Spiegellos: Segen und Fluch

05. August 2021, Ralf Jannke - Wissen, Ausprobieren, Reparieren

Sensordreck

Diese Flecken "schüttelt" kein Sensor per Ultraschall ab! Das klebt :-(

Ein Ex-Bekannter zieht grundsätzlich nur noch mit zwei Gehäusen los, um so einigermaßen Ruhe vor Sensorflecken zu haben. Das eine Vollformat-Gehäuse bestückt mit einem 24-70 mm Zoom, das andere mit einem 70-200 mm.

Nach jetzt etlichen Rundgängen mit meiner Z6 und diversem Altglas ging zur Wanderung zwischen Granitfelsen und Ostsee — man nennt das Schären — wieder die Z6 zusammen mit dem 24-50 mm Z und dem 50-250 mm DX Z mit. Auch wenn ich mit letzterem im DX-Modus der Z6 nur 10 MP habe. Unterwegs einige Objektivwechsel!

Und wieder zu Hause: diese ätzenden Sensor Flecken! Auch wenn die per EBV spurlos zu beseitigen sind — es ist lästig! Die so genannte Sensor-Selbstreinigung durch Ultraschall oder was auch immer, erweist sich immer wieder als kompletter Marketing-Bullshit. Man tut so, als ob es sich bei dem Dreck um Staubkörnchen handelt, die einfach abgeschüttelt werden können. Wohin eigentlich? Tatsächlich erweisen sich die "Staubkörner" immer wieder als penetrant klebender Dreck (Pollen?), der nur mechanisch entfernt werden kann!

Die einzige Abhilfe besteht in einem Zoom, das von Weitwinkel bis Tele reicht, oder eben zwei Gehäusen. Auch wenn ich mir damit überladen und durchaus blöd (angeberisch?) vorkomme, für einen anstehenden Inselkurztrip wurde der Nikon Z6-Sensor mechanisch gereinigt, und das 24-50 mm Zoom bleibt dann drauf! Dazu gesellt sich die seitens des Sensors ebenfalls kontrollierte Nikon Z50, die adaptiert per FTZ das AF-P 70-300 mm Nikkor aufnimmt. Womit dann 105 - 450 mm zur Verfügung stehen. Und die Lücke 50 mm bis 105 mm? Die haben Generationen von — Achtung korrektes (?) Gendern — Fotografierenden gemeistert.

Ob ich das brave 4,5-6,3/24-50 mm Z Kit-Zoom irgendwann gegen ein professionelleres 4/24-70 mm Z austausche, muss ich noch überlegen. Wobei sich Zoom-Objektive auch zu oft als regelrechte Luftpumpen erweisen, die Dreck aus der Umgebung nicht nur einsaugen, sondern zuverlässig auf dem Bild-Sensor ablagern :-(

Die eigentlich hochinteressante Alternative 24-200 mm Z hat der Ex-Bekannte zurückgegeben. Ihm war das Zoom im kurzen Brennweitenbereich einfach nicht gut genug für seine Ansprüche. Und Adaption eines Nikkors mit F-Bajonett per FTZ? Mit Grausen denke ich an mein 28-300 mm Nikkor zurück, das sich 2013 auf der 36 MP Nikon D800 als ganz üble Gurke erwiesen hat. Ich hatte unvorsichtigerweise "blind" gekauft und nicht ausreichend getestet. Um dieses mögliche Montagsexemplar sofort zurückzuschicken.

Und heute das Tamron 28-200mm f2.8-5.6 Di III RXD?

Gibt es (aktuell) nur mit Sony DSLM-Bajonett :-( Wobei ich nicht weiß, ob Sony seine elektronischen Anschlussdaten, das Protokoll offengelegt oder Tamron erfolgreiches Re-Engineering betrieben hat. Mit den Protokollen tun sich die Premium Hersteller CaNiSony schwer. Was ja verständlich ist. Aber dann sollte das Objektiv-Portfolio stimmen!

