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Canon PowerShot Pro 70

31. Oktober 2019, Ralf Jannke - Wissen, Sammeln, Ausprobieren, Reparieren

Diese 1998 vorgestellte 1,5 Megapixel „Fehlzüchtung“ aus analoger Semiprofi-Canon EOS SLR und aufgepfropfter Konservendose im Titan-Look hat einfach Charakter! Lange, viel zu lange ist es her, dass diese interessante Kamera mal wieder „an die frische Luft“ durfte ;-)

2017 habe ich einen zweiten Anlauf unternommen, der erstmal mit dem gewaltsamen Öffnen des massiven Akkublocks endete…

Jetzt reicht es!

Nachdem die Kodak DCS200 und aktuell im September 2019 die FUJIX Nikon E2s erfolgreich extern und bezogen auf kleine Fotorundgänge autark (!) mit Energie versorgt werden konnten, ist jetzt die Canon PowerShot Pro 70 dran. Genau wie bei der FUJIX Nikon E2s wird die Leitung des Akku-Dummys, die den Dummy mit dem Netzteil verbindet, rigoros gekappt. Nach Kontrolle der Polarität werden die Enden fest an einen Akkuhalter, der vier 1,2 Volt NiMh-Akkus der Größe AA aufnimmt, verlötet.

Voilà

Eine ausführliche Beschreibung der PowerShot Pro 70 schenke ich mir an dieser Stelle, die ist hier nachzulesen. Den einzigen Fehler, den diese Pro 70 hat, das ist die blinkende Anzeige einer leeren Pufferbatterie. Die nach Wechsel der Batterie einfach weiter blinkt. Also garnicht um kümmern… Stattdessen: Lasst Bilder sprechen. Und wie im Blogbeitrag "Nicht vergessen" werde ich einen größeren Rundgang mit der Canon PowerShot Pro 70 ins Jahr 2020 schieben… Aus Neugier habe ich aber doch schnell eine historische zweiäugige Spiegelreflexkamera aufgestellt und mit der PowerShot Pro 70 abgelichtet. Um dabei zu sehen, welche Reserven im uralten Sensor stecken, wenn im Canon Rohdatenformat gespeichert wird. Entwickelt wurde mit Adobe RAW.

Bevor die Rohdatei an Photoshop weitergeschickt wird, habe ich die Wahl zwischen Originalauflösung 1,5 Megapixel oder interpolierten rund 3 oder sogar 6 Megapixel!

Im Notfall würde ich sogar zur 6 MP Version greifen, aber die 2,8 MP Version kann man qualitativ noch gelten lassen. 2020 gibt es dann ein paar "richtige" Fotos aufgenommen mit diesem Hingucker Canon PowerShot Pro 70! 

Die PowerShot Pro 70 gehört in jede Canon Digitalkamerasammlung ;-)

 


Panasonic Lumix DMC-G2

25. Oktober 2019, Ralf Jannke - Wissen, Sammeln, Ausprobieren

Ob bei der vorhandenen Panasonic Lumix DMC-G1 eine gleichauflösende 12 Megapixel G2 so „zwingend“ war, lass’ ich mal offen. Aber für 25 Euro nehme ich eine spiegellose Systemkamera "in Rot" mit an Bord. Auch wenn sie einen Fehler hat…

Defekt…

Wobei ich bei diesem Preis auf den großen Monitor, inklusive Touchscreen verzichten muss, er ist defekt. (*) Ansonsten funktioniert die Kamera einwandfrei. Neben Schwarz und Rot, gab es die G2 auch in Blau. Auch bei der G1 standen die Gehäuse-Farben Schwarz, Rot und Blau zur Auswahl.

