich meine Beobachtungen gelöscht habe!

Letzter Auslöser war das eBay-Angebot einer Praktica DCZ 3.2 S

(Die im Aussehen identisch mit der DCZ 1.3 S ist …)

Das Digicammuseum.de hatte vor einigen Tagen die Frage bekommen, ob man alte Digitalkameras auch spenden dürfe. Selbstverständlich! Ich weiß nicht, ob ich mich so unverständlich ausdrücke, aber wenn der Floskel "in gute Hände abzugeben" gleich eine Preisvorstellung folgt, dann sind wir der falsche Ansprechpartner. Wir nehmen bei unserem gut gefüllten Depot nur noch interessante Digitalkameras als Museumsspende gegen Übernahme der Portokosten an. Wer Preisvorschläge macht, Verkaufserträge erwartet, möge die Geräte zu seinem Wunschpreis doch bitte bei eBay oder in die Kleinanzeigen einstellen.

In Ausnahmefällen bei besonders netten Menschen frage ich bei solchen Gelegenheiten und einer tollen Spende auch schon mal nach der Bankverbindung oder Paypal-Adresse, um wenigstens eine kleine Anerkennung zu überweisen. Und sei es für einen Blumenstrauß für die Ehefrau oder die Enkel.

Jetzt zu einer Praktica DCZ 3.2 S, die als Spende an den Sammlerkollegen und Mitautor Christian Zahn geht.

Ich hatte in eBay nach der Kamera gesucht und wurde auch schnell fündig. Um dann den Fehler zu machen, die Praktica auf Beobachtung zu setzen. Hier der weitgehend unkenntlich gemachte Screenshot der Annonce.

Angeboten wurde die Praktica DCZ 3.2 für 29,99 Euro, um mir als Beobachter dann einen sagenhaften Preisnachlass auf 28,49 Euro zu offerieren …

Diese Kamera ist unterste Flohmarktware, die mit maximal 10 Euro eigentlich schon überbezahlt ist. Sie kommt wie gesagt als Spende in den Pool. Was denken sich gewerbliche Anbieter bei solchen Preis-"Nachlässen"? Ja, wir haben eine freie Marktwirtschaft und jeder kann seine Waren anbieten wie er will.

Ein Beispiel habe ich noch

Für das schon lange tote Samsung DSLM-System werden aktuell Objektive mit NX Bajonett zu Preisen angeboten, die zumindest bei mir auf absolute Kaufverweigerung stoßen. Niemand muss alte Objektive verschenken, aber der Markt regelt überzogene "Apothekenpreise" einfach durch Nicht-Verkauf. Da bietet ein Gewerblicher ein NX Zoom mit Kratzern auf der Frontlinse für 72 Euro an. Ich hatte unvorsichtigerweise 52 Euro geboten und dabei die Preisvorschlagwahl des Anbieters übersehen, die bei 60 Euro anfingen. Bevor eine Antwort kam, hatte ich mein viel zu hohes Gebot gleich wieder gelöscht! 30 Euro wären für das beschädigte Zoom angemessen.

Und das ist kein Einzelfall!

Die optischen Geräte werden durch ewiges Liegen und die Smartphone-Übermacht nicht wertvoller …

Also für mich: Das Beobachtungs-Herzchen ab sofort einfach ausschalten! Wenn etwas wirklich interessant ist, Screenshot und Eintrag des Auktionsendes in den Kalender.

 


Geht's qualitativ noch tiefer als APS?

26. April 2026, Ralf Jannke - Wissen, Sammeln, Ausprobieren

Geht!

Ich konnte nicht widerstehen, diese Rollei A110 für 5 Euro vom Flohmarkt mitzunehmen. Wobei die Folgekosten deutlich höher ausfallen. Die Batterie kostet 8,95 Euro und ein frischer Pocket 110 Film würde 11,90 Euro plus 5,90 Euro Porto kosten. Dazu kommen noch die Entwicklungskosten … Gekauft habe ich einen 2009 abgelaufenen Fujifilm Fujicolor Superia 200 für 12,99 mit kostenlosem Versand.