Das existierende Nikon ED AF NIKKOR 28-200mm 1:3.5-5.6 G wurde zwischen 2003 und 2005 produziert, bietet dank Schrauben-/Stangen-AF auf den spiegellosen Z-Nikon aber keinen Autofokus …

Sich in Zukunft bei Rundgängen in der Natur auf den kleinen DX-Sensor zu beschränken und der Nikon Z50 ein entsprechendes DX-Zoom verpassen? Dafür habe ich eigentlich keine Vollformat Nikon Z6 gekauft! Was den klebrigen Sensordreck angeht, ist die Z50 nach meiner Erfahrung übrigens deutlich weniger empfindlich, als die Z6 mit ihrem von der Fläche 2,5x so großen Vollformatsensor.


Scheunenfund

03. August 2021, Ralf Jannke - Wissen, Sammeln, Ausprobieren

Oder: Das traurige Ende einer ganzen Kameraklasse — nicht nur Nikon …

Eigentlich habe ich dieser Kameraklasse ja abgeschworen ;-) Aber ich "musste" diese Coolpix einfach "retten". 20 Schwedenkronen hat sie in der Secondhand-Scheune gekostet. Umgerechnet 2 Euro. Einwandfrei funktionierend und mit einer 2 GB SD-Speicherkarte voller Bilder. Zum Glück nicht vom FKK-Strand ;-)


Landschaftsfotografie 1920

01. August 2021, Ralf Jannke - Wissen, Sammeln, Ausprobieren

Damit ich jetzt endlich lerne, wie man richtig Landschaft fotografiert, habe ich doch glatt 109 Schwedenkronen (ca. 11 Euro) in „LÖSCHER-WEISS – LEITFADEN DER LANDSCHAFTS-PHOTOGRAPHIE“ investiert. Meine 6. Auflage ist von 1920, die Erstausgabe ist mit Oktober 1917 datiert. Dann kann ja nichts mehr schiefgehen ;-)


Es passt nicht :-( Wirklich?

29. Juli 2021, Ralf Jannke - Wissen, Sammeln, Ausprobieren

MINOLTA MACRO ROKKOR-QF 1:3.5 f=50mm

Warum passt das Objektiv nicht in den Minolta SR-/MC-/MD-/Nikon Z Adapter? Nach genauerem Hinsehen und Studium des Bajonettes, war sofort klar, dass es sich nicht um das Minolta SR-/MC-/MD-Bajonett handelt. Das sah/sieht nach etwas ganz anderem aus: Leica M!

Und nach vorsichtigem Drehen am Objektiv-Bajonett ließ sich der ganze Ring problemlos abmontieren, um sich als Original "LEITZ WETZLAR GERMANY DBP M2 21-35 M3 135" zu erweisen. Und dass ich mich nicht geirrt habe bestätigte "Camera-wiki.org - The free camera encyclopedia". Dort war nachzulesen: Chiyoda Kōgaku, later renamed Minolta, made a range of Leica screw lenses for its Minolta 35 series camera, a Leica copy made between 1947 and 1958. Und weiter: Minolta also made a special macro lens in that mount at the time of the Rokkor SLR lenses: 50/3.5 QF-Rokkor macro lens, not rangefinder coupled, part of the Minolta MC/MD lens system.

Damit hat sich das nette Objektiv als kleine Rarität erwiesen. Und es dürfte mit vermutlich Baujahr 1958 neben meinem Ernst Leitz Wetzlar Hektor 13,5cm 1:4,5, Baujahr 1937 das zweit-älteste Objektiv meiner Sammlung sein.

Ohne den Adapter lässt sich das MACRO ROKKOR also auf Messsucherkameras mit Leica M39-Schraubanschluss oder eben mit Leica M-Bajonett betreiben. Genau den Adapter M39-auf-Nikon Z hatte ich natürlich nicht im Reisegepäck … Ein M39-/Nikon F-Adapter war auch in Schweden für 20 Euro verfügbar. Der wurde sofort bestellt. Aber ob das vom Auflagemaß hinhaut?