Von der G1 unterscheidet sie nur die Farbe und die Möglichkeit Videos mit 1.280 x 720Pixel HD und 25p aufnehmen und im MPG4 Format speichern zu können. Außerdem wurde die Verstärkung der Sensorempfindlichkeit auf ISO 6400 gesteigert, was angesichts der Sensorgröße 13 x 17 mm microFourThirds (mFT) und des Alters der Kamera (Vorstellungsjahr 2010) ziemlich "sportlich" ist. Außerdem ist der Schacht für die SD-Speicherkarte bei der G2 ins Batteriefach gewandert.

Auch für die G2 gilt: Themensammlung 2020. Den Praxisbericht schiebe ich ins neue Jahr.

(*) Zum Defekt

Ob ich es wage mal nachzusehen, ob das offen liegende Flachkabel zum Klappmonitor schlicht gerissen oder "nur" aus der Steckfassung (im Body) gerutscht ist, weiß ich noch nicht. Denn dazu muss die G2 geöffnet werden… Vielleicht was für dunkle Wintermonate?


Langweiler (?) 50 mm Normalobjektiv

20. Oktober 2019, Ralf Jannke - Wissen, Sammeln, Ausprobieren

Von Lichtstärke und Machart ähnlich, sollen drei (zwei) Normalobjektive vorgestellt werden. Zwei davon aus der untergegangenen DDR und ein 50er aus der Ukraine. Das wunderbare, zwischen 1952 und 1960 produzierte 2,9/50 mm Meyer Optik Görlitz Trioplan mit M42-Schraubanschluss habe ich für 10 Euro zusammen mit einer einwandfrei funktionierenden Praktica IV b bekommen, das zwischen 1963 und 1970 produzierte E. Ludwig Meritar 2,9/50 mm mit Exakta-Bajonett ist für 4 Euro vom Flohmarkt.

Während es sich beim 2,9/50 mm Meyer Optik Görlitz Trioplan und E. Ludwig Meritar 2,9/50 mm um dreilinsige Objektive handelt, soll das ab 1959 gefertigte, in kyrillischen Lettern beschriftete Industar eine Kopie des 4-linsigen (in drei Gruppen) Zeiss Tessar 2,8/50 mm sein. Das Industar gibt es in verschiedenen Ausführungen mit Leica M39-Scharaubanschluss (der nicht kompatibel sein soll) und M42-Gewinde.

Das 2,9/50 mm Meyer Trioplan wurde schon gewürdigt. Mit dem 2,9/50 mm Meritar wurde bereits fotografiert, das 3,5/50 Industar wird im Oktober in Angriff genommen.

Auf was beim Einsatz deratig alter Ojektive zu achten ist – Stichwort Pilzbefall, Fungus – wird im ersten Blogbeitrag zum Meritar beschrieben!

Hier ist der dazugehörige Praxistest.

Nachzügler als "echtes" Normalobjektiv…

War "Beifang" auf der Yashica TL Electro von 1972, wird aber auf der APS-C Sensor DSLM dann zum 53 mm "Normalobjektiv", das M42 AUTO MAKINON 1:2.8 f=35mm mit interessanter 40 cm Naheinstellung.  Ein Mini-Projekt für 2020!


Yashica TL-ELECTRO SLR (1972)

17. Oktober 2019, Ralf Jannke - Wissen, Sammeln, Ausprobieren

Erweiterung der kleinen Yashica-Analogsammlung

Für 'nen Fünfer nehme ich auch eine eigentlich wertlose Analog-SLR. War sie doch mit einem pilzfreien (!) 2,8/35 AUTO MAKINON (M42 Schraubanschluss) bestückt, das eine interessante Naheinstellung von 40 cm gestattet. Das 35er wurde kurz auf den M42-/Fuji X-Adapter geschraubt – läuft ;-) Schließlich muss ich ja Stoff für 2020 sammeln! Und dazu gehören neben weniger werdenden Digitalkameras Objektive, mit denen meine Fuji DSLMs bespielt werden können… 


Canon ION "White" in Papierform…

16. Oktober 2019, Ralf Jannke - Wissen, Sammeln, Ausprobieren, Reparieren

Im Kapitel „Still Video Kameras“ gibt es über die analog, aber filmlos auf Videofloppy (Diskette) aufzeichnenden Canon ION-Modelle zahlreiche Berichte über die wenigen, heute noch funktionierenden Exemplare im Bestand.