Meinen letzten Pocketfilm habe ich vor über 40 Jahren verschossen

In der Minolta Weathermatic 110. Dass die Qualität gut war, lag an der Minolta und dem Film. Denn es war ein Kodachrome!

Mal sehen wie es 2026 wird – über Wasser mit der Rollei und dem Fuji ;-)

 


Farbfilmkauf auf die besondere Art ;-)

25. April 2026, Ralf Jannke - Wissen, Ausprobieren

So kaufe ich heute – NICHT MEHR (!) – Farbnegativfilm ;-)

Während Ewiggestrige auf einer Fotobörse abgelaufene ISO 200 Fuji Farbnegativfilme zu unverschämten 9 Euro Stückpreis anboten, kaufe ich die doch lieber frisch im Drogeriemarkt für 24 Euro für 3 Kodak 200.

Oder ich gebe auf einem unbedeutenden Flohmarkt 5 Euro für einen 24 Aufnahme Kodak 200, der gleich in einer ungebrauchten Kodak Kamera "verpackt" war ;-) O.K. die benötigte 3 Volt Lithiumbatterie wäre nicht billig, ich habe Akkus …

Die Kodak START 1075Z wurde 1996 vorgestellt. Die Ähnlichkeit mit der MINOLTA RIVA ZOOM PICO ist nicht zufällig, die Kamera wurde gemeinsam entwickelt und in Malaysia gefertigt. Mit einer gewissen Haltbarkeit dürfte der Kodak 200 als 30-x Jahre abgelaufen sein. Egal, der wird bis zum Sommer nach und nach verknipst. 

Spezifikation der Kodak

  • Abmessungen/Gewicht: Länge x Breite x Höhe 133 x 47 x 75 mm, 285 g
  • Objektiv 38-60mm EKTANAR Zoom Lens, f/4,3–6,4 (4 einzeln stehnde Linsen, eine asphärisch geformt.
  • Verschluss: 1/40–1/500 s mit Selbstaulöser
  • Programmautomatik EV 6 (1/8 s, f/2,8) to EV 17 (1/430 s, f/17)
  • DX kodierte Filme von ISO 25–3200.
  • 240 Zonen Autofokus to infinity
  • Eingebauter Blitz (ISO 100) 4 m (wide) 2,8 m (tele), Red-eye reduction.
  • Energieversorgung 3 V CR123 Lithiumbatterie

Kann man den Preis von 5 Euro für einen abgelaufenen Farbfilm noch unterbieten?

Ja man kann!

In einer zweiten Sucherkamera vom nächsten Flohmarkt steckte diesmal ein 36 Aufnahmen Kodak 200!

Bei der Kamera handelt es sich um eine Vivitar 300Z ZOOM/Vivitar Series 1 Auto Focus Zoom Lens. Eine einfache Point-and-Shoot Amateurkamera aus den 1980ern. Eingeschaltet wird sie über den Objektivverschluss, das Zoom wird manuell betätigt. Der Vivitar muss ich dann eine 6V CRP2 Lithium-Batterie spendieren. Die eingelegte war zum Glück nicht ausgelaufen, hat aber keine Kraft mehr für den motorischen Filmtransport.

Spezifikation der Vivitar

  • Abmessungen/Gewicht 146 x 76 x 64 mm, 346 g
  • Autofokus
  • Filmempfindlichkeiten DX-kodiert von ISO 50 bis 1600
  • Motorischer Filmtransport, Selbstauslöser
  • Eingebauter Blitz An/Aus, Roto-Augen-Reduktion
  • Objektiv Manuell zu betätigendes 38-60mm f/4.5-6 Zoom
  • Energieversorgung 6V CRP2 Lithium-Batterie

Der Kodakfilm in der Vivitar 300Z ZOOM müsste vom Erscheinungsjahr der Kamera noch älter sein, als der Kodak 200 in der Kodak START 1075Z . Auch dieser Film wird bis zum Sommerferienstart nach und nach verknipst ;-)

Um eine (bezahlbare) Erfahrung reicher – oder: NIE WIEDER!

Wie schrieb das Labor?

>> Leider sind die Restlichen Bilder unbelichtet,  jeweils 4 oder 5 Bilder. Die Filme sind überlagert. <<

In der Tat. Ich hätte nicht gedacht, geglaubt, dass zumindest Farbfilme durch Überlagerung bei unbekannten Bedingungen bis zur Unbrauchbarkeit kaputtgehen.