Nein, es haut nicht hin. Es muss ein Adapter Messsucherkamera-M39-/Nikon Z sein. Der 1000 km weit weg liegt. Macht nichts, das Minolta Makro gefällt mir auch so ja sehr gut. Für ein Testfoto im Nahbereich reicht es aber, da das Objektiv sich bis ca. 1 m Distanz verwenden lässt. Und schließlich handelt es sich ja um ein Makro-Objektiv ;-)


Alles schon dagewesen …

26. Juli 2021, Ralf Jannke - Wissen

Mehrfach-Objektiv

Die "Kodak EasyShare V570, die zweiäugige Digitalkamera (Dual Lens)" hat es 2006 vorgemacht! Ich hatte mir die Tage ein gebrauchtes iPhone 8 Plus gegönnt. Und damit mein erstes Smartphone mit Doppelkamera mit einem 1,8/29 mm Weitwinkel- und einem 2,8/57 mm Normal-Objektiv. Die Brennweiten natürlich auf KB umgerechnet. Um an die Brennweite der Kodak Easy Share V570 zu kommen — 2,8/23 mm Superweitwinkel (Fixfokus) und 2,8-4,4/39-117 mm (@KB) Schneider-Kreuznach C 3-fach Variogon —, braucht es beim Smartphone noch etwas. Wobei das Superweitwinkel schon existiert. Das optische Zoom steckt noch im Patent von oben.

iPhones im Digicammuseum.de

Heißt: Dem iPhone 8 plus werde ich mich noch gesondert widmen!


Nikon D1H – "H" wie Highspeed

21. Juli 2021, Ralf Jannke - Wissen, Sammeln, Ausprobieren

Ob sie noch geht? jA!

Immer wenn ich dachte, Digitalkamera-sammelmäßig passiert nichts mehr, geht doch was. Und wie!

Sowie die 11 Megapixel Vollformat Canon EOS 1Ds der Höhepunkt des Jahres 2019 war, gibt es für 2021 einen neuen Höhepunkt zu melden. Mit der 4 MP EOS 1D und der EOS 1Ds als den beiden ersten Profi-DSLRs der Canon-Geschichte, gelang das Gleiche jetzt mit der Komplettierung der Nikon D1-Reihe.

Zur vorhandenen Nikon D1 von 1999 (2,7 MP 4,5 B/s) und der Nikon D1X von 2001 (6/10 MP 3 B/s) gesellt sich jetzt die Nikon D1H von 2001 (2,7 MP 5 B/s)

Bisherige Praxisberichte

Nikons erste eigene DSLR von 1999: D1

Nikon D1X, die unterschätzte und zweite selbst produzierte DSLR der Firmengeschichte. Und ihr Vorgänger, die D1, sowie das Update dazu: D1H

Testbericht: Nikon D1H und Nikon D1X

Jetzt also die fehlende Nikon 1DH, die ab 24. Juli auf mich wartet. Ich hoffe sehr, dass sie noch funktioniert. Mit im Urlaubsgepäck deshalb mein letzter D1-Akku samt Ladegerät. Der Akku reicht sicher zum Start der Kamera und für ein paar Fotos. Wenn die D1H einwandfrei läuft, investiere ich gerne noch in einen zweiten, neuen Akku!

Oben im der Überschrift bereits nachträglich beantwortet: JA, die nette Nikon D1H läuft einwandfrei!


Olympus FourThirds DSLR E-510

20. Juli 2021, Ralf Jannke - Wissen, Sammeln, Ausprobieren

Alles nur eine Preisfrage!

Ich wollte eigentlich keine DSLR mehr kaufen … Aber die E-510 kam mit dem netten 2,8/25 mm Pancake, auf das ich noch scharf war. Weniger das Pancake auf der E-510 zu benutzen, sondern adaptiert auf einer spiegellosen Olympus, deren Praxisbericht "in Arbeit" und schon weit fortgeschritten ist. E-510 und Pancake waren zusammen für einen Preis zu haben, der bei der Hälfte der in eBay angebotenen 25 mm Pancakes liegt. Das 25 mm FT Pancake wird direkt auf die Oly DSLM adaptiert. Die E-510 mit stabilisiertem Sensor wird nur kurz auf Funktion getestet und dann erstmal zurückgelegt.

Zwei Beispielbilder aus dem Archiv kann ich aber schon zeigen, denn ich habe 2008 mit einer Olympus E510 einen Dänemark Urlaub fotografiert. Aufnahmeobjekiv war das 2,8-4/12-60 mm Olympus FT. Christian Zahn hat einen schönen Bericht zum Nachfolger E-520 von 2008 verfasst.


Darf's noch ein bisschen mehr sein?