Nach unseren Erfahrungen sind von zehn IONs acht bis neun defekt. Wobei es für einen immer wieder auftretenden Fehler eine ziemlich komplizierte Reparaturmöglichkeit gibt, die im Kapitel auch ausführlich bebildert beschrieben wird. Froh über die zwei drei noch laufenden Exemplare, investiere ich keinen Euro mehr in Canon Stillvideo-Kameras. Professionelle Geräte wie die Nikon QV 1000 und die Canon RC-701/RC-760 tauchen nur ganz selten auf und sind dann als reine Sammlerkameras auch unbezahlbar. Das trifft auch auf die eher mal auftauchende Canon RC 470 zu, die im Gegensatz zu einer funktionierenden ION RC 260/560 aber heute kaum noch ans Laufen zu bekommen ist. Und das hat bei mir Priorität. Ich will mit JEDER Kamera auch ein paar Fotos machen. Aber auch der Preis für die Exponate muss stimmen…

Gerne nehme ich aber preiswertes Papier an Bord wie einen schwedischen Originalprospekt zur Canon ION RC-251 in weißer Gehäusefarbe. Eine Reproduktion des Prospekts kann hier angeschaut werden.


Spiegellose Nikon Z50 mit APS-C-Sensor

09. Oktober 2019, Ralf Jannke - Wissen

2015 stellt Samsung den Kamerabau ein, 2019 präsentiert Nikon seine spiegellose Z50. Ich konnte es nicht lassen die oben gezeigte „Nikon Z50“ aus meiner 14 Megapixel Samsung NX11 zu basteln. Das 1,8/50 mm Serie E Nikon Objektiv ist sogar echt. Es läuft per entsprechendem Adapter auf der NX11 und weiteren spiegellosen DSLMs…

Zur richtigen Nikon Z50

Die wichtigste Frage war: Hat die „kleine“ Nikon DSLM Z50 mit 20 MP APS-C-Sensor einen E-Sucher oder nicht? Denn es gab Design-Studien, wo nicht sicher war, dass die Z50 einen ElectronicViewFinder – EVF – hat. Da kann Entwarnung gegeben werden. Die Z50 hat einen EVF!

Aber womit soll Nikon mit einer APS-C Z50 DSLM inklusive 16-55 mm Zoom punkten? Weil sie eine Nikon ist? Das reicht heute nicht mehr! Für Nikon sind die Preise aber geradezu moderat! Um meine letzen beiden verbleibenden AF-S Kitzooms 3,5-5,6/18-55 mm VR und 4-5,6/55-200 mm VR mal auf eine Z50 montieren zu können, müsste ich aktuell 1100 Euro investieren. Liest sich alles viel besser, als zuvor von mir gedacht! Aber: Für mich kommt die Z50 mindestens ein Jahr zu spät!

Alle technischen Daten zur Z50 im englischsprachigen Prospekt

Irgendwo im Internet wurde die Nikon Z50 im Niveau der Sony A 6400 angesiedelt

Deshalb steht die Nikon Z50 zusammen mit der Sony A 6400 und "meiner" FUJIFILM X-T30 zum Vergleich in dieser Tabelle. "Ob die Z50 aus meiner persönlichen und ganz unmaßgeblichen Sicht ein größerer Erfolg wird als die Vollformat-DSLMs Nikon Z6, Z7, wird sich 2020 entscheiden." – hatte ich zuerst getextet. Diese Z50 zu diesen Preisen hätte 2018 VOR den Vollformatern Nikon Z6/Z7 kommen MÜSSEN! Ich könnte mir vorstellen, dass Nikon dann heute besser dastehen würde.