Also bei zukünftigen Flohmärkten: FINGER WEG!

Wenn es nicht gerade eine hochinteressante Kleinbildkamera ist …

Da habe ich mit dem in der Konica C35 AF belichteten AGFACOLOR XRG 200 ja wirklich Glück gehabt! Denn der war 12/2006 abgelaufen. Möglicherweise hat es geholfen, dass der in seiner dichten Kunststoffpatrone viel besser gegen Umwelteinflüsse – außer Wärme – geschützt war.

Die Ergebnisse aus den Flohmarkt-Sucherkameras gibt es HIER.

 


45 Megapixel sind einfach zu wenig …

22. April 2026, Ralf Jannke - Wissen, Sammeln, Ausprobieren

Nachdem mir die 45 Megapixel meiner Vollformat DSLM Nikon Z7 nicht mehr genügen, MUSSTE die 48-Megapixel-Kamera vom Flohmarkt unbdingt mit ;-) Ironie-Modus aus!

Leider habe ich sie noch nicht ans Laufen bekommen, denn den interpolierten 5 Euro Flohmarkt 48 Megapixel-Matsch würde ich gerne mal sehen. Von den Kontakten des Akkus würde ich sagen, dass dieser Kameraschrott Wasser abbekommen hat. Die war wasserdicht – einmal… Vielleicht besser so.

Nachtrag

Ich habe die Kamera heute kurzerhand geöffnet. Sogar zerstörungsfrei! Um schnell zu beenden. Dann war sofort klar: WASSERSCHADEN, Platine usw. korrodiert. Gleich in den E-Schrott damit!

 


Kamera für die Rückfahrt

15. April 2026, Ralf Jannke - Wissen, Sammeln, Ausprobieren

Ich hatte die 2014 von Nikon vorgestellte COOLPIX L840 Dezember 2024 das erste und einzige Mal in Betrieb. Im Praxisbericht von 2024 ist alles über die L840 nachzulesen. 

In ein paar Tagen geht es nach verlängerten Osterferien wieder zurück. Wie immer nehme ich für die letzten Eindrücke der Rückreise "irgendeine" Kamera mit. Mit dem Smartphone werde ich nie warm! Und das ist dieses Mal eben die Nikon COOLPIX L840.

Einziger Nachteil, die 16 Megapixel Bridgekamera mit dem stabilisierten KB-äquivalenten Superweitwinkel- bis Supertele 22,5 bis 855 mm Zoom hat keinen E-Sucher. Aber wenigstens kann der gut auflösende Monitor geklappt werden. Um so etwas besser gegen das Tages-/Sonnenlicht abgeschirmt zu werden.

Darüberhinaus bietet die L840 WiFi! Die Verbindung zum Smartphone funktioniert mehrfach erfolgreich erprobt zuverlässig!

Hier der Praxisbericht

 


Das letzte Osterferien-Projekt … Wirklich?

12. April 2026, Ralf Jannke - Wissen, Sammeln, Ausprobieren

Nein, denn da "fand" sich bei der Inventur doch noch die klasse, einige Jahre nicht mehr benutzte CANON DIGITAL IXUS 90IS

Jetzt, vier Jahre später:

Akku laden und einlegen, Uhr stellen und die IXUS problemlos in Betrieb nehmen. Wie war damals zu lesen: "Ich habe vermutlich keine Digitalkamera, die (scharf-) kantiger ist … Und das macht diese so eckig designte Canon durchaus zu etwas Besonderem."

Ein kleiner Praxisbericht folgt!

 


Das letzte Osterferienprojekt

07. April 2026, Ralf Jannke - Wissen, Sammeln, Ausprobieren

BEAUTY LIGHT MATIC SP und YASHICA REFLEX 35, geladen mit SW-Negativfilm

Die YASHICA REFLEX 35 (aus Penta J) kam 1961 auf den Markt. Einen ersten Beitrag zur Yashica gab es im Herbst 2022.