17. Juli 2021, Ralf Jannke - Wissen, Sammeln, Ausprobieren

Nein keine Scheibe Wurst beim Dorfmetzger, sondern ein paar Extra-Millimeter Brennweite. Nach dem "walimex MC MIRROR LENS 1:8.0 f=500mm" jetzt ein "TELE-Tokina 1:8 f=600mm".

Ich konnte nicht widerstehen dieses "unauffällige und handliche" Tele aus der "Piraten"-Frühzeit der "Fremdobjektive" mit in die Sammlung aufzunehmen. Es passt auch perfekt in den schon weit fortgeschrittenen Beitrag "Armee der Klon-Objektive", wie wir noch sehen werden. Lassen Sie sich überraschen!


Urlaubsvorfreude

09. Juli 2021, Ralf Jannke - Wissen, Sammeln, Ausprobieren

Heute klappt man fürs Fotografieren aus der Froschperspektive je nach Kamera und Möglichkeiten den Monitor in die gewünschte Position. In den 1970ern bedeutete das bei der Spiegelreflex wo möglich Suchertausch gegen Lichtschacht mit Lupe, Winkelsucher oder Lupensucher. Belichtung? Aus Erfahrung, handgemessen oder vor dem Sucherwechsel bei der Nikon F2 mit dem Belichtungsmesssucher Photomic DP-1.

Jetzt bekam mein Jubilar Nikon F2 einen Lupensucher DW-2. Eigentlich überflüssig, denn da liegt auch noch ein F2 Lichtschacht DW-1. Aber schließlich wird die F2 im September 50! Auf die Montage der (fehlenden) Namensplatte habe ich beim DW-2 verzichtet. Ich hätte die vom DW-1 nehmen können.

Während sich viel zu viele wunderbare F2-Fotomaschinen in Vitrinen "langweilen" und totstehen, geht diese F2 trotz gefühlt 99,9 Prozent digitaler Fotografie zusätzlich mit in die Ferien. Trotz der Analogmühen: Film einlegen, belichten, selbst entwickeln und digitalisieren. Entschleunigung pur ;-)


Anleihen aus der Vergangenheit: Nikons neue DSLM Z fc

01. Juli 2021, Ralf Jannke - Wissen

In bisschen Provokation muss sein ;-)

Woran erinnert mich Nikons neue Z fc? Klar, dass es je nach Sicht die vollmechanische Nikon FM oder die Schwester mit Zeitautomatik ist, die FE. In Facebook hatte ich der Z fc ersatzweise meine Nikkormat EL einmontiert. Ich habe keine FM/FE. Um entsprechend belehrt zu werden, dass die FM das Vorbild sei, aber auch bestätigt zu bekommen, dass zumindest das Verschlusszeitenrad der Z fc von der ersten Nikon mit Zeitautomatik inspiriert ist, der Nikkormat EL.

Jetzt wird es etwas ketzerischer

Dieses geriffelte Rädchen auf der (von vorne) linken Frontseite der Z fc. Wo habe ich das schon gesehen? Und sogar benutzt. Ganz klar: FUJIFILM. Zum Vergleich deshalb dahinter meine "getarnte" und verflossene Fuji X-T30. Andererseits: Eine DSLM kann letztlich nur wie eine analoge Messucherkamera aussehen oder eben wie eine etwas verkleinerte Spiegelreflexkamera. Und die Fuji X-T Reihe ist (D)SLRs nachempfunden. Entsprechend geht die neue Nikon Z fc auch in diese Richtung.

Und das Objektiv auf der Z fc?

Das passt als Objektiv mit Nikon F-Bajonett ohne Adapter natürlich überhaupt nicht. Aber: Von den Abmessungen her kann man das zwischen 1968 und 1971 produzierte 2,8/45 mm GN Nikkor zurecht als "Pancake" bezeichnen: Durchmesser 64 x 20 mm Höhe, 52 mm Filter, 150 g. Dieses 45er erfuhr 2001 eine Wiedergeburt in Form des AI-P 45mm 2,8. Ein MF-Nikkor mit CPU. Wie das GN mit vier Linsen, aber mit 17 mm Höhe noch flacher.

Und was hat das mit der Z fc zu tun?