Spannend wird aber, was nach der Z50 mit der Nikon APS-C-Sensor DSLR-Linie passiert. Ob die gleich auflösenden 20 MP Sensoren von Z50, D500 und D7500 identisch sind, kann bezweifelt werden. Die 51 AF-Sensoren der von der AF-Leistung her schwächeren D7500 und die 153 AF-Sensoren der D500 stecken unabhängig vom wahrscheinlich gleichen Bildsensor jeweils auf einem unterschiedlichen Extra-AF Modul. Die nochmal gut 50 mehr 209 AF-Sensoren für die Phasendetektion der Z50 sind dagegen direkt auf dem Bildsensor integriert. Ob sich das in einer besseren Autofokusleistung der Z50 im Vergleich zur sehr guten D500 niederschlägt? Mit 11 B/s ist die Z50 auch nochmal schneller als D500 (10 B/s) und D 7500 (8 B/s). Von der Papierform kannibalisiert die Z50 die komplette Nikon D7xxx und D5xxx DSLR-Reihe, ja sogar die D500! Auch von den Neupreisen! Was möglicherweise einkalkuliert und gewollt ist! Und die D3xxx Linie? DSLRs für Einsteiger? Welche Einsteiger? Es würde mich nicht wundern, wenn Nikon diese Serie einfach einstellt. Etwa nach dem Motto: Fotografiert mit dem Smartphone oder interessiert euch für/kauft gleich eine anständige Z50 DSLM!

Kaufen würde ich keine brandneue Kamera aus der Nullserie! Es ist besser zu warten, bis die ersten Firmwareupdates da sind und sich (Frühjahr 2020?) entsprechend niedrigere Straßenpreise einstellen. Egal wo ich unterwegs bin, sehe ich immer das gleiche Bild: Tauchen neben 99 Prozent Smartphones zum Fotografieren draußen mal spiegellose Kameras auf, tragen die so gut wie immer den Namen Sony (bevorzugt Vollformat!), Fuji und Panasonic (mFT). Der Markt an Vollformat DSLMs scheint fest in Sony-Hand zu sein, und die kleineren 15 x 23 mm APS-C-Sensor-DSLMs teilen sich Fuji und Sony. Und dazu eben noch ein bisschen vom vermutlich aussterbenden Format microFourThirds. Ob sich da in Zukunft eine paar Nikon Z50-Exemplare dazu gesellen? Ich wünsche es Nikon!

Denn die Z50 ist für mich viel, viel interessanter als die (zu teure) Z6, um bei ähnlicher Auflösung zu bleben. Ja, ich kenne den Unterschied zwischen Vollformat und APS-C ;-)

 


AGFA ePhoto CL30 clik Dummies/Mockups

08. Oktober 2019, Ralf Jannke - Wissen

Die AGFA ePhoto CL30…

…gibt es in zwei Versionen.

Als AGFA ePhoto CL30 Clik wurde die Kamera 2000 vorgestellt. AGFA versuchte hier mit dem Speichermedium IOMEGA Clik Diskette einen eigenen Weg. Was sich allerdings von vornherein als als Fehlentscheidung, Flop erwies.  Mit ihren 40 MB Fassungsvermögen hatte die Clik Diskette keine Chance gegen diversen Speicherkarten mit ähnlichem und höherem Datenvolumen. Mit dem mechanisch anfälligen Laufwerk hatte man offensichtlich auch nichts von Dauer geschaffen. Gerne hätte ich ein paar Fotos mit der CL30 Clik gemacht, aber trotz originalverpackter Clik-Disk kamen nur "üble" Geräusche aus dem Laufwerk der AGFA :-( Dabei spielte es keine Rolle, ob die ePhoto CL30 Clik an einem Windows-, Apple Mac OS 9-, Apple Mac OS 10- oder Ubuntu-Linux-Rechner mit passender Software hing. So bleibt die CL30 Clik ein seltenes und interessantes Sammel-Dekorations-Stück.