HIER liegt das Manual zur Yashica

Jahreswechsel 2022/2023 gab es einen Beitrag zur 1959-1963 produzierten SP = S-Professional, BEAUTY LIGHTMATIC SP

Manual zur sehr ähnlichen BEAUTY LIGHTOMATIC III HIER

Philosophie

Es hat sich schnell gezeigt, dass die einfachen und besseren analogen (Mess-)Sucherkameras einfach dankbarer sind. Aus einem simplen Grund. Bei Spiegelreflexkameras kann das Objektiv ja gewöhnlich gewechselt werden. Was viel sinnvoller ist, das ist die Adaption der alten Objektive auf moderne spiegellose Systemkameras. Ausnahme: Analog-SLRs mit fest montierten Normalobjektiven. So wie hier: Minolta ER, Mamiya family, PORST autoflex (= Mamiya Auto-Lux 35) mit Nikon/NIKKOREX Weitwinkelvorsatz

Bei der YASHICA REFELX 35 habe ich jetzt eine Ausnahme gemacht.

 


135 mm "süchtig" ;-)

27. März 2026, Ralf Jannke - Wissen, Sammeln, Ausprobieren

ISCO - GÖTTINGEN ISCONAR 1:4/135

Abgebildet die zwei bekannten Versionen des 135ers

Auch wenn ich beim Klick auf die (übersetzte) eBay Schweden/Tradera-Schaltfläche "Jetzt kaufen" wusste, dass ich das ISCO-GÖTTINGEN ISCONAR 4/135 bereits im Bestand ist, habe ich erneut gekauft. Mein erstes Exemplar mit Exakta-Anschluss muss aus einer späteren Produktion stammen, denn dort wurde reichlich Plastik verbaut. 

Laut Lippisches Kameramuseum wurde die Metallversion von 1959 bis 1965 gebaut

  • Abmessungen/Gewicht: Ø 63 mm, Länge 125 mm, Filter Ø 46/48 mm, 280 g
  • Optischer Aufbau 3 einzeln stehende Linsen
  • Rastblende, 14 Blendenlamellen, kleinste Blende f/22
  • Nahdistanz 1,5 m
  • Anschluss M42

Die „Plastik“-Version wurde laut Allphotolenses von 1960 bis 1970 gebaut

Überraschungen in Sachen Abbildungsqualität sind bei einem einfachen Dreilinser nicht zu erwarten, positiv aufs Bokeh könnten sich aber die 14 Blendenlamellen auswirken, die bei fast jeder Blende eine kreisrunde Öffnung bilden. 

Neben dem 135er ist noch "der kleine Bruder" im Bestand: Für 8 Euro vom Flohmarkt: ISCO-GÖTTINGEN ISCONAR 1:4/100 Nikon Z7

Ostern werde ich berichten

 

 


Die Chance, diese Digitalkamera von 1997 ans Laufen zu bekommen, ist gering

23. März 2026, Ralf Jannke - Wissen, Sammeln, Ausprobieren

Trust PHOTOCAM PLUS

Wie in der Blog-Überschrift schon geschrieben

Die Chance der Trust PHOTOCAM Plus aufgenommenen Fotos zu entlocken, ist sehr gering. Es sei denn, in der Originalverpackung liegt auch die Software. Windows 98 wäre verfügbar!

Abgesehen davon: 320 x 240 Pixel Bildchen auf 640 x 480 Pixel hochinterpoliert, dürften einem die Augen tränen lassen ;-) Egal: Mit rund 30 Euro nicht eben preiswert, gehört die Trust von 1997 einfach in die Sammlung eines Digicammuseums!

Technische Daten im Screenshot von unserem geschätzen amerikanischen Sammlerkollegen Rodger L. Carter

Mehr zur Trust über die Ostertage


Was ist digicammuseum.de?

Die analoge Fotografie blickt auf eine etwa 170-jährige Geschichte zurück, seit etwa 100 Jahren sind Fotoapparate auch für Privatleute erschwinglich. Trotzdem sollte es noch Jahrzehnte dauern, bis die Fotografie zu einem Hobby für Millionen von Menschen wurde und der Fotoapparat zum selbstverständlichen Accessoire jeder Urlaubsreise.