Neben einem kompakten 2,8/28 mm, das es wohl zunächst nur für die Z fc gibt, soll es möglicherweise von Nikon noch etwas in Richtung "echtes" = flaches Pancake mit Z-Bajonett geben. Wir werden sehen. Das Nikkor Z 28 mm 1:2.8 SE hat einen Durchmesser von 71,5 mm und ist mit 43 mm doppelt so hoch wie das 45 mm GN. Das Gewicht ist mit 160 g vergleichbar.

Ansonsten ist die Nikon Z fc im Inneren weitgehend identisch zur Nikon Z50.


Was ist digicammuseum.de?

Die analoge Fotografie blickt auf eine etwa 170-jährige Geschichte zurück, seit etwa 100 Jahren sind Fotoapparate auch für Privatleute erschwinglich. Trotzdem sollte es noch Jahrzehnte dauern, bis die Fotografie zu einem Hobby für Millionen von Menschen wurde und der Fotoapparat zum selbstverständlichen Accessoire jeder Urlaubsreise.

Um so überraschender ist es zu sehen, mit welcher Geschwindigkeit die etablierte Technik in wenigen Jahren nach der Jahrtausendwende in eine Nischenexistenz zurückgedrängt wurde. Ersetzt wurde sie durch Digitalkameras. Diese haben in kürzester Zeit eine atemberaubende Evolution durchlaufen und haben ihre analogen Vorfahren weitgehend überflüssig gemacht. In fast allen Haushalten wurde die alte Spiegelreflex- oder Kompaktkamera durch ein digitales Modell ersetzt.

Während die meisten analogen Kameras viele Jahre, teilweise auch Jahrzehnte lang genutzt wurden, landen die meisten Digitalknipsen nach drei bis vier Jahren in der Schublade und müssen einem leistungsfähigeren Modell weichen. Die technischen Fortschritte werden jedoch immer kleiner. Digitalkameras haben einen Stand erreicht, der keine drastischen Verbesserungen mehr zulässt. Der Boom fand seinen Höhepunkt um die Jahre 2008-2010 und hat seither deutlich nachgelassen.

Das ist auch schon rein äußerlich zu erkennen: In den ersten Jahren war bei den Herstellern von Digitalkameras der Wille zu beobachten, die neue Technik auch für Innovationen in Design, Bedienung und Funktionalität zu nutzen. Inzwischen ist diese Phase weitgehend vorbei und die Hersteller haben zu den aus analoger Zeit bekannten Kameratypen zurückgefunden: Kompaktkameras auf der einen und Systemkameras auf der anderen Seite.

Die in Smartphones eingebauten Kameras sind inzwischen jedoch so gut, dass sie Kompaktkameras die Existenzberechtigung geraubt haben. Wozu ein separates Gerät kaufen, wenn man vergleichbare Bilder auch mit dem Handy hinbekommt, das man zudem immer in der Tasche hat?

Es entsteht so im Moment die paradoxe Situation, dass so viel fotografiert wird, wie noch nie in der Geschichte - und gleichzeitig immer weniger "richtige" Kameras verkauft werden. Mag sein, dass die Ära der Fotoapparate für jedermann zu Ende geht und bald nur noch Hobbyfotografen und Profis als Kamerakäufer übrig bleiben. Deswegen ist nicht zu früh, die "wilden Jahre" der Digitalkamera-Entwicklung zu dokumentieren.

Diese Homepage war anfangs vor allem als virtuelles Museum meiner Kamerasammlung gedacht. Inzwischen ist daraus ein Projekt geworden, bei dem ein wachsender Kreis von Autoren tolle Beiträge zur Digitalkamera-Geschichte beisteuert. Den weitaus größten Anteil daran hat Ralf Jannke, der mit seinen Praxisbeiträgen die verschiedensten Themen detailliert behandelt und großartig bebildert. Was sich allerdings nicht geändert hat: Die Homepage ist ein reines Hobby- und Spaßprojekt. Wir freuen uns über den Austausch mit anderen Sammlern und Fotobegeisterten. Es gibt keine Werbung und wir sind auch keine bezahlten Influencer. Falls Sie allerdings noch eine spannene Kamera herumliegen haben, die Sie nicht mehr brauchen - wir sind immer auf der Suche nach weiteren Exponaten.

Boris Jakubaschk