Als Sponsor stellte Agfa dem Goethe-Institut ePhoto CL30 Cliks zur Verfügung, mit denen anlässlich der Expo 2000 in Hannover das Thema „Wasserwelten“ dokumentiert werden sollte. In einer Sonderaktion gab es die ePhoto CL30 Clik mit drei 40 MB Clik-Disketten für 1074 DM. Für die Clik-Disketten gab es auch einen fast 500 DM teuren PCMCIA-Adapter, der aber nur für Notebooks mit PCMCIA-Einschub und externe Apple Mac SCSI-Lesegeräte zu benutzen war. Eine Canon Powershot 600 oder Fuji DS300, die mit PCMCIA-Speicherkarten geladen werden können, können damit nichts anfangen. Was für ein Unsinn! Auch von dieser Seite war das Konzept der IOMEGA 40 MB Clik-Diskette zum Scheitern verurteilt.

Die AGFA CL30 gab es auch ohne "Clik" (Laufwerk). Und die wurde bereits ein Jahr vorher – 1999 – präsentiert. Wahrlich eine AGFA Marketing-Glanzleistung der ePhoto CL30 mit der modernen und robusten Compactflashs-Seicherkarte die anfällige ePhoto CL30 Clik hinterherzuschieben…

Beide ePhoto CL30-Versionen werden im großen Beitrag "AGFA Digitalkameras, ein nachdenklich stimmendes Kapitel" gewürdigt und auch mit der CL30 aufgenommenen Fotos präsentiert.

Aktuell (Oktober 2019) wurden jetzt in der Farbe "Grün" und Rot zwei funktionslose Dummies der AGFA ePhoto CL30 clik offeriert

Allerdings zu Startpreisen von 50 Euro, die mich den Geldbeutel gar nicht erst öffnen ließen. Statt für zwei Plastikteile 100 Euro aufwärts zu investieren, wurde dem Anbieter der Mockups im Stillen fürs Zeigen gedankt, ein kostenloser Blick ins Datenarchiv getan und Photoshop gestartet. Rausgekommen ist die oben gezeigte Ahnung, wie die "bunten" AGFA ePhoto CL30 clik Modelle, die so nie auf den Markt kamen, ungefähr ausgesehen haben.

Die eine Farbvariante war in der Anzeige als Rot angegeben, die zweite als "Grün", das meinem Farbempfinden aber eher Blau war. Entsprechend habe ich als Farbvorlage für das "grüne" – äh – blaue ePhoto CL30 clik-Mockup die existierende blaue AGFA ePhoto 780c gewählt. Und für die grüne Variante stand eine beliebige Konsumerkamera, die es tatsächlich in Grün gibt, Modell.


Nicht in Vergessenheit geraten…

05. Oktober 2019, Ralf Jannke - Wissen, Sammeln, Ausprobieren, Reparieren

Aufgeschoben ist nicht aufgehoben!

Noch 79 Tage bis Weinachten/86 Tage bis zum Jahreswechsel. Langsam aber sicher geht der Stoff für wöchentliche Praxisberichte oder Blogs aus. Ein guter Grund den Praxisbericht über die 7 Megapixel Olympus Camedia C-7070 Wide Zoom aus dem Vorstellungsjahr 2005 ins Jahr 2020 zu verschieben. Wobei das ein Beitrag über eine "digitale Weitwinkel-Olympus" werden wird, denn der C-7070 fehlen Zoomdrehschalter und Auslöser. Letzterer ist problemlos durch einen abgeschnittenen Nagel zu ersetzen, der mit etwas Tesafilm gegen das Verlieren unterwegs gesichert wird ;-) 

Für Ungeduldige kann ich auf die Beiträge zur schon abgearbeiteten Camedia C-5060 Wide Zoom und Camedia C-8080 Wide Zoom verweisen.