Um so überraschender ist es zu sehen, mit welcher Geschwindigkeit die etablierte Technik in wenigen Jahren nach der Jahrtausendwende in eine Nischenexistenz zurückgedrängt wurde. Ersetzt wurde sie durch Digitalkameras. Diese haben in kürzester Zeit eine atemberaubende Evolution durchlaufen und haben ihre analogen Vorfahren weitgehend überflüssig gemacht. In fast allen Haushalten wurde die alte Spiegelreflex- oder Kompaktkamera durch ein digitales Modell ersetzt.

Während die meisten analogen Kameras viele Jahre, teilweise auch Jahrzehnte lang genutzt wurden, landen die meisten Digitalknipsen nach drei bis vier Jahren in der Schublade und müssen einem leistungsfähigeren Modell weichen. Die technischen Fortschritte werden jedoch immer kleiner. Digitalkameras haben einen Stand erreicht, der keine drastischen Verbesserungen mehr zulässt. Der Boom fand seinen Höhepunkt um die Jahre 2008-2010 und hat seither deutlich nachgelassen.

Das ist auch schon rein äußerlich zu erkennen: In den ersten Jahren war bei den Herstellern von Digitalkameras der Wille zu beobachten, die neue Technik auch für Innovationen in Design, Bedienung und Funktionalität zu nutzen. Inzwischen ist diese Phase weitgehend vorbei und die Hersteller haben zu den aus analoger Zeit bekannten Kameratypen zurückgefunden: Kompaktkameras auf der einen und Systemkameras auf der anderen Seite.

Die in Smartphones eingebauten Kameras sind inzwischen jedoch so gut, dass sie Kompaktkameras die Existenzberechtigung geraubt haben. Wozu ein separates Gerät kaufen, wenn man vergleichbare Bilder auch mit dem Handy hinbekommt, das man zudem immer in der Tasche hat?

Es entsteht so im Moment die paradoxe Situation, dass so viel fotografiert wird, wie noch nie in der Geschichte - und gleichzeitig immer weniger "richtige" Kameras verkauft werden. Mag sein, dass die Ära der Fotoapparate für jedermann zu Ende geht und bald nur noch Hobbyfotografen und Profis als Kamerakäufer übrig bleiben. Deswegen ist nicht zu früh, die "wilden Jahre" der Digitalkamera-Entwicklung zu dokumentieren.

Diese Homepage war anfangs vor allem als virtuelles Museum meiner Kamerasammlung gedacht. Inzwischen ist daraus ein Projekt geworden, bei dem ein wachsender Kreis von Autoren tolle Beiträge zur Digitalkamera-Geschichte beisteuert. Den weitaus größten Anteil daran hat Ralf Jannke, der mit seinen Praxisbeiträgen die verschiedensten Themen detailliert behandelt und großartig bebildert. Was sich allerdings nicht geändert hat: Die Homepage ist ein reines Hobby- und Spaßprojekt. Wir freuen uns über den Austausch mit anderen Sammlern und Fotobegeisterten. Es gibt keine Werbung und wir sind auch keine bezahlten Influencer. Falls Sie allerdings noch eine spannene Kamera herumliegen haben, die Sie nicht mehr brauchen - wir sind immer auf der Suche nach weiteren Exponaten.

Boris Jakubaschk

Das virtuelle Digicammuseum gibt es jetzt auch als reales Museum

Meine Sammelei hatte eigentlich schon immer das Ziel, meine Geräte eines Tages nicht nur auf dieser Homepage zeigen zu können, sondern auch live in einem richtigen Museum. Mit Holger W. Müller habe ich nun einen Partner, der meine Leidenschaft für die Technikgeschichte teilt. Außerdem haben wir in Rastatt Büroräume der ehemaligen Thaleswerke gefunden, dem Hersteller der bekannten Thales-Rechenmaschinen.

Dort haben wir ein Museum eingerichtet, das Rechenmaschinen, Computer und Videospiele als Schwerpunkt hat. Digitalkameras sind ebenfalls mit einigen spannenden Exponaten vertreten. Geöffnet ist jeden Sonntag von 13 - 18 Uhr. Auf der Projekthomepage gibt es weitere Infos.

Zur Homepage des µ-Museums