Wobei es auch zur C-5060 2020 einen neuen Bericht geben wird, denn in der Zwischenzeit ist noch ein komplett funktionierendes Exemplar in die Sammlung aufgenommen worden.


Die Flohmarktsaison neigt sich dem Ende zu…

27. September 2019, Ralf Jannke - Wissen, Sammeln, Ausprobieren

3,8-5,6/28-200 mm Tamron vom Flohmarkt

Für mich wenig nachvollziehbar haben die Meteorologen den 1. September jedes Jahres zum Herbstanfang deklariert. Dasselbe für die Jahreszeiten Frühjahr, Sommer und Winter. Für mich bleibt der Herbstanfang die Tag- und Nachtgleiche ab dem 21. September. So oder so, auf meinem kleinen „Privat-Flohmarkt“ ist der Herbst eingezogen. Digitalkameras der Dutzendware lagen nur noch als „Bückware“ rum, nach der ich mich nicht mehr bücke. Dazu noch mangels Akku eine unkontrollierbare HP-Kamera, die ich für die geforderten 20 Euro gar nicht, und funktionierend vielleicht für 10 Euro mitgenommen hätte.

Was aber nichts machte, denn ein vor Ort begutachtetes und zu Hause auch einwandfrei funktionierendes 3,8-5,6/28-200 mm Tamron mit Nikon F Bajonett habe ich für 8 Euro gerne mitgenommen. Das wird in Zukunft die ausgelagerte 6 Megapixel Nikon D50 zieren, soll aber auch mit der gleichauflösenden Nikon D70 mal auf Tour. Die D70 war Nikons erste halbwegs bezahlbare „Volks-DSLR“ und 2015 eine meiner ersten Sammel-DSLRs, die 2020 mal wieder gewürdigt werden soll. Auch wenn ich mich, was aktuelle Nikon DSLRs und überhaupt DSLRs angeht, dort mittlerweile zurückgezogen habe. Ausgewählte alte Nikon- und andere Kameras dürfen/müssen von Zeit zu Zeit mal an die frische Luft ;-) Die Nikon DSLRs zusammen mit dem 8 Euro Tamron vom Flohmarkt.

Deren Universalität stieß in Analog-Zeiten schnell an ihre Grenzen, wenn das Licht wegging, schnelle Verschlusszeiten gefordert waren und nur ein langsamer, feinkörniger ISO 100 Diafilm in die Kamera eingelegt war. Dieses Problem hat die Nikon D70 und unzählige Kameras ihrer Zeit nicht mehr. Entweder startete die Empfindlichkeit gleich bei ISO 200, und eine Steigerung auf ISO 400/800 verkraften auch die alten DSLRs problemlos. Da gab es bei 8 Euro für ein kompaktes 7-fach Zoom nichts zu überlegen. Wobei das 28-200 mm Tamron 20 Jahre alt sein dürfte. Und damit aus einer Zeit, wo sich noch wirklich nicht jeder eine digitale Spiegelreflexkamera leisten konnte…

Fujifilm/Polaroid Sofortbild 

Auch wenn ich die links abgebildete FUJIFILM instax 100 schon habe, bei 5 Euro nehme ich auch noch ein zweites Exemplar an Bord, wie auf dem Flohmarkt gefunden.

Geladen wird die 1999 vorgestellte instax 100 mit aktuell verfügbarem, so genanntem „Fuji Instax Wide“ Film, der Bilder von 62 x 99 mm Format liefert. Ein Doppelpack Fuji-Sofortbildfilm = 20 Aufnahmen für die instax 100 kostet 17,99 Euro, 90 Cent pro Bild… Rechnet man das Format mit der Brennweite der instax 100 – 95 mm – um, entspricht das etwa 40 mm Kleinbildbrennweite. Die Licht-„Stärke“ von f/14 wird durch die ISO 800 Empfindlichkeit des Sofortbildfilms etwas aufgefangen. Zeitautomatik mit Belichtungszeiten von 1/64 bis 1/200 s, die Kamera hat einen eingebauten Blitz.

Immer wieder verschoben, möchte ich mich neben Digital 2020 auch endlich dem Thema Sofortbildfilm widmen. Es macht von Zeit zu Zeit eben Spaß ein Bild nicht nur virtuell auf dem Monitor betrachten und in die sozialen Netzwerke stellen zu können, sondern real in der Had zu halten und ggf. gleich verschenken zu können.

Im Zusammenhang mit Fuji Sofortbildfilm und Fuji überhaupt möchte ich noch auf die Phoenix-Dokumentation/ZDFinfo erzählt in der Reihe "Firmen am Abgrund" hinweisen. Es geht um alteingesessene, lange erfolgreiche Unternehmen, die nahe am Bankrott waren und ein Comeback geschafft haben. Sehenswert warum und wie Fuji es im Gegensatz zu AGFA und Kodak geschafft hat zu überleben! Der Beitrag wird am 2. Oktober um 06.00 Uhr wiederholt. Vielleicht die Idee eine Aufzeichnung des Videos zur fast noch nachtschlafenden Zeit zu programmieren?

Interessant die Philosophie des langjährigen Fujifilm-Vorstandsvorsitzenden Shigetaka Komori, der trotz Produktion von Kosmetika und pharmazeutischen Produkten und der Übermacht des Smartphones am gedruckten Foto festhält. Ein Foto ist für ihn nur ein Foto, wenn man es in der Hand hält. Damit ist nicht das Betrachten entsprechender Monitore von Smartphone und Kamera gemeint! Mit am beeindruckendsten in der Dokumentation der Rettungsversuch tausender Fotos. Nach der Tsunami-Katastrophe im Nordosten Japans 2011 reinigten und restaurierten Heerscharen freiwilliger Helfer Papierbilder, um in Notunterkünften präsentiert den Besitzern die Möglichkeit zu geben, ihre Fotos wiederzuerkennen und zurückzubekommen. Das zeigt den hohen Wert, den Shigetaka Komori trotz Fujis Rettung durch Kosmetik und Pharma beimisst. Digitalkameras kamen in dem Beitrag nur ganz am Rande vor…

 


Photokina 2020 ohne Leica, Nikon, Olympus?

17. September 2019, Ralf Jannke - Wissen

Aus der Pressemeldung der Kölner Messe

„Schon bei der letzten photokina konnten mit dieser Konzeptanpassung wichtige Neuaussteller gewonnen werden. Auch der Anteil jüngerer Besucher ist seit zwei Veranstaltungen konstant gestiegen. Die Aufmerksamkeit für die photokina ist ungebrochen groß, ebenso wie die Vorfreude vieler Besucher und Aussteller auf die photokina 2020."

„Wir freuen uns über eine starke Nachfrage und Anmeldungen aus den neuen sowie den klassischen Segmenten von Unternehmen wie unter anderem Canon, CEWE, GoPro, Sony, Panasonic, Kodak Alaris, Sigma, Tamron, Carl Zeiss, Hasselblad, Hahnemühle, Arri, Rode Mikrophones, DJI und Insta360“, so Christoph Werner, Geschäftsbereichsleiter der Koelnmesse."

"Dem gegenüber stehen Absagen unter anderem von Leica, Nikon und Olympus.“

Auch wenn andere namhafte Hersteller 2020 noch teilnehmen: Geht es Leica, Nikon, Olympus so schlecht, dass sie sich die immensen Kosten einer Messe sapren, sparen müssen? Oder ist es mehr  der Niedergang, die nachlassende Bedeutung der einst größten Foto-Messe der Welt? Selbstverschuldet durch die aus meiner Sicht idiotische Verlegung vom Herbst ins späte Frühjahr eines jeden Jahres. Und das Jahr für Jahr?

Der Fotohandel hat längst reagiert

"Herbst ist Hausmesse-Zeit im Fotofachhandel – Mehr als 25 Hausmessen und Foto-Tage im Herbst 2019". Digitalkamera.de listet hier entsprechende Termine.


Was ist digicammuseum.de?

Die analoge Fotografie blickt auf eine etwa 170-jährige Geschichte zurück, seit etwa 100 Jahren sind Fotoapparate auch für Privatleute erschwinglich. Trotzdem sollte es noch Jahrzehnte dauern, bis die Fotografie zu einem Hobby für Millionen von Menschen wurde und der Fotoapparat zum selbstverständlichen Accessoire jeder Urlaubsreise.

Um so überraschender ist es zu sehen, mit welcher Geschwindigkeit die etablierte Technik in wenigen Jahren nach der Jahrtausendwende in eine Nischenexistenz zurückgedrängt wurde. Ersetzt wurde sie durch Digitalkameras. Diese haben in kürzester Zeit eine atemberaubende Evolution durchlaufen und haben ihre analogen Vorfahren weitgehend überflüssig gemacht. In fast allen Haushalten wurde die alte Spiegelreflex- oder Kompaktkamera durch ein digitales Modell ersetzt.

Während die meisten analogen Kameras viele Jahre, teilweise auch Jahrzehnte lang genutzt wurden, landen die meisten Digitalknipsen nach drei bis vier Jahren in der Schublade und müssen einem leistungsfähigeren Modell weichen. Die technischen Fortschritte werden jedoch immer kleiner. Digitalkameras haben einen Stand erreicht, der keine drastischen Verbesserungen mehr zulässt. Der Boom fand seinen Höhepunkt um die Jahre 2008-2010 und hat seither deutlich nachgelassen.

Das ist auch schon rein äußerlich zu erkennen: In den ersten Jahren war bei den Herstellern von Digitalkameras der Wille zu beobachten, die neue Technik auch für Innovationen in Design, Bedienung und Funktionalität zu nutzen. Inzwischen ist diese Phase weitgehend vorbei und die Hersteller haben zu den aus analoger Zeit bekannten Kameratypen zurückgefunden: Kompaktkameras auf der einen und Systemkameras auf der anderen Seite.

Die in Smartphones eingebauten Kameras sind inzwischen jedoch so gut, dass sie Kompaktkameras die Existenzberechtigung geraubt haben. Wozu ein separates Gerät kaufen, wenn man vergleichbare Bilder auch mit dem Handy hinbekommt, das man zudem immer in der Tasche hat?

Es entsteht so im Moment die paradoxe Situation, dass so viel fotografiert wird, wie noch nie in der Geschichte - und gleichzeitig immer weniger "richtige" Kameras verkauft werden. Mag sein, dass die Ära der Fotoapparate für jedermann zu Ende geht und bald nur noch Hobbyfotografen und Profis als Kamerakäufer übrig bleiben. Deswegen ist nicht zu früh, die "wilden Jahre" der Digitalkamera-Entwicklung zu dokumentieren.

Diese Homepage war anfangs vor allem als virtuelles Museum meiner Kamerasammlung gedacht. Inzwischen ist daraus ein Projekt geworden, bei dem ein wachsender Kreis von Autoren tolle Beiträge zur Digitalkamera-Geschichte beisteuert. Den weitaus größten Anteil daran hat Ralf Jannke, der mit seinen Praxisbeiträgen die verschiedensten Themen detailliert behandelt und großartig bebildert. Was sich allerdings nicht geändert hat: Die Homepage ist ein reines Hobby- und Spaßprojekt. Wir freuen uns über den Austausch mit anderen Sammlern und Fotobegeisterten. Es gibt keine Werbung und wir sind auch keine bezahlten Influencer. Falls Sie allerdings noch eine spannene Kamera herumliegen haben, die Sie nicht mehr brauchen - wir sind immer auf der Suche nach weiteren Exponaten.

Boris Jakubaschk